Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
da habe ich ja Glück gehabt bei meiner kleinen Besenzelkove. Sie hatte vor 4 Jahren (in einer Anzuchtschale) nur 159 € gekostet. Sie war damals ca. 10 Jahre alt.
Ich finde es jedenfalls sehr „experimentierfreudig“ von Euch, Zelkoven als Stecklinge zu ziehen. Die meisten von uns sind doch schon um die 60.
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume… (Zitat von Gisela V.)
espanna hat geschrieben: 08.06.2023, 19:49
Was mir bei deinen Versuchen auffällt ist, dass die meine Meinung nach in flachere Gefäße gehören. Für mich ist neben dem Stamm auch das Nebari bei der Besenform ausschlaggebend. Ansonsten finde ich auch die Erste mit am besten.
Die Zelkove habe ich vorletztes Jahr vom Sponsor gekauft und dabei (fast) nur auf den geraden Stamm geachtet. Die Wurzeln liegen flach auf dem Schalenboden und entwickeln sich langsam.
Die Berberitze habe ich auch vor 2 Jahren aus eine Hecke gerettet.
Den Portulackaria habe ich aus einem Steckling vor 3 Jahren gezogen.
Den Ficus habe ich schon länger „zusammengeklebt“.
Es gibt überall noch viel zu tun, aber wie du siehst bin ich auch ein Fan der Besenform.
Hallo Laszlo,
schön, dass du auch hier dabei bist.
Ich habe erst seit März 2023 mit der Besen-Früherziehung angefangen. Da waren die Zelkoven schon in ihren Gefäßen verhaftet. Doch sei dir sicher, beim Nebari werde ich noch gaaannnz viel Zeit investieren. Die 3 Kandidaten werden ab sofort jedes Jahr umgetopft.
Der Stamm deiner Zelkove ist ja perfekt. Ich hoffe zu bekommst die Auffächerung genauso gut hin. Wenn die Pflanzen schon knapp 10 Jahre alt waren hatte ich selbst immer Probleme diesen Bereich einigermaßen natürlich aussehend zu gestalten (Stichwort: Köpfung der Feldulme: viewtopic.php?p=625600#p625600).
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Sanne hat geschrieben: 08.06.2023, 19:57
da habe ich ja Glück gehabt bei meiner kleinen Besenzelkove. Sie hatte vor 4 Jahren (in einer Anzuchtschale) nur 159 € gekostet. Sie war damals ca. 10 Jahre alt.
Ich finde es jedenfalls sehr „experimentierfreudig“ von Euch, Zelkoven als Stecklinge zu ziehen. Die meisten von uns sind doch schon um die 60.
Hallo Sanne,
vielleicht fühlen wir uns viel jünger, ignorieren einfach das Alter
Deine Zelkove war ja wirklich preisgünstig. Manchmal frage ich mich warum ich immer alles selbst versuchen muss? Doch es ist ein Urtrieb in mir und macht mir einfach enormen Spaß. Und so 15-20 Jahre möchte ich schon noch Bonsai gestalten. Das sollte sich doch lohnen
Grüße
Rainer
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inspiriert durch die Rückmeldungen habe ich gleich noch ein paar 2-jährige Stecklinge zu geraden Stamm gedrahtet…
IMG_1366.jpeg (196.49 KiB) 4548 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Hallo
Bei Zelkoven aus Stecklingen halte ich es für ratsam
den Stamm bei einer Drahtung zu "verdrehen".
Die kreuzgegenständige Knospen sind nicht ideal für den weiteren Aufbau.
mfG Dieter
Sanne hat geschrieben: 08.06.2023, 19:57
Ich finde es jedenfalls sehr „experimentierfreudig“ von Euch, Zelkoven als Stecklinge zu ziehen. Die meisten von uns sind doch schon um die 60.
Grüße, Sanne
Ich halte es mit dem fälschlicherweise Luther zugesprochenem Spruch "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen".
Gerade sind neue Sämlinge vom Zierapfel aufgegangen.
Aber ich bin ja auch nicht so um die 60. Nein, um die 70
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Hioer nun wie versprochen zwei Bilder von meinem Besenversuch. Ulmus japonica Nire. Das ist ein Steckling von einem Baum, den ein Kollege vor einem Kurs, für einen vierstelligen Betrag, erworben hatte. Der wurde geschnitten und ich habe davon einige Stecklinge gemacht. der Mutterbaum ist bis zum nächsten Kurs eingegangen, die Stecklinge leben meist noch. Ich habe einige verschenkt, nun ist dieser noch bei mir und ein frei Aufrechter Baum. Die Haupt äste sind etwas zu plump und zu dick, da der Baum immer so nebenher lief. Ich muß überlegen, ob ich nicht nochmal kräftig zurückkürze und neu aufbaue, diesmal mit draht und mehr konsequenz. Mir fehlt aber oft auch etwas die Zeit dafür. Mal überlegen. Nun für Euch die Bilder
Gruß Bernd
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Sie sehen, dass Sie nichts sehen
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Hier werden die dicken Zweige deutlich
Ulmusnire06_23B.jpg (185.5 KiB) 4453 mal betrachtet
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Schönes kleines Bäumchen, Bernd. Die Form würde ich erhalten, auf keinen Fall nochmals neu aufbauen.
Mit jedem neuen Steckling schlagen immer zwei Herzen in meiner Brust: einerseits soll der Steckling schnell wachsen und einen dickeren Stamm bilden. Andererseits wird ja bei der Besenform auf möglichst feine Verzweigung hingearbeitet. Deshalb werde ich bei den aktuellen Besen-Kandidaten kein extremes Trieb-Wachstum mehr zulassen. Beim Erreichen von 6-8 Blättern wird auf 2-3 Blätter zurückgeschnitten. Immer die Stellung der letzten Knospe beachten, dass sie nicht andere Triebe kreuzt sondern nach außen wächst. Das erspart lästiges Drahten.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Hallo Rainer
Deine Stecklinge sind gesund und vital. Trotzdem gehe ich einen etwas anderen Weg.
Schon bald nach dem Blattschnitt gab es neue Knospen und einen Austrieb.
Fast jeden Tag schaue ich die Zelkoven an und kürze die Triebe ein, auf die Silhouette.
Wenn die Internodien zu gross sind, kommt der Trieb ganz weg. Knospen an ungeeigneter Stelle
werden sofort entfernt.
Das Ziel ist möglichst fein, möglichst dicht, sehr wenig Dickenwachstum und keine Knubbel zu haben.
Hier der aktuelle Stand bei Steckling Nr. 14.
LG Jürg
Jürg Stäheli hat geschrieben: 02.08.2023, 18:30
Fast jeden Tag schaue ich die Zelkoven an und kürze die Triebe ein, auf die Silhouette.
Wenn die Internodien zu gross sind, kommt der Trieb ganz weg. Knospen an ungeeigneter Stelle
werden sofort entfernt.
Das Ziel ist möglichst fein, möglichst dicht, sehr wenig Dickenwachstum und keine Knubbel zu haben.
Hallo Jürg,
danke für deine Erklärungen. Deine 14 spricht für sich
Dann werde ich künftig nicht mehr 5-8 Blätter zulassen, sondern früher auf Kronensilhouette einkürzen.
Das hilft mir gut weiter.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Ja Rüdiger, ABM gilt für die Besenformen und Miniformate.
Frei aufrechte Formen sind für mich schon pflegeleichter. Da gilt es nur die nervigen Adventiv-Knospen und -Triebe frühzeitig zu entfernen.Denn gerade diese Dreier-Verzweigung neigen zum Verdicken an der Basis.
Bei 10 Zelkoven in Gestaltung, 10 in früher Erziehung sowie vielen frischen Stecklingen wird es nicht langweilig werden. Na ja, Zelkoven und Feldulmen sind einfach meine Lieblingspflanzen.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Hallo zusammen
Gerne zeige ich die Weiterentwicklung meiner Zelkova Nr. 14
Bis vor kurzem habe ich alle meine Zelkoven voll wachsen lassen.
Diese Tage bekamen sie einen Rück- und Blattschnitt, nur kleinste Blätter wurden belassen.
Wichtig: Alle Äste werden jetzt mit Schnur gestalterisch ausgerichtet.
So erreiche ich die typische Besenform, die fast alle Laubbäume haben.
In den nächsten Wochen wird immer überprüft und von Hand auf die Silhouette pinziert.
Schon nach ein paar Tagen waren neue Knospen sichtbar und es musste sofort eingegriffen werden. Unerwünschte Knospen wurden abgerubbelt.
Sehr schnell entstehen neue Triebe, jetzt wird jeden Tag pinziert.
Sehr bald wurde das Bäumchen so dicht, dass ich im Innern nicht mehr wirken kann.
Jetzt wird täglich auf die Silhouette pinziert.
Der kräftige Wuchs überrascht mich, vielleicht gibt es noch einmal einen Blattschnitt.