Hallo, liebe Heike,
mit Interesse verfolge ich diese Doku und habe gestern noch mal alles von Anfang angesehen. Dabei kam mir die Frage, welche Form du am "Ende" für dieses schöne Bäumchen anstrebst.
Die Bilder nach den ersten Jahren bis zum Stand 2018 weckten bei mir eine Vision von einer schmalen, hohen, lockeren Baumgestalt wie etwa dieser hier (Vorbildbaum), wie sie ähnlich von Vaughn Bunting mit einer Sumpfzypresse gestaltet wurde. Oder ähnlich wie der Baum von Gary, so etwa zwischen diesen beiden Beispielen (beide sind allerdings viel größer). Ein Baum also, der von seiner natürlichen Anlage her gerade aufrecht wächst, sich ausgewachsen oben auffächert und dann allmählich dick wird. Kein dürrer Literat, der vom vielen Lesen bei Kerzenlicht über die Jahre krumm geworden ist.

- Vorbildbaum und Gestaltung
- TaxodiumDistichum08b.jpg (79.92 KiB) 7633 mal betrachtet
Die Hinoki mit ihrem superkleinen Laub wäre m.A.n. geeignet, so ein Gestalt überzeugend darzustellen. Stünde sie als Kopfbaum im Shohin-Display, wo man ein wenig von unten in den Baum hinein schaut, würde diese Gestalt noch verstärkt. Als Shohin sieht man solche Bäume in solcher Form selten.
Nun nimmt der Baum allerdings allmäglich an Breite und Dichte zu und die Gestaltung scheint eher auf eine "typische Shohin-Gestalt" hinaus zu laufen, ein Baum mit einem "breiten Dreieck" oder "breiter Kappe" als Krone. Oft wirkt das auf mich ein bischen wie das Kindchen-Schema: großer Kopf mit Stummelärmchen, was allerdings vielleicht auch nur einem frühen Entwicklungsstadium zuzuschreiben ist. Auch kann ich nur nach Fotos natürlich auch nur eingeschränkt beurteilen, ob dein Baum wirklich dafür die von mir vorgestellte Form geeignet wäre.
Ich schreibe dies nicht als Kritik sondern meine es als Anregung, ein Gedankenspiel. Was denkst du?