... wer hier noch keinen Baum gekillt hat, der hebe bitte seine rechte Hand und verlasse das BFF!
(Ich vermute, es wird jetzt keinen nennenswerten Mitgliederschwund geben.)
Man kann so eine wichtige Wurzel, statt direkt zu kappen, auch nur ringeln (Rindenstreifen rundherum abschälen wie beim Abmoosen) und dann normal wieder eintopfen. Dann versorgt diese Wurzel den Baum noch eine Zeitlang mit, während weiter oben Ersatz wächst. Beim nächsten Umtopfen ist sie oft schon abgestorben oder schwächer und das Risiko beim Kappen kleiner.
Aber wenn man das Gefühl hat der Baum sei fit, ist man manchmal übermütig mit Kappen, ich kenne das leider auch von mir.
Danke dass du auch die Fehler mit uns teilst. Ich hoffe bei deiner anderen Buche läuft alles gut!
Ich habe in den 80ern einen vielversprechenden Rotbuchen-Yamadori durch Staunässe und überhastete "Pflege"-schritte verloren. Hat mich so geschockt, dass ich sie seither ziemlich gemieden habe,
obwohl diese Sorte doch so dankabr und geeignet ist. Man neigt eben dazu, die Fehler nicht bei sich selbat zu suchen.
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Fabian R hat geschrieben: 07.09.2022, 10:14
Hallo Gerd,
Wieso bist du der Meinung, dass die Pinienrinde gestört hat?
Insgesamt zu feuchtes Substrat, oder die Pinienrinde im speziellen?
Hallo Fabian,
wegen zu lange zu feuchtes Substrat, auch einfach zu viel davon.
Mir geht es wie Heiner. Diese Doku erinnert mich an einen eigenen schmerzlichen Verlust eines älteren Rotbuchen Rohlings, dem ich eigentlich immer noch nachtrauere.
Es kamen viele mögliche Fehlerquellen zusammen, ich konnte aber bis heute nicht genau ausmachen, woran es lag. Am wahrscheinlichsten waren ein zu hohes Tempo/Ungeduld, falscher Umtopfzeitpunkt und/oder zu viel Hitze ursächlich.
Die immer noch nachklingende Verunsicherung hat auch etwas Gutes: zu wissen, bei welchen Bäumen man Rat braucht, weil sie sich von den meisten anderen Pfleglingen unterscheiden.
genauso geht es mir mit den Rotbuchen auch gerade, war ziemlich frustriert, und verunsichert woran es bei den ersten Anzeichen gelegen hat. Nun denke ich es, werde es nochmal versuchen.
Bei meinem noch jungen Floß das bedeutend mehr Feinwurzeln hat ist durch diese Substratmischung oberirdisch kein nennenswerter Schaden sichtbar, ich hoffe es bleibt auch so.