Danke, Dieter! Wird getestet!zopf hat geschrieben: 01.08.2023, 07:31 100g Dünger auf 1l Wasser,
nach dem Auflösen je 100ml auf 10l Wasser in die Giesskanne,
ein paar mal nachgemessen und jetzt"Standard"
Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
- Dirk K. aus L.
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Hinweis zum EC-Wert: Der ist immer eine Momentaufnahme. Giesst man, regnet es, scheint die Sonne, changiert der erheblich, nahezu willkürlich. Abgesehen davon wechselt er je nach Beschaffenheit des Düngers – man kann etwa Stickstoff oder Eisen in unterschiedlichsten Formen «anliefern», die dann auch unterschiedlichste EC-Werte haben – und die Substratbindung (besonders beim Vorliegen von organischen Bestandteilen) spielt auch noch mit. Ich würde den Wert darum nicht allzu ernst nehmen. Ich respektiere eine wissenschaftliche Betrachtung, warne aber vor blindem Glauben an Werte, die per se instabil sind.
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Andreas,
woran soll ich mich sonst orientieren, wenn nicht an dem EC-Wert, um die Düngerkonzentration zu steuern? Ich will daraus durchaus keine Wissenschaft machen. Aber eine gewisse Kontrolle muss sein. Ich habe ja auch schon Probleme mit erheblicher Überdüngung gehabt. Mit EC-Messgerät wäre mir das damals nicht passiert!
Schöne Grüße
Dirk
woran soll ich mich sonst orientieren, wenn nicht an dem EC-Wert, um die Düngerkonzentration zu steuern? Ich will daraus durchaus keine Wissenschaft machen. Aber eine gewisse Kontrolle muss sein. Ich habe ja auch schon Probleme mit erheblicher Überdüngung gehabt. Mit EC-Messgerät wäre mir das damals nicht passiert!
Schöne Grüße
Dirk
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Versuchs mit banalen Verdünnungsreihen und -Tabellen, das reicht im Alltag auch. Was ich sagen will: Es muss einen Grund geben, weshalb Bäume und Wälder lange, lange vor den Menschen munter so vor sich hin gewachsen sind und es heute noch tun. Offenbar geht es auch ohne Testgeräte. Mais chacun à son goût.
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Und das noch: Hättest du es «Verständnis» statt Kontrolle genannt, wäre ich bei dir.
Immerhin züchten wir nicht Almeria-Tomaten, sondern haben bloss kleine Bäumchen.
Aber wer weiss, vielleicht nimmt uns eine KI diese ganzen Fragen bald mal ab.
Dann können wir uns ganz dem BFF widmen, während die Bäumchen draussen «maximal optimiert gepflegt» werden...
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Unsre Art Bonsai zu pflegen ist nicht wissenschaftlich, auch wenn Wissen recht nützlich sein kann.

Gruß
Rüdiger
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Hallo
Vielleicht sollte man auch zwischen optimal und maximal unterscheiden.
Der Tomatenweg (und seine Abwandlungen) orientieren sich eher in Richtung maximal,
wobei jeder für sich entscheidet, was Ihm das Wichtigere ist.
Wenn man den traditionellen Weg (Aka. - organischer Festdünger)
und den modernen Weg (modernes Substrat - mineralisch Flüssigdüngung) vergleicht,
sollte man beim modernen Weg beachten,
das schon die verschiedenen Substratbestandteile unterschiedliche Düngesysteme benötigen
um in den maximalen Bereich zu kommen.
Der "alte Weg" ist halt einfacher
mfG Dieter
Vielleicht sollte man auch zwischen optimal und maximal unterscheiden.
Der Tomatenweg (und seine Abwandlungen) orientieren sich eher in Richtung maximal,
wobei jeder für sich entscheidet, was Ihm das Wichtigere ist.
Wenn man den traditionellen Weg (Aka. - organischer Festdünger)
und den modernen Weg (modernes Substrat - mineralisch Flüssigdüngung) vergleicht,
sollte man beim modernen Weg beachten,
das schon die verschiedenen Substratbestandteile unterschiedliche Düngesysteme benötigen
um in den maximalen Bereich zu kommen.
Der "alte Weg" ist halt einfacher
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grüsse an die bewohner von melmac
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Jetzt bin ich etwas überrascht, denn die Debatte «modern versus traditionell» hielt ich für überholt. Beides geht, weshalb ich mich für gemeinhin aus diesen Glaubensdebatten auch raushalte. Ich stelle eine andere Frage, nämlich die nach einem Machbarkeitswahn.
Ich bin absolut kein Feind der Wissenschaft, im Gegenteil. Ich warne bloss vor Selbstüberschätzung. Wer sich mit naturwissenschaftlicher Forschung irgendwie befasst hat, kennt das Problem des Versuchsaufbaus und der Versuchsbedingungen. Kriegt man die nicht reproduzierbar hin, hat man am Ende bloss eine «vermeintlich bestätigte Vermutung» oder sogar einen groben Fehler. Ist schon vielen passiert. Es kann völlig genügen, wenn ein Bauteil eines Laborgeräts aus Stahl besteht, der nach 1945 hergestellt wurde und der Versuchsleiter die darum innewohnende minimale Strahlung nicht miteingerechnet hat. Um solchen Pipifax geht es.
Selbstüberschätzung ist da der wahre Gegner. Banales Beispiel: Ein Abiturient soll aufgrund von Messwerten die Gravitationskonstante berechnen. Das Messgerät zeigt zwei Stellen nach dem Komma an, er rechnet und rechnet und gibt einen Wert mit fünf Stellen nach dem Komma ab, wie es ihm der Taschenrechner angezeigt hat. Grober Fehler – wie sollte der Taschenrechner die Präzision des Messgeräts erhöhen? Da hat einer versucht, wissenschaftlich zu denken und ist tatsächlich im Glauben gelandet...
Das wird hier oft gemacht. Es wird der pH gemessen, es wird der EC gemessen – aber die «Versuchsanordnung», gibt das gar nicht her: Da ist Leitungswasser mit schwankenden EC-Werten, auch Regenwasser ist keineswegs so «rein», wie manche glauben, da sind unbekannte Humusanteile mit unbekannten Zerfallskurven, weiter zwar benannte, aber im wissenschaftlichen Sinn, etwa in Bezug auf Lösungsverhalten nicht genau definierte mineralische Anteile, ständig wechselnde Umgebungsbedingungen (Temperatur, Sonnenstrahlung, Verdunstung) und dazu noch ein überaus dynamisches Element, nämlich der Baum mit seinen Zyklen, seinem Tagesblauf und seinen saisonalen Anpassungen.
Darum warne ich manchmal. Wer glaubt, mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten einen «Bonsai-Algorithmus» hinzukriegen, der alle Faktoren mit berücksichtigt, irrt. Dazu kommt, dass ein paar hier mit Fanfarenstössen präsentierte Wunder-Rezepte sang- und klanglos untergegangen sind, nicht wieder erwähnt wurden. Da hat die Komplexität der Sache den Vereinfacher abgestraft. Weshalb es darauf hinausläuft, entweder eine isolierte Almeria-Tomaten-Halle zu bauen, in der man die Bedingungen absolut kontrollieren kann oder aber eher intuitives Gärtnern zu pflegen und davon auszugehen, dass das Rad erfunden ist. Ich ziehe letzteres vor, denn nicht zuletzt ist Bonsai doch auch ein ästhetisches Unterfangen, eine sinnliche Angelegenheit. Labore, wie ich sie kenne, sind sehr selten eine sinnliche Angelegenheit.
Ich bin absolut kein Feind der Wissenschaft, im Gegenteil. Ich warne bloss vor Selbstüberschätzung. Wer sich mit naturwissenschaftlicher Forschung irgendwie befasst hat, kennt das Problem des Versuchsaufbaus und der Versuchsbedingungen. Kriegt man die nicht reproduzierbar hin, hat man am Ende bloss eine «vermeintlich bestätigte Vermutung» oder sogar einen groben Fehler. Ist schon vielen passiert. Es kann völlig genügen, wenn ein Bauteil eines Laborgeräts aus Stahl besteht, der nach 1945 hergestellt wurde und der Versuchsleiter die darum innewohnende minimale Strahlung nicht miteingerechnet hat. Um solchen Pipifax geht es.
Selbstüberschätzung ist da der wahre Gegner. Banales Beispiel: Ein Abiturient soll aufgrund von Messwerten die Gravitationskonstante berechnen. Das Messgerät zeigt zwei Stellen nach dem Komma an, er rechnet und rechnet und gibt einen Wert mit fünf Stellen nach dem Komma ab, wie es ihm der Taschenrechner angezeigt hat. Grober Fehler – wie sollte der Taschenrechner die Präzision des Messgeräts erhöhen? Da hat einer versucht, wissenschaftlich zu denken und ist tatsächlich im Glauben gelandet...
Das wird hier oft gemacht. Es wird der pH gemessen, es wird der EC gemessen – aber die «Versuchsanordnung», gibt das gar nicht her: Da ist Leitungswasser mit schwankenden EC-Werten, auch Regenwasser ist keineswegs so «rein», wie manche glauben, da sind unbekannte Humusanteile mit unbekannten Zerfallskurven, weiter zwar benannte, aber im wissenschaftlichen Sinn, etwa in Bezug auf Lösungsverhalten nicht genau definierte mineralische Anteile, ständig wechselnde Umgebungsbedingungen (Temperatur, Sonnenstrahlung, Verdunstung) und dazu noch ein überaus dynamisches Element, nämlich der Baum mit seinen Zyklen, seinem Tagesblauf und seinen saisonalen Anpassungen.
Darum warne ich manchmal. Wer glaubt, mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten einen «Bonsai-Algorithmus» hinzukriegen, der alle Faktoren mit berücksichtigt, irrt. Dazu kommt, dass ein paar hier mit Fanfarenstössen präsentierte Wunder-Rezepte sang- und klanglos untergegangen sind, nicht wieder erwähnt wurden. Da hat die Komplexität der Sache den Vereinfacher abgestraft. Weshalb es darauf hinausläuft, entweder eine isolierte Almeria-Tomaten-Halle zu bauen, in der man die Bedingungen absolut kontrollieren kann oder aber eher intuitives Gärtnern zu pflegen und davon auszugehen, dass das Rad erfunden ist. Ich ziehe letzteres vor, denn nicht zuletzt ist Bonsai doch auch ein ästhetisches Unterfangen, eine sinnliche Angelegenheit. Labore, wie ich sie kenne, sind sehr selten eine sinnliche Angelegenheit.
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Danke, Andreas; das war dann die Langversion meines Satzes. 
Gruß
Rüdiger
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
stimmt schon alles. bloss muss man - auch ganz banal - den mineralischen dünger halt irgendwie dosieren.
geht mit der methode von dieter (xxx ml auf xxx liter wasser...) oder wenn man so ein ec-gerät hat, nimmt man halt da einen richtwert, mit dem man erfahrungsgemäß - die erwähnten schwankungsfaktoren einbezogen - ganz gut fährt.
die mineralischen dünger sind wahrscheinlich auch nicht immer 100 % homogen gemischt.
von maximal und optimiert hat ja gar keiner geredet...
geht mit der methode von dieter (xxx ml auf xxx liter wasser...) oder wenn man so ein ec-gerät hat, nimmt man halt da einen richtwert, mit dem man erfahrungsgemäß - die erwähnten schwankungsfaktoren einbezogen - ganz gut fährt.
die mineralischen dünger sind wahrscheinlich auch nicht immer 100 % homogen gemischt.
von maximal und optimiert hat ja gar keiner geredet...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Das ist übrigens ein ganz wichtiger Hinweis!achim73 hat geschrieben: 02.08.2023, 19:09 ..........die mineralischen dünger sind wahrscheinlich auch nicht immer 100 % homogen gemischt.
Entweder man mischt bei festen Düngern vor jedem Düngen durch oder, so meine schmerzliche Erfahrung, man sollte den Bodensatz nicht oder nur sehr! verdünnt nutzen.
Ich habe mit dem Bodensatz schon Ausfälle generiert.
Gruß
Rüdiger
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Zur Abrundung: Ich dünge auch mineralisch, manches seit 35 Jahren. (Allerdings nicht in «modernem Substrat», das ich als «hektisch» in der Pflege empfinde, weshalb ich gerne breit gehaltene, unterschiedliche Mischböden verwende. Rezepte gegen Vorauszahlung, Kontakt via PN, öffentliche diskutiere ich das ungern).
Da steht dann auf der Düngerflasche 20 ml/10 Liter. Also erstmal 20 ml / 1 Liter, das ist die Stammlösung in einer PET-Flasche im Kühlschrank (reduziert Ausfällung). Pro Anwendung wird 1 Deziliter verdünnt auf einen Liter. Die Abweichung kann man sich ausrechnen, es wurden 20 ml mit 10 Liter verdünnt, das ist sehr überschaubar. Übrigens ist schon die Herstellerangabe mit den 20 ml ein Erfahrungswert, nicht mehr...
Sehr einfach. Es erspart dazu ein weiteres, eigentlich unnützes, extra hergestelltes und irgendwann weggeworfenes Gerät. Weil wir doch bei Bonsai Einfachheit anstreben, schlichte Anmut und konzentrierte Reduktion und so...
Da steht dann auf der Düngerflasche 20 ml/10 Liter. Also erstmal 20 ml / 1 Liter, das ist die Stammlösung in einer PET-Flasche im Kühlschrank (reduziert Ausfällung). Pro Anwendung wird 1 Deziliter verdünnt auf einen Liter. Die Abweichung kann man sich ausrechnen, es wurden 20 ml mit 10 Liter verdünnt, das ist sehr überschaubar. Übrigens ist schon die Herstellerangabe mit den 20 ml ein Erfahrungswert, nicht mehr...
Sehr einfach. Es erspart dazu ein weiteres, eigentlich unnützes, extra hergestelltes und irgendwann weggeworfenes Gerät. Weil wir doch bei Bonsai Einfachheit anstreben, schlichte Anmut und konzentrierte Reduktion und so...
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Was mir auch nach Lektüre des gesamten Fadens nicht ganz klar geworden ist: gilt das auch für Torf bzw. Kokosmaterial?achim73 hat geschrieben: 30.05.2022, 18:27 Das sieben ist elementar wichtig. alles unter 2 mm hat in einer bonsaischale nichts zu suchen.
Schöne Grüße
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Nein.Suikinkutsu hat geschrieben: 09.04.2024, 13:12Was mir auch nach Lektüre des gesamten Fadens nicht ganz klar geworden ist: gilt das auch für Torf bzw. Kokosmaterial?achim73 hat geschrieben: 30.05.2022, 18:27 Das sieben ist elementar wichtig. alles unter 2 mm hat in einer bonsaischale nichts zu suchen.
Das Kokosmaterial ist bei mir auch ziemlich fein. Es verstopft bei mir aber nicht das Substrat. Das passiert erst im Zuge der wachsenden und sich verdichtenden Wurzeln.
Große Probleme mit Verstopfungen bereitete mir allerdings organischer Dünger, den ich lose(!) auf die Erdoberfläche legte. Mittlerweile verwende ich dafür Teebeutel als Behältnis.
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Re: Neue Version von "Substrat, Wässern, Düngen"
Alternativ kannst du auch Pinienrinde 3-8 mm beimengen, oder noch feiner aussieben.Suikinkutsu hat geschrieben: 09.04.2024, 13:12Was mir auch nach Lektüre des gesamten Fadens nicht ganz klar geworden ist: gilt das auch für Torf bzw. Kokosmaterial?achim73 hat geschrieben: 30.05.2022, 18:27 Das sieben ist elementar wichtig. alles unter 2 mm hat in einer bonsaischale nichts zu suchen.
@Norbert_S hatte hier (Link) darüber berichtet.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
