Pflege von schwachen Pinus parviflora
Pflege von schwachen Pinus parviflora
Hallo zusammen
Ich bin an diese drei Pinus parviflora herangetreten, die alle seit gut 12 Jahren im gleichen Gefäss sind und somit wurde seit dem einsetzen in die Gefässe keine Pflege an den Wurzeln vorgenommen. Gedüngt wurde nur sporadisch; Lage ist vollsonnig (ganzer Tag) auf einer Terrasse.
Wie würdet ihr vorgehen?
Ich schlage folgendes vor:
- Alle braunen Nadeln entfernen
- Pflanzen aus den Gefässen entnehmen, etwa 50% Erde von den Wurzeln entfernen, ein Teil davon wiederverwenden
Wurzeln nur sehr wenig (an-)schneiden
- Pflanzen neu setzen (in die gleichen Gefässe)
- Kalium und Magnesium beigeben
- Kein Schnitt an den Nadeln, nur leicht binden für dichtere Kissen
Wie sehr ihr das? Woran seht ihr die Ursache/n für den aktuellen Zustand und was sind eure Empfehlungen und Eindrücke?
Ich danke euch für eure Unterstützung!
Ich bin an diese drei Pinus parviflora herangetreten, die alle seit gut 12 Jahren im gleichen Gefäss sind und somit wurde seit dem einsetzen in die Gefässe keine Pflege an den Wurzeln vorgenommen. Gedüngt wurde nur sporadisch; Lage ist vollsonnig (ganzer Tag) auf einer Terrasse.
Wie würdet ihr vorgehen?
Ich schlage folgendes vor:
- Alle braunen Nadeln entfernen
- Pflanzen aus den Gefässen entnehmen, etwa 50% Erde von den Wurzeln entfernen, ein Teil davon wiederverwenden
Wurzeln nur sehr wenig (an-)schneiden
- Pflanzen neu setzen (in die gleichen Gefässe)
- Kalium und Magnesium beigeben
- Kein Schnitt an den Nadeln, nur leicht binden für dichtere Kissen
Wie sehr ihr das? Woran seht ihr die Ursache/n für den aktuellen Zustand und was sind eure Empfehlungen und Eindrücke?
Ich danke euch für eure Unterstützung!
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Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
ich bin kein mädchenkieferexperte, aber nr. 1 und vor allem 3 sehen schwach aus . frage: sollen die so als gartenbonsai weitergestaltet werden oder irgenwann in flache bonsaischalen umziehen ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Moin Monti,
herzlich willkommen im BFF!
Vorweg: ich bin auch keine Koniferenkoryphäe, versuche aber schon ein paar Jahre, eine Mädchenkiefer am Leben zu erhalten. Anja aka "Schwarzerkobold" hat hier im Forum wunderbare Informationen zur Pflege von Mädchenkiefern gegeben, suche doch mal nach "Mädchenkiefer + Quarantäne".
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind die Gefäße viel zu groß (durchwärmen schlecht) und falls die Bäume ungeschützt überwintert haben, kann es gut sein, dass sie schlicht abgesoffen sind.
Wenn du sie umtopfst, solltest du versuchen, die Wurzeln im kleinstmöglichen Gefäß (mit Ablaufloch und etwas Drainage) unterzubringen. Zunächst wäre es wohl klug, den Wurzeln nicht zu viel zuzumuten und vorläufig ein geeignetes Präparat zur Blattdüngung über die Nadeln zu verabreichen.
Mit dem Umtopfen würde ich zumindest warten, bis sich die Nadelfarbe etwas normalisiert hat. Kiefern sterben langsam, und wenn du jetzt umtopfst, wirst du nicht wissen, ob sie wegen oder trotz des Umtopfens eingegangen sind.
Ich drücke natürlich die Daumen, dass sie bald wieder im schönsten Grün erstrahlen!

herzlich willkommen im BFF!
Vorweg: ich bin auch keine Koniferenkoryphäe, versuche aber schon ein paar Jahre, eine Mädchenkiefer am Leben zu erhalten. Anja aka "Schwarzerkobold" hat hier im Forum wunderbare Informationen zur Pflege von Mädchenkiefern gegeben, suche doch mal nach "Mädchenkiefer + Quarantäne".
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind die Gefäße viel zu groß (durchwärmen schlecht) und falls die Bäume ungeschützt überwintert haben, kann es gut sein, dass sie schlicht abgesoffen sind.
Wenn du sie umtopfst, solltest du versuchen, die Wurzeln im kleinstmöglichen Gefäß (mit Ablaufloch und etwas Drainage) unterzubringen. Zunächst wäre es wohl klug, den Wurzeln nicht zu viel zuzumuten und vorläufig ein geeignetes Präparat zur Blattdüngung über die Nadeln zu verabreichen.
Mit dem Umtopfen würde ich zumindest warten, bis sich die Nadelfarbe etwas normalisiert hat. Kiefern sterben langsam, und wenn du jetzt umtopfst, wirst du nicht wissen, ob sie wegen oder trotz des Umtopfens eingegangen sind.
Ich drücke natürlich die Daumen, dass sie bald wieder im schönsten Grün erstrahlen!
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos!
besucht mich auf flickr
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Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Danke Achim und Bock für eure Antworten.
Die drei Kiefer sollen in den gleichen Pflanzgefässen beibehalten werden und nicht in Bonsaischalen kommen.
Ich kann nicht sagen, wie der Aufbau in den Gefässen und der Zustand der Wurzeln ist. Habe die Pflanzen vergangene Woche das erste Mal gesehen. Aber der Hinweis mit der Kälte finde ich wertvoll.
P. parvifloras können ihre Mühe mit der Kälte haben...im Gegensatz zu sylvestris, nigra, mugo etc.
So überlege ich mir, zwei Zentimeter starke Isolationsplatten (XPS) an den Innenwände der Pflanzgefässe zu verlegen.
ich persönlich bin der Ansicht, dass die drei Pflanzen dringend neues Substrat benötigen...für die Drainage, für Sauerstoff und vor allem wegen den Nährstoffen. Daher möchte ich die Kiefer übernächste Woche aus den Gefässen nehmen und dann neu eintopfen.
Spannend wäre für mich vor allem, woher der aktuelel Zustand seine Ursache hat. Vermutlich sind es verschiedene Faktoren.
Die drei Kiefer sollen in den gleichen Pflanzgefässen beibehalten werden und nicht in Bonsaischalen kommen.
Ich kann nicht sagen, wie der Aufbau in den Gefässen und der Zustand der Wurzeln ist. Habe die Pflanzen vergangene Woche das erste Mal gesehen. Aber der Hinweis mit der Kälte finde ich wertvoll.
P. parvifloras können ihre Mühe mit der Kälte haben...im Gegensatz zu sylvestris, nigra, mugo etc.
So überlege ich mir, zwei Zentimeter starke Isolationsplatten (XPS) an den Innenwände der Pflanzgefässe zu verlegen.
ich persönlich bin der Ansicht, dass die drei Pflanzen dringend neues Substrat benötigen...für die Drainage, für Sauerstoff und vor allem wegen den Nährstoffen. Daher möchte ich die Kiefer übernächste Woche aus den Gefässen nehmen und dann neu eintopfen.
Spannend wäre für mich vor allem, woher der aktuelel Zustand seine Ursache hat. Vermutlich sind es verschiedene Faktoren.
- Darjeeling
- Beiträge: 123
- Registriert: 26.10.2019, 21:57
- Wohnort: Zwischen München und Stuttgart
Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Hallo Monti,
insbesondere die erste Kiefer sieht nicht wirklich gut aus.
Aber deine o.g. Aktionen empfinde ich als richtig, evtl. würde ich sogar den Dünger weglassen und erst nachgeben, sobald sich die Pflanzen erholen. Beim Wurzelschnitt bitte sehr vorsichtig vorgehen. Äste mit braunen Nadeln und wenig Knospen ruhig entfernen.
Welches Substrat möchtest Du denn dann verwenden?
Viele Grüße und viel Erfolg!
Johnny
insbesondere die erste Kiefer sieht nicht wirklich gut aus.
Aber deine o.g. Aktionen empfinde ich als richtig, evtl. würde ich sogar den Dünger weglassen und erst nachgeben, sobald sich die Pflanzen erholen. Beim Wurzelschnitt bitte sehr vorsichtig vorgehen. Äste mit braunen Nadeln und wenig Knospen ruhig entfernen.
Welches Substrat möchtest Du denn dann verwenden?
Viele Grüße und viel Erfolg!
Johnny
Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Danke Dir Johnny für Deinen Beitrag.
Ich habe vor, 50 bis 60 Prozent (gereiften) Kompost und die andere Hälfte je zur Hälfte mit perlit und Mineralsubstrat verwenden. Ich weiß, einigen wird es die Haare aufstehen lassen, wenn sie Kompost lesen. Darüber könnte ich viel schreiben...ich führe seit einigen Jahren diverse Experimente diverser Art durch. Und hinsichtlich Substrat für die Pflanzen gibt es für mich nichts besseres als gereiften Kompost und Perlite.
Eiben, Kiefer, Wachholder, Ahorne sind teilweise geradezu explodiert...Vieles hat seine passenden Zwecke und Berechtigung... Mineralische wie organischen Dünger und Substrate, Wurzelschnitt im Herbst oder im Frühling usw. Japanische Substrate wie Akadana verwende ich nie, sind einfach viel zu teuer und nicht besser. Das meiste mineralische Material ist sowieso vulkanischen Ursprungs und das haben wir bei uns auch. Auch bei den Dünger ist das meiste einfach gutes Marketing. Mit Dünger kann man etwa 6 Prozent zum Wachstum der Pflanzen beisteuern, mehr nicht. Viel entscheidender ist Sauerstoff, Wasser, Licht (muss nicht direkte Sonneneinstrshlung sein, aber wenn, umso besser) und Wärme (wird unterschätzt als Faktor) .
Wie gesagt, ich könnte nicht aufhören, darüber zu schreiben und wir könnten nicht aufhören, darüber zu diskutieren. Ich behaupte nicht, dass ich es besser weiss, sondern das vieles seine Berechtigung hat, aber vieles auch überschätzt wird. Ob Bims, Zeolith, Lavalith, Seramis, Akadama oder sonst was... Am Schluss braucht die Pflanze Licht, Sauerstoff, Wasser, Wärme und Nährstoffe... Egal ob eine Pflanze im Wald oder eine Pflanze in der Schale. Will ich eine Pflanze zum wachsen oder zum gesunden bringen, dann iöisr nichts besser als ins Freiland und in reinen Kompost gesetzt (im Freiland kann ja nichts verschlämmen).
Ich habe vor, 50 bis 60 Prozent (gereiften) Kompost und die andere Hälfte je zur Hälfte mit perlit und Mineralsubstrat verwenden. Ich weiß, einigen wird es die Haare aufstehen lassen, wenn sie Kompost lesen. Darüber könnte ich viel schreiben...ich führe seit einigen Jahren diverse Experimente diverser Art durch. Und hinsichtlich Substrat für die Pflanzen gibt es für mich nichts besseres als gereiften Kompost und Perlite.
Eiben, Kiefer, Wachholder, Ahorne sind teilweise geradezu explodiert...Vieles hat seine passenden Zwecke und Berechtigung... Mineralische wie organischen Dünger und Substrate, Wurzelschnitt im Herbst oder im Frühling usw. Japanische Substrate wie Akadana verwende ich nie, sind einfach viel zu teuer und nicht besser. Das meiste mineralische Material ist sowieso vulkanischen Ursprungs und das haben wir bei uns auch. Auch bei den Dünger ist das meiste einfach gutes Marketing. Mit Dünger kann man etwa 6 Prozent zum Wachstum der Pflanzen beisteuern, mehr nicht. Viel entscheidender ist Sauerstoff, Wasser, Licht (muss nicht direkte Sonneneinstrshlung sein, aber wenn, umso besser) und Wärme (wird unterschätzt als Faktor) .
Wie gesagt, ich könnte nicht aufhören, darüber zu schreiben und wir könnten nicht aufhören, darüber zu diskutieren. Ich behaupte nicht, dass ich es besser weiss, sondern das vieles seine Berechtigung hat, aber vieles auch überschätzt wird. Ob Bims, Zeolith, Lavalith, Seramis, Akadama oder sonst was... Am Schluss braucht die Pflanze Licht, Sauerstoff, Wasser, Wärme und Nährstoffe... Egal ob eine Pflanze im Wald oder eine Pflanze in der Schale. Will ich eine Pflanze zum wachsen oder zum gesunden bringen, dann iöisr nichts besser als ins Freiland und in reinen Kompost gesetzt (im Freiland kann ja nichts verschlämmen).
- Darjeeling
- Beiträge: 123
- Registriert: 26.10.2019, 21:57
- Wohnort: Zwischen München und Stuttgart
Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Solange Du gute Erfahrungen mit Kompost hat, passt es doch! Fakt ist, dass Mädchenkiefern absolut keine Staunässe mögen. Wichtig ist da halt, den Kompromiss zwischen mineralischen und organischen Substrat zu finden und unten eine gute Drainage einzubauen. >50% Kompost kommt mir allerdings doch arg viel vor!
Gesendet von meinem ELE-AL00 mit Tapatalk
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Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Salü Monti,
Darf ich fragen ob diese braune und gelbe Färbung von Baum 1 und 3 schon letztes Jahr vorhanden war oder erst diesen Frühling auftrat?
Gruss George
Darf ich fragen ob diese braune und gelbe Färbung von Baum 1 und 3 schon letztes Jahr vorhanden war oder erst diesen Frühling auftrat?
Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Salü George
Ja, sie Nadeln sind nicht erst dieses Jahr aufgetreten. Der Abwärtstrend der Kiefer dauert laut Besitzer bereits mehrere Jahre. Zwei Kiefer sind ihm bereits eingegangen, immer kürzester Zeit wurden diese zwei total braun.
Ja, sie Nadeln sind nicht erst dieses Jahr aufgetreten. Der Abwärtstrend der Kiefer dauert laut Besitzer bereits mehrere Jahre. Zwei Kiefer sind ihm bereits eingegangen, immer kürzester Zeit wurden diese zwei total braun.
Re: Pflege von schwachen Pinus parviflora
Salü Monti,
Dann liegt wahrscheinlich bei allen drei verbliebenen Bäumen auch ein kapitaler Wurzelschaden vor. Wahrscheinlich zu viel Nässe über den Winter und das Jahr für Jahr. Irgendwann ist dann genug Heu unten und die Bäumchen segnen schön langsam das Zeitliche. verd.... traurig.
Gut, ich denke der Besitzer kanns leicht verschmerzen und ersetzen; sieht nicht nach Wellblechbudensiedlung aus. Trotzdem schade.
Humus, Kompost und organisches Fasermaterial würde ich für das aktuelle Umtopfen auf jeden Fall vermeiden!
Auch wenn Akadama etwas teurer als Katzenstreu ist, würde ich 20-30% dem Perlit und Lava beimischen. Die Bäume hätten dann vielleicht eine Chance davonzukommen. Aber wird so oder so schwierig, denke ich.
Trotzdem viel Erfolg!
Gruss George
Nachtrag: Unbedingt Pilzmyzel beimischen!!!!
Dann liegt wahrscheinlich bei allen drei verbliebenen Bäumen auch ein kapitaler Wurzelschaden vor. Wahrscheinlich zu viel Nässe über den Winter und das Jahr für Jahr. Irgendwann ist dann genug Heu unten und die Bäumchen segnen schön langsam das Zeitliche. verd.... traurig.
Gut, ich denke der Besitzer kanns leicht verschmerzen und ersetzen; sieht nicht nach Wellblechbudensiedlung aus. Trotzdem schade.
Humus, Kompost und organisches Fasermaterial würde ich für das aktuelle Umtopfen auf jeden Fall vermeiden!
Auch wenn Akadama etwas teurer als Katzenstreu ist, würde ich 20-30% dem Perlit und Lava beimischen. Die Bäume hätten dann vielleicht eine Chance davonzukommen. Aber wird so oder so schwierig, denke ich.
Trotzdem viel Erfolg!
Gruss George
Nachtrag: Unbedingt Pilzmyzel beimischen!!!!
Grumpy old fat Kiboko.
