Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
Bonsai-Waldformen mag ich sehr, fürchte nur den Aufwand für Gestaltung und Pflege. Bei der Nachzucht aus Samen habe ich 3 Schalen begonnen und mit einem Netz abgedeckt. Stoßen die Sämlinge oben an, winden sie sich und bilden Interessante Stammbiegungen. In meinem Sämlingsbeitrag (Link) habe ich zuletzt ein Mini-Wäldchen aus 8 Sämlingen begonnen.
Hier folgt der Versuch mit 22 Sämlingen... deutlich aufwändiger. Das Fixieren bereitete am meisten Probleme. Die Dinger wollten nicht so wie ich, blieben fast nie in Position. Ich habe mit 1mm-Draht an den Wurzeln umwickelt und durch die Abzugslöcher provisorisch fixiert. Einige Wurzeln wurden dabei abgedreht. Ich hoffe sie wachsen trotzdem an. Er war stets bemüht...
Sämlinge vom Februar 2020 unter Netz, dass sich die Stämme kringeln
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November 2020: ab Sommer bohrten sich die Knospen durch das Netz und verhakten sich darin, deshalb abgenommen
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März 2021: unten in der Schale wurden 2 Schaschlikspieße festgedrahtet. An diesen Hölzchen wurde 1mm-Draht fixiert und um die Sämlinge gewickelt - wenn jemand zu viel Zeit hat sehr empfehlenswert.... Die Technik habe ich hier im Forum von einem Workshop-Bericht abgekupfert
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Juli 2021: der Draht wächst sehr schnell ein, bei so jungen Pflanzen verwächst das noch relativ passabel
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Oktober 2021 Herbst
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Juni 2022
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die Drahtspuren verwachsen sich langsam
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Zuletzt geändert von mydear am 20.07.2024, 23:49, insgesamt 3-mal geändert.
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
August 2022: ich hätte die Pflanzen nicht so schnell wachsen lassen dürfen. Besser jährlich den Austrieb durch Pinzieren im April begrenzen sollen. Zierlicherer Wuchs würde hier besser zur Gestaltung passen
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November 2022: alle mal abrasiert, künftige Schnittstellen werde ich gut versorgen, dass die Stammlinien harmonisch wirken
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März 2022: Rechts wurde eine noch zusammenhängende Gruppe platziert. Die Platzierung der einzelnen Stämme hinten und links war ungleich schwieriger. Alle ist noch provisorisch fixiert. Ich wollte links eine erkennbar abgesetzte Gruppe etablieren, doch die Pflänzchen wollten nicht... Mal sehen ob alles anwächst. Ich habe noch einige Sämlinge in Reserve.
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Substrat: gesiebtes Substrat 1-3 mm, das was im Standard-Substrat zu fein ist. Hier passt es perfekt. Dennoch wird es im Sommer schnell austrocknen. Die Gruppe wird dann auf einem mit Lavabruch gefülltem Untersetzer stehen
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von oben
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Danke Micha, das ist wirklich informativ.
Das gezeigte „Hakama“, sprich das Entfernen des Nebenblattes und der Knospenhülle, soll die Triebbasis schneller aushärten und in der Folge geringeres Internodienwachstum ermöglichen. Vor allem wenn es gleich mit dem Pinzieren der Triebspitze kombiniert wird.
Ich habe Hakama auch schon in Blogs von Hiko_san_ gesehen und es letzte Woche erstmals an einem schon ausgetriebenem Mini-Palmatum angewendet. Ist ganz schön zeitaufwendig und ich hatte immer Angst ich könnte den ganzen Trieb abbrechen. Ich möchte es zumindest an ein paar Fächerahornen testen. Vorerst noch ohne Pinzieren, weil meine Rohlinge alle noch Wachstum und Verzweigung brauchen. Pinzieren denke ich ist erst für gereifte Pflanzen, die bereits im Ausstellungsstadium sind.
Neben Hakama wurde im Video auch das Halbieren der Triebspitze gezeigt. Das habe ich nicht ganz verstanden. Erfüllt es den gleichen Zweck wie Pinzieren, geht aber schneller? Treiben dann weiter hinten liegende Knospen aus? Oder wird nur das künftige Längenwachstum dieses Triebes eingeschränkt?
Grüße
Rainer
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3 längere Internodien: wie vorgehen? 1. Hakama oder 2. die Triebspitzen halbieren oder 3. gleich die Triebe auf die Hälfte einkürzen
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Statt Halbieren der Triebspitze hätte ich die langen Triebe eingekürzt. Beim Mittleren wäre Rückknospung auf die schlafende Knospe wahrscheinlich. Ich sehe nur diese eine schlafende Knospe. Die anderen beiden „Langtriebe“ haben keine. Beim Einkürzen könnten der ganze Triebe eintrocknen. Oft treibt auch eine weiter hinten liegende schlafende Knospe aus. Leider nicht immer.
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Hallo Rainer, so wie ich es verstehe, wird das Längenwachstum gleich begrenzt, der Trieb härtet gleich bzw. Schneller und die dahinterstehenden Knospen werden gleich angeregt. Kein zurück trocknen des Triebs weil noch Saftzug vorhanden.
Grüße
Sieht so aus als würden fast alle Sämlinge anwachsen. Lediglich 3-4 zögern noch oder bleiben aus. Das dürften jene gewesen sein, an denen mir die Wurzeln abgerissen sind.
Das Stabilisieren mit Bast habe ich mir von Jürgs Buchengestaltungen abgeschaut. Ebenso einfach wie wirkungsvoll.
Grüße
Rainer
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03. April 2023
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Update noch ohne jegliche Bearbeitung.
Ich war im Frühjahr einige Wochen nicht Zuhause. Ich bin froh, dass überhaupt alle Bonsai durchgekommen sind. Vor allem bei dieser flachen Schale mit so wenig Substrat.
Grüße
Rainer
ps siehe nächster Post: Danke Rüdiger, ich habe den Fehler bemerkt und das Datum ausgebessert
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30. Mai 2023
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Zuletzt geändert von mydear am 31.05.2023, 13:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Das Wäldchen zeigt noch keinen 2. Austrieb. Vermutlich mußten die Wurzeln kleinere Trockenschäden im Frühjahr ausgleichen. Gestern habe ich alle Internodien über 1,5 cm eingekürzt. So sollte wieder mehr Licht an die inneren Knospen kommen.
2 von ehemals 22 Sämlingen sind nicht angewachsen. Ursächlich weil ich ihre Wurzeln mit den Draht abgerissen habe.
Grüße
Rainer
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vor
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10. juli 2023: nach Kürzen der langen internodien
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Detail von der Pflanzung: lose Einzelpflanzen wurden mit 1mm-Draht fixiert. Falls jemand sich fragen sollte… ja, es war zeitraubendes Geduldspiel…
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Gary hat geschrieben: 02.11.2023, 09:51
Aber ganz ehrlich, der dickste Stamm steht mir zu zentral.
Hallo Garry,
danke für deinen geschulten Kennerblick, jetzt sehe ich es auch. Es sticht geradezu ins Auge. Bislang habe ich nur die Gesamtheit betrachtet. Einzelbäume sind gar nicht aufgefallen.
Im Frühjahr müssen die Drähte entfernt werden, soweit zugänglich und noch entfernbar. Vielleicht sind sie auch schon eingewachsen. Dann werden die drei Ahörnchen rechts außen entfernt und die Gruppe weiter nach rechts platziert.
Grüße
Rainer
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