Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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mydear
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Re: Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Beitrag von mydear »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 21.07.2023, 12:03 Anspruch kostet Geld. Man kriegt, was man zu zahlen bereit ist. So gesehen ist es eher ein «Zeugnis der Armut» der Käufer.
Andreas, das sehe ich nicht ganz so.
Die meisten Anfänger können nicht ermessen, wie schlecht die Zange beim Schneiden funktioniert. Sie kaufen billig, weil sie annehmen dass beide gut schneiden. Oder zumindest anständig ihren Dienst verrichten.

Grüße
Rainer
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dax100
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Re: Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Beitrag von dax100 »

Ich denke das hat weniger mit dem Anfänger und dem Profi was zu tun, falls man sich halbwegs mit Werkzeug und Schneidwerkzeug auskennt kann man das schon beurteilen wenn man so etwas in die Hand nimmt. Ich habe jetzt keine so schlechte Erfahrung mit günstigen bis mittelpreisigen Bonsaiwerkzeug, ich rede jetzt auch nicht von einer Bonsaischere für unter 10€ .
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KJG
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Re: Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Beitrag von KJG »

Natürlich gehen kostengünstige Werkzeuge auch. Wenn die Schneiden parallel sind und sie gut in der Hand liegen kein Problem. Sie sollten halt auf der Baumseite nicht schräg angeschliffen sein. Edelstahl ist genau wie bei Messern eher was für Amateure. Ich würde immer Karbon vorziehen. Japan oder China ist wurscht.
Viel wichtiger ist aus meiner Sicht welches Werkzeug brauche ich überhaupt. 95 % aller Arbeiten verrichte ich mit eine sehr kleinen Konkavzange, der kleinsten Knospenzange und einer schlanken Schere. Alles Karbon, hält richtig gepflegt ewig. Man darf nie vergessen das Bonsai in Japan ein Geschäft ist. Da gibt es natürlich auch Sponsoren. Ich vermute mal das der Meister oft privat etwas anderes benutzt als in der Öffentlichkeit.
Mit freundlichen Grüßen

Karl
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Georg
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Re: Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Beitrag von Georg »

Solange man nichts belegen kann, sollte man auch keine Vermutungen äußern!
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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Andreas Ludwig
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Re: Preiswerte und doch gute Scheren und Zangen, geht das?

Beitrag von Andreas Ludwig »

mydear hat geschrieben: 21.07.2023, 12:32 Die meisten Anfänger können nicht ermessen […]
Und da haben wir das Problem. Nicht die Hersteller sind schuld, sondern eben die, die lieber weniger ausgeben (= geizig sind zu sich und ihren Pflanzen). Die Hersteller stellen her, was gekauft wird, seien das nun Kinderspielzeuge oder Werkzeuge, die so tun, als ob sie welche wären. Der Markt entscheidet letztlich über die Produkte. Werden sie nachgefrat, werden sie auch geliefert.

Jedem Anfänger empfehle ich, sich ein kleines (!) Set anständige Werkzeuge zu beschaffen und nicht reinzufallen auf billig & günstig & Co., sich aber auch nicht auf Fantasy-Garnituren einzulassen in handgenähten Lederhüllen.

Etwas mehr ausgeben für die Konkavzange, dafür den Draht mit einem Seitenschneider kappen statt mit einer original japanischen, handgeschmiedeten und faktisch unnützen Drahtzange, mal ein Stück Rinde mit einer Kombizange abreissen, statt Geld ausgeben für ein anderes Gerät, das auch nicht mehr leistet.

Viel mehr als eine Konkav- und eine Knospenzange braucht man aus dem Spezialangebot wirklich nicht, denn Bonsai kann man grundsätzlich mit einem Reisenécessaire und einem Werzeugkasten machen, wenn man es denn kann. Mit einem leidlich scharfen Messer kriegt man sogar von Hand einen sauberen Konkavschnitt hin, oft sogar einen «angemesseneren».
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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