So eine Lärche findet man auch im Gebirge nicht an jeder Ecke.
Die stand aber keine 10 Meter von meinem Wohnzimmer entfernt in einem alten Granittrog und offensichtlich dort schon ziemlich lange. Jetzt steht sie da nicht mehr .
Der Stamm ist an der Basis ca. 10 cm dick, also schon ein ziemlicher Brummer, die Borke könnte besser kaum sein und der Wurzelballen ist sehr kompakt nur der aktuelle Gesundheitszustand macht etwas sorgen. letztes Jahr habe ich versucht sie im Pflanztrog etwas aufzupäppeln, immerhin hatte sie einige Langtriebe gemacht, aber ich hielt es nun für eine bessere Idee sie aus dem Steintrog auszugraben und in vernünftige Bonsaierde zu pflanzen. Es ist wohl keine normale Larix decidua und der krumme Wuchs der Zweige ist auch etwas eigenartig. Wird auf jeden Fall ein spannendes Projekt.
die jungen gedrehten Zweige sehen aus als sei es eine Larix kaempferi 'Diana'. Und diese Sorte wächst ohnehin erheblich langsamer als die Art. Insofern würde ich nicht zu viel Längenwachstum an den Langtrieben erwarten um davon auszugehen, dass sie wieder revitalisiert ist. Spannendes Projekt jedenfalls, bitte weiter berichten
Diese Lärche hat mich mehr als positiv überrascht!
Im Frühjahr hat es schon so ausgesehen als würde sie es nicht packen. Ein sehr zögerlicher Austrieb mit sehr kurzen Nadeln heißt bei Lärchen oft, das die erste Hitzeperiode nicht überlebt wird.
Jetzt aber explodiert sie förmlich. Ausnahmslos jeder Kurztrieb schiebt Langtriebe, die allen Unkenrufen zum Trotz, auch sehr kräftig ausfallen. Die ohnehin nicht benötigte Spitze habe ich schon mal eingekürzt um die Energie auf die Basis zu lenken.
Der Pflanzwinkel und die Pflanzposition passen auch, sodass im Winter der Baum auch schon mal gedrahtet werden kann. Ein konkretes Bild habe ich auch schon im Kopf.
Aus dem Baum kann ich bisher folgende Lehren ziehen:
1. Er ist sehr vital und treibt auch aus altem Holz aus.
2. Alles was älter als zwei Jahre ist läßt sich mit Draht nicht mehr in Form bringen.
Das Holz ist spröde wie Glas, beim Drahten brechen selbst dünne äste ohne Vorwarnung einfach komplett ab. Das Totholz läßt sich manuell nur durch rausbrechen bearbeiten, Fasern ziehen ist nicht.
Deswegen baue ich die Äste und Verzweigung komplett aus dem frischen Austrieb auf, alles Alte wird nach und nach abgeschnitten.
Der Baum sieht aktuell nicht gerade toll aus, aber, um die ersten Gestaltungsschritte nachvollziehbar zu machen, habe ich ein Virtual hingeschmiert um zu zeigen wo es hingehen soll und das halte ich für durchaus mittelfristig realistisch.
Viele Grüße,
Marco
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Nach nur zwei Vegetationsperioden steht die Grundform. Im Frühjahr werde ich den Baum dann umtopfen und im folgenden die Feinverzweigung aufbauen. Wenn der Baum weiterhin so gut mitspielt kann man vielleicht schon in zwei Jahren mit einem vorzeigbaren Ergebnis rechnen.
Viele Grüße,
Marco
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die Lärche hat ja wirklich enorm ausgetrieben.
Die angestrebte Grundform hast du gut hinbekommen.
Ich drücke die Daumen, dass der Baum weiterhin so gut mitmacht und freue mich auf weitere Updates.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Das wird mal ein feines Bäumchen!
Gefällt mir sehr gut.
Ich staune nur das diese Lärche das Umtopfen so gut wegsteckt. Meine Larix kämpferi zickt erst mal nach jeden Umtopfen und lässt gleich mal ein paar Astetagen absterben.
Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD