Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Ich bin begeistert 
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Die Ansichtsseite wurde beim Umtopfen Anfang April leicht gedreht. Das sanft auslaufende Nebari steckt noch 2cm unter der Substratoberfläche und darf zwecks Entwicklung gerne noch ein paar Jahre bedeckt bleiben.
Meine Bäume und ich sind gerade mal wieder an einem Wendepunkt, der schwierige Entscheidungen fordern wird.
Meine Frau hat sich einen langgehegten Wunsch erfüllt und einen ausgebauten VW T5 gekauft um flexibel und quasi jederzeit die Welt zu bereisen (wenn es dann irgendwann mal wieder geht...). Ihre berufliche Selbstständigkeit ist ortsunabhängig... ganz im Gegensatz zu meiner Lebensgestaltung mit den pflegeintensiven Kübelbäumchen. Wenn die Frage nun hart auf hart käme, wäre mir meine Familie wichtiger als Bonsai. Aber meine Bäume gänzlich abzugeben würde mich langfristig dieser tiefen Befriedigung berauben, die mir auf materieller Ebene nur Bonsai bieten kann. Also bin ich gerade wieder am abwägen, welche Bäume absolut essentiell für mich sind. Für 10-15 Bäume mittlerer bis kleiner Größe sollte sich irgendwie, wie auch immer, hoffentlich,... eine kompetente Betreuung finden lassen, die mich nicht mit jedem Kurzurlaub in die Pleite stürzt. Doch aktuell sind es halt noch über 30, mitunter ein paar Große, die sich nicht bequem verladen lassen.
Nun ja, der Feldahorn wird jedenfalls bleiben dürfen.
Viele Grüße
Tom
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Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Moin Tom,
Deinen Feldahorn finde ich wirklich gut gelungen bis hierher. Er ist zwar recht artuntypisch weich und feminin gestaltet, dies aber mit einer schönen Glaubwürdigkeit. Meinen Respekt dafür.
Was Deine Lebensumstände anbelangt - hast Du schon darüber nachgedacht, langfristige Patenschaften für Deine Bäume zu vergeben? Lasse sie sich doch bei anderen fähigen Baumbegeisterten weiter entwickeln, bis Du sie eines Tages wieder übernehmen kannst. Vielleicht nicht alle, aber die besseren. Ich bin mir sicher, dass es da für alle Beteiligten interessante Konstellationen geben könnte und Du musst Dich in dem Sinne nicht trennen - noch dazu auf die undankbare Art, wo man nicht darauf warten kann, den richtigen Käufer für den Baum zu finden, sondern in der Eile der Preis entscheidet oder man im Zweifel niemanden findet und auspflanzen/verschenken/in die Tonne hauen muss.
Lieben Gruß
Heinrich
Deinen Feldahorn finde ich wirklich gut gelungen bis hierher. Er ist zwar recht artuntypisch weich und feminin gestaltet, dies aber mit einer schönen Glaubwürdigkeit. Meinen Respekt dafür.
Was Deine Lebensumstände anbelangt - hast Du schon darüber nachgedacht, langfristige Patenschaften für Deine Bäume zu vergeben? Lasse sie sich doch bei anderen fähigen Baumbegeisterten weiter entwickeln, bis Du sie eines Tages wieder übernehmen kannst. Vielleicht nicht alle, aber die besseren. Ich bin mir sicher, dass es da für alle Beteiligten interessante Konstellationen geben könnte und Du musst Dich in dem Sinne nicht trennen - noch dazu auf die undankbare Art, wo man nicht darauf warten kann, den richtigen Käufer für den Baum zu finden, sondern in der Eile der Preis entscheidet oder man im Zweifel niemanden findet und auspflanzen/verschenken/in die Tonne hauen muss.
Lieben Gruß
Heinrich
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
ener der besten feldahorne, die ich bis jetzt gesehen habe, vor allem in kenntnis der arttypischen schwierigkeiten, was den wuchs angeht.
den würde ich auch behalten.
den würde ich auch behalten.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke euch beiden!
Ein persönliches Beispiel: Diese Sämlingsblutbuche (links im Bild) verlies über Umwege meinen Garten, bis sie bei dir landete. Das war im Zuge meiner letzten starken Sammlungsreduktion. Es fiel mir sehr schwer, da ich einige einzigartige Qualitäten in dem Baum sehe, die insbesondere als Sämlingsblutbuche nicht wiederbeschaffbar wären und ich sämtliche Grundstrukturen aus einer 1,5m Baumschulpflanze aufgebaut hatte.
Könntest du dich in einigen Jahren ohne bitteren Beigeschmack wieder von dem Baum trennen?
Ansonsten hätte ich ein paar Bäume, die ich mir gut in deinen Händen vorstellen könnte, wenn du Lust auf das Experiment Patenschaft hast
Liebe Grüße
Tom
Ja, kam mir tatsächlich auch schon in den Sinn. Allerdings sehe ich bei der Umsetzung einige potentielle Schwierigkeiten. Ich frage mich vor allem, wie schwer es für einen Baumpaten sein muss, unter dem Vorbehalt den Baum eines Tages wieder loslassen zu müssen, sich in den gestalterischen Entscheidungen frei zu fühlen - was für mich persönlich ein Kernpunkt der Beschäftigung mit Bonsai ist. Kann man sich einem Baum so widmen als sei es der eigene?hwolf hat geschrieben: 21.04.2021, 07:59Hast Du schon darüber nachgedacht, langfristige Patenschaften für Deine Bäume zu vergeben? Lasse sie sich doch bei anderen fähigen Baumbegeisterten weiter entwickeln, bis Du sie eines Tages wieder übernehmen kannst.
Ein persönliches Beispiel: Diese Sämlingsblutbuche (links im Bild) verlies über Umwege meinen Garten, bis sie bei dir landete. Das war im Zuge meiner letzten starken Sammlungsreduktion. Es fiel mir sehr schwer, da ich einige einzigartige Qualitäten in dem Baum sehe, die insbesondere als Sämlingsblutbuche nicht wiederbeschaffbar wären und ich sämtliche Grundstrukturen aus einer 1,5m Baumschulpflanze aufgebaut hatte.
Könntest du dich in einigen Jahren ohne bitteren Beigeschmack wieder von dem Baum trennen?
Ansonsten hätte ich ein paar Bäume, die ich mir gut in deinen Händen vorstellen könnte, wenn du Lust auf das Experiment Patenschaft hast
Liebe Grüße
Tom
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Das ist ein sehr interessanter Gedanke, und gar nicht mal so neu.Tomsai 92 hat geschrieben: 22.04.2021, 07:17Ja, kam mir tatsächlich auch schon in den Sinn.hwolf hat geschrieben: 21.04.2021, 07:59Hast Du schon darüber nachgedacht, langfristige Patenschaften für Deine Bäume zu vergeben? Lasse sie sich doch bei anderen fähigen Baumbegeisterten weiter entwickeln, bis Du sie eines Tages wieder übernehmen kannst.
Bei den ersten Sommerfesten (oder war es ein anderer Anlass?) gab es so einen "Wanderpokal", eine Eibe (wenn ch mich recht entsinne), die dann 2-jährlich weiter gegben wurde. Sie ist dann zwar irgendwie "Opfer der Gestaltungswut" geworden, jeder versuchte, in 2 Jahren den Baum bedeutend weiter zu entwickeln statt "nur" zu pflegen, bis der Baum beim nächsten Fest dann in neue Hände kam. Das war dann wohl zu viel gewollt und der Baum gab auf.
Ein ähnlicher Gedanke kam mir auch schon vor Zeiten, wie die Bäume umfangreicher Sammlungen wie z.B. die von Walter Pall mal weiter gepflegt werden könnten (es gab zu dem Thema auch schon mal einen eigene Thread, aber ich weiß kein Stichwort mehr, unter dem ich den finden könnte). Ich habe mir vorgestellt, dass die vielen Schüler von Walter "ihren" Zukunftsbaum unter seiner Anleitung kennen, pflegen und gestalten lernen und ihn dann, wenn die Zeit gekommen ist, übernehmen und qualifiziert weiterführen können. Jedenfalls finde ich das einen schöneren Gedanken, als eine Sammlung einfach an Händler zu verteilen. Wer kann schon so viele Bäume übernehmen? Das sind natürlich nur meine Gedanken, andere werden andere dazu haben.
Bei der Frage des Zurückgebens hätte ich zunächt einmal Befürchtungen, wie es wohl wäre, wenn der Baum beim Paten eingegangen ist. Ansonsten hätte ich da vielleicht nicht so Probleme, weil der Baum ja in gute Hände zurück geht und hier per Forum die Möglichkeit zu weitere Anteilnahme besteht.
Und Tom, der Zeitraum wäre ja auch überschaubar, da doch meist mit der Schulpflicht der Kinder auch wieder eine Sesshaftigkeit eintritt.
Jedenfalls könnte ich mir eine solche Patenschaft für geeignete Kandidaten auch vorstellen.
Grüße
Monika
Monika
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Tja ich denke über solcherlei Dinge schon eine ganze Weile immer mal wieder nach. Nicht nur als Patenschaftsmodell, sondern auch als Baumtausch-Projekt.
Dabei habe ich den Plan, mit einem geeigneten Partner einen Baum zu tauschen - mit Vorliebe die, die einem gestalterisch oder auch pflegerisch (zweiteres wäre aber nicht so spannend) vor Herausforderungen stellen. Es wird der Rahmen der Freiheiten abgemacht und für einen festen Zeitraum werden die Bäume getauscht. 2 oder 5 Jahre, oder je nach Absprache. In der Zeit erledigt jeder die sinnvollen/möglichen/gewünschten Schritte nach bestem Wissen und Gewissen und innerhalb der vereinbarten Rahmen nach Gutdünken. Dann wird zurück getauscht. Ich stelle mir Abwechslung, positive Herausforderung und einen unverstellten Blick auf die Pflanze dabei als Vorteile vor. Auch ist mir persönlich oft das Händchen leichter, wenn ich nicht an die Geschichte hinter einer Pflanze in ihrem aktuellen Zustand nachdenken muss, sondern sie "kontextlos" auf den Tisch gestellt bekomme. Für die eigene Sammlung bedeutet so eine Gestaltungspartnerschaft auch einen produktiven Bruch in der Linie und Input von Außen.
Bei der Patenschaft könnte es ja ähnlich sein. Für mich bringt es eine Leichtigkeit mit sich, zu wissen, dass der Baum wieder gehen wird. Nicht pflegerisch oder die Baumgesundheit betreffend, sondern gestalterisch. Viele Entscheidungen haben was mit Mut und Perspektiven in die Zukunft zu tun, die Vergangenheit steht oft nur im Weg und die Zeitachse der zukünftigen Entwicklung nimmt uns die Freiheit, konsequente Entscheidungen zu treffen, weil wir nicht noch weitere 15 Jahre noch einen Baum haben wollen, der am Besten am Boden stehend in der Sonne das ganze Jahr durchtreiben soll. Ich persönlich habe davon genug hier stehen, meine Frau killt mich bald.. (ich übertreibe natürlich absichtlich) Aber wenn ich weiß, ich sorge jetzt für einen guten neuen Austrieb und lege dann mit Draht die richtigen Substämme an, schreibe auf, wie ich mir das mal vorstelle und in zwei Jahren, wenn die Struktur steht kann der Baum zurück nach Hause und dick und groß werden mache ich das ohne Gewissensbisse oder die Stimme im Kopf, die mir sagt, dass ich doch eigentlich mehr Schalen und weniger Pötte wollte und nicht anders herum. Vielmehr als in der Frage nach der Arbeitsmotivation sehe ich eher ein Problem in der Zuneigung, die man als Pate unter Umständen mit der Zeit zu einer Pflanze aufbaut... Da müsste man sich ein System überlegen, vielleicht sowas wie ein Vorkaufsrecht, das es dem Paten ermöglicht, den Baum zu einem bei Übernahme durch den Eigentümer festgesetzten Preis doch zu erwerben, wenn der Pate die Rückführung anmeldet. Oder sowas, ich weiß es nicht. Vielleicht geht auch ein Pfandsystem oder eine entsprechend vertrauensvolle Vereinbarung (das wäre mir das liebste). Sicherlich kommt es nämlich hier ganz besonders darauf an, dass sich die verpateten Pfleger verstehen müssen. Ist bestimmt auch nicht für jeden etwas.
Und mal ganz pragmatisch - Wenn es um einen Zeitraum weniger Jahre geht, ist doch das wirklich wichtige die Pflege durch die Jahreszeiten hindurch. Versorgung und Gesundheit müssen gegeben sein - Einen Baum ein paar Jährchen per Heckenschnittmethode in Form zu halten ist nur bei wenigen Fällen eine schlechte Idee. Und einmal jährlich Kallus nachschneiden ist bestimmt nicht zu viel verlangt. Einen Baum einfach in den Garten zu pflanzen, weil man nicht zu Hause ist um zu gießen eine ganz andere Sache.
Wie Monika finde ich zum Beispiel die Idee eines Wanderbaums auch toll, ich wollte das beim nächsten Sommerfest auch durch Spende eines meiner Pfleglinge wieder einführen. Es geht doch bei Bonsai vielmehr um die Beschäftigung mit der Sache und ums Lernen, denn ums Besitzen. Beim Besitzen kommen wir in Schwierigkeiten - Geld, Zeit, Wasser, Familienfrieden, Platz, beim Arbeiten gilt doch aber 'the more, the merrier'.. Von daher sehe ich das alles eher positiv als negativ.
Und zur Blutbuche: Jetzt könnte ich mich wahrscheinlich nicht mehr trennen, bzw. nicht mehr leichtfertig. Das liegt daran, dass wir miteinander gerungen haben, ob wir uns überhaupt aufeinander einlassen wollen und sie schon auf dem Haufen der Pflanzen, die gehen müssen, gelandet war. Damals wollte ich sie nur haben, weil sie von Dir kommt und ich Deine Arbeit sehr schätze. Dann war ich aber etwas enttäuscht. Ich bin mal ganz ehrlich - Da ich die Schale brauchte und covidmäßig kaum Gäste in meinen Garten kommen, war ich kurzerhand kurz davor, sie den Kompostgöttern anzuvertrauen. Ist ja jetzt nicht die Weltsensation und ich habe genug bessere Buchen hier stehen. Dann hatte ich doch noch eine Idee und die Rote hat mir gezeigt, dass sie mitmachen will. Also haben wir einen Plan geschmiedet und den werden wir jetzt zu gehen versuchen. Jetzt ist es eine persönliche Sache und sie zu etwas Besonderem geworden.
Hätte ich die Pflanze aber unter anderen Gesichtspunkten hier her bekommen, hätte ich auch eine andere Einstellung. Ich habe schon ein paar Bäume anderer Besitzer zur Pflege/Entwicklung hier. Daher kann ich ganz gut verfolgen, was das mit mir macht und wie ich dazu empfinde. Aufgrund meiner Faszination für die Beschäftigung mit Bonsai kümmere ich mich auch gestalterisch so gut ich es eben kann um diese Bäume, doch wenn ich sie im täglichen Gießen etc. sehe, freue ich mich darauf, wenn sie wieder gehen. Aber ehrlicherweise kommt es sicherlich auf den Baum an.
LG
h
Dabei habe ich den Plan, mit einem geeigneten Partner einen Baum zu tauschen - mit Vorliebe die, die einem gestalterisch oder auch pflegerisch (zweiteres wäre aber nicht so spannend) vor Herausforderungen stellen. Es wird der Rahmen der Freiheiten abgemacht und für einen festen Zeitraum werden die Bäume getauscht. 2 oder 5 Jahre, oder je nach Absprache. In der Zeit erledigt jeder die sinnvollen/möglichen/gewünschten Schritte nach bestem Wissen und Gewissen und innerhalb der vereinbarten Rahmen nach Gutdünken. Dann wird zurück getauscht. Ich stelle mir Abwechslung, positive Herausforderung und einen unverstellten Blick auf die Pflanze dabei als Vorteile vor. Auch ist mir persönlich oft das Händchen leichter, wenn ich nicht an die Geschichte hinter einer Pflanze in ihrem aktuellen Zustand nachdenken muss, sondern sie "kontextlos" auf den Tisch gestellt bekomme. Für die eigene Sammlung bedeutet so eine Gestaltungspartnerschaft auch einen produktiven Bruch in der Linie und Input von Außen.
Bei der Patenschaft könnte es ja ähnlich sein. Für mich bringt es eine Leichtigkeit mit sich, zu wissen, dass der Baum wieder gehen wird. Nicht pflegerisch oder die Baumgesundheit betreffend, sondern gestalterisch. Viele Entscheidungen haben was mit Mut und Perspektiven in die Zukunft zu tun, die Vergangenheit steht oft nur im Weg und die Zeitachse der zukünftigen Entwicklung nimmt uns die Freiheit, konsequente Entscheidungen zu treffen, weil wir nicht noch weitere 15 Jahre noch einen Baum haben wollen, der am Besten am Boden stehend in der Sonne das ganze Jahr durchtreiben soll. Ich persönlich habe davon genug hier stehen, meine Frau killt mich bald.. (ich übertreibe natürlich absichtlich) Aber wenn ich weiß, ich sorge jetzt für einen guten neuen Austrieb und lege dann mit Draht die richtigen Substämme an, schreibe auf, wie ich mir das mal vorstelle und in zwei Jahren, wenn die Struktur steht kann der Baum zurück nach Hause und dick und groß werden mache ich das ohne Gewissensbisse oder die Stimme im Kopf, die mir sagt, dass ich doch eigentlich mehr Schalen und weniger Pötte wollte und nicht anders herum. Vielmehr als in der Frage nach der Arbeitsmotivation sehe ich eher ein Problem in der Zuneigung, die man als Pate unter Umständen mit der Zeit zu einer Pflanze aufbaut... Da müsste man sich ein System überlegen, vielleicht sowas wie ein Vorkaufsrecht, das es dem Paten ermöglicht, den Baum zu einem bei Übernahme durch den Eigentümer festgesetzten Preis doch zu erwerben, wenn der Pate die Rückführung anmeldet. Oder sowas, ich weiß es nicht. Vielleicht geht auch ein Pfandsystem oder eine entsprechend vertrauensvolle Vereinbarung (das wäre mir das liebste). Sicherlich kommt es nämlich hier ganz besonders darauf an, dass sich die verpateten Pfleger verstehen müssen. Ist bestimmt auch nicht für jeden etwas.
Und mal ganz pragmatisch - Wenn es um einen Zeitraum weniger Jahre geht, ist doch das wirklich wichtige die Pflege durch die Jahreszeiten hindurch. Versorgung und Gesundheit müssen gegeben sein - Einen Baum ein paar Jährchen per Heckenschnittmethode in Form zu halten ist nur bei wenigen Fällen eine schlechte Idee. Und einmal jährlich Kallus nachschneiden ist bestimmt nicht zu viel verlangt. Einen Baum einfach in den Garten zu pflanzen, weil man nicht zu Hause ist um zu gießen eine ganz andere Sache.
Wie Monika finde ich zum Beispiel die Idee eines Wanderbaums auch toll, ich wollte das beim nächsten Sommerfest auch durch Spende eines meiner Pfleglinge wieder einführen. Es geht doch bei Bonsai vielmehr um die Beschäftigung mit der Sache und ums Lernen, denn ums Besitzen. Beim Besitzen kommen wir in Schwierigkeiten - Geld, Zeit, Wasser, Familienfrieden, Platz, beim Arbeiten gilt doch aber 'the more, the merrier'.. Von daher sehe ich das alles eher positiv als negativ.
Und zur Blutbuche: Jetzt könnte ich mich wahrscheinlich nicht mehr trennen, bzw. nicht mehr leichtfertig. Das liegt daran, dass wir miteinander gerungen haben, ob wir uns überhaupt aufeinander einlassen wollen und sie schon auf dem Haufen der Pflanzen, die gehen müssen, gelandet war. Damals wollte ich sie nur haben, weil sie von Dir kommt und ich Deine Arbeit sehr schätze. Dann war ich aber etwas enttäuscht. Ich bin mal ganz ehrlich - Da ich die Schale brauchte und covidmäßig kaum Gäste in meinen Garten kommen, war ich kurzerhand kurz davor, sie den Kompostgöttern anzuvertrauen. Ist ja jetzt nicht die Weltsensation und ich habe genug bessere Buchen hier stehen. Dann hatte ich doch noch eine Idee und die Rote hat mir gezeigt, dass sie mitmachen will. Also haben wir einen Plan geschmiedet und den werden wir jetzt zu gehen versuchen. Jetzt ist es eine persönliche Sache und sie zu etwas Besonderem geworden.
Hätte ich die Pflanze aber unter anderen Gesichtspunkten hier her bekommen, hätte ich auch eine andere Einstellung. Ich habe schon ein paar Bäume anderer Besitzer zur Pflege/Entwicklung hier. Daher kann ich ganz gut verfolgen, was das mit mir macht und wie ich dazu empfinde. Aufgrund meiner Faszination für die Beschäftigung mit Bonsai kümmere ich mich auch gestalterisch so gut ich es eben kann um diese Bäume, doch wenn ich sie im täglichen Gießen etc. sehe, freue ich mich darauf, wenn sie wieder gehen. Aber ehrlicherweise kommt es sicherlich auf den Baum an.
LG
h
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom,
Dein Feldahorn ist einer meiner Lieblingsbäume hier im Forum. Schaue mir diesen Thread immer wieder gerne an, um mir Motivation und Inspiration für meinen eigenen Campestre zu holen (der noch am Anfang des Weges steht). Danke fürs zeigen und viel Spaß auf der (Welt)-Reise.
Gruß, Philipp
Dein Feldahorn ist einer meiner Lieblingsbäume hier im Forum. Schaue mir diesen Thread immer wieder gerne an, um mir Motivation und Inspiration für meinen eigenen Campestre zu holen (der noch am Anfang des Weges steht). Danke fürs zeigen und viel Spaß auf der (Welt)-Reise.
Gruß, Philipp
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Vielen Dank für eure intensive Beschäftigung mit dem Thema.
Noch habe ich zum Glück etwas Zeit bevor es mit den Entscheidungen ernst wird.
Viele Grüße
Tom
Noch habe ich zum Glück etwas Zeit bevor es mit den Entscheidungen ernst wird.
Ich denke, es wäre ohnehin entscheidend sich im Vorfeld zu überlegen, welche Bäume „nur“ zur Pflege abgegeben werden sollen und bei welchen eine gestalterische Patenschaft reizvoll wäre. Ich habe ein paar Bäume, die mir so fundamental wichtig sind, dass ich mir eine Umgestaltung bzw. Mitgestaltung durch andere nicht vorstellen kann. Mit Ausnahme dieses Feldahorns habe ich sämtliche Bäume selbst gesammelt und bisher ohne jeglichen Input durch andere gestaltet. Gerade diese isolierte Unabhängigkeit empfinde ich nach wie vor als sehr gewinnbringend, wenn es darum geht meine Bäume weiter zu bringen. Bei jenen Bäumen, die ich zur gestalterischen Patenschaft abzugeben bereit wäre, könnte ich vermutlich auch gut loslassen, wenn der Pate um die Übernahme bitten würde. Ich frage mich also, ob es sinnvoller ist mit Ausnahme meines „Sammlungskerns“ alles komplett abzugeben, mit dem Vorteil in späteren Jahren viel Luft für Neues zu haben, oder ob Patenschaftsmodelle mit bestimmten Bäumen langfristig befriedigender sein werden.hwolf hat geschrieben: 22.04.2021, 11:30Vielmehr als in der Frage nach der Arbeitsmotivation sehe ich eher ein Problem in der Zuneigung, die man als Pate unter Umständen mit der Zeit zu einer Pflanze aufbaut... Da müsste man sich ein System überlegen, vielleicht sowas wie ein Vorkaufsrecht, das es dem Paten ermöglicht, den Baum zu einem bei Übernahme durch den Eigentümer festgesetzten Preis doch zu erwerben, wenn der Pate die Rückführung anmeldet. Oder sowas, ich weiß es nicht.
Viele Grüße
Tom
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom
Aus meiner Sicht erscheint der Gedanke mit dem Sammlungskern am sinnvollsten.
Viel oder mehr ist ein Fallstrick, in dem wir uns wohl alle verheddern,
wobei das Weniger, obwohl uns nicht genügend erscheinend, uns befreien kann.
mfG Dieter
Aus meiner Sicht erscheint der Gedanke mit dem Sammlungskern am sinnvollsten.
Viel oder mehr ist ein Fallstrick, in dem wir uns wohl alle verheddern,
wobei das Weniger, obwohl uns nicht genügend erscheinend, uns befreien kann.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Dieter,
Du schreibst genau das, was ich insgeheim auch ahne...
Vor 2-3 Jahren hatte ich es ja bereits kurzzeitig geschafft mich aus der Verhedderung zu befreien - weiß insofern um dieses Freiheitsgefühl. Doch irgendwie laufen einem dann halt doch kontinuierlich neue Bäume zu. Die Ausreden mehr Bäume zu brauchen sind immer zahlreich vorhanden. Sich stets auf die Erkenntnis zu besinnen, wie wenig es wirklich bedarf, ist leider erheblich schwieriger.
Viele Grüße
Tom
Du schreibst genau das, was ich insgeheim auch ahne...
Vor 2-3 Jahren hatte ich es ja bereits kurzzeitig geschafft mich aus der Verhedderung zu befreien - weiß insofern um dieses Freiheitsgefühl. Doch irgendwie laufen einem dann halt doch kontinuierlich neue Bäume zu. Die Ausreden mehr Bäume zu brauchen sind immer zahlreich vorhanden. Sich stets auf die Erkenntnis zu besinnen, wie wenig es wirklich bedarf, ist leider erheblich schwieriger.
Viele Grüße
Tom
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Dieter,zopf hat geschrieben: 26.04.2021, 08:39 Hallo Tom
Aus meiner Sicht erscheint der Gedanke mit dem Sammlungskern am sinnvollsten.
Viel oder mehr ist ein Fallstrick, in dem wir uns wohl alle verheddern,
wobei das Weniger, obwohl uns nicht genügend erscheinend, uns befreien kann.
mfG Dieter
ich teile deine Sicht da vollkommen und habe meine Bäume mit der Zeit auch reduziert und bin auch sonst recht bescheiden, obwohl man das von sich selbst ja nicht behaupten soll. Es war für mich nach langer Zeit ein Erkenntnisgewinn, dass ich auch quantitativ mit weniger zufrieden, gar glücklicher bin, im Gegensatz zur qualitativen Frage. Wahrscheinlich sind es immer noch zu viele Bäume. Man könnte sicher auch sagen, dass nur fünf oder eben auch nur ein Baum reicht, aber man müsste dann auch konsequenter Weise sagen können, dass wenn man keinen eigenen Baum hätte, dann am freiesten, dennoch glücklich, ja sogar am nachhaltigsten usw. lebt. Ich habe mal mit jemandem zusammen in einer WG gelebt, der seinen ganzen Hausstand soweit reduziert hat, dass er seinen ganzen Besitz in einen Rucksack brachte, was ein Extrembeispiel ist. Er ist sehr schwermütig, man könnte auch sagen depressiv geworden mit der Zeit. Was ich sagen will, ist dass man sich da nicht an anderen oder von Trends leiten lassen soll, sondern auf sich hört, was einem selbst gut tut und glücklich macht. Es gibt sicher Leute, die haben 100 Bäume und sagen sie seien glücklich damit und sind es nicht und es wird Leute geben, die sind eben erst mit 100 Bäumen und der ganzen vielen Arbeit und was da dran hängt glücklich und sind es wirklich und finden ihre Erfüllung damit. Wenn diesen Entscheidungen eine humanistische- oder in gewisser Weise Herzensbildung vorausgegangen ist, und man diese Entscheidungen sehr bewusst trifft, ist das denke ich gut so. Wir sind eben doch irgendwie Jäger und Sammler
Tom, ich hoffe, dass ich deinen Thread damit nicht gestört habe.
LG Roy
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke Roy,
inspirierende Abschweifungen sind hier immer willkommen
Gruß, Tom
inspirierende Abschweifungen sind hier immer willkommen
Gruß, Tom
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Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Zunächst mal Tom, herzlichen Glückwunsch zu dieser Arbeit
Dem Campestre ist eine große Zukunft sicher.
Sich bei der Anzahl der Bäume auf einen Kern zu beschränken, hat bestimmt Vorteile, aber nicht nur. Ich habe einige Bäume in meiner Sammlung, deren Potenzial mir erst im Laufe der Jahre klar wurde. Ein zu frühes Aussortieren hätte mich um eine wichtige Erfahrung gebracht.
Jeder, der Bonsai schon ein paar Jahre (oder Jahrzehnte) betreibt, hat diese Bäume auf der Bank, die ihm fundamental wichtig sind.
Was geschieht mit dieser Beziehung, wenn Baum und Gestalter nicht nur erwachsen, sondern alt, wirklich alt werden?
Nun, der Baum hat, solange die Pflege nicht aufhört in der Regel die besseren Karten, aus Gründen, die völlig klar sind.
Vor Jahren war Werner Busch aus Düsseldorf mal in HD bei einer Demo vertreten. Aus dem Auditorium kam die Frage: "Was macht ein Bonsaifreund, wenn er alt und krank wird und abzusehen ist, dass er bald seine Pflanzen nicht mehr ordentlich versorgen wird können und in seiner Familie niemand diese Pflege übernehmen kann und will? Gibt es eine Verkaufsbörse oder einen Markt für Bonsai?"
Werners Antwort kam nach einer kurzen Pause: "So was gibt es wohl, aber am besten ist, wenn du deine Bäume einem jungen Bonsaibegeisterten weitergibst, den du schätzt, den du womöglich selber ausgebildet hast. Es muss allerdings sicher sein, dass dieser Jemand mit dieser Aufgabe nicht überfordert ist. Wenn du an einen jahrzehntelang gepflegten Baum ein Preisschild klebst, entwertest du den Baum."
Ich weiss nicht mehr genau, ob er "entwertet" oder "entehrt" gesagt hat, gemeint hat er wahrscheinlich beides.
Eine nachdenkenswerte Aussage.
Beste Grüße,
Heiner
Dem Campestre ist eine große Zukunft sicher.
Sich bei der Anzahl der Bäume auf einen Kern zu beschränken, hat bestimmt Vorteile, aber nicht nur. Ich habe einige Bäume in meiner Sammlung, deren Potenzial mir erst im Laufe der Jahre klar wurde. Ein zu frühes Aussortieren hätte mich um eine wichtige Erfahrung gebracht.
Jeder, der Bonsai schon ein paar Jahre (oder Jahrzehnte) betreibt, hat diese Bäume auf der Bank, die ihm fundamental wichtig sind.
Was geschieht mit dieser Beziehung, wenn Baum und Gestalter nicht nur erwachsen, sondern alt, wirklich alt werden?
Nun, der Baum hat, solange die Pflege nicht aufhört in der Regel die besseren Karten, aus Gründen, die völlig klar sind.
Vor Jahren war Werner Busch aus Düsseldorf mal in HD bei einer Demo vertreten. Aus dem Auditorium kam die Frage: "Was macht ein Bonsaifreund, wenn er alt und krank wird und abzusehen ist, dass er bald seine Pflanzen nicht mehr ordentlich versorgen wird können und in seiner Familie niemand diese Pflege übernehmen kann und will? Gibt es eine Verkaufsbörse oder einen Markt für Bonsai?"
Werners Antwort kam nach einer kurzen Pause: "So was gibt es wohl, aber am besten ist, wenn du deine Bäume einem jungen Bonsaibegeisterten weitergibst, den du schätzt, den du womöglich selber ausgebildet hast. Es muss allerdings sicher sein, dass dieser Jemand mit dieser Aufgabe nicht überfordert ist. Wenn du an einen jahrzehntelang gepflegten Baum ein Preisschild klebst, entwertest du den Baum."
Ich weiss nicht mehr genau, ob er "entwertet" oder "entehrt" gesagt hat, gemeint hat er wahrscheinlich beides.
Eine nachdenkenswerte Aussage.
Beste Grüße,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo zusammen,
mich gibt es noch, meine Bäume gibt es noch, nur aktuell nicht mehr unter meiner Obhut. Seit letztem September pflegt sie ein lieber Bonsaifreund solange ich mit meiner Frau und sechsjährigen Tochter Europa bereise. Nächstes Jahr werden dann Entscheidungen getroffen, wie es mit unserem Reiseleben, erneuter Sesshaftigkeit, der Schulpflicht und Bonsai weitergehen wird.
Da ich vor ein paar Tagen mal wieder bei meinen Bäumen zu Besuch war, möchte ich hier gerne den derzeitigen Stand des Feldahorns mit euch teilen.
Bei der Nachsorge des Frühjahrsumtopfens 2022 wäre der Baum durch meine Unachtsamkeit fast gestorben. Der organische Substratanteil war so ausgetrocknet, dass er sich nicht wieder befeuchten lies. Dazu kamen noch 3 Tage in voller Sonne bei über 20 Grad im März und ein Notumtopfen als ich die Ursache bemerkte... 2 Monate kämpfte er mit welkem Austrieb im Schatten um sein Leben, büßte mindestens ein Drittel seiner Feinverzweigung ein, verlor ein paar Äste ganz und stabilisierte sich dann im Sommer zum Glück wieder. Im Zuge dessen passte ich meine Gestaltungsvision beim nächten Umtopfen mittels geänderten Pflanzwinkel und -Position an und sehe die ästhetische Dynamik nun offener und leichter nach rechts oben schweifen, anstelle der vorigen kompakten in sich gebeugten Ausrichtung nach links. Ich mag es, wie der Feldahorn nun einen Bezug zu seiner Umwelt und den Leerräumen neben sich andeutet, anstatt zentriert und selbstbezogen seine alten Narben in den Vordergrund zu rücken.
Schön, dass sich offenbar mein Lebenswandel auch auf meine Bäume projiziert.
Liebe Grüße
Tom
mich gibt es noch, meine Bäume gibt es noch, nur aktuell nicht mehr unter meiner Obhut. Seit letztem September pflegt sie ein lieber Bonsaifreund solange ich mit meiner Frau und sechsjährigen Tochter Europa bereise. Nächstes Jahr werden dann Entscheidungen getroffen, wie es mit unserem Reiseleben, erneuter Sesshaftigkeit, der Schulpflicht und Bonsai weitergehen wird.
Da ich vor ein paar Tagen mal wieder bei meinen Bäumen zu Besuch war, möchte ich hier gerne den derzeitigen Stand des Feldahorns mit euch teilen.
Bei der Nachsorge des Frühjahrsumtopfens 2022 wäre der Baum durch meine Unachtsamkeit fast gestorben. Der organische Substratanteil war so ausgetrocknet, dass er sich nicht wieder befeuchten lies. Dazu kamen noch 3 Tage in voller Sonne bei über 20 Grad im März und ein Notumtopfen als ich die Ursache bemerkte... 2 Monate kämpfte er mit welkem Austrieb im Schatten um sein Leben, büßte mindestens ein Drittel seiner Feinverzweigung ein, verlor ein paar Äste ganz und stabilisierte sich dann im Sommer zum Glück wieder. Im Zuge dessen passte ich meine Gestaltungsvision beim nächten Umtopfen mittels geänderten Pflanzwinkel und -Position an und sehe die ästhetische Dynamik nun offener und leichter nach rechts oben schweifen, anstelle der vorigen kompakten in sich gebeugten Ausrichtung nach links. Ich mag es, wie der Feldahorn nun einen Bezug zu seiner Umwelt und den Leerräumen neben sich andeutet, anstatt zentriert und selbstbezogen seine alten Narben in den Vordergrund zu rücken.
Schön, dass sich offenbar mein Lebenswandel auch auf meine Bäume projiziert.
Liebe Grüße
Tom
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