dieser Wald wurde im Frühjahr zusammengestellt und ist über den Sommer schön ausgetrieben (Großteils Langtriebe, Knospen reichlich vorhanden).
Nun fehlt mir hier nun leider die Vision, wie ich hier weiter vorgehen soll. Ich denke ich werde jeweils neue Kronen aufsetzen müssen bzw. auch ausdünnen, damit die unteren Äste sich weiter entwickeln können. Sollte ich die Stämme, wenn möglich, auch noch richtungstechnisch beeinflussen?
Könnte mich jemand vielleicht mit Inspiration unterstützen?
Ein Baum rechts hinten ist abgestorben.
Vielen Dank für Hilfe
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ein grundproblem ist, dass die bäume momentan alle mehr oder weniger gleich hoch und stark sind.
außerdem sind es für einen wald zu wenig. du könntest entweder eine gruppe daraus machen, dann aber die bäume nöäher zusammen pflanzen, oder noch weitere, kleinere bäume dazwischen setzen.
dann die höhen staffeln und die pflanzwinkel optimieren.
ganz grob etwa so:
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Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
An der Höhe kann ich ja dann arbeiten, Knospen sollten auch im unteren Bereich genug vorhanden sein.
Umtopfen würde ich, da erst 1 Jahr da drinnen gerne erst Frühjahr 2024. Soll ich mit den "neuen" Bäumen bis dahin warten oder glaubst kann ich die auch so dazu geben?
ehrlich gesagt habe ich keine praktische erfahrung mit solchen wäldern.
ich würde sie einzeln vorziehen, dann hat man bessere kontrolle.
die gruppe selbst bleibt ja auch nicht so stehen, d.h. da musst du sowieso noch mal ran.
hier gibt es eine schönen ausführlichen artikel zu dem thema: viewtopic.php?t=20051
generell kann ich dir bei lärchen nur den tip geben, auf keinen fall irgendetwas an den wurzeln zu machen, wenn die knospen sich bereits öffnen. und allgemein mögen die wurzel keine wärme.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
Wenn Du mit dir bezüglich Dichte und Stellung der Bäumchen einig geworden bist, gäbe es da noch die perspektivische Tiefenwirkung der Bodenbeschaffenheit, worüber man auch etwas sinnieren könnte.
bei so einem Wäldchen macht es sich z.B. ganz gut wenn das "Gelände" etwas bombiert ist. Ja sogar zwei Hügelchen, die in einer Senke ineinander laufen, macht das ganze noch spannender. Am besten verläuft die Senke leicht schräg nach Hinten immer enger werdend. Huiiii, das gibt Tiefe par excellence.
Ich würde sie einkürzen.
Damit Sie sich etwas verjüngen.
Aber so das es nicht so auffällt.
Weil Die Bäume sind ja sehr gerade, wenn dann einfach im oberen Teil ein Knick entsteht sieht das nicht gut aus.
Den richtigen Ast für die neue Spitze musst Du finden, Du kannst das Vorort besser sehen.
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Danke für die Inputs. Das mit dem einkürzen bzw. als Totmaterial stehen lassen wäre schon auch eine interessante Idee (Danke auch für das Bild, das ist wirklich ein Meisterwerk! ) Auf alle Fälle werde ich wohl noch ein paar neue kleine Lärchen benötigen..
Ich bin zwar kein Lärchenexperte aber ich ziehe selbst eine Gruppe und einen Mehrfachstamm.
Lärchen sind extrem zickig mit ihren Wurzeln. Meine Erfahrung: Umtopfen so früh wie möglich im Jahr (Mitte-Ende Februar), in jedem Fall wenn die Knospen noch komplett zu sind. Und dann nicht zu viel an den Wurzeln schneiden.
Von der alten Erde 1/3 untermischen, denn die enthält Microlebewesen und Pilze, die die Lärchen brauchen.
Im Jahr des Umtopfens die Lärchen eher halbschattig stellen bzw. zumindest die Schale sollte humid und schattiert sein, da ohne Scherz meine Erfahrung ist dass die Lärchen im Umtopfjahr superempfindlich sind.
Was die Gestaltung angeht, Lärchen sind leider extrem kopflastig sie treiben oben rum stärker als andere Gehölze und neigen dann dazu, untere Äste einfach fallen zu lassen.
Du musst also oben bremsen und unten schieben lassen.
Im Umtopfjahr nicht viel machen weil sehr empfindlich. Ich würde tatsächlich nur oben bremsen und ansonsten die unteren Äste durchziehen lassen.
Ab dem 2. Jahr dann kannst Du anfangen zu schneiden. Bei guter Fütterung (bitte nur organisch) kannst Du bis zu 4x neuen Austrieb bekommen in einem guten Jahr.
Stell die Lärchen luftig und zumindest der benadelte Teil will volle Lotte Sonne, die Wurzeln mögen es hingegen schön humid und kühl.
Ich habe um meine Lärchen einen ganzen Zoo schattierender kleiner Pflanzentöpfchen rein zum Ziel unten rum humides Klima herzustellen und die Wurzeln kühl zu halten während die oberen Teile voll in der Sonne sind.
Im Hochsommer hab ich ein 30% Schattierungsnetz drüber.
Lärchen mögen allgemein eine Art Waldboden was bedeutet, ich arbeite im Frühjahr die gefallenen Lärchennadeln mit ein. Ihre Verrottung gibt genau den Boden, den Lärchen mögen - etwas säuerlich.
Viele Grüße,
Moya ******************************
- Arbeitskreis Aichtal
- Bonsai Club Deutschland
- BCD Kusamonogruppe
solange du noch keine Vorstellung hast, wie dein Wald mal aussehen soll, wird es dir kaum möglich sein, die Bäume entsprechend zu formen.
Ich würde so vorgehen:
- die Bäumchen wieder vereinzeln und oben wie unten für eine Waldgestaltung vorbereiten, vielleicht 2-3 Jahre lang
- die Wurzelballen möglichst kompakt entwickeln (vielleicht nicht so viel durch Schnitt als vielmehr durch kompaktes formen bzw. legen, wie schon weiter oben von anderen mehrfach erwähnt wurde
- die Kronen bzw. Spitzen so formen, wie Bäume /Lärchen im Wald wachsen (nicht im Freistand), also eher lang, hoch, Äste nur oben
- weitere Bäumchen (kleiner und dünner) für Rand und Hintergrung vorbereiten
Die Wartezeit kannst du gewinnbringend nutzen, um dir möglichst viele Waldgestaltungen anzusehen, auf Fotos oder in Natura. So kannst du dir dein persönliches Bild für deinen Wald entwickeln und dann mit den vorbereiteten Bäumen umsetzen.
Hier im Forum kannst du viele Anregungen bekommen, im gesamten Internet wirst du reichlich Bilder und Entwicklungsgeschichten finden. Es gibt sooo viele Möglichkeite, einen Wald zu gestalten und keineswegs nur "den einen richtigen Weg". Ich selber pflege und entwickle inzwische 6 Wäldchen von sehr unterschiedlicher Gestalt, eine Entwiclung als Beispiel findest du hier.
Ich wünsche dir viel Spaß und gutes Gelingen mit deinen Lärchen!