Rückschnitt Eichen

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Raven
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Rückschnitt Eichen

Beitrag von Raven »

Hallo,
ich hätte mal ne Frage zum Rückschnitt von Eichen.

Ich habe vor ca. 10 Jahren 2 Sämlinge (die gute deutsche Eiche) aus dem Wald "gemopst" und sie als Bonsai weiter betreut. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß die beiden einen Rückschnitt sehr sehr übel nehmen.

Statt wie vorgesehen nach dem Schnitt an vorhandenen Knospen auszutreiben machen sie einen auf stur und treiben partout wieder an der Spitze und mäkeln ganz allgemein ziemlich rum. Nur mit Dünger und viel Liebe konnte ich sie überreden überhaupt nochmal zu treiben. Inzwischen sind beide ziemlich in die Höhe geschossen - und ich ich trau mich fast nicht mehr sie zurückzuschneiden. :?

Hat jemand Erfahrungen hierin? Welche Tipps gibt es?

Im voraus vielen Dank... Raven
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Karl T.
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Beitrag von Karl T. »

Raven, ich denke mal du hast deine Eiche zur falschen Zeit geschnitten. :?:
*finger* Eichen sollte man immer dann schneiden wenn sie noch oder wieder im Saft stehen. Die beste Zeit ist das Frühjahr wenn die Knospen zu schwellen beginnen, dann nimmt sie dir das Schneiden auch nicht übel. Um eine bessere Verzweigung zu bekommen, kannst du auch einen Blattschnitt machen, den vertragen Eichen sehr gut. :idea: Auch auf eine durchlässige Erdmischung musst du achten, nur düngen alleine wird dich bei der Eiche nicht weiter bringen. :roll:
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Ich halte es wie Karl, schneide im Frühjahr und mache Blattschnitt oder den zweiten Rückschnitt kurz vor dem Johannistrieb, da treibt die Eiche immer wieder sehr gut aus.

Gruß Frank
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bite85
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Beitrag von bite85 »

Hallo zusammen

Wie siehts denn aus mit dem Zurückschneiden der Eichen bis auf den Stamm; bzw, wenn der Stamm gekappt wird? Verkraften die das gut?

Nette Grüße
Martin
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Das klappt sogar sehr gut. Eine Eiche von mir entwickel ich zum Shohin. Die hat mittlerweile ein Nebari von 15 cm. Höhe derzeit ca. 25 cm. Nach dem Stammkappen kamen enorm viele Triebe aus dem Stamm.
Auf dem Bild sieht man das Nebari der Eiche. Leider ist es Erdverschmiert. Die Blätter am Boden zeigen die Breite aber deutlich. Darüber direkt Austrieb. Das sind aber momentan noch Opferäste.
Reiner
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bite85
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Beitrag von bite85 »

Hallo Reiner

Ich hab hier noch ne Eiche mit nem super Stammverlauf (Verjüngung) stehen; die Verzweigung ist aber leider sehr schlecht!
Wann wäre denn ein guter Zeitpunkt um den Stamm zu kappen?

Nette Grüße
Martin
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Martin,
im Frühjahr kurz vor dem Austrieb. Die Knospen sollten schon geschwollen oder ganz leicht geöffnet sein. Eichen reagieren sehr empfindlich, wenn man zu früh schneidet, also wenn sie eigentlich noch Winterruhe haben. Stehen sie aber im Saft, dann hauen sie den Austrieb mit Kraft heraus. Ein Stammrückschnitt bringt dann jede Menge neuer Knospen.
Reiner
bite85
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Beitrag von bite85 »

Danke Reiner

Na super, da kanns ja "bald" losgehen!

Nette Grüße
Martin
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Raven
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Beitrag von Raven »

Hallo,

natürlich hab ich bisher meine Eichen immer im Frühjahr geschnitten - aber vielleicht ein wenig zu früh, das könnte sein... :roll: - eventuell. Der letzte Schnitt ist schon 4 -5 Jahre her... aus bekannten Gründen.

Ich werd´mir dieses Jahr wohl ein Herz fassen und dann, wenn sie gerade beginnen auszutreiben, eine Rückschnitt versuchen. Ich werde ihnen vorher nochmal Eure Antworten vorlesen... nur zur Sicherheit *grins* (damit sie mir´s auch glauben, daß sie danach wie wild austreiben müssen/sollen...).

Ich werd´ dann mal berichten und/oder Bilder anfügen....

Aber wehe wenn.....

Danke nochmals! Gruß Raven
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Joker
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Beitrag von Joker »

Hier gibt's eine ander Meinung zum Ausgraben und Schneiden von Eichen:
http://www.bonsai4me.com/AdvTech/ATquer ... otting.htm

Ob das auch in Deutschland gilt, kann ich nicht sagen.
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Da Deine Eichen inzwischen schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und ordentlich gewachsen sind, werden sie den Schnitt zur richtigen Zeit problemlos vertragen und kräftig durchtreiben.

Junge Eichen sollte man eh erst ab dem 3. oder besser 4. Jahr das erste mal schneiden, sonst brauchen sie sehr lange um sich zu erholen.

Man könnte es so sehen:
Eine Eiche muß erst mal ein paar Kraftreserven anlegen und etwas an Größe gewinnen um Schneidtätigkeiten gut zu vertragen und kräftig durchzutreiben. :wink:

Gruß Frank
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Hallo,
diese Eiche habe ich letztes Frühjahr ausgegraben, wie man sieht mit so gut wie keinen Knospentragenden Ästen.
In der Folge hat sie v.a. oben, aber auch uberall am Stamm trotz schon vorhandener Borke ausgetrieben.
Im Herbst sah sie echt üpig aus.
Bild

Bild
Meiner Erfahrung nach, macht meist das zweite Jahr Sorgen.
Der Austrieb stagniert und und bei Rückschnitt dauert es , eh da was losgeht.

Darum werde ich, außer wirklich nicht mehr gebrauchte Äste zu entfernen, gar nichts tun und erst nächstes in der schon oben beschriebenen Weise rückschneiden.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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jost
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Beitrag von jost »

Hallo zusammen,

ich hab im letzten Jahr auch eine Eiche mit toller, alter Borke ausgegraben (leider keine Bilder). Das Ding trieb aus wie verrückt und überall am Stamm aktivierten sich schlafende Knospen. Ab Mitte des Jahres dann starb ein Trieb nach dem anderen im vollen Saft stehend ab. Einzig ein Trieb ging ganz normal mit Herbstfärbung in die Winterruhe und sieht auch momentan noch ganz gesund aus.
Die einzigen Eingriffe meinerseits waren pinzieren der Triebe und entfernen von Knospen am Stamm, wo sie nicht erwünscht waren. Nach Euren Berichte hier kommt mir fast der Verdacht, dass diese Eingriffe für das erste Jahr der Eiche schon zu viele waren und die Chancen für ein Überleben auf ein Minimum sinken.
Gruß, Joachim
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Thomas P. hat geschrieben: Meiner Erfahrung nach, macht meist das zweite Jahr Sorgen.
Da muß ich mich Thomas vorbehaltlos anschließen !

Das verlixte zweite Yamadori-Jahr !

Im Gespräch mit vielen Bonsaifreunden lief es eigentlich immer darauf hinaus:
Der Baum überlebt im ersten Jahr nur durch seine Reserven.
Wovon die Eiche durch den Verlust ihrer Pfahlwurzeln, besonders betroffen sein kann.

Obwohl ein Freund von mir immer rät, beim Ausgraben die Pfahlwurzeln länger zu lassen und erst über die Jahre einzukürzen, mach ich ungeduldiger Mensch :oops: das seit Jahren schon wie folgt:
Im Frühjahr ausbuddeln, wenn einigermaßen bodennahe Wurzeln vorhanden sind, die Pfahlwurzel/n so kurz wie möglich absägen und in diesem Jahr alles was wachsen will oder kann, - wachsen lassen !
(Was nach oben wächst, regt das Wachstum der Wurzeln an).
Frostfrei überwintern.
Im Frühjahr alles abschneiden, was nicht gebraucht wird.
(Hilft dem Baum mit seinen wenigen, neugebildeten Wurzeln und den noch-Reserven, die reduzierte Masse bewältigen zu können).

Soweit meine Theorie, mit der ich aber seit Jahren gut gefahren bin .
Vielleicht hatte ich ja auch nur Glück :wink:

Grüße
Hermann.
Zuletzt geändert von donaurieder am 26.02.2006, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
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hfbonsai
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Beitrag von hfbonsai »

Hallo

Ich bin bei meiner letzten Yamadori Eiche, echt ins Schwitzen gekommen. *schwitz*

Ich hatte auch alle Pfahlwurzeln ziemlich kurz abgesägt und die Seitenwurzel lang gelassen, dann wurde sie in eine Ecke gestellt und nicht mehr so sehr beachtet.
Der Austrieb war super, sie hat kräftig durchgetrieben, dann kam der Eichenspinner innerhalb von 24.Stunden war "the good old Oak" kahl. :shock:
Ich dachte das wars dann, aber sie hat nochmals ausgetrieben und da habe sogar ich, gegen Mehltau und Schädlinge gespritzt.
Sie hatte keine Blattverluste mehr und hat bis zum Herbst gut ausgeschaut.

Ich bin wirklich sehr auf dieses Frühjahr gespannt, mal sehen ob bei mir auch das verflixte 2.Jahr eintritt.

Gruß Frank
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Gruß Frank

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