Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Hallo zusammen
ich bin Anfangs März diesen Jahres an diesen Pinus parviflora herangetreten. Mitte März dann behandelt und geschnitten. Folglich habe ich den Baum weder geliefert noch bepflanzt noch bis dahin gepflegt. Der Baum hatte relativ starken Befall von Wollläuse mindestens seit letztem Jahr (Aussage Kunde). Ich habe den Baum Mitte März 2023 behandelt gegen Läuse und Ende März 2023 geschnitten, aktuell sieht der Baum jedoch schlechter denn je aus. Was kann die Ursache sein dafür? Alleine der Befall der Wollläuse?
ich bin euch sehr dankbar über eure Eindrücke und Meinungen
Monti
ich bin Anfangs März diesen Jahres an diesen Pinus parviflora herangetreten. Mitte März dann behandelt und geschnitten. Folglich habe ich den Baum weder geliefert noch bepflanzt noch bis dahin gepflegt. Der Baum hatte relativ starken Befall von Wollläuse mindestens seit letztem Jahr (Aussage Kunde). Ich habe den Baum Mitte März 2023 behandelt gegen Läuse und Ende März 2023 geschnitten, aktuell sieht der Baum jedoch schlechter denn je aus. Was kann die Ursache sein dafür? Alleine der Befall der Wollläuse?
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Monti
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
allgemein gesagt, ist ein starker befall durch woll- oder andere läuse meistens ein deutliches anzeichen für einen allgemeinen schwächezustand der pflanze.
d.h. sie sind nicht die ursache für die abgestorbene bzw. absterbenden äste, sondern ein symptom. deshalb bringt auch eine schädlingsbekämpfung nicht viel. meistens liegen die ursachen im wurzelbereich.
ich würde den besitzer fragen, wie lange der baum bereits in diesem behälter steht und wann er das letzte mal umgepflanzt wurde. ich könnte mir vorstellen, dass das substrat verdichtet ist und der baum probleme mit dem wasserhaushalt hat. in einem nassen winter kann das auch zu problemen führen.
d.h. sie sind nicht die ursache für die abgestorbene bzw. absterbenden äste, sondern ein symptom. deshalb bringt auch eine schädlingsbekämpfung nicht viel. meistens liegen die ursachen im wurzelbereich.
ich würde den besitzer fragen, wie lange der baum bereits in diesem behälter steht und wann er das letzte mal umgepflanzt wurde. ich könnte mir vorstellen, dass das substrat verdichtet ist und der baum probleme mit dem wasserhaushalt hat. in einem nassen winter kann das auch zu problemen führen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Hallo Monti
Alles was nicht grün ist abschneiden,
den ganzen Baum (auch von unten) mit leichtem Druck kärchern,
alle alten Nadeln entfernen (nur die letztjährigen Nadeln verbleiben)
die komplette Substratoberfläche entfernen (vor allen Dingen die Dekorkiesel)
noch mal kärchern,
Lizetanstäbchen in´s Substrat.
mfG Dieter
Alles was nicht grün ist abschneiden,
den ganzen Baum (auch von unten) mit leichtem Druck kärchern,
alle alten Nadeln entfernen (nur die letztjährigen Nadeln verbleiben)
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noch mal kärchern,
Lizetanstäbchen in´s Substrat.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Hallo Monti (?),Monti hat geschrieben: 01.05.2023, 15:56 ich bin Anfangs März diesen Jahres an diesen Pinus parviflora herangetreten. Mitte März dann behandelt und geschnitten. Folglich habe ich den Baum weder geliefert noch bepflanzt noch bis dahin gepflegt.
sagst du uns auch noch welchen botanischen Hintergrund du hast?
Zumal genau dieser Baum hier ja schon öfter vorgestellt wurde.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Und dann gibts auch noch Dothistroma, die Föhrenschütte, die Rotbandkrankheit, die Braunfleckenkrankheit und Diplodia...
Danach kommen oft auch Wolläuse als Leichenfledderer.
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It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Ist in dem rostigen Container noch ein Innentopf? Nicht, dass der Metalltopf etwas abgeben kann ins Substrat...?
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Was soll er abgeben - Eisen?
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Danke Diete für Deine Antwort. Habe den Baum heute nochmals mit einem Insektizid und Fungizid vollflächig behandelt. Werde der Bauherrschaft vorschlagen, alle alten Nadeln zu entfernen und den Baum vor allem von unten abzuspritzen. Aber für mich ist nach wie vor nicht zu erklären, was die Ursache ist. Sind es die Wollläuse oder sind die Läuse nur ein Symptom? Einige Kissen sind mehrheitlich oder komplett intakt und gesund. Die braunen Nadeln sind nicht auf den ganzen Baum verteilt, sondern spezifisch relativ stark abgegrenzt.zopf hat geschrieben: 02.05.2023, 13:05 Hallo Monti
Alles was nicht grün ist abschneiden,
den ganzen Baum (auch von unten) mit leichtem Druck kärchern,
alle alten Nadeln entfernen (nur die letztjährigen Nadeln verbleiben)
die komplette Substratoberfläche entfernen (vor allen Dingen die Dekorkiesel)
noch mal kärchern,
Lizetanstäbchen in´s Substrat.
mfG Dieter
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Nein, da ist kein Innentopf vorhanden, der Baum steht im Stahlrahmen, der nach unten offen ist, also nur die Seitenwände sind aus Stahl, unten kein Boden. Aber als problematisch oder als Ursache erachte ich diesen Stahl nicht....Thro hat geschrieben: 02.05.2023, 15:07 Ist in dem rostigen Container noch ein Innentopf? Nicht, dass der Metalltopf etwas abgeben kann ins Substrat...?
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
mydear hat geschrieben: 02.05.2023, 13:33Hallo Monti (?),Monti hat geschrieben: 01.05.2023, 15:56 ich bin Anfangs März diesen Jahres an diesen Pinus parviflora herangetreten. Mitte März dann behandelt und geschnitten. Folglich habe ich den Baum weder geliefert noch bepflanzt noch bis dahin gepflegt.
sagst du uns auch noch welchen botanischen Hintergrund du hast?
Zumal genau dieser Baum hier ja schon öfter vorgestellt wurde.
Grüße
Rainer
Hallo Rainer
Ich habe diesen Baum zuvor noch nicht "vorgestellt" oder behandelt in einem Beitrag. Zu diesem Baum ist dies mein erster Beitrag. Ich bin gelernter Landschaftsgärtner und habe beruflich mit diesen Pflanzen zu tun. Aber so eine Situation wie bei diesem Baum hatte ich zuvor noch nicht angetroffen.
Herzliche Grüsse
Monti
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Ich bin bereit zu wetten, dass sie Symptom sind, gewissermassen Indikatoren für einen sterbenden Baum. Ich vermute einen progressiven, unaufhaltbaren Pilzbefall, möchte mich aber bezüglich der Pilzart nicht festlegen. Ist es etwa Dothistroma, kannst du das nicht aufhalten. Nur entwickelt sich D., ein Schlauchpilz, eigentlich ziemlich stur von unten nach oben. Deine Bilder sind mir da nicht ganz eindeutig genug – auch Diplodia wäre denkbar. Sagt man «Diplodia», meint man aber ein paar Dutzend Arten und die meisten sind schlecht erforscht.Monti hat geschrieben: 04.05.2023, 16:08Habe den Baum heute nochmals mit einem Insektizid und Fungizid vollflächig behandelt. Werde der Bauherrschaft vorschlagen, alle alten Nadeln zu entfernen und den Baum vor allem von unten abzuspritzen. Aber für mich ist nach wie vor nicht zu erklären, was die Ursache ist. Sind es die Wollläuse oder sind die Läuse nur ein Symptom?
Ich vermute, der Baum sei nicht zu retten, möglicherweise sogar sorgfältig zu entsorgen (i.e. durch Feuer). Willst du weiter kurativ experimentieren, isoliere den Baum jedenfalls. Ich ersehe keinen Wohnort aus deinem Profil. Bei uns hier in der Schweiz gibt es das «Amt für Wald», das solche befallenen Triebe noch so gerne begutachtet, denn sie möchten die Ausbreitung dieser Pilze eindämmen. So könntest du umsonst zu einer sauberen Diagnose kommen.
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Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
So wie das Haus und der Baum stehen, kann es sein dass vor allem die Südseite betroffen ist?
Und wie schaut es mit dem Erdreich (in der Pflanzeinfassung und darunter) und der Feuchtigkeit darin aus? Ich meine, der Rasen rundherum sieht auch schon etwas verbrannt aus (oder sind das Braune nur die alten Nadeln)?
Worauf ich mit den Fragen hinaus will, einen Trockenschaden hältst du für ausgeschlossen?
Frage interessehalber, ursächlich wird das wohl eher nicht sein...
Und wie schaut es mit dem Erdreich (in der Pflanzeinfassung und darunter) und der Feuchtigkeit darin aus? Ich meine, der Rasen rundherum sieht auch schon etwas verbrannt aus (oder sind das Braune nur die alten Nadeln)?
Worauf ich mit den Fragen hinaus will, einen Trockenschaden hältst du für ausgeschlossen?
Frage interessehalber, ursächlich wird das wohl eher nicht sein...
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Danke für Deine Antwort. Ich bin aus der CH und so werde ich Amt für Wald gerne kontaktieren. Danke für diesen Tipp. Ich werde Dich/euch informieren. War vor knapp zwei Wochem letztes Mal vor Ort und er Baum sah nicht gut aus. Habe ihn mit einem Insektizid und Fungizid behandelt. Ich habe den Besitzern empfohlen, alle braunen Nadeln zu entfernen. Werde nächstens wieder beim Baum sein.Andreas Ludwig hat geschrieben: 04.05.2023, 17:20
Ich bin bereit zu wetten, dass sie Symptom sind, gewissermassen Indikatoren für einen sterbenden Baum. Ich vermute einen progressiven, unaufhaltbaren Pilzbefall, möchte mich aber bezüglich der Pilzart nicht festlegen. Ist es etwa Dothistroma, kannst du das nicht aufhalten. Nur entwickelt sich D., ein Schlauchpilz, eigentlich ziemlich stur von unten nach oben. Deine Bilder sind mir da nicht ganz eindeutig genug – auch Diplodia wäre denkbar. Sagt man «Diplodia», meint man aber ein paar Dutzend Arten und die meisten sind schlecht erforscht.
Ich vermute, der Baum sei nicht zu retten, möglicherweise sogar sorgfältig zu entsorgen (i.e. durch Feuer). Willst du weiter kurativ experimentieren, isoliere den Baum jedenfalls. Ich ersehe keinen Wohnort aus deinem Profil. Bei uns hier in der Schweiz gibt es das «Amt für Wald», das solche befallenen Triebe noch so gerne begutachtet, denn sie möchten die Ausbreitung dieser Pilze eindämmen. So könntest du umsonst zu einer sauberen Diagnose kommen.
Für mich wäre spannend zu wissen, ob die Wollläuse Ursache oder Wirkung sind. Aber da ich den Baum erst seit März dieses Jahr kenne, ist es schwer zu eruieren, was es sein könnte. War es Schwächung durch Trockenheit, dann die Wollläuse und/oder Pilz.
Aber ich gaube auch, dass mindestens einzelne Kissen ganz absterben werden.
ich werde euch informieren, wenn ich mehr erfahre.
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
Andre K. hat geschrieben: 04.05.2023, 20:14 So wie das Haus und der Baum stehen, kann es sein dass vor allem die Südseite betroffen ist?
Und wie schaut es mit dem Erdreich (in der Pflanzeinfassung und darunter) und der Feuchtigkeit darin aus? Ich meine, der Rasen rundherum sieht auch schon etwas verbrannt aus (oder sind das Braune nur die alten Nadeln)?
Worauf ich mit den Fragen hinaus will, einen Trockenschaden hältst du für ausgeschlossen?
Frage interessehalber, ursächlich wird das wohl eher nicht sein...
Danke Andre für Deine Hinweise. Es ist nicht nur die Südseite betroffen. Wenn ich ein Merkmal feststelle, dann, dass die betroffenen Flächen mehrheitlich unterhalb eines anderen Kissen steht und die freiliegenden Kissenflächen gar nicht oder deutllich weniger betroffen sind.
Trockenheit sit gut möglich...letztes Jahr war es sehr, sehr trocken und das Gefäss ist zwar nach unten offen, aber es ist erstens immer noch ein Gefäss(-rahmen) und zweitens erhitzt sich dieser Stahl bei heissen Sommertagen stark.
Trockenheit kann entsprechend die Ursache sein, dass es den Baum geschwächt hat für Befall von Wollläuse (und Pilzbefall).
Re: Pinus parviflora | Schädigung durch Wollläuse
[quote=Monti post_id=625720 time=1684236152 user_id=20238]
Trockenheit sit gut möglich...letztes Jahr war es sehr, sehr trocken und das Gefäss ist zwar nach unten offen, aber es ist erstens immer noch ein Gefäss(-rahmen) und zweitens erhitzt sich dieser Stahl bei heissen Sommertagen stark.
Trockenheit kann entsprechend die Ursache sein, dass es den Baum geschwächt hat für Befall von Wollläuse (und Pilzbefall).
[/quote]
Das mit der heißen Eisenplatte hätte ich auch schon vermutet. Doch das Gefäß ist so groß, dass nur die äußeren Gefäßteil betroffen sein dürfte.
Der Besitzer hat die Kiefer vor Jahren hier schon selbst vorgestellt. Da wurde auch viel diskutiert. Ich finde den Beitrag nicht, keine Ahnung unter welchem Titel er ihn eingestellt hat.Vielleicht fragst du ihn mal.
Grüße
Rainer
Trockenheit sit gut möglich...letztes Jahr war es sehr, sehr trocken und das Gefäss ist zwar nach unten offen, aber es ist erstens immer noch ein Gefäss(-rahmen) und zweitens erhitzt sich dieser Stahl bei heissen Sommertagen stark.
Trockenheit kann entsprechend die Ursache sein, dass es den Baum geschwächt hat für Befall von Wollläuse (und Pilzbefall).
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Das mit der heißen Eisenplatte hätte ich auch schon vermutet. Doch das Gefäß ist so groß, dass nur die äußeren Gefäßteil betroffen sein dürfte.
Der Besitzer hat die Kiefer vor Jahren hier schon selbst vorgestellt. Da wurde auch viel diskutiert. Ich finde den Beitrag nicht, keine Ahnung unter welchem Titel er ihn eingestellt hat.Vielleicht fragst du ihn mal.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
