Winterlinde - Handlungsbedarf?!

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Rey
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Rey »

Problem: Was ist der geeignete Ort?

Ich lass sie erstmal stehen, wo sie steht und beobachte.

Danke!
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Andreas Ludwig
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

Sonnig, luftig, nicht zu heiss, kein verbackenes Substrat, eher grosszügiges Schalenvolumen in der Aufzucht, täglich giessen. Meine steht eher trocken auf einem architekturbetonten Platz in der Morgensonne, am Mittag wird sie gegossen, siehe Bild:
just_there.jpg
just_there.jpg (232.96 KiB) 1311 mal betrachtet
Die Hauptarbeit fällt in der Krone an: Pinzieren, denn Linden bilden weit mehr Knospen, als brauchbar sind, dem permanenten «Aufwärtsstreben» entgegenwirken (Abspannen, drahten), die Spitzenknospen früh wegmachen, grosse, schattierende Blätter ebenso. Meine sieht grad etwas «hutzlig» aus, ich habe Teile frisch abgespannt. Das füllt sich in ein, zwei Saisons.

Wird schon, sie sind zäh. Beobachten ist immer gut. Beobachtest du, dass im mittleren Nachmittag die jungen Triebe hängen, ist es zu heiss und zu trocken. Bobachtest du diesen Pilz (oder Nichtpilz oderDraufpilz oderwas immer), ist es eher zu feucht. Galen ignorieren, Blattläuse gut beobachten. Ich empfehle Marienkäferlarven als schnelle Eingreitruppe, die fressen alles mögliche, was kreucht und fleucht.
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abardo
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von abardo »

Rey hat geschrieben: 14.05.2022, 17:04 Würde sie jetzt in die pralle Sonne stellen, heißt von 8 bis ca. 19 Uhr Sonne, und ein bis zweimal täglich wässern. Und im Hochsommer ein etwas schattigeres Plätzchen suchen?
Wenn du den Baum jetzt in die pralle Sonne stellst, sind die großen Blätter nicht daran gewöhnt, auf jeden Fall kommt der Baum aus dem Gleichgewicht. Such dir doch nächstes Jahr vor dem Austrieb einen besseren Platz, einer, der im Frühling mehr Sonne bietet. Im Sommer kannst du natürlich immer schattiger Stellen, das macht es einer Linde schon einfacher.

Sieh halt zu, daß du nicht über die Blätter giesst oder bei langem Regen den Baum mal unterstellst, dann ist Mehltau beherschbar. Ein ausgeglichener Baum steckt den ohne weiteres weg. Nochmal: der Baum braucht Blattmasse. Giessen, düngen, wachsen lassen ... bis er wie ein Busch aussieht.

BTW: die meisten Bäume gehen wohl an übertriebenen Aktionismus ein.
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RoyF.
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von RoyF. »

Also ich gieße immer über die Blätter meiner Linden, jeden Tag. Ich habe die auch noch nie bei Regen weggestellt und wenn Pfaffenhütchen und Eichen mal Mehltau hatten standen die auch in der Nähe und ich habe ehrlich gesagt auch noch nie Mehltau an Linden gesehen. Bei der jetzigen Witterung sowieso ein Rätsel. Wer weiß was das ist.....nichts sonderlich schlimmes jedenfalls.
RoyF.
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von RoyF. »

PS: Wenn Linden auch als Bonsai ausladende Kronen haben, die die Schale beschatten, können sie natürlich ohne Probleme in der vollen Sonne stehen. Die Bäume sind von Natur aus so gemacht, dass die Blätter das locker aushalten, nur auf die Wurzeln sollte man achten...Nach einem Blattschnitt versteht es sich natürlich von selbst, dass sie bis zum nächsten Austrieb leicht schattiert werden, aber auch da brauch man es nicht übertreiben, solange die Schalen nicht zu heiß werden.
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Andreas Ludwig
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

Auch das Schattieren nach einem Blattschnitt ist unnötig. Im übrigen müsste man mir erklären, welches Gleichgewicht gestört werden soll, wenn die Linde mehr Sonne kriegt jetzt im Mai. Die können so etwas problemlos verkraften – nach einem regnerischen April sind sie auch nicht anders dran. Zweimal giessen klingt da schon ausreichend. Eine immergrüne Zimmerpflanze kann einen Sonnenschock kriegen, stellt man sie unversehens vollsonnig – diese Linde nicht. Sie ist die Sonne ja bereits gewohnt, auch wenn es nicht die volle war.

Für potenziell schädlich halte ich, die Linde nur über den Ballen zu giessen. Wassertropfen perlen sehr schnell von der (natürlicherweise gewachsten) Blattoberfläche ab, Mehltau entsteht nicht aufgrund von Wassertropfen, sonden aufgrund einer stockenden, feuchten Atmosphäre (obschon wir ja gar nicht bis zu einer sauberen Diagnose vorgestossen sind in diesem Fall – also was behandeln wir?). Andersrum dient es den Bäumen, den ganzen Schmodder (Sahara-, Verkehrs-, Zivilsations- und Blütenstaub) wieder mal runter zu haben. Da geht dann auch gleich die klebrige Sülze der Blattläuse weg.
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abardo
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von abardo »

Die meisten persönlichen Erfahrungen oder generelle Empfehlung wie "so hats die Natur gemacht" finde ich immer ziemlich sinnlos. Es zählt nur, was man am Baum sieht und das ist:

- die Blätter sind ausgetrieben, als der Baum schattiert stand. Ein Grund, warum die hier so gross sind.
Wenn der Baum von jetzt auf gleich volle Sonne bekommt, wird er mehr Wasser und mehr Nährstoffen brauchen ...
... und wahrscheinlich eine grössere Schale. Das Ballen war das doch auch nie gewöhnt.

Eine Umstellung im Giessverhalten des Besitzers muss man auch erstmal trainieren ...
Man kann den Baum baürlich auch langsam eingewöhnen. Aber das kann dann jemand beim allerersten mal bestimmt auch schon super ...

- der Baum hat Mehltau. Da hilft es, die Feuchtigkeit zu reduzieren. Luftig stellen und eben solange mal NICHT über die Blätter giessen.
Ausserdem spült man doch lieber nicht gleich den Mehltauschreck wieder weg.

Kann man ja gerne alles wieder machen, wenn der Mehltau weg ist, wenn die Langtriebe da sind, wenn der Baum mit neuen Blättern austreibt und der Rückschnitt fällig wird. Aber da sind wir noch nicht.
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Andreas Ludwig
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 13:38 Die meisten persönlichen Erfahrungen oder generelle Empfehlung wie "so hats die Natur gemacht" finde ich immer ziemlich sinnlos. Es zählt nur, was man am Baum sieht und das ist:
Was man am Baum sieht, IST persönliche Erfahrung... Was im übrigen an gesicherter naturwissenschaftlicher Erkenntnis falsch sein soll, erhellt sich mir nicht. Darauf stütze ich mich bei «generellen Empfehlungen» – meine eine, kleine Linde würde ich nie als repräsentativ verstehen wollen.
abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 13:38 - die Blätter sind ausgetrieben, als der Baum schattiert stand. Ein Grund, warum die hier so gross sind. Wenn der Baum von jetzt auf gleich volle Sonne bekommt, wird er mehr Wasser und mehr Nährstoffen brauchen ...
... und wahrscheinlich eine grössere Schale. Das Ballen war das doch auch nie gewöhnt.
Teils setzt du Dinge voraus, die du nicht weisst, etwa, wo der Baum bisher stand. Und das Ballen..?
abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 13:38 Eine Umstellung im Giessverhalten des Besitzers muss man auch erstmal trainieren ...
Man kann den Baum baürlich auch langsam eingewöhnen. Aber das kann dann jemand beim allerersten mal bestimmt auch schon super ...
Da frage ich mich «baürlich»: Was willst du hier wem aus so grosser Distanz sagen? Dass er nicht giessen kann? Dafür braucht man keinen MBA.
abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 13:38 der Baum hat Mehltau. Da hilft es, die Feuchtigkeit zu reduzieren. Luftig stellen und eben solange mal NICHT über die Blätter giessen.

abardo locutus, causa finita... Preiset den Distanz-Diagnostiker!
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abardo
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von abardo »

a) was du an DEINEM Baum siehst, ist Erfahrung mit DEINEM Baum. Das ist selten übertragbar.
b) der Threadersteller hat geschrieben, wo der Baum stand und steht und davon Fotos gezeigt
c) das heisst natürlich "natürlich". c1) Ne, sondern, daß er gewohnt ist zu giessen, wie er giesst. Was kein Vorwurf ist.

Kaum jemand, den ich bisher beraten, betreut, unterrichtet und/oder geschult habe, hat vorher je gegossen, gedüngt, umgetopft oder geschnitten, wie der jeweilige Baum es vorgibt. Kaum jemand erkennt durch Betrachtung, wie es einer Pflanze geht. Die Meisten haben Rituale, "Regeln" oder Kalender, die zumeist auch gut funktionieren. Wenn du jedoch den Standort oder etwas anderes änderst, machen die Meisten so weiter wie immer oder bemühen sich für ein paar Wochen und fallen dann wieder in ihre Muster zurück. Was fatal enden kann.

d) Ad hominem (das ermüdet doch enorm :roll:)
Zuletzt geändert von abardo am 16.05.2022, 15:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von abardo »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 15.05.2022, 14:30 eher grosszügiges Schalenvolumen in der Aufzucht
Seh ich nicht auf dem Bild DEINER Linde (die bei Level4 ja immer noch in der Aufzucht ist).
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 15:13
Andreas Ludwig hat geschrieben: 15.05.2022, 14:30 eher grosszügiges Schalenvolumen in der Aufzucht
Seh ich nicht auf dem Bild DEINER Linde (die bei Level4 immer noch in der Aufzucht ist).
Na ja. Du siehst auf dem Bild auch nicht, dass ich in den letzten drei Jahren die Krone gezielt um etwa die Hälfte habe wachsen lassen, mit vollem Schub, in einem tiefen Topf, zugedröhnt mit Dünger, um genau jetzt und bewusst das Wurzelvolumen wieder auf ein Minimum herunterzufahren, damit ich knackige Feinverzeigung an den fast sträflich hochgezüchteten Ästen habe. So arbeite ich. Ich habe Zeit.

Das mit den Levels müsstest du mir erst erklären und das mit der Aufzucht habe ich nie bestritten. Ein europäischer Bonsai ist (gemessen an unserer Betreuungsdauer) immer in Aufzucht. Aber – das will unser Cowboy alles nicht wissen. Er will wissen, wo er seine Linde hinstellen soll. Halbschatten oder volle Sonne ist meine Antwort, im Zweifel lieber Sonne, wenn denn auch gut gegossen wird (was ich unserem Padawan durchaus zutraue...).

Jetzt bloss nicht noch Substratfragen, bitte.
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

abardo hat geschrieben: 16.05.2022, 15:12 d) Ad hominem (das ermüdet doch enorm :roll:)
Ja, das ermüdet, denn den ganzen Schopenhauer (Eristische Dialektik) dazu hast du ja doch nicht gelesen. Sonst wüsstest du, dass du Kunstgriff 2, 3, und (cum grano salis) noch ein paar andere anwendest, also die banalen, dass das unredlich ist und leicht zu wiederlegen: Es äussert sich ein Mensch. Subjektiv. Gesetzt als natürliche Prämisse. Es antwortet ein Mensch, ebenso subjektiv. Sich darauf zurückzuziehen, dass aus menschlichem Unvermögen geäusserte Falschbehauptungen (oder wenigstens nicht wesentlich belegte) nicht zu bestreiten seien, weil dies einen «actus ad hominem» darstelle, ist nicht gerade philosophische Kür.
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von achim73 »

seid ihr beiden jetzt fertig ? sonst trenne ichs ab... :roll:
Gruss, Achim
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abardo
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von abardo »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 16.05.2022, 15:34 Das mit den Levels müsstest du mir erst erklären
-> viewtopic.php?p=550493&hilit=um+die+Ver ... ms#p550493
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Re: Winterlinde - Handlungsbedarf?!

Beitrag von Andreas Ludwig »

Oh, das hatte ich übersehen. Ich bin altmodisch und halte mich gerne an validierte Standards. Danke dennoch für die Belehrung.
achim – nur zu. Das ist nur noch Geblödel.
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