Acer Palmatum Kiyohime

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Jürg Stäheli
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Jürg Stäheli »

Hier jetzt noch das richtige Bild, mit dem Gestalter und Besitzer Ben.
Es hat grosse Freude bereitet zu helfen so einen bezaubernden Ahorn in die passende Schale umzutopfen.
Liebe Grüsse
Jürg
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Ahorn mit Ben
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Kathrin
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Kathrin »

Hallo zusammen

Wird der Baum jetzt vor Frost geschützt oder?

Die Schale passt super zu dem sehr extravaganten Baum!

Grüsse Kathrin
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Barbara
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Barbara »

Der Baum steht Euch Beiden gut, Ben und Jürg. :wink:
Die Schale passt wirklich super dazu.

Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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fritze
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von fritze »

ich sehe diesen Bericht jetzt erst...

Toller Fund. hätte ich auf jeden Fall auch genommen und jetzt in der schönen Schale wirkt er gleich noch schöner.
Ben, um diese Umtopfaktion mit dem lieben Jürg bist du zu beneiden.
liebe grüße
christian

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BenBonsai
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von BenBonsai »

Habt vielen Dank für Euren Zuspruch und die Anregungen.
Der Baum steht nach dem Umtopfen im frostfreien Gewächshaus. In diesem Jahr werde ich mich darauf konzentrieren, Feinverzweigung aufzubauen und vereinzelte Äste zu positionieren.

Liebe Grüsse Ben
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BenBonsai
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von BenBonsai »

Es beginnt langsam zu herbsteln...
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espanna
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von espanna »

Moin Ben,

möchtest du die Krone so breit lassen? Wie siehst du den Baum in der Zukunft?
Die Bilder sind toll, der Aufwand hat sich gelohnt *daumen_new*
Gruß
László

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Alfred Krupp
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BenBonsai
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von BenBonsai »

Hi Lazlo, danke für Deinen Kommentar.

Kommt Zeit, kommt Rat. Normalerweise bin ich nicht schüchtern die Zange anzusetzen, aber bei dem Baum ist das anders. Der will irgendwie so eigenwillig bleiben. Ich kann es mir nicht erklären warum, aber bei manchen Bäumen geht es mir so, dass ich mehr "gestatten" als "gestalten" möchte.

Eine ungefähre Vision habe ich schon. Klar ist, dass die Krone breiter als hoch bleiben wird. Das gibt die ungeheure Basaldominanz des Baumes gewissermaßen vor. Natürlich ist der Wuchsausgleich des mittleren, oberen Kronenbereiches nicht aus den Augen zu verlieren. Die Verkahlung des oberen Bereiches ist die zentrale Gefahr bei dem Baum. Nach meiner Erfahrung sind beim Kiyohime die Gestaltungsziele mehr als bei den meisten anderen Ahornarten durch den Habitus der Art gebahnt und gleichzeitig auch begrenzt.

Das Hauptziel für die kommenden Vegetationsperioden wird sein, die längeren, unverjüngten Äste zu entschärfen, die Äste besser zu verteilen und Feinverzweigung aufzubauen.

Liebe Grüße, Ben
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Norbert_S
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Norbert_S »

Dieser wunderbare Faden ist bisher von mir gar nicht bemerkt worden.

Was für ein anspruchsvoller Rohling. Da sind so viele sehr gute Anlagen zu erkennen, der lange Weg ist aber auch leicht ersichtlich. Da kann etwas sehr ansprechendes entstehen.
Deine Einstellung zur weiteren gestaltenden Pflege scheint mir zielführend.
Die Schale passt ganz wunderbar schon jetzt und wird es immer mehr.

Zum abspannen spröder Äste:
Langsam, sehr langsam und über notfalls mehr als eine Vegetationsperiode.
Mit Draht eine Schlinge legen und dann langsam festdrillen.Sobald etwas Spannung aufgebaut ist, reicht dann eine oder auch nur eine halbe Umdrehung alle paar Tage. Am Jahresende ist der Ast dann meist da, wo er hin sollte.
Bei diesem langfristigen Vorgehen reicht das unterlegen von den üblichen Luftschläuchen nicht. Die drücken trotzdem ein. Ein kleines Stück Wasserschlauch hat mehr Festigkeit. Die Abspannung muss über das gewünsche Maß hinaus erfolgen, da der Ast sich nach dem lösen immer wieder etwas aufrichtet.
.
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Norbert

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BenBonsai
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von BenBonsai »

Hab Dank lieber Norbert für Deinen Kommentar.

Du setzt mit Deinem Hinweis zum Abspannen an dem gleichen Punkt an wie Tom, dessen Worte bei mir immer wieder nachgeklungen sind. Bislang habe ich mich bei dieser extrem brüchigen Sorte einfach nicht getraut, dicke Äste abzuspannen. Umso hilfreicher Deine Anregung, das in ganz kleinen Schritten und gut "gepolstert" zu machen, dass der Ast auch mitgehen kann.

In den nächsten Jahren werden mich besonders zwei Herausforderungen beschäftigen (rote Pfeile):

1. Die Parallelführung unten links entschärfen. Da werde ich irgendwie versuchen, den unteren Ast nach unten zu kriegen.
2. Den brachialen Ast hinten rechts bändigen. Falls ich Rückknospung bekomme, wäre Absetzen idealerweise auf halber Höhe eine Option. Da passiert aber nicht viel im alten Holz. Vielleicht könnte eine Bohrpfropfung helfen. Hab ich aber beim Kiyohime noch nicht gemacht. Geht das?

Falls das alles nicht funktioniert, hab ich immer noch Variante "B" in Reserve, die Problemstellen durch gänzliches Entfernen der Äste zu lösen. Das ist für mich momentan aber ein eher nachrangiger Gedanke.

Liebe Grüsse

Ben
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bonsaiheiner
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Ben,

mir geht es ebenso wie einigen anderen hier im Forum: Dieser thread ist mir bisher völlig durchgerutscht und darüber bin ich nicht besonders glücklich.

Dass der Baum hervorragendes Potenzial hat, ist wohl klar. Ebenso klar ist auch, dass von dem ganzen Zeug, welches der Baum am Anfang mitbrachte und alles am Anfang so verheißungsvoll ausschauen ließ, das meiste in der Peripherie wohl nicht besonders brauchbar sein wird.
Das hast Du sicher schon selber erkannt und bist jetzt auf der Suche nach dem weiteren Aufbau. Ich habe lange über Deine roten Pfeile nachgedacht, auch darüber, ob die entsprechenden Starkäste ganz rausgenommen werden sollten. Ich meine eher nicht.
Wie soll es denn dann weitergehen?
Der Baum braucht dringend Rückknospung, braucht weiter innen liegende Verzweigung, die Dir weiterhilft. Wird der Baum das mitmachen, wenn Du ihn zögerlich nur an einigen Stellen einkürzt. Wird er nicht, prophezeie ich mal, denn ich stand vor dem gleichen Dilemma.
Ein sehr erfahrener Bonsaikollege gab mir für meinen grossen Ahorn ein paar Tipps, die ich wegen Hasenfüßigkeit nur inkomplett umgesetzt habe, aber dennoch sehe ich an meinem Ahorn deutliche Erfolge, die mir aber immerhin zeigen, dass ich besser gefahren wäre, wenn ich etwas resoluter vorgegangen wäre. Dein Baum ist in 2021 frisch umgetopft, also ist die kommende Vegetationsperiode wohl geeignet, es anzugehen.
Das Prinzip besteht darin, den Baum komplett zu entlauben, die Blattstiele durchzuschneiden und gleichzeitig mit dem Blattschnitt alle Triebe ebenfalls zurückzuschneiden und zwar mindestens um eine Internodie. Die Triebendknospe muß weg. Lässt man die, schüttet sie Auxin aus und verhindert somit eine Rückknospung, die Aktion läuft somit ins Leere.
Das Ganze ist auch wissenschaftlich belegbar, klingt ein bißchen abgehoben, muß deswegen aber nicht weniger wahr sein.

Physiologische Wirkungen von Auxinen:
Indol-3-Essigsäure (IAA)ist das universelle natürliche Auxin.
Hemmung der seitlichen Knospen: Die Entwicklung der axillären (lateralen oder seitlich sitzenden) Knospen wird durch IAA, die am apikalen Meristem produziert wird, gehemmt und am Stamm nach unten transportiert. Wenn die Auxinquelle durch Abschneiden des apikalen Meristems (des kompletten Spitzentrieb-Komplexes mit Sitz der Auxine) entfernt wird, werden die lateralen Knospen aus dem inhibitorischen (gehemmten) Zustand freigesetzt und entwickeln sich (und wohl nur dann).
Ich werde bei meinem Ahorn noch ein zwei Vegetationsperioden abwarten und dann diese rigorose Maßnahme durchführen, wenn sich zeigt, dass meine Halbherzigkeit nicht das bringt was ich will.

Gutes Gelingen!
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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Georg
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Georg »

Heiner,
ich habe Deine Erklärung mir in meine Bonsaiunterlagen hinterlegt.
Und gleichzeitig wieder was in Erinnerung geholt und verfestigt! *daumen_new*
Danke und Grüße
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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Norbert_S
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von Norbert_S »

Ben,
Wenn du den unten links markierten Ast absenken willst, wirst du stärkere Maßnahmen anwenden müssen. Das absenken mit der von mir oben beschriebenen Methode wird dicht am Stamm so nicht funktionieren.
Zusätzlich macht die Schnittstelle die Sache nicht einfacher.

Zum absenken brauchst du eine Eisenstange (oder richtiges Biegewerkzeug) die gut durch Verband geschützt am Ast befestigt sein muss. Kabelbinder halte ich heute für besser als Draht.
Wenn du mit großem Hebel arbeitest ist es einfacher, du musst aber sehr vorsichtig sein beim langsamen absenken.
Zusätzlich musst du den Baum in der Schale gut sichern, sonst hebelst du den einfach aus der Schale.
Das ganze ist nicht ohne.
Ich zeige mal beispielhaft wie ich es beim alten Blauregen gemacht habe auf Seite 5 im folgenden Thread:
viewtopic.php?f=9&t=35507&start=60

Geht sicher anders, professioneller und eleganter, aber ein friesischer Dickkopf muss manchmal reichen. :-)

Heiners Ausführungen ist wohl nichts hinzuzufügen.
Gut im Futter stehen, Rückschnitt und ausreichend Licht.
Rudi hat hier oft schon Bilder seiner Ahorne mit Rückknospung gezeigt, die ich auch so bei meinen wenigen Ahornen gesehen habe.
Heinz Leitner pflegt seit wirklich vielen Jahren einen herausragenden Kiyohime.
Heinz ist ein wirklich netter, der dir sicherlich von seinen Erfahrungen abgeben wird.
Norbert

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heinz leitner
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von heinz leitner »

Was für ein schöner Kiyohime..
Der kann sehr gut werden..
Und erstaunlicherweise ist mir der Baum heute das erste mal aufgefallen.
Und schaut meinen sehr ähnlich..
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BenBonsai
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Re: Acer Palmatum Kiyohime

Beitrag von BenBonsai »

Dieser Thread entwickelt sich ja prächtig, habt vielen Dank für Eure anerkennenden und differenzierten Worte.

Es macht Spaß, gemeinsam mit Euch die weitere Fahrtrichtung des Baumes durchzugehen und irgendwie einen Weg zwischen "Hasenfüßigkeit" (ein tolles Wort, Heiner :-D) und "Presslufthammer"(das wurde mir schon nachgesagt :-D) zu finden.

@ Heiner: Deine Posts vermitteln mir, dass sich Erfahrungslernen und Theorie nicht ausschließen müssen. Du hast es auf den Punkt gebracht, ich brauche dringend Rückknospung. Die von Dir vorgeschlagene Methode mit dem Rückschnitt im Sommer hat bei anderen Ahornen bereits gute Erfolge gebracht. Das werde ich auch mal bei diesem Baum umsetzen. Danke Dir!

@ Norbert: Ich bin beeindruckt, wie Du die Aufrichtung des Hauptstammes beim Wisteria umgesetzt hast. Ich bin davon ausgegangen, dass so etwas bei dem Kaliber gar nicht geht. Das ist eine sehr gute Anleitung. Dazu braucht es Vorbereitung, Equipment, Nachdenken und nicht zuletzt auch statischen Verstand. Bei anspruchsvollen Techniken, zu denen sicher auch die Vorgeschlagene zählt, halte ich es gewöhnlich so, sie erstmal bei Bäumen mit weniger Potenzial, aber gleichem Habitus auszuprobieren. Ich werde berichten.

@Heinz: Schön, dass Du Dich hier eingeklinkt hast. Dein Kiyohime und vor allem die Schale in Verbindung mit dem Baum hauen mich einfach nur weg :shock:. Der Aufbau des Baumes verrät jahrelange Pflege und ein wohlüberlegtes Vorgehen. Von wem ist diese wunderbare Schale?

Liebe Grüsse Ben
Zuletzt geändert von BenBonsai am 03.11.2022, 22:20, insgesamt 2-mal geändert.
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