Danke Barbara und Norbert für die bestätigenden Kommentare. Ein ungewöhnlicher Baum für eine Bonsaigestaltung, umso mehr Freude habe ich daran! Die alten Wundstellen benötigen besonderes Augenmerk. Hier tut sich in den letzten Jahren nur wenig, trotz Anritzen der Ränder und Versorgung mit japanischer Wundknete. Mein Bonsaiwissen zur Kallusförderung beschränkt sich auf diese zwei Methoden, ausgenommen ungebremstes Treibenlassen. Letzteres möchte ich nicht machen, weil ich befürchte, dass sich dies negativ auf die angestrebte Verzweigungsdichte auswirken könnte.
Hat da jemand noch einen Trick oder Kniff in petto?
Moin,
diesen Baum beobachte ich immer mit gesteigertem Interesse, verwende ich doch sein Holz regelmäßig für Griffschalen und Werkzeuggriffe in der Schmiede. Umso interessanter, sein Material mal lebendig zu sehen.
Deine Arbeit daran, wie hier ja schon festgestellt wurde, top. Wie Deine meisten Projekte.
Viele schwören ja auf Ablaktionen direkt im Kallus von alten Schnitten, um die Wunde "von mehreren Seite her" zu schließen. Ist dann natürlich wieder der alte Wettlauf um die Schnittstellen..
Vielleicht kannst Du vom kleinen Seitenprojekt gute Stecklinge schneiden und die in kleinen Töpfen in den Baum hängen und anplatten.
Ansonsten würde ich anders herum mal in 15 Jahren oder so mit einem Schraubenzieher das Todholz verfeinern. Siehe Jeker. Die Wunde tut dann kaum noch weh.
Ich habe lange nachgedacht, ob ich mir eine Leinwand und Strahler kaufen soll, um etwas bessere Bilder von meinen Bäumen machen zu können. Jetzt hat´s mich gepackt und heute sind die Gerätschaften angekommen, da hab ich es gleich ausprobiert. Eine professionelle Kamera hab ich nicht, ein Apfelgerät muss erstmal reichen. Was meint Ihr, ist das Photo gut so oder sollte ich noch an etwas schrauben?
Hallo Ben
Das Bild ist sehr schön. Du könntest probieren eine Blende zurück drehen, dann wird der Stamm weniger belichtet und kommt schöner zur Geltung.
Auch würde ich die Lampe mehr von der Seite leuchten lasse, dann wirkt der Stamm und die Schale plastischer.
LG Jürg
zum Baum: ich verfolge diesen Faden seit Langem mit Interesse und staune, was so alles in den diversen Gärten herum steht - weiter so!
Zum Bild: die Belichtung kannst du noch nachträglich mit Gammakorrektur anpassen, geht ganz gut mit dem kostenlosen IrfanView.
Mich irritiert etwas der Tisch mit seiner zu hellen Platte. Den würde ich entweder mit Stoff passend zum Hintergrund abdecken oder mattschwarz lackieren. Vielleicht auch noch etwas verbreitern.
Mit IrfanView könntest du das Bild auch noch zuschneiden, so dass vom Tisch und dem Hintergrund über dem Baum weniger zu sehen ist. Betont das Hauptmotiv.
liebe Grüße Andreas Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! besucht mich auf flickr
Habt Dank für Eurer Feedback und die Anregungen. Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich bei der Belichtung, der Position der Strahler und dem Zuschnitt des Motivs noch optimieren. Ich werde das mal ausprobieren und Euch auf dem Laufenden halten.
Deinen Hinweis zum Tisch, lieber Andreas, kann ich gut nachvollziehen. Da hab ich noch nichts Passendes bei mir rumstehen, es bleibt eine Notlösung mit dem deutlich zu schmalen Teakholztisch. Ein breiterer und dunklerer Bonsaitisch ist bereits auf meiner Agenda.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der Eisenholzbaum hat die zurückliegende Zeit genutzt und ist wieder einen kleinen Schritt vorangekommen. Großen Wert lege ich auf die Entwicklung der unteren Äste, die im Laufe der Zeit mehr Gewicht, aber auch noch mehr Verzweigung bekommen sollen.
sehr inspirierend Geschichte des Eisenholzbaumes! Es wirklich spannend, die Entwicklung so detailliert mit zu verfolgen.
Mich würde dein Plan zu dem Baum interessieren. Magst du vielleicht mehr dazu verraten, welche Gesamthöhe du anstrebst?
Momentan fällt mir (nur von den Bilder aus gesprochen) auf, dass der Baum in der Breite bereits gut zugelegt hat und auch die Proportionen, also die Übergänge vom sehr breiten Stamm zu den seitlichen Ästen passen. Bei der Krone frage ich mich, ob sie nicht noch viel weiter in die Höhe wachsen und damit auch die Übergänge sanfter werden lassen könnte. Drosselst du sie absichtlich wegen des Wachstumsausgleiches?
Ich möchte den Eisenholz zwar etwas höher gestalten, er soll aber den Eindruck eines sehr ausladenden Baumes behalten. Bei meinen Bäumen versuche ich i.d.R., die unteren Äste zu kräftigen, während ich die oberen stärker zurücknehme. Ich arbeite gegen die Apikaldominanz und unterstütze Verjüngung wo es eben geht.
Deine Analyse, dass unten mehr ging als oben ist zutreffend, hat aber einen anderen Grund. Bei diesem Baum traf ich auf das Problem, dass im oberen Kronenbereich von Anfang an suboptimale Astwinkel abgingen. Es waren starke Schnitte nötig, die die Entwicklung oben immer wieder zurückwarfen. Zufrieden bin ich mit diesem Kronenabschnitt noch nicht. Mein Ziel für den diesjährigen Blatt- und Rückschnitt ist es, das zumindest teilweise zu entschärfen.