Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
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Hippo
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Hippo »

Deine Gedanken und Denkanstösse darfst Du natürlich anstellen wie Du lustig bist. Du darfst gerne rumphilosophieren und deine eigene Anschauungen einbringen und das ist, denke ich, gut und wichtig wenn man sich mit Kunst beschäftigt. Gut, bei deinen Bäumchen sollten wir vorerst noch nicht davon reden, aber das kann durchaus daraus entstehen.
Wenn sich jemand ein Bild an die Wand hängt oder einen Bonsai auf den Schreibtisch stellt, kann das ganz grob 3 unterschiedliche Zwecke erfüllen.

1. Ist es die gestaltende Kunst, welche mich inspiriert oder auch meinen Status betont oder die Hochachtung des Künstlers was mich veranlasst das Werk zu präsentieren/besitzen.
2. Ist es vielleicht eher eine Dekoration meiner Höhle oder auch nur schlichte Lust am Exotischen/Ungewöhnlichen. Oder auch "nice to have" weil ich eben kann. Dann ist's leicht mit vollen Hosen zu stinken oder auf deutsch, dann kann man schön über Sinn und Zweck philosophieren und sich die Welt zurechtlegen wie es gerade juckt.
3. Mit lebenden Objekten holt man sich nicht nur schöne Natur, sondern auch Verantwortung ins Haus. Ob das nun Bonsai, Fische oder Vögel sind, MUSS die Liebhaberei eine ganz andere Qualität erreichen als bei dem Bild an der Wand.
Sie muss die Ansprüche der lebenden Kreaturen berücksichtigen und nicht Die des Liebhabers oder Betrachters! Darüber gibt es rein gar nichts zu philosophieren.

Wir können dir Erfahrung vermitteln aber Du darfst natürlich selbst Erfahrungen sammeln. Frage vier vom Fach und Du bekommst fünf Meinungen.
Wir stehen dir auch zur Seite wenn's darum geht, halbverreckte Ware wieder aufzupäppeln.
Grumpy old fat Kiboko.
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ania
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von ania »

Agrippinensis hat geschrieben: 04.11.2022, 21:25 Ich habe eine überdachte Terrasse & Garten. Problem ist: Dort werden definitiv Nächte unter 0 grad kommen.
Du hast die besten Voraussetzungen, um heimische Bäume zu halten, oder aus ähnlichen Klimazonen in Asien und Amerika. Die können ganzjährig draußen bleiben, auch bei Minusgraden, im Winter am besten wind- und sonnengeschützt.
Da gibt es eine breite Auswahl schöner Bäume.

Stattdessen legst du dir mehrere Kalthauspflanzen zu, für die du nicht die richtigen Bedingungen bieten kannst.

Auch Ficus oder Schefflera wären pflegeleichte Alternativen. Wenn die im Sommer volle Sonne im Garten bekommen, überstehen sie auch die Strapazen der dunklen Wohnungsüberwinterung, auch ohne Zusatzbeleuchtung. Sie brauchen im Gegensatz zu vielen Kalthauspflanzen keine Ruhephase.

Überdenke deine Pflanzwahl. Verkaufe oder verschenke was du hast (an die Freundin mit dem kalten Treppenhaus?). Leg dir Pflanzen zu, die zum Standort passen. Informier dich bevor du kaufst. Hier im Forum gibt es z.B. Baumportraits mit Pflegehinweisen, schau was du bieten kannst und was nicht.

Zu Anlässen oder Bürofeiern kannst du jede dieser Pflanzen mal ein paar Tage auf den Schreibtisch oder ins dunkle Eck zu den Orchideen stellen. Auf Dauer werden sie dort nicht glücklich.

Orchideen, Efeututen und andere beliebte "Hauspflanzen" sind oft ursprünglich Bewohner schattiger Standorte unterhalb der Baumkronen. Die sind dem Schatten angepasst und kommen mit einer schattigen Wohnung halbwegs klar.
Bäume sind anders. Sie werden hoch und wollen Sonne.
Manche Bäume können jahrelang am Waldboden im Schatten dahinvegetieren, zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben, wartend bis der große Baum, in dessen Schatten sie siechen, fällt. Sowas bietest du ihnen in der dunklen Wohnung. Da ist kaum Wachstum, kein Zuwachs, was soll man gestalten? Solche Bäume sind auch anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Du hast einen Garten. 4 Bäume? Fächerahorn, Hainbuche, Feuerahorn, und eine Ficus microcarpa würde ich für den Anfang empfehlen.
Agrippinensis
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Agrippinensis »

Für mich sind Pflanzen die schönste Form von Deko & Gestaltung in einer Wohnung.
Die Idee einen kleinen Baum (oder gleich mehrere) daheim zu haben finde ich einfach Klasse.

Leider bin ich zugegebener Maßen fehlinformiert in die Thematik reingegangen und bin jetzt mit jeder Menge Kalthauspflanzen ausgestattet.

Nun fühle ich mich auch verantwortlich für diese.

Ich schicke nochmal Fotos rein für diese welche ich noch nicht zuordnen kann.

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Vielleicht könnt ihr mir da auf die Sprünge helfen.

Was mich allerdings verwirrt sind die Informationsunterschiede. Genau auf den Buxus Harlandii bezogen:
Einige Quellen behaupten bis 23 grad an einer hellen Stelle, als nicht Kalthauspflanze möglich. Andere das Gegenteil.

Ich werde die Bäume in das kalte Treppenhaus auf die Fensterbank stellen bei meiner Freundin. Dort ist auch viel Licht und das Klima gegeben.

Ausschließlich beim Buxus spiele ich mit Gedanken ihn mit künstlichen Licht bei mir stehen zu haben. Wie auch beschrieben mit einem größeren Teller mit Kieselsteinen und Wasser um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.


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achim73
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von achim73 »

probier es einfach. wenn die probleme anfangen, wirst du es merken.
die ersten bilder sehen nach kirschmyrte aus, die letzten nach olive. was dann 2 weitere kalthauspflanzen wären.
Gruss, Achim
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Heiner B.
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Heiner B. »

Hallo,

die Pflanzen von oben nach unten sind Kirschmyrte, Kirschmyrte und Olive. Wie die meisten schon vermutet haben.

Das Problem mit den Unterschieden bei den Pflegeanleitungen liegt wohl auch daran, das die Pflanzen an unterschiedlichen Orten wachsen, die teilweise extreme klimatische Abweichungen aufweisen. Chinesiche Ulme z.B. kann manchmal -5 und mehr Minusgrade aushalten, andere davon brauchen über 10° im Winter. Genau, wie deine Pflanzen. Und denk dran, wo kommen die Pflanzen her? Die wachsen draußen, mit allen möglichen Wetterbedingungen, die in diesem Gebiet seit Jahrtausenden jeweils herrschen, nicht in einer Wohnung.

Und die Pflegeanleitungen der meisten Händler sind "ein wenig geschönt", damit diese etwas verkaufen können, egal was mit den Pflanzen beim Kunden nach dem Kauf passiert.

Also, um auf Nummer sicher zu gehen und du auch in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten etwas davon hast und nicht jeden Monat neue Pflanzen kaufen musst, bringe diese (auch den Buxus) besser zu deiner Freundin und überwintere sie dort. Viel Licht und regelmäßig, aber nicht zuviel, gießen (immer wieder abtrocknen lassen) und auf Schädlinge achten. Dann sollten die auch über den Winter kommen. Viel Glück.

Und wenn du wirklich etwas für in der Wohnung haben möchtest, dann kaufe dir einen Ficusbonsai bei unserem Sponsor, der Bonsaischule Enger (link rechts oben in der Ecke). Aber selbst diese stehen ab dem Frühjahr gerne draußen oder zumindest nahe am Fenster.

Bitte nicht irgendwo einen Ficus Ginseng kaufen, das ist wie Leberwurst mit Schokoloadensoße und übersalzener grüner Grütze. Ficus Ginseng ist ein Kunstwort und sind nichts anderes wie Ficus microcarpa meist sehr schlecht aufgepfropft auf eine schnellwachsende Ficusunterlage mit Speicherwurzeln, die an Ginsengwurzeln erinnern.
Liebe Grüße
Heiner
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von mydear »

Bild 2 und 3 könnte auch ein kleinwüchsiger Granatapfel (Punica granatum Nana) sein.

Grüße
Rainer
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Heiner B.
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Heiner B. »

Hallo Rainer,

du könntest recht haben. Beide Pflanzen sehen sich ziemlich ähnlich. Die kleine Frucht links oben auf dem zweiten Bild bzw. dem Schalenrand links auf dem dritten Bild gibt aber den entscheidenden Hinweis. Diese sieht zu klein für einen Granatapfel aus, selbst für die Zwergvariante. Da sind die so zwischen 2-5 cm im Duchrmesser. Bei der Kischmyrte zwischen 5-10 mm.
Liebe Grüße
Heiner
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achim73
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von achim73 »

für die pflege macht es keinen großen unterschied, da beide arten ziemlich ähnliche standortbedingungen haben.
Gruss, Achim
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Agrippinensis
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Agrippinensis »

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Heiner B.
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Heiner B. »

Hallo,

wenn du die Pflanze schon in der Wohnung hälst, dann stell dir zumindest eine kleine Bank oder ein Podest recht nahe ans Fenster und die Pflanze darauf. Zum Einen ist das mehr Licht und zum Anderen ist es ein wenig kühler. Und wenn du etwas nimmst, das gleichhoch wie der Schreibtisch ist, dann fällt dir das auch kaum auf, dass die Pflanze am Fenster steht. Denk dran, da wo sie jetzt steht kommt schon nur noch ein Viertel des Lichtes an, das hinter dem Fenster durch das Glas kommt.


Hallo Rainer,

das wollte ich auch nicht damit ausdrücken, da mir die Pflegebedingungen ja zumindest "ein wenig" bekannt sind *schmunzel*.
Liebe Grüße
Heiner
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Agrippinensis »

Bild


Bei meinem Buxus ist das substrat ja rein aus steinen bzw ohne erde. Erstens fällt es mir schwer die Feuchtigkeit zu erfühlen (im Gegensatz zur Erde), ist das normal?
Zweitens scheint mir etwas wenig drin zu sein? Die feinen Wurzeln sind zum teil offen und es würde schon noch was reinpassen. Was ist es bzw wie finde ich so ein feines dunkels Subtrat herkriege?


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Heiner B.
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Heiner B. »

Hallo,

das Substrat sieht nach Torf bzw. etwas ähnlichem aus. Steine kann ich da keine entdecken. Und es sieht recht feucht aus, vielleicht gerade gegossen? Man spricht besser von Substrat und nicht von Erde, da auch die Erde aus dem Garten eher ein Gemisch aus Sand, Lehm, Humus und anderen Bestandteilen ist. Bei Bonsai wird meist Akadama (oder für Azaleen Kanuma) mit Bims, Blähtonbruch, Lavasplit, Sand und ein wenig Humus in unterschiedlichen Teilen gemischt. Man kann natürlich auch Teile weglassen oder andere hinzufügen, um sich z.B. das doch recht teure Akadama bei jüngeren Pflanzen zu sparen. Mischungen gibt es wie "Sand am Meer" :) .

Eine einfache Methode zu messen, ob das Substrat zu feucht ist, ist einen Zahnstocher aus Holz zu nehmen und diesen in das Substrat zu stecken. Nach 5-10 Minuten wieder rausziehen und schauen, ob sich das Holz dunkel gefärbt hat. Das ist dann ein gutes Zeichen, das noch genügend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Diese weißen oberflächlichen Wurzeln sind bei Buxus übrigens normal, da Buxus ein sehr dichtes Wurzelgeflecht ausbildet. Da brauchst du kein neues Substrat aufzubringen, das würde eh beim nächsten Gießen wieder weggespült und würde gleichzeitig das Gießen wegen eines fehlenden Gießrandes schwieriger machen.

Tue dir nur den Gefallen und topfe den buxus Anfang des Jahres in ein neues Gefäß um und achte dann auf ein lockereres Substrat, damit sich keine Staunässe bilden und genügend Luft an die Wurzeln kommen kann.
Liebe Grüße
Heiner
Agrippinensis
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von Agrippinensis »

achim73 hat geschrieben: 07.11.2022, 11:20 probier es einfach. wenn die probleme anfangen, wirst du es merken.
die ersten bilder sehen nach kirschmyrte aus, die letzten nach olive. was dann 2 weitere kalthauspflanzen wären.

Wenn Probleme beim Buxus harlandii kommen sollten, wie wäre dann zu agieren. im das überwintern gönnen?
Wenn ich ihn (als einzigen baum) versuche im Raum zu überwintern, dann wie empfohlen mit einem zusätzlichen (Bestell)-tisch direkt am Fenster, erhöhter Luftfeuchtigkeit, zusätzlichem künstlichen Licht und ggf dem Düngerzyklus wie er schon einmal in diesem Beitrag thematisiert wurde.

Zu der Lichtlampe: Diese hat 3 verschiede Lichtarten ( & 10 Stufen - ich nehme denke ich die höchste ): kaltweisses Licht für Photosynthese und Keimlinge ;Warmes Weiss für Verlängerung der Blüte ; Warm Weiss + Kalt weiss + Rotes LED für Ersatz der Sonne und "Erztragserhöhung".
Ich denke drittes ist dort das Richtige.
Heiner B. hat geschrieben: 07.11.2022, 11:36 Hallo,

die Pflanzen von oben nach unten sind Kirschmyrte, Kirschmyrte und Olive. Wie die meisten schon vermutet haben.

Das Problem mit den Unterschieden bei den Pflegeanleitungen liegt wohl auch daran, das die Pflanzen an unterschiedlichen Orten wachsen, die teilweise extreme klimatische Abweichungen aufweisen. Chinesiche Ulme z.B. kann manchmal -5 und mehr Minusgrade aushalten, andere davon brauchen über 10° im Winter. Genau, wie deine Pflanzen. Und denk dran, wo kommen die Pflanzen her? Die wachsen draußen, mit allen möglichen Wetterbedingungen, die in diesem Gebiet seit Jahrtausenden jeweils herrschen, nicht in einer Wohnung.

Und die Pflegeanleitungen der meisten Händler sind "ein wenig geschönt", damit diese etwas verkaufen können, egal was mit den Pflanzen beim Kunden nach dem Kauf passiert.

Also, um auf Nummer sicher zu gehen und du auch in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten etwas davon hast und nicht jeden Monat neue Pflanzen kaufen musst, bringe diese (auch den Buxus) besser zu deiner Freundin und überwintere sie dort. Viel Licht und regelmäßig, aber nicht zuviel, gießen (immer wieder abtrocknen lassen) und auf Schädlinge achten. Dann sollten die auch über den Winter kommen. Viel Glück.

Und wenn du wirklich etwas für in der Wohnung haben möchtest, dann kaufe dir einen Ficusbonsai bei unserem Sponsor, der Bonsaischule Enger (link rechts oben in der Ecke). Aber selbst diese stehen ab dem Frühjahr gerne draußen oder zumindest nahe am Fenster.

Bitte nicht irgendwo einen Ficus Ginseng kaufen, das ist wie Leberwurst mit Schokoloadensoße und übersalzener grüner Grütze. Ficus Ginseng ist ein Kunstwort und sind nichts anderes wie Ficus microcarpa meist sehr schlecht aufgepfropft auf eine schnellwachsende Ficusunterlage mit Speicherwurzeln, die an Ginsengwurzeln erinnern.
Ich werde morgen u übermorgen alle rüberbringen. Bei Dem Buxus tue ich mich aber schwer. Genau darauf aufbauend habe ich die Frage welche Bäume/ Bonsai gerne drinnen überwintern WOLLEN.

Ich schaue mir den Shop mal an. Ich habe mich jetzt extra mit dem Laptop eingelogt um auf den Shop zu kommen. Normalerweise mache ich es über taptalk übers Handy.
Hippo hat geschrieben: 04.11.2022, 19:57 Versagen wirklich alle Bemühungen, eine kühle Überwinterung zu gewährleisten und bleibt wirklich nur die Haltung in der geheizten Wohnung, so gibt es drei Dinge die ein Überleben des Buxus ermöglichen können. Wohlverstanden: KÖNNEN aber keinesfalls müssen! ......... und gratis gibt's gar nix!
1. Lichtmenge und Lichtintensität mit pflanzengeeignetem Kunstlicht massiv erhöhen. Aber nur in Ergänzung zum maximalen Tageslicht, direkt an einer grossen Fensterscheibe. Falls man ein Messgerät hat, sind 2-3'000 Lux das Minimum.
2. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf ca. 80 %. Achtung: Nicht ständig nasse Blätter durch dauerndes Übersprühen sonst setzt bald Fäule und Schimmel ein. Ein Folienzelt oder ein ausrangiertes Aquarium kann man zum Kleingewächshaus umstricken. Regelmässig lüften!
3. Die Erde resp. das Substrat im Topf nicht ständig feucht halten sondern zwischen den Giessinterwallen jeweils ganz kurz und leicht antrocknen lassen. Also wechselnde Bodenfeuchtigkeit! Alle 2 Wochen z.B. mit Wuxal halbe Dosierung düngen aber nur solange der Bux ständig neue Blätter treibt. Bei Wachstumstillstand nicht mehr düngen.

Nur eines oder zwei dieser Voraussetzungen zu erfüllen reicht nicht!!!!!!!!
Es müssen alle drei Voraussetzungen simultan erfüllt werden. Das Vorhaben oder ein guter Plan für eine baldige Umsetzung alleine reicht nicht und es gibt ein "Zu Spät" und das trifft zumeist schneller ein als gewünscht.
Bei längerer Abwesenheit den Baum in ein Bonsaifachgeschäft zur Pflege abgeben. Familiäre Pflegebeauftragte mit grünem Daumen erfreuen zumeist nur die Händler bei Ersatzkäufen.
Konsequenz und etwas Glück können helfen.
Viel Spass!
Dazu noch eine Frage: Woran erkenne ich Wachstumsstillstand? Durch reines beobachten oder dass z.B. keine helleren Blätter mehr vorhanden sind? Kommt mein Dünger ( Pokon EG-Dünger Bonsai) auch in Frage?
Heiner B. hat geschrieben: 07.11.2022, 21:05 Hallo,

das Substrat sieht nach Torf bzw. etwas ähnlichem aus. Steine kann ich da keine entdecken. Und es sieht recht feucht aus, vielleicht gerade gegossen? Man spricht besser von Substrat und nicht von Erde, da auch die Erde aus dem Garten eher ein Gemisch aus Sand, Lehm, Humus und anderen Bestandteilen ist. Bei Bonsai wird meist Akadama (oder für Azaleen Kanuma) mit Bims, Blähtonbruch, Lavasplit, Sand und ein wenig Humus in unterschiedlichen Teilen gemischt. Man kann natürlich auch Teile weglassen oder andere hinzufügen, um sich z.B. das doch recht teure Akadama bei jüngeren Pflanzen zu sparen. Mischungen gibt es wie "Sand am Meer" :) .

Eine einfache Methode zu messen, ob das Substrat zu feucht ist, ist einen Zahnstocher aus Holz zu nehmen und diesen in das Substrat zu stecken. Nach 5-10 Minuten wieder rausziehen und schauen, ob sich das Holz dunkel gefärbt hat. Das ist dann ein gutes Zeichen, das noch genügend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Diese weißen oberflächlichen Wurzeln sind bei Buxus übrigens normal, da Buxus ein sehr dichtes Wurzelgeflecht ausbildet. Da brauchst du kein neues Substrat aufzubringen, das würde eh beim nächsten Gießen wieder weggespült und würde gleichzeitig das Gießen wegen eines fehlenden Gießrandes schwieriger machen.

Tue dir nur den Gefallen und topfe den buxus Anfang des Jahres in ein neues Gefäß um und achte dann auf ein lockereres Substrat, damit sich keine Staunässe bilden und genügend Luft an die Wurzeln kommen kann.
Gerade bei dem Substrat fällt es mir sehr schwer die Feuchtigkeit per Finger an der Oberfläche einzuschätzen im Gegensatz zu der "normalen" Erde wie bei meinen anderen Bäumen oder bei mir draussen im Garten. Dagegen fühlt sich das für mich (einen Laien) recht "steinig" an. Den Trick mit dem Zahnstocher werde ich ausprobieren.

Gegossen hatte ich vor 4 Tagen und hatte heute mal gefühlt. Das es an der Oberfläche nicht klatsch nass ist war mir klar. Nur das einschätzen ob gegossen werden muss war noch etwas schwer.

Das wäre dann mein erstes Bonsai-umtopfen. Somit würde ich auch schätzen in ein größeres Gefäß. Was wäre denn solch ein lockeres Substrat als Beispiel? Dieses sieht zwar gut aus, ist aber derartig fein dass meines Erachtens nicht so gut Luft an die Wurzeln kommt.

Ich Danke nochmal allen für die vielen Nachrichten!

LG
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von ania »

Rainer (mydear) hat auf der ersten Seite dieses Threads einen Link über Substrate reingestellt.
Heiner B. hat gerade eben mögliche Substrate aufgezählt.
Jetzt fragst du nach Beispielen.
Liest und verarbeitest du eigentlich die Infos, die du hier bekommst?

Zum Umtopfen gibt es hier im Forum ausführliche, bebilderte Beiträge.
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Re: Weisser Schimmel ODER Spinnweben auf Substrat?

Beitrag von mydear »

Agrippinensis hat geschrieben: 07.11.2022, 22:02 Was wäre denn solch ein lockeres Substrat als Beispiel?
Der Sponsor dieses Forum ist die Bonsaischule Enger, da empfehle ich dir TerraSai Indoor oder wenn du es körniger willst und öfter gießt TerraSai Mix.
Diese Erden sind vielfach erprobt, funktionieren in der Praxis. Denn das meiste was sonst im Pflanzenhandel als Bonsaierde angeboten wird ist die Bezeichnung nicht wert.

Schau mal hier: https://bonsaischule.de/zubehoer/erden/terrasai-erden/

Grüße
Rainer
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