Hallo!
Ich hätte im März die Möglichkeit 2-3 dicke alte Laubbäume auszugraben da sie sonst entfernt werden, denke aber nicht das die Bäume sonderlich viele Feinwurzeln nahe am Stamm haben werden.
Habe irgendwo mal was davon gelesen das man die trotzdem mit wenig Wurzeln durchbringen kann wenn man sie in einen schwarzen Plastiksack einpackt. Hat jemand für mich irgendwelche Tipps wie und ob das wirklich funktioniert?
Lg Leo
Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
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sauwoidman
- Beiträge: 322
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- Wohnort: Oberösterreich
Re: Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
Hallo Leo!
Um welche Baumart(en) handelt es sich denn?
Ein schwarzer Plastiksack ist nicht gut, besser ist ein durchsichtiger. Derzeit ist es zwar noch egal, aber wenn dann die Blätter kommen, brauchen sie Licht.
Ich stülpe oft über Töpfe mit Stecklingen Gefrierbeutel drüber, um zu verhindern, dass die Pflanzen austrocknen. Auch im Sommer nach dem Umtopfen mit zu heftigem Wurzelschnitt, wenn der Baum die Blätter hängen lässt, wirkt ein Plastiksack oft wahre Wunder. Aber er ist auch kein Allheilmittel, wenn du also nach dem Ausgraben zu wenig Wurzeln zum Überleben übrighast, dann stirbt der Baum trotzdem. Was zu wenig ist, weiß man aber oft erst danach.
Der Plastiksack hat hauptsächlich den Zweck, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und damit die Verdunstung und den Wasserverbrauch zu vermindern, um es Pflanzen mit geschwächtem Wurzelsystem einfacher zu machen. Als netter Nebeneffekt erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung die Luft im Sack schneller und höher, was generell dem Pflanzenwachstum zuträglich ist. Allerdings muss man auch aufpassen: hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen begünstigen Pilzwachstum, und bei voller Sonne an einem windstillen, warmen Tag kann so ein Gebilde auch schnell zu einem Dampfkochtopf werden. Darum nicht in direkte Sonne stellen und gelegentlich lüften bzw. ein paar Löcher hineinstechen.
Ob dieses Vorgehen allerdings auch nach dem Ausgraben jetzt, also im noch laublosen Zustand, funktioniert bzw. etwas nützt, habe ich noch nie versucht, aber es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen.
MfG Reinhold!
Um welche Baumart(en) handelt es sich denn?
Ein schwarzer Plastiksack ist nicht gut, besser ist ein durchsichtiger. Derzeit ist es zwar noch egal, aber wenn dann die Blätter kommen, brauchen sie Licht.
Ich stülpe oft über Töpfe mit Stecklingen Gefrierbeutel drüber, um zu verhindern, dass die Pflanzen austrocknen. Auch im Sommer nach dem Umtopfen mit zu heftigem Wurzelschnitt, wenn der Baum die Blätter hängen lässt, wirkt ein Plastiksack oft wahre Wunder. Aber er ist auch kein Allheilmittel, wenn du also nach dem Ausgraben zu wenig Wurzeln zum Überleben übrighast, dann stirbt der Baum trotzdem. Was zu wenig ist, weiß man aber oft erst danach.
Der Plastiksack hat hauptsächlich den Zweck, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und damit die Verdunstung und den Wasserverbrauch zu vermindern, um es Pflanzen mit geschwächtem Wurzelsystem einfacher zu machen. Als netter Nebeneffekt erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung die Luft im Sack schneller und höher, was generell dem Pflanzenwachstum zuträglich ist. Allerdings muss man auch aufpassen: hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen begünstigen Pilzwachstum, und bei voller Sonne an einem windstillen, warmen Tag kann so ein Gebilde auch schnell zu einem Dampfkochtopf werden. Darum nicht in direkte Sonne stellen und gelegentlich lüften bzw. ein paar Löcher hineinstechen.
Ob dieses Vorgehen allerdings auch nach dem Ausgraben jetzt, also im noch laublosen Zustand, funktioniert bzw. etwas nützt, habe ich noch nie versucht, aber es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen.
MfG Reinhold!
Re: Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
Salü Leo,
Also, die Erfahrung hat gezeigt, dass dicke, alte Bäume am besten mit schwerem Gerät verpflanzt werden können.
Auf jeden Fall solche mit Stammdurchmesser von über 50 cm und einer Höhe von über 10 Meter.
Natürlich kann man das auch Händisch machen, wie die Bauern das für Louis XV. machen mussten aber das waren Trupps von 20 Mann für einen Baum plus noch 2 Ochsenkarren.
Plastiksäcke hatten sie damals noch nicht, darum keine Ahnung was sie für den Austrieb gemacht haben.
Gruss George
Also, die Erfahrung hat gezeigt, dass dicke, alte Bäume am besten mit schwerem Gerät verpflanzt werden können.
Auf jeden Fall solche mit Stammdurchmesser von über 50 cm und einer Höhe von über 10 Meter.
Natürlich kann man das auch Händisch machen, wie die Bauern das für Louis XV. machen mussten aber das waren Trupps von 20 Mann für einen Baum plus noch 2 Ochsenkarren.
Plastiksäcke hatten sie damals noch nicht, darum keine Ahnung was sie für den Austrieb gemacht haben.
Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
Es handelt sich um eine Linde und eine Blutpflaume mit mindestens 20 cm Durchmesser. Sie wurden über viele Jahre wie ein Strauch geschnitten bei einer höhe von ca. 3m. Mittlerweile wurden sie auf 1m runter geschnitten. Leider finde ich den Bericht nicht mehr, aber ich meine mich zu erinnern das irgendein Bonsaiprofi alte Bäume im Winter mit wenig Wurzeln ausgegraben hat und sie dann in einen lichtundurchlässigen Sack eingepackt hat. Kann mich nicht mehr so genau erinnern, kann auch sein das ich da einfach was verwechsle.
Lg Leo
Lg Leo
Re: Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
Es gibt dazu aktuell mindestens zwei Beiträge.Leo21 hat geschrieben: 14.03.2022, 00:20 ich meine mich zu erinnern das irgendein Bonsaiprofi alte Bäume im Winter mit wenig Wurzeln ausgegraben hat und sie dann in einen lichtundurchlässigen Sack eingepackt hat
Den hier von Herbert habe ich auf die Schnelle gefunden. Der zweite von László ist darin verlinkt.
Lies die Beiträge genau und entscheide dann selbst ob du die entsprechenden Bedingungen zur Verfügung stellen kannst.
Gruß Ralf
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
Fines est omnis laboris
Re: Alte Bäume ohne nennenswerte Feinwurzeln ausgraben
Vielen Dank für den Link, so einen Beitrag hab ich gesucht.
