Neue Shohins von Frank
Re: Neue Shohins von Frank
@Dieter: bitte, bin für Hinweise dankbar.
Add-On: seit Montag hat unser Landkreis die Nutzung von Brunnenpumpen zwischen 8:00 und 20:00 untersagt. Tagsüber verdunstet das Wasser bei den Temperaturen zu schnell. Nachts versickert wohl mehr und regeneriert so die Wasserreserven in den oberen Bodenschichten besser.
Ab jetzt gibt es also tagsüber für die Bonsai ausschliesslich Wasser aus Kannen, gefüllt aus der Regentonne (die dieses Jahr erstaunlich voll sind, denn wenn es hier mal geregnet hat, hat es massive Unwetter gegeben).
(will ich es jetzt hier nochmal sagen ? ... ja, will ich: ich habe es seit Jahren erlebt, gesehen, vorhergesagt, weitererzählt, belegt, beschworen, düster an die Wand gemalt, frustriert rumgebrüllt und dann doch wieder nach Lösungen gesucht. Wie so viele, viele andere auch. Politisch wurde nichts aber auch gar nichts gesteuert. Freiwillig haben nur wenige ihr Verhalten komplett umgestellt. Geschehen ist also viel zu wenig. Jetzt erreichen die Konsequenzen des kollektiven Fehlverhaltens uns alle.
Die Zukunft ? Die Kipppunkte sind überschritten, von jetzt an wird es schneller und schneller immer schlimmer werden. Wasser sparen, während es am dringensten gebraucht wird. Hitzewellen. Mehr Unwetter, mehr Brände, Dürren, Überschwemmungen, Waldschäden, Ernteausfälle, Energiekrisen, Mangelwirtschaft, Flüchtlingsströme, Hungersnöte. Für jeden. Überall.)
Add-On: seit Montag hat unser Landkreis die Nutzung von Brunnenpumpen zwischen 8:00 und 20:00 untersagt. Tagsüber verdunstet das Wasser bei den Temperaturen zu schnell. Nachts versickert wohl mehr und regeneriert so die Wasserreserven in den oberen Bodenschichten besser.
Ab jetzt gibt es also tagsüber für die Bonsai ausschliesslich Wasser aus Kannen, gefüllt aus der Regentonne (die dieses Jahr erstaunlich voll sind, denn wenn es hier mal geregnet hat, hat es massive Unwetter gegeben).
(will ich es jetzt hier nochmal sagen ? ... ja, will ich: ich habe es seit Jahren erlebt, gesehen, vorhergesagt, weitererzählt, belegt, beschworen, düster an die Wand gemalt, frustriert rumgebrüllt und dann doch wieder nach Lösungen gesucht. Wie so viele, viele andere auch. Politisch wurde nichts aber auch gar nichts gesteuert. Freiwillig haben nur wenige ihr Verhalten komplett umgestellt. Geschehen ist also viel zu wenig. Jetzt erreichen die Konsequenzen des kollektiven Fehlverhaltens uns alle.
Die Zukunft ? Die Kipppunkte sind überschritten, von jetzt an wird es schneller und schneller immer schlimmer werden. Wasser sparen, während es am dringensten gebraucht wird. Hitzewellen. Mehr Unwetter, mehr Brände, Dürren, Überschwemmungen, Waldschäden, Ernteausfälle, Energiekrisen, Mangelwirtschaft, Flüchtlingsströme, Hungersnöte. Für jeden. Überall.)
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
Ich will nur noch hupen !
Re: Neue Shohins von Frank
Hallo Frank
Entschuldige, das ich weiter aushole,
aber die Problematik dürfte es öfters geben
und vielleicht liest der Ein oder Andere mit.
Bäume bekommen Trockenschäden oder vertrocknen gar
wenn Wasseraufnahme und Wasserabgabe nicht im Verhältnis stehen.
Shohin in sehr kleinen (viel zu kleinen) Schalen sind eher "Hochleistungsbäume"
und bedürfen daher auch besonderer Pflege.
Wenn, wie bei Deinen Bäumen, die Wurzeln nicht genügend Platz haben
um neue Saugwurzeln zu bilden, kommt es halt zu Trockenschäden.
Eine "Soforthilfe" wäre die restlose Entfernung des Mooses
und tägliches Tauchen der Bäume.
( Ich gieße täglich ausgiebig, aber das reicht bei den meisten nicht aus,
wie ich durch das nachherige Tauchen regelmäßig feststellen musste. )
Zudem würde ich sämtliche empfindliche Bäume auf die Nordseite (Schatten) stellen.
geht später weiter
Entschuldige, das ich weiter aushole,
aber die Problematik dürfte es öfters geben
und vielleicht liest der Ein oder Andere mit.
Bäume bekommen Trockenschäden oder vertrocknen gar
wenn Wasseraufnahme und Wasserabgabe nicht im Verhältnis stehen.
Shohin in sehr kleinen (viel zu kleinen) Schalen sind eher "Hochleistungsbäume"
und bedürfen daher auch besonderer Pflege.
Wenn, wie bei Deinen Bäumen, die Wurzeln nicht genügend Platz haben
um neue Saugwurzeln zu bilden, kommt es halt zu Trockenschäden.
Eine "Soforthilfe" wäre die restlose Entfernung des Mooses
und tägliches Tauchen der Bäume.
( Ich gieße täglich ausgiebig, aber das reicht bei den meisten nicht aus,
wie ich durch das nachherige Tauchen regelmäßig feststellen musste. )
Zudem würde ich sämtliche empfindliche Bäume auf die Nordseite (Schatten) stellen.
geht später weiter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Neue Shohins von Frank
Hallo Frank,
wenn es bei Dir so extrem heiße Temperaturen sind, könntest Du doch die empfindlichen Bonsai am Tag ins Gewächshaus stellen und das Thermostat Deines Heizgerätes auf Kühlung einstellen oder eine Klimaanlage einbauen.
Grüße, Sanne
wenn es bei Dir so extrem heiße Temperaturen sind, könntest Du doch die empfindlichen Bonsai am Tag ins Gewächshaus stellen und das Thermostat Deines Heizgerätes auf Kühlung einstellen oder eine Klimaanlage einbauen.
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Neue Shohins von Frank
Eine Edelstahl- oder Alu-Wanne mit Ablauf leicht schräg gestellt
und mit Blähton gefüllt, in die die Bäume gestellt und kräftig gegossen werden.
Dabei sollten die Schalen zur Hälfte im Blähton stehen.
Der Sinn der Maßnahme ist, das die Wurzeln durch die Drainagelöcher in den Blähton wurzeln
und so ein kräftiges Wachstum ermöglichen.
Dies wären aber nur die kurzfristigen Möglichkeiten.
Langfristig, da die klimatischen Bedingungen wohl so bleiben werden,
bleibt Dir nichts anderes übrig, als die Kulturbedingungen zu ändern.
Verabschiede Dich von diesen zu kleinen Schalen,
es sind Präsentationsschalen und durch den zu kleinen Wurzelraum,
nicht für eine vernünftige Kulturführung zu gebrauchen.
Flache Schalen, mit genügend Ausbreitungsmöglichkeiten um den ganzen Baum herum,
verbunden mit Aka-Kyriu im Verhältnis 80 zu 20, 2-3mm Körnung,
sollten auch bei Deinen Bedingungen ausreichen um die Bäume mit genügend Wasser zu versorgen.
(tägliches tauchen, solange Bedarf besteht)
Deinen Ansatz First Cut -Then Grow halte ich für sinnvoll,
allerdings müsstest Du Ihn modifizieren.
Im Frühjahr volle Düngung, Wachstum, Rückschnitt,
ab Mitte Mai nur noch ganz zarte organische Düngung und kein Schnitt mehr.
Erst im Herbst wieder kräftig düngen um im nächsten Jahr einen starken Austrieb zu erreichen.
später mehr
und mit Blähton gefüllt, in die die Bäume gestellt und kräftig gegossen werden.
Dabei sollten die Schalen zur Hälfte im Blähton stehen.
Der Sinn der Maßnahme ist, das die Wurzeln durch die Drainagelöcher in den Blähton wurzeln
und so ein kräftiges Wachstum ermöglichen.
Dies wären aber nur die kurzfristigen Möglichkeiten.
Langfristig, da die klimatischen Bedingungen wohl so bleiben werden,
bleibt Dir nichts anderes übrig, als die Kulturbedingungen zu ändern.
Verabschiede Dich von diesen zu kleinen Schalen,
es sind Präsentationsschalen und durch den zu kleinen Wurzelraum,
nicht für eine vernünftige Kulturführung zu gebrauchen.
Flache Schalen, mit genügend Ausbreitungsmöglichkeiten um den ganzen Baum herum,
verbunden mit Aka-Kyriu im Verhältnis 80 zu 20, 2-3mm Körnung,
sollten auch bei Deinen Bedingungen ausreichen um die Bäume mit genügend Wasser zu versorgen.
(tägliches tauchen, solange Bedarf besteht)
Deinen Ansatz First Cut -Then Grow halte ich für sinnvoll,
allerdings müsstest Du Ihn modifizieren.
Im Frühjahr volle Düngung, Wachstum, Rückschnitt,
ab Mitte Mai nur noch ganz zarte organische Düngung und kein Schnitt mehr.
Erst im Herbst wieder kräftig düngen um im nächsten Jahr einen starken Austrieb zu erreichen.
später mehr
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Neue Shohins von Frank
Als zusätzliche Hilfe kann man zerkleinertes Sphagnum-Moos (Küchenmaschine) aufbringen.
Dies hält die Substratoberfläche länger feucht,
ohne den Nachteil des normalen Moose die Oberfläche zu "versiegeln".
Mir ist bewusst das es durchaus strittige Punkte gibt,
aber es gibt kein besseres Substrat als Aka, da es obwohl vermeintlich trocken,
im innersten immer noch Feuchtigkeit hält, in das die Saugwurzeln einwachsen.
Auch die Bevorzugung von flachen aber weiteren Schalen
spricht wohl gegen die allgemein bevorzugte Schalenwahl,
Aber alleine schon der eingezwängte Wurzelraum,
ohne den Wurzeln die Möglichkeit der Ausbreitung zu bieten,
ist pflegetechnisch mehr als fragwürdig.
Auch die Bodenfeuchte wird länger gehalten.
Wenn ich mir zudem vorstelle das "Bonsai" einen Baum darstellen soll,
verstehe ich nicht warum dem Baum nicht auch der Raum gegeben wird.
(Wir können so viel von Japan lernen, aber es gibt auch andere Ansichten (Schale z.B.)
Ich hoffe nicht all zu viel vergessen zu haben
und Frank vielleicht im ein oder anderen Punkt behilflich sein zu können.
mfG Dieter
Dies hält die Substratoberfläche länger feucht,
ohne den Nachteil des normalen Moose die Oberfläche zu "versiegeln".
Mir ist bewusst das es durchaus strittige Punkte gibt,
aber es gibt kein besseres Substrat als Aka, da es obwohl vermeintlich trocken,
im innersten immer noch Feuchtigkeit hält, in das die Saugwurzeln einwachsen.
Auch die Bevorzugung von flachen aber weiteren Schalen
spricht wohl gegen die allgemein bevorzugte Schalenwahl,
Aber alleine schon der eingezwängte Wurzelraum,
ohne den Wurzeln die Möglichkeit der Ausbreitung zu bieten,
ist pflegetechnisch mehr als fragwürdig.
Auch die Bodenfeuchte wird länger gehalten.
Wenn ich mir zudem vorstelle das "Bonsai" einen Baum darstellen soll,
verstehe ich nicht warum dem Baum nicht auch der Raum gegeben wird.
(Wir können so viel von Japan lernen, aber es gibt auch andere Ansichten (Schale z.B.)
Ich hoffe nicht all zu viel vergessen zu haben
und Frank vielleicht im ein oder anderen Punkt behilflich sein zu können.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Neue Shohins von Frank
Sorry Dieter,zopf hat geschrieben: 16.07.2022, 16:45 ...Aber alleine schon der eingezwängte Wurzelraum, ohne den Wurzeln die Möglichkeit der Ausbreitung zu bieten, ist pflegetechnisch mehr als fragwürdig...Wenn ich mir zudem vorstelle das "Bonsai" einen Baum darstellen soll,
verstehe ich nicht warum dem Baum nicht auch der Raum gegeben wird...
aber bei der Schalengröße muss ich Dir doch widersprechen.
Meiner Erfahrung nach hängt die Häufigkeit des Gießens eher von der Baumart ab.
Z.B. Apfelbäume, Forsythien, Azaleen u.a. brauchen in größeren Schalen bei Hitze mehr Wasser, während andere Baumarten in kleineren Schalen mit weniger Wasser zurecht kommen. Einige kleine Schalen muss ich sogar schräg stellen, damit das Gießwasser besser bzw. schneller abläuft. Mein Substrat besteht auch vorwiegend aus Akadama mit Bims (manchmal auch noch zusätzlich Kirju oder Kanuma).
Und soweit ich mich erinnere, hat Frank seine Shohin auch gar nicht in besonders kleine Schalen stehen.
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Neue Shohins von Frank
Interessante Auflistung Dieter, da würde ich allem zustimmen.
Bei extremer Hitze und stark zehrenden Pflanzen wie z.B. Heckenkirsche (Lonicera nitida) würde ich bis 25% Kokosfasern zumischen. Mehr als die kann kein Substratbestandteil Wasser aufnehmen.
Bei sehr flachen Schalen habe ich öfter Probleme mit der Vitalität der Bäume, vor allem wenn sie dunkel und unglasiert sind. Diese Schalen werden bei direkter Sonne schnell zu warm, dass Nährstoff-Versorgung und Wurzelwachstum stagnieren.
Zudem habe ich bei arg flachen Schalen kaum Platz für Drainage, dann kann der untere Wurzelballen zu lange nass bleiben. Sprich nasskalte Wurzeln, schlechte Entwicklung und Gefahr von Wurzelschäden.
Grüße
Rainer
Bei extremer Hitze und stark zehrenden Pflanzen wie z.B. Heckenkirsche (Lonicera nitida) würde ich bis 25% Kokosfasern zumischen. Mehr als die kann kein Substratbestandteil Wasser aufnehmen.
Bei sehr flachen Schalen habe ich öfter Probleme mit der Vitalität der Bäume, vor allem wenn sie dunkel und unglasiert sind. Diese Schalen werden bei direkter Sonne schnell zu warm, dass Nährstoff-Versorgung und Wurzelwachstum stagnieren.
Zudem habe ich bei arg flachen Schalen kaum Platz für Drainage, dann kann der untere Wurzelballen zu lange nass bleiben. Sprich nasskalte Wurzeln, schlechte Entwicklung und Gefahr von Wurzelschäden.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Neue Shohins von Frank
Hallo
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten
und diese beziehen sich auf eine größere Anzahl verschiedenster Bäumchen.
Zur Vereinfachung der anfallenden Arbeiten benutze ich halt überall das gleiche Substrat,
wässere und dünge Alle gleich.
Eichen, Äpfel usw ohne Mehltau,
Laubbäume ohne Läuse,
Wacholder ohne Spinnmilben,
keine Mangelerscheinungen
gesundes Wachstum aller Bäume
das sind Punkte die mir meinen Weg vertretbar erscheinen lassen.
mfG Dieter
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten
und diese beziehen sich auf eine größere Anzahl verschiedenster Bäumchen.
Zur Vereinfachung der anfallenden Arbeiten benutze ich halt überall das gleiche Substrat,
wässere und dünge Alle gleich.
Eichen, Äpfel usw ohne Mehltau,
Laubbäume ohne Läuse,
Wacholder ohne Spinnmilben,
keine Mangelerscheinungen
gesundes Wachstum aller Bäume
das sind Punkte die mir meinen Weg vertretbar erscheinen lassen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Neue Shohins von Frank
Moin Dieter,
was Du da schreibst, finde ich äußerst interessant, dem kann ich nur zustimmen.
Nur bin ich mit der Gesundheit und der Anwesenheit von Läusen noch nicht so weit.
Magst Du zur Ergänzung mal ein paar Worte zu deinem Mikroklima schreiben?
Bei mir ist die Feutigkeit eher das Hinderniss.
@Sanne:
Das was Dieter beschreibt, ist Physik.
Kiefern und Wacholder bilden bei mir die Ausnahme, die stopfe ich in die kleinstmögliche Schale.
was Du da schreibst, finde ich äußerst interessant, dem kann ich nur zustimmen.
Nur bin ich mit der Gesundheit und der Anwesenheit von Läusen noch nicht so weit.
Magst Du zur Ergänzung mal ein paar Worte zu deinem Mikroklima schreiben?
Bei mir ist die Feutigkeit eher das Hinderniss.
@Sanne:
Das was Dieter beschreibt, ist Physik.
Kiefern und Wacholder bilden bei mir die Ausnahme, die stopfe ich in die kleinstmögliche Schale.
MfG André
Hummel Hummel, Mors Mors
Hummel Hummel, Mors Mors
Re: Neue Shohins von Frank
Hallo
Ergänzend zu dem Problem des Wasserhaushalts
möchte ich noch darauf hinweisen das die Blätter auch ein Wasserspeicher sind,
da Sie zum größten Teil aus Wasser bestehen.
Nach einem Blattschnitt gehen diese verloren
und der Baum braucht sehr viel Wasser um neue Blattmasse zu erzeugen.
(Bei dem vorher Geschriebenen gehe ich von gut sanierten Wurzelballen aus.)
@Andre - Zum Mikroklima kann ich nicht viel schreiben,
da es seit ein paar Jahren keine "Regelmäßigkeit" mehr gibt.
Theoretisch habe ich Mittelgebirgsklima mit regelmäßigem Wind, Hanglage.
Im Frühjahr gibt es allerdings meist eine Anhäufung von Dauerregen (über ein paar Tage)
so das ich, dadurch bedingt, auch eher mit Nässeproblemen zu kämpfen habe.
mfG Dieter
Ergänzend zu dem Problem des Wasserhaushalts
möchte ich noch darauf hinweisen das die Blätter auch ein Wasserspeicher sind,
da Sie zum größten Teil aus Wasser bestehen.
Nach einem Blattschnitt gehen diese verloren
und der Baum braucht sehr viel Wasser um neue Blattmasse zu erzeugen.
(Bei dem vorher Geschriebenen gehe ich von gut sanierten Wurzelballen aus.)
@Andre - Zum Mikroklima kann ich nicht viel schreiben,
da es seit ein paar Jahren keine "Regelmäßigkeit" mehr gibt.
Theoretisch habe ich Mittelgebirgsklima mit regelmäßigem Wind, Hanglage.
Im Frühjahr gibt es allerdings meist eine Anhäufung von Dauerregen (über ein paar Tage)
so das ich, dadurch bedingt, auch eher mit Nässeproblemen zu kämpfen habe.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Neue Shohins von Frank
Hi,
Der oben vertrocknete Baum hatte kein Moos mehr, was definitiv ein Fehler war. M.E.n. funktioniert Moos definitiv besser ... nur ... das ist bei den meisten Bäumen schon im Frühjahr zur ersten Hitzeperiode eingegangen. Spaghnum hält sich nicht, vertrocknet, wird verweht, den Rest erledigen die Vögel (die eben auch leiden, obwohl wir die an vielen Stellen im Garten unterstützen).
Ich tauche viele Bäume, andere stehen in Untersetzern (die es vertragen).
Das alles hat aber Grenzen. Bei über 40 Grad wird für heimische Arten das Limit für Shohin überschritten. Rekord hier sind 38,7 Grad vom letzten Jahr. Mittwoch sind 38 Grad vorhergesagt.
Ja, Shohin in kleinen Schalen funktionieren hier nur noch begrenzt und das eben nur wegen ein paar Tagen im Jahr.zopf hat geschrieben: 15.07.2022, 15:01 Shohin in sehr kleinen (viel zu kleinen) Schalen sind eher "Hochleistungsbäume"
und bedürfen daher auch besonderer Pflege.
Wenn, wie bei Deinen Bäumen, die Wurzeln nicht genügend Platz haben
um neue Saugwurzeln zu bilden, kommt es halt zu Trockenschäden.
Eine "Soforthilfe" wäre die restlose Entfernung des Mooses
und tägliches Tauchen der Bäume.
geht später weiter
Der oben vertrocknete Baum hatte kein Moos mehr, was definitiv ein Fehler war. M.E.n. funktioniert Moos definitiv besser ... nur ... das ist bei den meisten Bäumen schon im Frühjahr zur ersten Hitzeperiode eingegangen. Spaghnum hält sich nicht, vertrocknet, wird verweht, den Rest erledigen die Vögel (die eben auch leiden, obwohl wir die an vielen Stellen im Garten unterstützen).
Ich tauche viele Bäume, andere stehen in Untersetzern (die es vertragen).
Das alles hat aber Grenzen. Bei über 40 Grad wird für heimische Arten das Limit für Shohin überschritten. Rekord hier sind 38,7 Grad vom letzten Jahr. Mittwoch sind 38 Grad vorhergesagt.
Ich habe Heizgebläse für den Winter, die haben eine Heizspirale. Die funktionieren nicht zur Kühlung. Die GWHs sind aktuell leer, da werden es an die 50 Grad drin. Ich habe den Stromverbrauch mal hochgerechnet. Der wäre nicht zu verantworten.Sanne hat geschrieben: 15.07.2022, 16:11 ... Gewächshaus stellen und das Thermostat Deines Heizgerätes auf Kühlung einstellen oder eine Klimaanlage einbauen.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
Ich will nur noch hupen !
Re: Neue Shohins von Frank
Das mit der Wanne ist wirklich interessant ... bzw ein Art "Doppelschale". Durchwachsen lassen zum guten Leben. Dann die Wurzeln abschneiden zum Ausstellen. Danke für den Tipp.zopf hat geschrieben: 16.07.2022, 10:13 Eine Edelstahl- oder Alu-Wanne mit Ablauf leicht schräg gestellt
... und so ein kräftiges Wachstum ermöglichen.
Verabschiede Dich von diesen zu kleinen Schalen,
... sollten auch bei Deinen Bedingungen ausreichen um die Bäume mit genügend Wasser zu versorgen.
Deinen Ansatz First Cut -Then Grow halte ich für sinnvoll,
... Erst im Herbst wieder kräftig düngen um im nächsten Jahr einen starken Austrieb zu erreichen.
später mehr
Der Weg führt mich aktuell zu den größeren Schalen. Ich habe schon viele feuchtigkeitsliebende und Bäume, die nur in kleinen Schalen gut aussehen, verkauft. Manche "Lieblinge" sind schon in große Schalen umgezogen. Und konzentrier mich ja immer mehr auf Arten aus Südeuropa.
Die Düngung läuft hier schon länger so ab. Danke, für die Bestätigung. Insbesondere, weil ich ja die Saison per GWH im Frühjahr früher beginnen und im Herbst länger laufen lasse. Das führt allerdings wiederum dazu, daß, wenn ein zweiter Austrieb ausbleibt (weil gerade mal das Wetter für ein paar Wochen komisch ist), die Bäume sehr länger mit ihrem Erstaustrieb auskommen müssen.
Vielleicht sollte ich das GWH doch nicht so verwenden ... nur ... wenn es dann früh sehr heiß wird und die Bäume noch nicht ausgetrieben sind, verzögert sich deren Austrieb noch weiter, was den Baum übers Jahr weiter schwächt.
Schwierig.
@Sanne: die Schalengröße scheint mir aktuell die wichtigste "Schraube" zu sein, an der ich drehen kann. Man lässt sich da auch m.M.n. von den Ausstellungsbäumen täuschen. Auch WP ist da (schon wieder) auf dem richtigen Weg, indem er immer mehr Laubbäume auf große Slabs setzt. Die bei mir auch Slabs sitzen, haben wesentlich weniger Probleme, selbst durstige Forsythien usw.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
___________
Ich will nur noch hupen !
Re: Neue Shohins von Frank
Der letzte Punkt ist: der Standort.
Ich halten nun alle Ahorne das ganze Jahr über zumeist im Schatten, die bekommen nur noch eine Stunde Morgensonne. Die Äpfel vielleicht zwei. Forsythien drei und das ist schon fast zu viel, weil es dann schon fast Mittagssonne ist. Durstige Laubbäume sind hier in direkter Mittagssonne nicht mehr zu halten (nicht mit grossen Schalen, nicht mit Tauchen, Untersetzern, speziellem Substrat und/oder Moos).
Ich habe daher in den letzten beiden Jahren den Garten umgebaut.
Ich halten nun alle Ahorne das ganze Jahr über zumeist im Schatten, die bekommen nur noch eine Stunde Morgensonne. Die Äpfel vielleicht zwei. Forsythien drei und das ist schon fast zu viel, weil es dann schon fast Mittagssonne ist. Durstige Laubbäume sind hier in direkter Mittagssonne nicht mehr zu halten (nicht mit grossen Schalen, nicht mit Tauchen, Untersetzern, speziellem Substrat und/oder Moos).
Ich habe daher in den letzten beiden Jahren den Garten umgebaut.
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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Ich will nur noch hupen !
Re: Neue Shohins von Frank
Also ganz kann ich das nicht nachvollziehen.
Ich wohne in einem Gebiet, das zusammen mit dem Kaiserstuhl in Südbaden zu den wärmsten und trockensten Gebieten, was den Regen angeht, zählt!
Auch nutze ich kleine bis sehr kleine Schalen und habe meine Ahörnchen immer vollsonnig stehen bis auf die Zeit, wo es über 33C geht, dann wandern sie in den Schatten.
So auch aktuell für ein paar Tage.
Das halten die bestens aus, wenden abneds gut gegossen und mittags bei ca 28C an auch einmal mit Regenwasser überbraust und dann wieder abends so gegen 19Uh gegossen.
Sie sehen alle sehr gesund aus und haben keine Trockenschäden oder anderes. Das gleiche gilt für meine Äpfel, Säufer vor dem Herrn, die ebenso gegossen werden und von morgens aufgehende Sonne bis so 17h volle Sonne genießen!
Auch sie freuen sich ihres Lebens.
Eines aber halte ich für wichtig: sie stehen alle über offener Erde und nicht über Pflastersteinen.
Gruß
Rüdiger
Ich wohne in einem Gebiet, das zusammen mit dem Kaiserstuhl in Südbaden zu den wärmsten und trockensten Gebieten, was den Regen angeht, zählt!
Auch nutze ich kleine bis sehr kleine Schalen und habe meine Ahörnchen immer vollsonnig stehen bis auf die Zeit, wo es über 33C geht, dann wandern sie in den Schatten.
So auch aktuell für ein paar Tage.
Das halten die bestens aus, wenden abneds gut gegossen und mittags bei ca 28C an auch einmal mit Regenwasser überbraust und dann wieder abends so gegen 19Uh gegossen.
Sie sehen alle sehr gesund aus und haben keine Trockenschäden oder anderes. Das gleiche gilt für meine Äpfel, Säufer vor dem Herrn, die ebenso gegossen werden und von morgens aufgehende Sonne bis so 17h volle Sonne genießen!
Auch sie freuen sich ihres Lebens.
Eines aber halte ich für wichtig: sie stehen alle über offener Erde und nicht über Pflastersteinen.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Neue Shohins von Frank
Moin Frank,
wenn ich mal einen Hinweiß unter Vorbehalt geben darf.
Hier im Forum wirkt es so, als möchtest Du die maximale Leistung aus deinen Pflanzen holen.
Ich komme darauf,
da du oft geschrieben hast, wie weit deine Pflanzen schon mit dem Wachstum sind.
Das könnte sofern meine Annahme stimmt, eines der Probleme sein.
Unsere Bäume gehen zu spät in den Winter und treiben zu früh wieder aus.
Ich mache es folgendermaßen: (in meinem Mikroklima ist es feucht, warm und Windig, Heute: 28°C, 55% Luftfeuchtigkeit, kein Wind).
Für mich beginnt die Wintervorbereitung im Frühjahr, in dem ich mit allen natürlichen Mitteln den Austrieb verzögere,
über die Wachstumsperiode entsprechend dünge (mittlerweile mehr Kalium) und schwächelnde Bäume auf den Rasen stelle.
Meine Bäume werden im offenen Gewächshaus überwintert,
aber nur wegen dem Wind und sobald die Temperaturen über 4°C steigen, räume ich die Bäume unter die Stellbänke in den Schatten.
Wenn die Pflanzen durch diese Zeit schon geschwächt sind, bleibt auch wenig Reserve für weitere Anstrengungen.
Übers Jahr wird meistens 1mal am Tag 14Uhr für 2min gewässert.
Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen, auch wenn es bei mir anders läuft.
Bleib dran.
wenn ich mal einen Hinweiß unter Vorbehalt geben darf.
Hier im Forum wirkt es so, als möchtest Du die maximale Leistung aus deinen Pflanzen holen.
Ich komme darauf,
da du oft geschrieben hast, wie weit deine Pflanzen schon mit dem Wachstum sind.
Das könnte sofern meine Annahme stimmt, eines der Probleme sein.
Unsere Bäume gehen zu spät in den Winter und treiben zu früh wieder aus.
Ich mache es folgendermaßen: (in meinem Mikroklima ist es feucht, warm und Windig, Heute: 28°C, 55% Luftfeuchtigkeit, kein Wind).
Für mich beginnt die Wintervorbereitung im Frühjahr, in dem ich mit allen natürlichen Mitteln den Austrieb verzögere,
über die Wachstumsperiode entsprechend dünge (mittlerweile mehr Kalium) und schwächelnde Bäume auf den Rasen stelle.
Meine Bäume werden im offenen Gewächshaus überwintert,
aber nur wegen dem Wind und sobald die Temperaturen über 4°C steigen, räume ich die Bäume unter die Stellbänke in den Schatten.
Wenn die Pflanzen durch diese Zeit schon geschwächt sind, bleibt auch wenig Reserve für weitere Anstrengungen.
Übers Jahr wird meistens 1mal am Tag 14Uhr für 2min gewässert.
Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen, auch wenn es bei mir anders läuft.
Bleib dran.
MfG André
Hummel Hummel, Mors Mors
Hummel Hummel, Mors Mors
