@Reinhold: Also ich denke auch, dass es zumindest einen Versuch wert ist.

Weiteres glaube ich nicht, dass der Baum dabei eingeht. Da müsste die Ausfallquote beim Kappen aufgrund von größerer Verletzung zumindest in der Theorie wesentlich höher sein.
Werde aber sicherheitshalber nur einen Teil davon auf diese weise bearbeiten und eventuell einen Versuch mit Buchen starten bei dem ich das Xylum der Pflanzen unterschiedlich stark verletze.
Plan war es vorerst ca 100- 150 Bäume zu pflanzen. Werde aber Jahr für Jahr erweitern wenn zu wenig Bäume und zu viel Zeit
@ania und Andreas:
Von euch kann man echt viel über die Anatomie von Bäumen lernen.
Andreas, ich glaube ich habe mich vorher irgendwo missverständlich ausgedrückt. Der Bereich des Baumes der angebohrt werden soll wird im darauf folgendem Jahr so oder so gekappt nach dem Austrieb. Somit Hinterbleiben am Baum selbst keine Wunden dieser Bohrungen. Die Verletzung des xylums dient lediglich als Alternative zum ersten Kappen(bei welchem ebenfalls das Risiko besteht, dass Keime eindringen). Dass der obere Bereich auf diese Weise, vor allem bei zu großer Verletzung, absterben kann ist mir durchaus bewusst aber egal, da er ohnehin weg muss um eine Verjüngung herbeizuführen. Ich möchte lediglich versuchen auf diese Weise den Bereich unter der Verletzung zu fördern, also den Bereich der nach dem Kappen stehen bleibt.
Natürlich ist es auch eine Gratwanderung. Bei zu großer Verletzung wird der obere Bereich simpel ausgedrückt einfach frühzeitig absterben. Bei zu kleiner Verletzung wird der Baum die Wunde einfach verkraften und bis auf eine Einschränkung im Wachstum nicht viel passieren. Bei idealer Größe der Verletzung
könnte aber ein Bereich liegen, in welchem der obere Teil weiterhin Nährstoffe in die Wurzeln schicken kann da genug Wasserversorgung vorhanden ist um das obere Blattwerk zumindest zu erhalten. Weiteres würde das Wurzelwerk aber weiterhin die selbe Menge an Nährstoffen und Wasser aufnehmen um die Triebbildung fortzuführen, welche allerdings nicht mehr nach ganz oben gelangen kann. Und das könnte den Baum, wie auch beim Kappen, dazu animieren untere Knospen und Triebe auszubilden.
Versteht mich nicht falsch aber das ist ein Versuch. Wie das bei Versuchen eben so ist steht am Beginn meist blanke Theorie und eine Idee.

Im Feldversuch kann natürlich dann alles anders aussehen.

Aber dann hab ich es zumindest Versucht und bin um die eine oder andere Erfahrung reifer geworden.
Gruß Lukas
Nicht Geld und Macht bringen Glück in unser Leben, sondern kleine, unscheinbare aber gute Taten denen wir aus Macht- und Geldgier zu wenig Beachtung schenken.