Wie ihr unten auf dem Bild sehen könnt habe ich mein nächstes neues Projekt, wo es mich hin führt weiß ich noch nicht. Ich habe nun letztes jahr im Herbst den Feldahorn aus dem Garten gegraben und wie vor drei Jahren schon einmal ihn in einen flachen Topf, erstmal gepflanzt. ( Bitte nicht die Schnittstellen kritisieren diese sind nur provisorisch) wie ihr seht bin ich ein bisschen Ratlos und bin über jede hilfreiche Antwort dankbar.
Nun meine Fragen:
1. Meint ihr ich sollte ihn noch ein paar Jahre auspflanzen im Garten um noch einen besseren wuchs zu bekommen?
2. Die roten Markierungen auf dem Bild sollen die Schnittstellen sein die ich vor hatte ab zu schneiden, oder meint ihr ich sollte den oberen Teil so lassen?
3. Wie bekomme ich den Nebari noch dicker?
Gruß Timm
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20220201_163730.jpg (171.02 KiB) 2405 mal betrachtet
ganz spontan: die Wurzel kann weg, aber der Schnitt am Stamm erscheint mir sehr rabiat. Aber eigentlich müsstest du erst klären, was eigentlich deine Zielvorstellung wäre. Wie groß soll der Baum letztlich werden, welche Form schwebt dir vor?
zu 3. das Nebari noch dicker: ja, das geht natürlich am besten mit starkem Zuwachs, nachdem du die Wurzeln bearbeitet hast. Da bringen natürlich ein paar Jahre im Garten was.
Light91 hat geschrieben: 01.02.2022, 17:22
1. Meint ihr ich sollte ihn noch ein paar Jahre auspflanzen im Garten um noch einen besseren wuchs zu bekommen?
2. Die roten Markierungen auf dem Bild sollen die Schnittstellen sein die ich vor hatte ab zu schneiden, oder meint ihr ich sollte den oberen Teil so lassen?
3. Wie bekomme ich den Nebari noch dicker?
Guten Morgen Harald,
Erstmal vielen Dank für deine Antwort und Tipps.
Ich denke das ich die Richtung Besenform einschlagen werde. Ansich ist ja der wuchs schon ein sehr schöner, es hat mich auch viel Leidensweg gekostet dort hin zu kommen wo ich jetzt hin gekommen bin mit dem Baum, es fehlte mir nur bis jetzt jegliche Vorstellung, ich würde sogar sagen das es bis jetzt mein schwierigstes Projekt war und ist. Ich bin einfach nur sehr gespannt was die nächsten Jahre passieren wird und ich werde hier auch versuchen euch mit Fotos zu versorgen bei der weiteren Entwicklungsphase und würde mich sehr über Tipps aber auch Kritik freuen, weil nur aus Fehlern lernt man ja bekanntlicher weise.
Der Start ist ja schonmal Fotografisch festgehalten.
Moin,
die Besenform am Campestre ist so eine Sache. Ich möchte vorschlagen, den linken Substamm, also den dickeren der beiden an der oberen großen Gabelung sauber abzusägen, den Baum ins Feld zu pflanzen und dann einen Austrieb auf der linken Seite der verbliebenen rechten Stammfortführung zu fördern und als Kronenansatz zu nutzen.
Das wird auf Basis der vorhandenen Bilder sicher das beste Ergebnis liefern können.
ich würde die Wurzel nicht abschneiden, sondern mit ihr leben.
Kann man ja noch ein bisschen positionieren und vielleicht noch mal mit Substrat bedecken.
Guck mal was mit Deinem Wurzelansatz passiert wenn Du sie abschneidest!
20220201_163730.jpg (158.6 KiB) 1969 mal betrachtet
Wäre das nicht ein Kandidat, um knapp über dem jetzigen Wurzelansatz abzumoosen? Und bei den neuen Wurzeln dann drauf achten, dass sie gleich etwas schöner gelegt werden, halbwegs radial nach außen, statt irgendwo nach unten weg wachsen.
Das einzig attraktive an dem Stumpen ist momentan die Stammdicke. Der Reihe nach vorgehen: zuerst Wurzeln aufbauen, dann Äste, dann immer feiner werdende Verzweigung.
ania hat geschrieben: 03.02.2022, 10:25
Wäre das nicht ein Kandidat, um knapp über dem jetzigen Wurzelansatz abzumoosen? Und bei den neuen Wurzeln dann drauf achten, dass sie gleich etwas schöner gelegt werden, halbwegs radial nach außen, statt irgendwo nach unten weg wachsen.
Das einzig attraktive an dem Stumpen ist momentan die Stammdicke. Der Reihe nach vorgehen: zuerst Wurzeln aufbauen, dann Äste, dann immer feiner werdende Verzweigung.
Sehe ich genauso.
Und auch die Empfehlung von Rainer hinsichtlich "Vorbildthread"
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Deine geplante radikale Schnittführung wäre für mich eine akzeptable Linie für eine Abmoosung.
Die Gabelung kappen, wie Heinrich vorgeschlagen hat und nach der Trennung in eine Kiste oder ins Beet und den Baum dann über die Jahre aufbauen.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Ui ui ui Simon, das ist schon Technik für Fortgeschrittene.
Es sieht bei dem Japaner halbwegs einfach aus. Probiert man es selbst verzweifelst du mit den eingedrückten Sämlingen. Vermutlich fallen sie immer wieder heraus und irgendwann gibst du genervt auf.
Das Teil-Abmoosen mit Abzwicken der Rinde würde ich mich nicht trauen. Wie tief gehst du? Ist dann die Wasserversorgung von unten noch gegeben, oder vertrocknet der Baum? Entstehen neue Wurzeln wenn die Rinde nicht rundum abgeschält wird?
Wäre interessant ob das schon mal jemand im Forum so probiert hat?
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry