Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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zopf
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Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von zopf »

Hallo
Es ist verständlich, das unsere Bäumchen möglichst schnell nett anzusehen sein sollen,
und wir wollen ja auch etwas schneiden, drahten....
Aber gerade mit den Wetterkapriolen der letzten Jahre
erweist es sich als sinnvoll
unsere Bäumchen einfach mal Bäumchen sein zu lassen.
Wässern, düngen, Unkraut entfernen,
nicht mehr.
Eure Bäumchen werden es Euch danken.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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espanna
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von espanna »

Du sprichst mir aus der Seele Dieter *daumen_new*
Gruß
László

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achim73
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von achim73 »

damit bin ich das letzte und die meiste zeit diesen jahres auch gut gefahren :)
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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abardo
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von abardo »

Wetterkapriolen, hm. Soso.

Ich war immer ein Freund davon, unsere Bäumchen so oft zu schneiden, wie es auch nur geht. Insbesondere weil dann kaum Austrieb verschwendet wird, Schnittstellen nur am frischem Austrieb entstehen und vom Baum einfach zu verschliessen sind usw. Große Schnitte und kompletter oder Teil-Blattschnitt stressen Bäume viel mehr.

Entscheidend ist jedoch "so oft, wie es nur geht". Mittlerweile geht es nämlich nicht mehr so oft und dazu muss man seine Pflanzen kennen und den Unterschied bei der jährlichen Entwicklung erkennen. Dieses Jahr haben so viele Pflanzen extrem spät ausgetrieben, was einfach daran lag, dass diese über 2-3 Wochen Temperaturen von mind. 15 Grad brauchen, um auszutreiben und das gab es hier bei uns dieses Jahr erst ab Mai. Das verschiebt natürlich alles und reduziert wahrscheinlich auch die Wachstumsperiode komplett. Die Jahre davor verschob sich auch so einiges mit wirklich langen Hitzeperioden, bei denen die Bäume gar nicht mehr wuchsen. Oder Ahorne, die im letzten Jahr gar keinen zweiten Austrieb mehr hinbekamen und dann dieses Jahr deshalb einige Äste aufgaben. Da geht es nicht mehr darum, die Bäume mit etwas weniger Aktionismus zu entlasten. Da geht es darum, den Tot der Bäume irgendwie zu verhindern.

Und da wundert sich der Ulf, warum manche einfach aufgeben und sich einen "Garten des Grauens" aus Kies hinpacken. Tja, wenns Wasser nicht mehr reicht und der Arbeitsaufwand in keinerlei Relation steht, wundern mich solche Auswüchse nicht.

Aktuell sind z.B. die Eichen bei mir ziemlich gestresst. Wieder ein Jahr mit viel Mehltau und grosser und langer Hitze, selbst die grossen Eichen im Garten werfen frisches Laub ab. Kein Wunder. In 8 Wochen hat es hier 1-1/2 Tage geregnet. Ergo: Hitzestress. Wenn mir hier das Grundwasser ausgeht, ist mein Garten in zwei Wochen komplett tot. 3000m2 Wüste. Wenn danach noch das Trinkwasser (wie z.B. in Kalifornien) rationiert wird ...

Deshalb finde ich es mittlerweile sträflich verharmlosend, wenn man von "Wetterkapriolen" redet.
"Kapriolen" klingt irgendwie lustig. Der Clown oder Artist, der Kapriolen schläg.

Nein. Benennt es doch mal ehrlich.
Wir haben bereits im 5ten Jahr hier in Deutschland eine ausgewachsene Klimakatastrophe mit einem drastischen Wetterumbruch. Einnert ihr euch nicht an die Waldbrände in Brandenburg der letzten Jahre ? Die Bauern in Meck-Pom auf ihren völlig staubig toten Äckern ? Die Überschwemmungen in BW ? Aber klar. Wenns vor der eigenen Haustür noch läuft, kann man den Horror anderer Regionen leicht ignorieren. Weltweit (na, schonmal von 50 Grad in Westkanada gehört ? Ist gerade aktuell). Aber sind ja nur Bilder im Fernsehen.

Muss ich erst wieder "unken", was das alles für unseren Wald heisst ? Für die Landwirtschaft ? Die Wasserwirtschaft und eben dann auch für unsere Bonsai ? Nicht irgendwo, sondern genau auch hier bei uns. Heute, in 5 Jahren, in 10 oder 20 ?

Wie sagte Greta: "I want you to panic".
Zuletzt geändert von abardo am 06.07.2021, 20:25, insgesamt 5-mal geändert.
Grüße, Frank
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abardo
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von abardo »

... "einfach mal Bäumchen sein zu lassen" hilft da nicht mehr. Ihr solltet euch vorbereiten. Ich tus schon und wunder mich nur, ob ich jetzt zu diesen Prepper-Spinnern gehöre. Antwort: nein, tu ich nicht. Bin nur Realist. Brandenburg und Meck-Pom heute. Hessen und NRW morgen, der Rest übermorgen.

D.h. für mich:
- die Sammlung reduzieren (teilweise erledigt)
- alles raus, was wirklich durstig ist (teilweise erledigt)
- grosses Gewächshaus bauen (erledigt)
- GWH im Winter mit PV beheizen (erledigt)
- GWH kühlen oder einige Schattierungsnetze spannen (ja, wenns wirklich hart kommt. todo)
- Zisterne bauen (todo)
- als neue Bonsai nur Bäume aus heissen Regionen erwerben (keine heimischen Bäume mehr, keine aus nördlichen Gefilden)

(je nach Region wird man sich anders vorbereiten müssen, z.B. einen grossflächigen Regenschutz bauen usw)
Zuletzt geändert von abardo am 06.07.2021, 20:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Jan G.
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von Jan G. »

Das wässern konnte ich dieses Jahr größten Teils lassen.
Ansonsten dürfen sie einfach wachsen und das haben die Bäume auch bitter nötig.
Man sieht ihnen fast sowas wie Erschöpfung an.
Höre dein Jan !
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zopf
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von zopf »

Hallo Frank
Ist zwar nicht das eigentliche Thema aber...
Wir, auch Du und ich, haben, wie schon Generationen vor uns,
mit dem Wunsch nach mehr, immer mehr, alles ausgebeutet was nur geht.
Der Jetstream zeiht nicht mehr so seine geordneten Bahnen und mäandriert,
mal mehr mal weniger, tendenziell aber mehr.
Dies ändert aber nun mal die scheinbare Stabilität unseres gewohnten Klimas.
Können wir es aufhalten ?
Sind wir bereit den Preis dafür zu zahlen ?
Eher nicht,
vielleicht Du,
dann tu es einfach.
Mir geht es hier um Bäumchen
mfG Dieter
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RoyF.
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von RoyF. »

Hallo Dieter,

deine Antwort auf Franks Beitrag zeigt mir, dass es auch noch vernünftig denkende Menschen gibt. Danke! Soviel dazu....

Was ich an mir beobachte ist, dass wenn man die Bäume einfach mal (je nach Entwicklungsstadium) wachsen lässt, auch wenn es nicht sehr künstlerisch aussieht, einem das sogar mehr Freude bereitet, denn die Bäume zeigen durch gesundes Wachstum, dass es ihnen gut geht und das ist ungemein beruhigend. Wohingegen man in Phasen der Ungeduld so manchen Baum auch mal an Grenzen bringen kann, durch Unachtsamkeit und Ignoranz gegenüber der Pflanze sich von ihr im gleichen Zuge entfremdet und das bringt einen in Stresssituationen, die dann wiederum vom Wesentlichen oder Eigentlichen ablenken. Sicher spielt dabei auch die Anzahl der zu pflegenden Bäume und die eigenen Möglichkeiten eine Rolle. Ich denke, dass viele Bäume und dann eben auch die Pfleger vor allem an der Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten und Ungeduld leiden, die zum Teil aus der eigenen Unachtsamkeit und dem Unvermögen besteht, sich mit der Pflanze in Beziehung zu setzen und sich zu reflektieren.
Vielleicht müsste auch in dieser hektischen Welt der Thread heißen. "SICH und den Bäumen auch mal mehr Zeit geben" Die gesparte Zeit des Nichtstuns kann man dann darin investieren, indem man die Bäume und die auf und mit ihnen lebenden Tiere einfach nur beobachtet....und sich freut....
LG Roy
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bonsaiheiner
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von bonsaiheiner »

Im Prinzip stimme ich Roy und Dir zu, Dieter.
Es geht um Bäumchen.
Wir sind gefangen und bemerken es manchmal gar nicht mehr so sehr, dass wir immer wieder bestimmten Denkmodellen folgen.
Dabei ist die Bonsaiwelt doch so vielseitig und hält auch noch nach Jahrzehnten überraschende Wendungen für uns bereit.
Dafür muß man dem Baum Gelegenheit geben, sie uns zu zeigen und dafür muss er wachsen können, mehr und länger als wir ihm oft zugestehen.
Manchmal deutet er sie nur an, die überraschende Neuigkeit, das bisher verborgene Potenzial.
Glücklich der, der in einem solchen Moment den Blick für die lange verborgene, jetzt offenliegende Möglichkeit hat.
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Hippo
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von Hippo »

RoyF. hat geschrieben: 07.07.2021, 13:59 ... dass es auch noch vernünftig denkende Menschen gibt.
Salü Roy,

Wenn Du komplexe Gedankengänge eines Anderen nicht nachvollziehen kannst, liegt das Manko an Vernunft eventuell nicht bei dem Anderen.
Es überrascht dann auch nicht, dass Du "denkende Menschen" als eigene, parallele Spezies innerhalb der BFF-Community siehst.
Kannst Du dir ev. vorstellen, dass jemand Anderes das Hobby Bonsai aus einem anderen Grund betreibt als Du?
Vielleicht hat er auch einen ganz anderen Sichtwinkel, Weitblick und Herangehensweise als Du. .... Nicht Jeder muss das Gras wachsen hören können.
Ihn deshalb aus dem Kreis der vernünftig Denkenden auszuschliessen sagt eigentlich mehr über dich als über ihn aus.
Schade eigentlich.

Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
RoyF.
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von RoyF. »

Hippo hat geschrieben: 07.07.2021, 14:40 Kannst Du dir ev. vorstellen, dass jemand Anderes das Hobby Bonsai aus einem anderen Grund betreibt als Du?
Hallo George,
wieso sollte ich es mir nicht vorstellen können? Jeder hat seinen eigenen Grund das Hobby Bonsai zu betreiben.
Verbindend sollte für mich jedoch vordergründig die Liebe zu Bäumen sein und der Genuss beim Schaffen selbst...

Da es hier um kleine Bäume geht, brauchen wir auch über deine anderen Aussagen nicht zu diskutieren. Ist mir alles zu dogmatisch und ideologisch aufgeladen und bringt daher nichts, zumindest nicht hier....

VG
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Georg
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von Georg »

Sorry Roy,
aber ideologisch aufgeladen waren die Argumente von Frank "leider" nicht. Traurigerweise sind das Fakten, durch die Wissenschaft untermauert und seit den 70er Jahren des letzten Jahrhundert von ihr angesprochen.

Und ich sehe es, sicherlich anders formulierend als Frank, mittlerweile sehr wichtig an, den einzelnen Bäumen mehr Zeit zu geben wie in den früheren Jahren, da sie ja nicht nur die von uns vorgenommenen "Gemeinheiten", sondern auch den Stress des Klimawandels verarbeiten müssen.

Wenn ich aber an die Generation meiner Kinder denke, bin ich der Auffassung, daß ich als Mitverursacher der aktuellen Situation damit leben können sollte, wenn drastische Formulierungen getroffen werden hinsichtlich dessen, was wir dieser Generation hinterlassen.

Gruß
Rüdiger
P.S.: im Übrigen habe ich vieles aus den Beiträgen von Norbert(S) gelernt (hoffentlich), der m.E, sehr gut seine Bäume beobachtet und aus ihren Reaktionen ableitet, was der nächste Schritt sein könnte
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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abardo
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von abardo »

zopf hat geschrieben: 07.07.2021, 13:23 Hallo Frank
Ist zwar nicht das eigentliche Thema aber...
Wir, auch Du und ich, haben, wie schon Generationen vor uns,
mit dem Wunsch nach mehr, immer mehr, alles ausgebeutet was nur geht.
Der Jetstream zeiht nicht mehr so seine geordneten Bahnen und mäandriert,
mal mehr mal weniger, tendenziell aber mehr.
Dies ändert aber nun mal die scheinbare Stabilität unseres gewohnten Klimas.
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mfG Dieter
M.M.n. ist genau DAS das Thema hier.

Sind wir bereit, dass MEHR aufzugeben, weil uns die Veränderung dazu zwingt ?
Das Geschehenlassen ? Das Nur-Zusehen ? Und akzeptieren ?

Mir fällt das schwer. Noch habe ich die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, die Zukunft selbst gestalten zu können, mich vorbereiten und zielgerichtet reagieren zu können.

Wie weit wird das beim Hobby Bonsai gehen können ?
Bis wir gar nicht mehr gestalten und nur noch zusehen ?

Oder mal ganz drastisch formuliert:
Was wird aus Bonsai, wenn die Gestaltung wegfallen muss ?
Ist Bonsai noch Bonsai, wenn wir nur noch geschehen lassen ? Den Überlebenden bejubeln und dem Sterbenden nachtrauern ?
Grüße, Frank
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von zopf »

Hallo Frank
In unserem ganzes Leben ergeben sich Situationen,
die das gewohnte Dahingleiten in einer vermeintlichen Stabilität stören.
Darauf mit einer gewissen Flexibilität zu reagieren ist einfach ein Teil des Lebens.
So ist auch der Ratschlag des Themas zu verstehen.
Obwohl nicht von gelegentlichen Rückschlägen verschont,
erfreuen mich meine Bäumchen mit guter Gesundheit, stabilem Wachstum
und ständiger Weiterentwicklung.
Ohne Insekten- oder Pilzbefall, auch keine Mittelchen, keine "Sonderdüngungen" mit Eisen, Magnesium....

Ich möchte nur, hier und da, versuchen einen Tip zu geben
um sich auch einem sorgenfreieren Bonsaileben zu nähern.
Dabei ist es anstrengend, dies auch immer begründen zu müssen.
Wenn ich versuche mich in deine Situation zu versetzen,
first cut, then grow - wenig Niederschläge - häufiges schneiden
stellt sich mir die Frage
Wieviel Wasser benötigt ein Blatt um "stabil" zu sein ?
Wieviel Wasser benötigt ein Blatt um sich zu entwickeln ?
Wenn ich berücksichtige das ein Blatt zum großen Teil aus Wasser besteht,
würde ich vermuten das der Erhalt des Vorhandenen wesentlich Wasserschonender ist.
mfG Dieter

ps das Tempo der Baumentwicklung gibt der Baum vor,
die Wünsche des Besitzers sollten sich dem unterordnen
grüsse an die bewohner von melmac
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abardo
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Re: Den Bäumchen auch mal Zeit geben

Beitrag von abardo »

Ach Dieter ...


Bei diesen Threads bekomme ich nach der eigentlichen Fragestellung immer wieder den Eindruck, das der Sinn des Thread von Anfang ist, die Frage zu stellen und dabei durchscheinen zu lassen, dass der Fragesteller eine Antwort kennt. Der weise Buddha im Hintergrund sozusagen, der aber möchte, dass jeder alleine den Weg geht. Abweichende Wege sind naürlich verpönt. Es gibt immer nur einen Weg zu Erleuchtung ...

Die Gedanken und Erkenntnisse anderer zu hören zu wollen, scheint nicht zum System zu gehören.
Zuzuhören scheint dann auch nicht gewollt zu sein. Der Fragesteller sucht nur nach Bestätigung.

first cut, then grow schneidet nicht viel, sondern oft.
Meine Bäume werden im Schnitt übers Jahr mehr Laub haben, als Bäume, die per Blattschnitt zurückgenommen werden (oder Wachholder, die an einem Tag massiv ausgeputzt werden, anstatt dies auf mehrere Termine zu verteilen).

Zu deinem "ps":
Ich hatte oben schon umrissen, was die Klimakatastrophe für mich heisst. Und wie ich versuche, in die Zukunft zu denken, zu interpolieren, Extreme zu entdecken und auszuloten. Dafür Lösung zu finden. Was man alles gut diskuttieren könnte.

Du legst aber etwas als goldene Regel fest, anstatt detailliert zu erklären, wie du zu dem Schluss gekommen bist oder was dies bei den zukünftigen Klimaumbrüchen wirklich heisst.

Entsprechend dem Titel des Thread und deinem "ps" widersprichst du dir auch leider selbst, denn ... nicht der Baum gibt die Entwicklung vor, sondern das aus dem Klima zu erwartende Wetter. So wie es jeder Bauer seit Jahrhunderten macht (bloss eben bald nicht mehr machen kann, weil Extremereignisse nicht mehr abzuleiten sind). Was dann ? Kannst du das Wetter kaum noch vorhersehen, wirst du immer seltener gestalten, schneiden oder umtopfen können. Gibt es immer öfter Sturm, Hagel, Hitzeperioden, Extremtemperaturen und Dauerregen, wird man seine Bäume generell anders unterbringen müssen.

Also: hast du auch Antworten für dich gefunden, die du hier erwähnen magst ?
Die wir dann diskuttieren und mit den Ideen und Erfahrungen der Anderen abgleichen können ?
Grüße, Frank
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