Ich habe eine kleine Crassula Ovata, gekauft vor ein paar Monaten in einem Bonsai-Fachgeschäft.
Nach dem Kauf hab ich sie in mineralisches Substrat umgesetzt (eine andere / größere bzw. schönere Schale hatte ich leider nicht zur Hand zu dem Zeitpunkt). Sie hat neu ausgetrieben und nun überlege ich, ob und wie ich schneiden könnte. Habe die Sorge, dass wenn ich sie einfach weiter "wild" austreiben lasse, sie mir aus dem Ruder läuft
Könntet ihr mir evtl. mal zeigen wie ihr schneiden würdet?
Ich denke, ein gerades Abschneiden mir beispielsweise einem Okuliermesser wäre in dem Falle am Besten, oder? Möchte ungerne etwas quetschen mit einer Schere oder Zange.
Danke im Vorfeld und liebe Grüße
Tanja
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Hallo,
ich würde an deiner Stelle erstmal gar nichts schneiden und die Pflanze stattdessen bis mind. nächstes Jahr wachsen lassen, damit der Stamm sich weiter verdickt. Verzweigung würde ich erst bei ansprechender Stammdicke aufbauen. Die unteren beiden "Äste" fallen dann als Opfer, um eine schöne Verjüngung am Stamm zu erhalten.
Beim Schneiden dann immer oberhalb der Internodie schneiden an der die Pflanze sich neu verzweigen soll. Die angeschnittene Internodie trocknet ein un fällt ab. Die neuen Triebe wachsen dann an den Blattansätzen unterhalb deines Schnittes in die selbe Richtung wie die Blätter. Mit dem Wissen kannst du gezielter deine Verzweigung aufbauen. Zum Schneiden reicht ein scharfes, am besten desinfiziertes Messer. Wenn die Pflanze vital ist treibt sie unterhalb der Schnittstelle an den beiden Blattansätzen neu aus.
Ok, dann lass ich sie erst mal wachsen. Dachte nur, dass ich evtl. dickere Schnittstellen von vorn herein vermeiden kann. Crassula wächst ja schon irgendwie anders als beispielsweise "normale" Laubbäume mit den dünnen Austrieben.
Hallo Tanniva!
An den Schnittstellen bilden sich meist zwei neue Austriebe. Mit der Zeit verwächst dadurch die Schnittstelle so, das man sie später kaum sieht. Das ist bei der Crassula kein Problem.
Leider habe ich im Moment keine passenden Fotos die Dir das veranschaulichen können.
Mal schauen ob ich in den nächsten Tagen etwas Zeit finde einige meiner Crassulas zu fotografieren. Ich bin zum Beispiel gerade dabei eine Besenform heran zu ziehen. Bei dieser habe ich alle Äste abgeschnitten. Es war kein Blatt mehr dran. Jetzt sieht man an jeden Ast zwei neue Austriebe, die Stummel sind schon fast alle abgefallen .
Liebe Grüße
Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Ich schneide bei meinen Portulacra Afra immer mit der Bonsaischere. Ich denke die Methode kann man übertragen.
Da die durchgeschnittenen Enden immer bis zu den weiter hinten liegenden Blättern abtrocknen und abfallen brauchst Du Dir wegen dem "quetschen" keine Gedanken zu machen.
Im Sommer schneide ich recht häufig - quasi immer dann, wenn mehr als ein Blattpaar gewachsen ist auf ein Blattpaar zurück.
Auf diese weise ergeben sich sehr kleine Blätter und eine sehr dichte Verzweigung.
Im Winter schneide ich nichts. Da wächst auch meist wenig. viewtopic.php?t=53366