das Nebari hat sich wirklich gut entwickelt, gefällt mir
langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Hallo Rainer,
das Nebari hat sich wirklich gut entwickelt, gefällt mir
. Hast du den jetzt oder schon im Frühjahr umgetopft? Wäre es für Spätsommerumtopfen nicht noch ein wenig zu früh oder kommst du bzw. deine Bäume damit auch so früh schon zurecht?
das Nebari hat sich wirklich gut entwickelt, gefällt mir
Liebe Grüße
Heiner
Heiner
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Gute Frage Heiner, das letzte Bild ist vom Frühjahr 2022.
Grüße
Rainer
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Aktuelle Bilder: beim Umtopfen kommt eine Schicht fein geschnittenes Sphagnummmoos (im Thermomix oä) oben drauf. Nach 2-3 Monaten wird es ein grüner Moosteppich in den die Wurzeln gierig einwachsen. Und leichter feucht zu halten ist es auch.
Stammdurchmesser 3,5 cm, Nebari 11-12 cm
Grüße
Rainer
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Rainer
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- August 2022: trockenes Sphagnummoos, weil die Schale ist nur 2 cm hoch ist wurde sicher verzurrt, gewinnt leider keinen Schönheitspreis
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Hallo,
vor 7 Jahren habe ich schon mal was zu diesem Thema geschrieben:
viewtopic.php?t=42258
Nachdem in Rainers interessantem Thread schon seit ein paar Tagen Ruhe herrscht, will ich noch was dazu sagen und besonders auf meine Beobachtungen seit dem o.a. Artikel hinweisen.
Zuerst, hier und in meinem Artikel, geht es um Laubbaum-Nebaris. Die Koniferen-Fans sollen sich aber nicht ausgegrenzt fühlen. Vielleicht schreibt ein Connaisseur dazu noch was Spezielles.
Rainer beschreibt sehr schön, wie er immer wieder korrigierend bei den Wurzelansätzen von Ulmen eingreift und diese verbessert. Anfangs habe ich öfter mal gedacht: "Fummelt er da nicht eigentlich zuviel herum?"
Hat er nicht getan! Ulmen brauchen in ihrer Jugend eine strenge korrigierende Hand (besser Zange), ganz besonders, wenn es sich um Stecklinge handelt.
Fächerahorne, mit ihren Unterarten, machen es dem Bonsaigestalter deutlich einfacher. Wenn der Fächerahorn-Prebonsai bereits über eine halbwegs befriedigende Ausbildung des Nebari verfügt, hilft Zeit und der gesunde Menschen-(Bonsai-)Verstand allein weiter: Die Haltung in flachen Schalen, die konsequente Wegnahme von allem nach unten wachsenden Wurzelwerk beim Umtopfen, das bewirkt schon sehr viel, um nicht zu sagen, das Meiste. Und dann kommt ja noch bei ihm mit den Jahren zwangsläufig die begehrte Wirkung des Tachiagari hinzu.
Sukkulenten, in erster Linie der Baobab, (siehe Artikel oben aus 2015) sind praktisch nebarilos, aber nicht alle. Der Jadebaum (Portulacaria afra) produziert ein einseitig betontes Nebari, wurstförmig, einfach unschön. Deshalb halb verlangt dessen Nebari nach besonderer Zuwendung, wie es Karl-Heinz G. schon in seinem inspirierenden Artikel gezeigt hat. Schade, dass von ihm schon seit Jahren nichts mehr zu lesen ist. viewtopic.php?t=23481&hilit=Portulacaria+afra
Zu dicke einseitige Wurzeln können gespalten und mit Spreizmaterial getrennt gehalten werden.
Ein gutes Erscheinungsbild der Oberflächenwurzeln ist die halbe Miete! Schließlich gilt: Zum Nebari drängt, am Nebari hängt doch alles!"
Heiner
vor 7 Jahren habe ich schon mal was zu diesem Thema geschrieben:
viewtopic.php?t=42258
Nachdem in Rainers interessantem Thread schon seit ein paar Tagen Ruhe herrscht, will ich noch was dazu sagen und besonders auf meine Beobachtungen seit dem o.a. Artikel hinweisen.
Zuerst, hier und in meinem Artikel, geht es um Laubbaum-Nebaris. Die Koniferen-Fans sollen sich aber nicht ausgegrenzt fühlen. Vielleicht schreibt ein Connaisseur dazu noch was Spezielles.
Rainer beschreibt sehr schön, wie er immer wieder korrigierend bei den Wurzelansätzen von Ulmen eingreift und diese verbessert. Anfangs habe ich öfter mal gedacht: "Fummelt er da nicht eigentlich zuviel herum?"
Hat er nicht getan! Ulmen brauchen in ihrer Jugend eine strenge korrigierende Hand (besser Zange), ganz besonders, wenn es sich um Stecklinge handelt.
Fächerahorne, mit ihren Unterarten, machen es dem Bonsaigestalter deutlich einfacher. Wenn der Fächerahorn-Prebonsai bereits über eine halbwegs befriedigende Ausbildung des Nebari verfügt, hilft Zeit und der gesunde Menschen-(Bonsai-)Verstand allein weiter: Die Haltung in flachen Schalen, die konsequente Wegnahme von allem nach unten wachsenden Wurzelwerk beim Umtopfen, das bewirkt schon sehr viel, um nicht zu sagen, das Meiste. Und dann kommt ja noch bei ihm mit den Jahren zwangsläufig die begehrte Wirkung des Tachiagari hinzu.
Sukkulenten, in erster Linie der Baobab, (siehe Artikel oben aus 2015) sind praktisch nebarilos, aber nicht alle. Der Jadebaum (Portulacaria afra) produziert ein einseitig betontes Nebari, wurstförmig, einfach unschön. Deshalb halb verlangt dessen Nebari nach besonderer Zuwendung, wie es Karl-Heinz G. schon in seinem inspirierenden Artikel gezeigt hat. Schade, dass von ihm schon seit Jahren nichts mehr zu lesen ist. viewtopic.php?t=23481&hilit=Portulacaria+afra
Zu dicke einseitige Wurzeln können gespalten und mit Spreizmaterial getrennt gehalten werden.
Ein gutes Erscheinungsbild der Oberflächenwurzeln ist die halbe Miete! Schließlich gilt: Zum Nebari drängt, am Nebari hängt doch alles!"
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Bitte beachtet das "fein geschnittene Sphagnummoos" !mydear hat geschrieben: 07.08.2022, 14:55 Aktuelle Bilder: beim Umtopfen kommt eine Schicht fein geschnittenes Sphagnummmoos (im Thermomix oä) oben drauf. Nach 2-3 Monaten wird es ein grüner Moosteppich in den die Wurzeln gierig einwachsen. Und leichter feucht zu halten ist es auch.
Grüße
Rainer
Wenn ihr das nicht macht, das Feinschneiden, dann bekommt ihr die neuen Wurzeln nur sehr schwer und fast nicht ohne Verluste aus dem Sphagnummoos später raus.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Fortsetzung zu Fächerahorn Nr. 9
weiter oben die bisherigen Fotos: viewtopic.php?p=610184#p610184
Die beiden Wurzelablikationen vom März 2022 sind angewachsen. Gestern wurden die überflüssigen Triebe gekappt und gleich umgetopft. Ich bin ganz zufrieden, denke die Wurzeln sind gut eingewachsen.
Ein Trieb wurde damals unter dem Nebari auf die andere Seite geführt und erst dort nach oben gedrahtet. Dieser Trieb hat unterirdisch zusätzliche Wurzeln gebildet. Er konnte als bewurzelter Steckling gleich gedrahtet und getopft werden.
Grüße
Rainer
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- März 2022: der Sämling wird in durch das Bohrloch gezogen
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- März 2022: 2 eingezogene Sämlinge vervollständigen das Nebari
- IMG_1928.jpeg (403.92 KiB) 1214 mal betrachtet
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- 15. 08. 2023: die neuen Wurzeln füllen die Nebarilücke gut aus
- IMG_2244.jpeg (426.49 KiB) 1214 mal betrachtet
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- 15.8.2023: jetzt rundum gutes Nebari
- IMG_2247.jpeg (318.54 KiB) 1214 mal betrachtet
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- 15.8.2023: an der Unterseite ist Ein- und Austritt des Sämlings erkennbar. Die Wurzeln rechts wurden zur Unterstützung belassen. Doppelt versorgt die Wurzeln besser…
- IMG_2251.jpeg (413.04 KiB) 1214 mal betrachtet
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- der abgeschnittene Sämling hat genügend neue Wurzeln entwickelt
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- Draht mit Malerkrepp geschützt, dass er nicht so schnell einwächst
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- so gefällt mir der Stengel schon besser
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Fortsetzung zu Fächerahorn Nr. 10:
siehe auch Seite 4 des vorangegangenen Threads: viewtopic.php?p=545991#p545991
An dieser Pflanze hatte mir Max (maexart) letztes Jahr 2 Sämlinge angeplattet. Zum besseren Verwachsen hatte er eine leichte Nut eingesägt. Dort wurden die Sämlinge angedrückt und mit Reißnagel fixiert. Die Triebe waren mittlerweile ins Nebari eingewachsen. Heute wurde die „Triebspitze“ abgetrennt. Ein kleiner Strumpf blieb zurück (siehe Foto). Sieht aus, als hätte die Aktion erfolgreich war. Das Nebari ist nun rundum fast perfekt..
Grüße
Rainewr
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- März 2022
- IMG_1925.jpeg (484.07 KiB) 1141 mal betrachtet
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- März 2022
- IMG_1926.jpeg (362.48 KiB) 1141 mal betrachtet
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- 15.8.2023: die beiden eingezogenen Sämlinge sind gut gewachsen. Sie dürften schon mit dem Nebari verwachsen sein
- IMG_2225.jpeg (246.15 KiB) 1141 mal betrachtet
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- die Pfeile zeigen wo die Sämlinge abgeschnitten wurden
- IMG_2227.jpeg (452.6 KiB) 1141 mal betrachtet
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- die beiden Sämlinge haben aus dem Stamm neue Wurzeln entwickelt
- IMG_2236.jpeg (184.36 KiB) 1141 mal betrachtet
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
weiter
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- hier sind beide Wurzeltriebe angewachsen
- IMG_2235.jpeg (283.77 KiB) 1137 mal betrachtet
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Rainer, Deine Acer sind auf einem guten Weg.
Andere machen das ja auch so. (Beispiel von der BUGA 23)
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Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Wobei m.E. das "Buga"-Nebari mehr Auslauf, sprich weitere Schale benötigt. Zumindest optisch.
Gruß
Rüdiger
Gruß
Rüdiger
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
fußnote zu eben diesem nebari:Georg hat geschrieben: 16.08.2023, 11:28 Wobei m.E. das "Buga"-Nebari mehr Auslauf, sprich weitere Schale benötigt. Zumindest optisch.
Gruß
Rüdiger
"so wie ein flatschfuß eben größere schuhe braucht"
bin lang vor dem baum gestanden, super schön und gepflegt
aber der wurzelteller ist für mein empfinden total aus der proportion
dennoch - hochachtung für die pflegerische leistung, das muss man erst mal so hin bekommen
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart
Nichi nichi kore kōjitsu
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- Andreas Ludwig
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Nu ja. Da habe ich schon komischere, natürliche und sehr flächendeckende Wurzelfüsse gesehen. Eine etwas zu kleine Schale bewirkt ja nicht zuletzt, dass die Schildkröte noch imposanter wirkt. Bonsai sind überwiegend Stlisierungen, angeregt durch Vorbilder wie vielleicht dieses. Mich stört eher die Gleichförmigkeit als das Volumen. Als Vergleich, wie ich das meine: sowas
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
na das ist ja auch ein netzwerk und keine platte
wenn ich so was hin bekomme, hör ich sofort mit bonsai machen auf
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Das wäre sehr schade. Aber man kriegt an eine Platte auch ein Netzwerk dran – wenn man nicht aufhört.
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(Thoreau)
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Re: langjährige Nebari-Entwicklung: welche Techniken funktionieren?
Danke Gary,Gary hat geschrieben: 16.08.2023, 11:17 Rainer, Deine Acer sind auf einem guten Weg.![]()
Andere machen das ja auch so. (Beispiel von der BUGA 23)
das Trichter-Nebari habe ich mir in Augsburg ganz genau angeschaut, wo der japanische Kollege früher nachgeholfen hat.
Ich denke, da sind rundum Jungpflanzen bzw. Wurzeln angeplattet worden. Nachdem sie eingewachsen waren hat man die Triebe mit einer Zange grob entfernt. Sie Stellen sind erstaunlich lange sichtbar. Das dürfte gut 10 Jahre zurückliegen, wenn nicht deutlich länger.
Grüße
Rainer
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- da wurde ziemlich viel nachgeholfen
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
