Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

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René1988
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Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von René1988 »

Hallo,
kann mir einer sagen, ob und wenn ja wo man schönes kleines Moos, welches man auf‘s Substrat auflegen kann kaufen kann? Es gab mal bei div. Gärtnereien so Styropor-Boxen voll Moos. Aber das war immer das große (hohe) Moos welches man für Bonsai nicht gut verwenden kann. Vielleicht hat ja einer einen Tipp wo man sowas herbekommen kann.
Danke im Voraus und beste Grüße!
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espanna
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von espanna »

Moin René,

Schnapp dir einen kleinen Spachtel, eine Tüte und gehe spazieren :-D
Am besten Moos sammeln welches in der Sonne wächst.
Gruß
László

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Sonnenschein1972
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von Sonnenschein1972 »

Das widerstandsfähigeste Moos, ist das, was zwischen den Steinen auf Gehwegen wächst. Es ist kurz und unglaublich rubust und wächst auf extrem wenig Substrat *daumen_new*
Gruß
Sylvia
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mydear
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von mydear »

Das beste Moos kann von feuchten, meist schattigen Mauern mit einer Spachtel abgekratzt werden. Manchmal recht mühsame Stückelei, doch sehr flach und damit ideal. Ich breite es auf alten Küchenblechen aus, die ziemlich nass gehalten werden. Ich habe da immer einen kleinen Vorrat. Beim Auflegen auf die Oberfläche wächst es recht schnell an.

Grüße
Rainer
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Andreas Ludwig
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von Andreas Ludwig »

René1988 – «Moos» ist als Begriff so tauglich wie «Holz» oder «Tier». Darum ist deine Frage so präzise wie die, ob man Tiere im Wohnzimmer halten kann (was übrigens durchaus geht, aber gerade bei Elefanten, Walfischen und Tiefseemuscheln problematisch ist).

Scherz beiseite. Überfliege doch mal bei wiki den Artikel zu «Moos», um eine grobe Übersicht zu kriegen. Da findest du dann auch das Dach-Drehzahnmoos (Syntrichia ruralis). Das gibt es fast auf der ganzen Welt, weil es sehr zäh ist. Es macht diese netten Polsterchen, man kann es sogar trocknen und später «wiederbeleben». Wie der Name sagt, gedeiht es auch auf Dächern, etwa schattigen Ziegeldächern, auch in der Stadt.

Nach schwerem Regen liegt es oft auf der Strasse herum, weiter begrünt es Hinterhöfe, verwunschene Gärten, Friedhöfe, alte Industrieareale oder Schrottplätze, Orte halt, wo niemand mit dem Kärcher herumgeistert. Kaufen muss man das nicht, man holt sich, was man braucht. Da es anspruchslos ist, ist es allerdings schnell überfordert, besonders durch Dünger, wird dann bräunlich und mäkelt. Dann holt man sich neues.
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Hippo
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von Hippo »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 18.04.2023, 04:53 ... ist es allerdings schnell überfordert, besonders durch Dünger, wird dann bräunlich und mäkelt.
Viele Moose reagieren auf stark eisenhaltige Präparate ungünstig.
Grumpy old fat Kiboko.
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Andreas Ludwig
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von Andreas Ludwig »

Andere mögen Eisen und viele Bäumchen mögen Kalk. Wir sollten, wenn es um Beschaffung und Pflege geht, nicht von «Moos» reden. Als Beschreibung von Ausstellungsgestaltungen mag es angehen, sonst sollte man sich Artnamen angewöhnen.

Nachtrag: Es geht mir um nützliches Wissen, nicht um Rechthaberei oder gar «egomanische Selbstüberhöhung», wie mein Auftreten hier auch schon mal abqualifiziert worden ist. Ich bin zum Beispiel nicht sicher, ob mit dem hier empfohlenen «Moos» in Pflaster-Ritzen nicht eher «Sternmoos» gemeint ist. Sagina subulata ist aber kein Moos, sondern ein Nelkengewächs und entwickelt als solches ansehnliche Wurzelballen (was echte Moose nicht oder bloss ansatzweise machen). Das kann gerade in kleinen Schalen zu Schwierigkeiten führen. Möglicherweise geht die Legende, Moos störe den Wasserhaushalt, darauf zurück – aufgelegte Drehzahnmoos-Polster sind nämlich unproblematisch. Darum hilft es, sich da etwas auszukennen.
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achim73
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von achim73 »

aus meiner erfahrung kommt noch ein anderes problem hinzu:
moose wachsen auf mehr oder weniger ebenmäßigen oberflächen (wird was damit zu tun haben, dass sie - wie andreas oben beschrieben hat- keine wirklichen wurzeln haben und daher auf den direkten kontakt zum untergrund angewiesen sind).
mit den mittlerweile fast durchgängig verwendeten körnig- mineralischen substraten funktioniert das aber nicht. oder zumindest sehr schlecht. darüber hinaus verwende ich, vor allem im frühjahr, mineralischen dünger im (leitungs)gießwasser. das mögen die moose auch überhaupt nicht. ich habe viele verschiedene sorten probiert, aber die versuche, moos in meinen schalen zu etablieren, mittlerweile aufgegeben.
Gruss, Achim
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mydear
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von mydear »

Das wundert mich Achim. Ich habe weder Probleme mit dem Anwachsen, noch mit mineralischer Düngung. Allerdings beginnt das Anwachsen erst ab Juli. Ab September breitet es sich dann stark aus und wächst immer den Stamm zu. Ich gehöre zu den Viel-Gießern, warte nicht bis das Substrat komplett abgetrocknet ist. Also immer bedenken, dass jeder seine funktionierenden Rezepte hat.

Grüße
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Andreas Ludwig
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Re: Frage zu Moos auf Bonsaisubstrat

Beitrag von Andreas Ludwig »

achim - Lässt man diese wenige Millimeter dicke Schickt aus feinen Erdbröseln, die etwa das Drehzahn-Moos festhalten kann, reicht das für ein zufriedenes Leben. Was die Düngung angeht, sind mineralische Dünger in Lösung weniger ein Problem, aufgelegte Biogold-Klümpchen aber schon, ebenso «Streugut». Da hilft es, erst den Dünger ins Substrat einzuarbeiten und dann die Polster zurückzulegen aufs Substrat.

Man sollte sich aber nicht täuschen lassen von Ausstellungsbildern: Da werden die Moospolster oft erst am Tag der Eröffnung hübsch drapiert und danach wieder entfernt, reines Deko-Grün fürs Auge des Betrachters. Der Haken an der «Sache mit dem Moos» ist nunmal, dass reichliche Sonne, die für Bäumchen gut ist, den allermeisten Moosarten schlecht bekommt.
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