Birke - super Findling von der Trophy
- Andreas Ludwig
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Back to that birch tree...
Birken sind wenig planbar. Sie neigen dazu, ganze Astpartien unvermittelt, vermeintlich grundlos, aufzugeben. Das ist eine typische Eigenschaft von «Pionierpflanzen», die sich in einem geeigneten Habitat sehr schnell und sehr effektiv entwickeln. Da muss man eben erfinderisch sein, wenn es ums Wachstum geht.
Der Nachteil ist eben die mangelnde Planbarkeit. Man weiss nie so genau, was an einer Birke mittel- bis längerfristig überlebt. Es ist ehrlich gesagt eine veritable Zen-Übung, eine Birke zu haben und von Virtuals rate ich deshalb kategorisch ab. Sie zeigen nur Wunschträume, aber keineswegs erwartbare Realität.
Dennoch ist es sinnvoll, grobe Strukturen vorzugeben, anzulegen und technisch zu unterstützen. Zum Beispiel im Sinne von Miachael 86, der einen wesentlichen Punkt markiert hat, nämlich dieses obere, gerade Stammstück, das plan- und orientierungslos (aus Bonsai-Sicht) da herauf ragt.
Viel mehr kannst du nicht tun. Deine Birke wird nie planbar werden, sondern immer ein Überraschungspaket bleiben. Lässt du dich darauf ein, kann das werden, duchaus. Allerdings empfehle ich – anders als achim das ansatzweise tut – nicht auf die Idee einer Hängebirke hereinzufallen. Dann hast du nämlich nur Probleme, das kriegt man im Topf so kaum hin.
Birken sind wenig planbar. Sie neigen dazu, ganze Astpartien unvermittelt, vermeintlich grundlos, aufzugeben. Das ist eine typische Eigenschaft von «Pionierpflanzen», die sich in einem geeigneten Habitat sehr schnell und sehr effektiv entwickeln. Da muss man eben erfinderisch sein, wenn es ums Wachstum geht.
Der Nachteil ist eben die mangelnde Planbarkeit. Man weiss nie so genau, was an einer Birke mittel- bis längerfristig überlebt. Es ist ehrlich gesagt eine veritable Zen-Übung, eine Birke zu haben und von Virtuals rate ich deshalb kategorisch ab. Sie zeigen nur Wunschträume, aber keineswegs erwartbare Realität.
Dennoch ist es sinnvoll, grobe Strukturen vorzugeben, anzulegen und technisch zu unterstützen. Zum Beispiel im Sinne von Miachael 86, der einen wesentlichen Punkt markiert hat, nämlich dieses obere, gerade Stammstück, das plan- und orientierungslos (aus Bonsai-Sicht) da herauf ragt.
Viel mehr kannst du nicht tun. Deine Birke wird nie planbar werden, sondern immer ein Überraschungspaket bleiben. Lässt du dich darauf ein, kann das werden, duchaus. Allerdings empfehle ich – anders als achim das ansatzweise tut – nicht auf die Idee einer Hängebirke hereinzufallen. Dann hast du nämlich nur Probleme, das kriegt man im Topf so kaum hin.
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Achim, die Gestaltung, die du skizzierst, passt eher zu einer „einstämmigen“ Birke mit gewöhnlichem Stammfuss, finde ich. Dieser Baum war mehrstimmig, die Stämme sind jedoch abgestorben/abgesägt worden/wie auch immer. Der Fuß hat enormes (optisches) Gewicht. Der Stamm neigt sich mit natürlicher Bewegung zur Seite. Das will ich erhalten, wie gesagt. Da jetzt Richtung Zentrum zurück zu gehen im Sinne einer klassischen frei aufrechten geschlängelten Form, würde aus dem Baum nicht das Potential, was er hat, zur Entfaltung bringen. Ist ja auch nicht die natürliche Wuchsform Birkenstammes.
Was ihr gegen das gerade Stück da in der Spitze habt ist mir total schleierhaft. Erstens ist das ganz überwiegend der Tote abgesägte Stumpf, der ohnehin so sicher auf Dauer nicht bleiben wird. Und 2. darf ein Stamm auch mal eine gerade Partie haben. Wo liegt das Problem? Ich sehe klar, dass der Baum mit seinem Schwerpunkt nicht zurück über seinen Fuß will. Der soll doch kein Bogen sein.
Ich will mit dem arbeiten, was der Baum anbietet, also das was gerade da ist. Ich lasse Alternativen dran, falls ein Ast sterben sollte.
Ungefähr das ist meine Vorstellung:
Was ihr gegen das gerade Stück da in der Spitze habt ist mir total schleierhaft. Erstens ist das ganz überwiegend der Tote abgesägte Stumpf, der ohnehin so sicher auf Dauer nicht bleiben wird. Und 2. darf ein Stamm auch mal eine gerade Partie haben. Wo liegt das Problem? Ich sehe klar, dass der Baum mit seinem Schwerpunkt nicht zurück über seinen Fuß will. Der soll doch kein Bogen sein.
Ich will mit dem arbeiten, was der Baum anbietet, also das was gerade da ist. Ich lasse Alternativen dran, falls ein Ast sterben sollte.
Ungefähr das ist meine Vorstellung:
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Liebe Grüße
Lennart
Jeder Bonsai ist gleich dreimal so cool, wenn man sich vorstellt, er würde irgendwo in Mittelerde wachsen!
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo Andreas, Hallo AlleAndreas Ludwig hat geschrieben: 13.03.2023, 17:45 Back to that birch tree...
. Allerdings empfehle ich – anders als achim das ansatzweise tut – nicht auf die Idee einer Hängebirke hereinzufallen. Dann hast du nämlich nur Probleme, das kriegt man im Topf so kaum hin.
In diesem Thread werden eine ganze Menge an Aussagen gemacht die ich so nicht ganz richtig finde. Es gibt bei Birken so viel Arten und Sorten, dass nicht alles was einen weißen Stamm hat gleich funktioniert. Herrmann Haas beschreibt, dass Er bei Yamadoribirken kein Problem mit Aststerben hat. Vielleicht liegt das auch an seiner Kulturführung. Virtuals finde ich nicht nur bei Birken schwierig, denn Wunsch und Realität sind häufig zwei Paar Stiefel. Und natürlich gibt es Birken die auch in der Schale einen weißen Stamm entwickeln, was laut Aussagen von einem Bonsaiexperten nicht geht (das hat hier auch niemand behauptet). Desweiteren können Birken in der Schale sehr wohl eine Trauerform auch ohne Nachhilfe entwickeln, sofern es die richtige Sorte ist.
Daher bitte ich in den Aussagen um etwas Zurückhaltung, denn es lesen hier auch Menschen mit, die nicht so viel Erfahrung haben und die unseren Vielschreibern mit ansonsten viel Expertise glauben.
Gruß Bernd
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
ja, das war (auch) der grund meines hinweises.Der Nachteil ist eben die mangelnde Planbarkeit. Man weiss nie so genau, was an einer Birke mittel- bis längerfristig überlebt. Es ist ehrlich gesagt eine veritable Zen-Übung, eine Birke zu haben und von Virtuals rate ich deshalb kategorisch ab. Sie zeigen nur Wunschträume, aber keineswegs erwartbare Realität.
es gibt unten ja nur den einen austrieb. wenn du den jetzt über jahre als hauptast entwickelst und dann stirbt der plötzlich ab (die allermeisten birkenbesitzer HABEN probleme mit unkontrolliert absterbenden ästen, also sollte das zumindest einkalkuliert werden), was dann ?
am besten fände ich auch eine gestaltung, die wie ursprünglich mehrstimmig wäre.
dafür müsste der baum aber im abgestorbenen bereich neu austreiben, was er nicht tun wird.
p.s.
der gezeigte baum ist toll, hat aber interessanterweise ebenfalls das problem, dass die äste streng genommen "zu weit oben" sitzen. da ist es aber gut und sogar notwendig, weil eine hängeform (und das sehr gut, chapeau) gestaltet wurde. eigentlich "zwingt" dich dieser rohling schon fast dazu.
also wenn du das mit dem "was der baum vorgibt" ernst nimmst...
Gruss, Achim
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chinesische Weisheit
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Bernd – erstmal sei versichert, dass ich weder a priori als Spassbremse, Nervtöter oder advocatus diaboli hier aufkreuze. Ich bin lediglich interessiert am Thema generell. Aus dieser Grundhaltung heraus habe ich eine simple Frage zu deiner Birke: Wie soll sie sich in den nächsten zehn, zwanzig Jahren entwickeln? Wenn aus den grazilen oberen Ästen langsam massive Substämme geworden sind, hängende Balken – was dann?
Ich frage deshalb, weil ich so an die zehn Birken versucht, vermurkst und dann verworfen habe. Never again, please. Erstens war es ein Saustress, sie zu drahten, denn ist der Draht mal eingewachsen, hat man einen Korkenzieher und das geht nicht weg. Dann sind bei mir (vielleicht falsche Art, falscher Wohnort, sonstwas, da magst du recht haben) andauernd auserkorene Zieräste sang- und klanglos krepiert. Ähnliches habe ich von einigen Seiten, durchaus renommierten Gestaltern vernommen, nur an der Haltung kann es also nicht liegen und wenn man sagt «Birke», meint man nunmal nicht die Ausnahmen, sondern doch eher die Regel.
Ich kann auch nett sein, manchmal, z.B., indem ich Dinge gar nicht erst erwähne, weshalb ich die Frage des Totholzes bisher nicht aufgeworfen habe. Da würde mich nun interessieren, was du Lenhart empfiehlst. Ich sehe da nämlich schwarz und zwar buchstäblich – das ausgesprochen «schwammporige», tote Birkenholz lässt sich (zumindest meiner Erfahrung nach) kaum bewahren.
Ich frage deshalb, weil ich so an die zehn Birken versucht, vermurkst und dann verworfen habe. Never again, please. Erstens war es ein Saustress, sie zu drahten, denn ist der Draht mal eingewachsen, hat man einen Korkenzieher und das geht nicht weg. Dann sind bei mir (vielleicht falsche Art, falscher Wohnort, sonstwas, da magst du recht haben) andauernd auserkorene Zieräste sang- und klanglos krepiert. Ähnliches habe ich von einigen Seiten, durchaus renommierten Gestaltern vernommen, nur an der Haltung kann es also nicht liegen und wenn man sagt «Birke», meint man nunmal nicht die Ausnahmen, sondern doch eher die Regel.
Ich kann auch nett sein, manchmal, z.B., indem ich Dinge gar nicht erst erwähne, weshalb ich die Frage des Totholzes bisher nicht aufgeworfen habe. Da würde mich nun interessieren, was du Lenhart empfiehlst. Ich sehe da nämlich schwarz und zwar buchstäblich – das ausgesprochen «schwammporige», tote Birkenholz lässt sich (zumindest meiner Erfahrung nach) kaum bewahren.
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo Achimachim73 hat geschrieben: 14.03.2023, 15:39
der gezeigte baum ist toll, hat aber interessanterweise ebenfalls das problem, dass die äste streng genommen "zu weit oben" sitzen. da ist es aber gut und sogar notwendig, weil eine hängeform (und das sehr gut, chapeau) gestaltet wurde. eigentlich "zwingt" dich dieser rohling schon fast dazu.
Danke für das Lob. Hier wird ja oft angeführt, dass man sich nicht fest an Regeln halten solle. Da dies kein"typischer'" Bonsai ist folgt er natürlich auch nicht den Regeln für einen typischen Bonsai. (Was ich für Ahorne, Azaleen, Kiefern...... sonst bevorzuge. Genau diese Diskussion will ich eigentlich nicht gerne führen, weswegen ich den Baum hier auch noch nie gezeigt habe)
Hallo AndreasAndreas Ludwig hat geschrieben: 14.03.2023, 16:58 Aus dieser Grundhaltung heraus habe ich eine simple Frage zu deiner Birke: Wie soll sie sich in den nächsten zehn, zwanzig Jahren entwickeln? Wenn aus den grazilen oberen Ästen langsam massive Substämme geworden sind, hängende Balken – was dann?
Was bei dieser Birke super funktioniert sind zwei Dinge: Erstens einpfropfen von Trieben in die Hauptäste. Das habe ich bereits zweimal gemacht, vielleicht wird das die Lösung in einigen Jahren sein. Vielleicht nicht, dann hatte ich trotzdem viele Jahre Freude an dem Baum und bedanke mich bei ihm. Und zweitens das überwallen von Schnittstellen. Sie hatte auf der Rückseite ein Geschwür von der größe eines Tischtennisballes. Dieses habe ich Ausgeschnitten und ausgefräst was eine Schnittstelle von 5-Markstück größe hinterlassen hat. Nach 5-6Jahren abdecken mit Alufolie ist es seit 2017 komplett geschlossen. Was ich mit dem Totholz bei Lennarts Baum tun würde? Genau nichts. Was befürchtest Du denn? Dass der Baum da abbricht-- unwahrscheinlich, dass er früher stirbt-- vielleicht. Das würde mich nicht abhalten. Da bekamen User hier für oskurere Projekte schon Beifall.
Dass Lennarts Baum kein typischer Bonsai wird ist klar. Das hat Er aber auch nicht geschrieben, Warum soll es denn nicht gehen, Walter Pall wird für seine tanzende Birke regelmäßig beklatscht. Ich finde den Baum übrigens auch toll. Der ist auch nicht regelkonform. Also laßt Lennart doch seinen Spaß an dem Baum. Vielleicht wird das die Geschichte einer Sackgasse. Von denen gibt es im Forum aber viele und niemand redet das den Leuten gleich soooo madig.
Mit vielen positiven Grüßen
Bernd
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Ich befürchte in diesem einen, einzelnen Fall lediglich, dass es ganz anders kommt als erhofft, hässlich wird, eher «Erhaltung», aber nicht «Gestaltung». Mehr nicht. Im übrigen verstehe ich deine Haltung durchaus – man kann und darf Bäume auch kurzfristig gestalten, im Hinblick etwa auf die eine Ausstellung. Ich bin vielen solchen Bäumen begegnet – wunderbar, damals, da, ins rechte Licht gerückt – und dann nie wieder gesehen. Nicht mein Ding.Berndbonsai hat geschrieben: 14.03.2023, 17:26Was befürchtest Du denn? Dass der Baum da abbricht-- unwahrscheinlich, dass er früher stirbt-- vielleicht. Das würde mich nicht abhalten.
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Das wird Lennart erfahren. Für Unausweislich halte ich Deine Behauptung nicht. Denn bei Manchem gelingt das, was bei andern nix wird. Meine Birke hat auch nicht so begonnen wie sie jetzt ist. Sie hat einen Weg der Entwicklung hinter sich. Die Generalisierung deines Vorurteils ( oder Deine negativen persönlichen Vorerfahrungen) nimmt Lennart die Chance eigene Erfahrungen zu machen. Und dabei ist zu beachten, dass Du Dich auf Deine Erfahrungen und einige Gespräche beziehst aber ausser acht läßt, dass es Durchaus auch andere Erfahrungen gibt.Andreas Ludwig hat geschrieben: 14.03.2023, 17:43
Ich befürchte in diesem einen, einzelnen Fall lediglich, dass es ganz anders kommt als erhofft, hässlich wird, eher «Erhaltung», aber nicht «Gestaltung». Mehr nicht.
Die Aussage, dass ich meinen Baum kurzfristig gestalte verbitte ich mir. Die Birke ist seit 2008 bei mir und verbessert sich kontinuierlich. Dass Bäume irgendwann überreif werden ist ein normaler Vorgang bei Bonsai. Dann ist eine Umgestaltung und damit verbunden auch ein Schritt rückwärts wieder notwendig und normal. Wenn Dir das nicht klar und gegenwärtig ist, dann bin ich froh, dass ich Dich darauf Hinweisen durfte und kann ich auch Deine zukünftigen Aussagen und Tipps einordnen.Andreas Ludwig hat geschrieben: 14.03.2023, 17:43 Im übrigen verstehe ich deine Haltung durchaus – man kann und darf Bäume auch kurzfristig gestalten, im Hinblick etwa auf die eine Ausstellung. Ich bin vielen solchen Bäumen begegnet – wunderbar, damals, da, ins rechte Licht gerückt – und dann nie wieder gesehen. Nicht mein Ding.
Gruß Bernd
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Ich habe doch schon weiter oben, nach Evas Beitrag etwas zu meiner Vorstellung von Totholz geschrieben: wer hat was von erhalten gesagt? Wer hat etwas von weiter gestalten gesagt? Niemand. Ich lasse es geschehen, genau wie es in der Natur vor dem sammeln geschehen ist. Ich rede von der Stelle in der Mitte. Dem Shari. Das finde ich aktuell beeindruckend. Wenn es wegfault und hohl wird beeindruckt es mich auch. Wenn es so bleibt oder so, weiterhin. Ich gehe da nicht mit der Fräse ran oder so oder konserviere es. Ich will den Look davon nicht „einfrieren“.
Wenn ihr von „Problemen“ oder sonstwas schreibt oder eure Fragen aufwerft, geht ihr dabei immer von EUREM Standpunkt aus. Lasst das doch einfach mal offen… ich meine viele hier gehen oft davon aus, man hätte mit dem Baum genau das vor, was er vor hätte. Fragt jemand zum Beispiel „wie willst du das Totholz erhalten?“ geht er dabei implizit davon aus, dass ich das Totholz erhalten will. Wer sagt denn das?
Die Frage: was mache ich, wenn der Ast, den ich unten in die Gestaltung einbeziehen will, abstirbt, finde ihn auch dämlich. Ja dann ist er abgestorben. Dann schaue ich weiter. Was wäre die Alternative? Ihn einfach so treiben lassen? Ihn abschneiden, weil er vielleicht absterben könnte? Dann könnte ich alle Äste abschneiden, weil sie mit der Zeit absterben könnten.
Mehrstämmig will ich den Baum nicht gestalten, denn er erzählt mir die Geschichte, dass er Mehrstämmig WAR. Diese Stummel werde ich ggf irgendwann in einem Workshop oder so, mal sehen, gestalten. Ob ich dann 5 Jahre meine Freude dran habe, bis alles wegfault und am Fuß ein interessanter Hohlraum entsteht oder ich die eventuell mal gestaltete Stummel erhalte weiß ich doch jetzt noch nicht.
Aber ich will ab diesem - von der Borke her - so reifen Baum keinen kompletten neuen zweiten Stamm entwickeln. Wann soll der denn ansatzweise diese Borke analog zum Hauptstamm haben?
Ich arbeite mit dem, was der Baum anbietet und sehe, was geht. Plane, aber stelle mich auf Planänderungen des Baumes ein. Fertig.
Wenn ihr von „Problemen“ oder sonstwas schreibt oder eure Fragen aufwerft, geht ihr dabei immer von EUREM Standpunkt aus. Lasst das doch einfach mal offen… ich meine viele hier gehen oft davon aus, man hätte mit dem Baum genau das vor, was er vor hätte. Fragt jemand zum Beispiel „wie willst du das Totholz erhalten?“ geht er dabei implizit davon aus, dass ich das Totholz erhalten will. Wer sagt denn das?
Die Frage: was mache ich, wenn der Ast, den ich unten in die Gestaltung einbeziehen will, abstirbt, finde ihn auch dämlich. Ja dann ist er abgestorben. Dann schaue ich weiter. Was wäre die Alternative? Ihn einfach so treiben lassen? Ihn abschneiden, weil er vielleicht absterben könnte? Dann könnte ich alle Äste abschneiden, weil sie mit der Zeit absterben könnten.
Mehrstämmig will ich den Baum nicht gestalten, denn er erzählt mir die Geschichte, dass er Mehrstämmig WAR. Diese Stummel werde ich ggf irgendwann in einem Workshop oder so, mal sehen, gestalten. Ob ich dann 5 Jahre meine Freude dran habe, bis alles wegfault und am Fuß ein interessanter Hohlraum entsteht oder ich die eventuell mal gestaltete Stummel erhalte weiß ich doch jetzt noch nicht.
Aber ich will ab diesem - von der Borke her - so reifen Baum keinen kompletten neuen zweiten Stamm entwickeln. Wann soll der denn ansatzweise diese Borke analog zum Hauptstamm haben?
Ich arbeite mit dem, was der Baum anbietet und sehe, was geht. Plane, aber stelle mich auf Planänderungen des Baumes ein. Fertig.
Zuletzt geändert von Lenhart am 14.03.2023, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Lennart
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo Lennart
Deine Haltung und herangehensweise finde ich völlig richtig, denn nur so bist Du offen für jedes Ergebnis. Warum solltest Du den Weg beginnen wenn Du das Ziel kennst. Die Spannung und Herausforderung Dich mit dem gegebenen zu beschäftigen macht ja den Reiz von Bonsai aus. Wer glaubt Er könnte die Entwicklung eines Baums planen hat Bonsai nicht verstanden.
Gruß Bernd
Deine Haltung und herangehensweise finde ich völlig richtig, denn nur so bist Du offen für jedes Ergebnis. Warum solltest Du den Weg beginnen wenn Du das Ziel kennst. Die Spannung und Herausforderung Dich mit dem gegebenen zu beschäftigen macht ja den Reiz von Bonsai aus. Wer glaubt Er könnte die Entwicklung eines Baums planen hat Bonsai nicht verstanden.
Gruß Bernd
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Danke. Schöne Birke übrigens 
Liebe Grüße
Lennart
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
halt uns jedenfalls mal auf dem laufenden. denn langweilig wird es ja mit den birken wohl eher nicht 
Gruss, Achim
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo Achim.achim73 hat geschrieben: 14.03.2023, 23:01 halt uns jedenfalls mal auf dem laufenden. denn langweilig wird es ja mit den birken wohl eher nicht![]()
Die ist unkompliziert. Ich darf die nur nicht trocken werden lassen, sonst stirbt tatsächlich ein Ast. Ansonsten viel Sonne, viel gießen, vielo Dünger, viel Rück- und Blattschnitt. Aber weil alle sagen Birken sind so schwierig und werden eh nix ist das der Baum der bei mir am schlechtesten Dokumentiert ist. DA gibt es eigentlich keine Bilder. Daher werdet Ihr vermutlich eher wenig Updates über die Birke sehen.
Gruß Bernd
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo Bernd,
deine tolle Birke würde ich natürlich auch gern wieder sehen, ich meinte aber in erster linie lenhart
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Gruss, Achim
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Re: Birke - super Findling von der Trophy
Hallo zusammen,
Also meine Erfahrung ist,, dass dieses Aststerben meist bei zu jungen Birken auftaucht.
Haben die mal ihr Alter, schmeißen sie nicht mehr so fleißig Äste weg - sofern man beachtet dass sie 1. Sonne ohne Ende haben wollen und 2. Niemalsnicht austrocknen sollten.
Ich pflege seit Jahren eine Moorbirke - Säufer vor dem Herrn ..... die steht im Sommer in einer Schale mit Wasser drin.
Was Birken allerdings schlecht bis nie machen ist grosse Wunden verschliessen .....besser ist da das kontrollierte Abrotten.
Schaut mal in das Buch von Herrn Haaas. Da beschreibt er das Recht ausführlich.
Also meine Erfahrung ist,, dass dieses Aststerben meist bei zu jungen Birken auftaucht.
Haben die mal ihr Alter, schmeißen sie nicht mehr so fleißig Äste weg - sofern man beachtet dass sie 1. Sonne ohne Ende haben wollen und 2. Niemalsnicht austrocknen sollten.
Ich pflege seit Jahren eine Moorbirke - Säufer vor dem Herrn ..... die steht im Sommer in einer Schale mit Wasser drin.
Was Birken allerdings schlecht bis nie machen ist grosse Wunden verschliessen .....besser ist da das kontrollierte Abrotten.
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Viele Grüße,
Moya
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