Hallo, dieser Beitrag ist zwar schon etwas veraltet, habe ihn vor ein paar Tagen erst entdeckt, ist aber immer noch aktuell.
Eine sichere Lösung konnte ich jedoch in den vorhergehenden Beiträgen nicht erkennen, wobei einige richtige Ansätze vorhanden waren; z.B. auf eine den Witterungsverhältnissen angepasste Düngung, also lieber weniger als zu viel, bzw. bei Hitzewarnung eine Düngung sogar weg zulassen.
Große Beachtung sollte der manchmal extremen Hitze gegeben werden. Dazu habe ich auch nur wage Andeutungen entdeckt.
Ich habe es in den letzten Sommern so gemacht, dass meine Bäumchen nie ganz der direkten Sonnenausstrahlung ausgesetzt waren. Ich habe auf meinem Grundstück 3 Stellflächen für meine Bonsai.
Entweder standen sie 1. ohnehin im Halbschatten oder hatten 2. einen schattigen Platz zu den Mittagsstunden (Brombeerhecke) oder 3. am Standort mit direkter Sonneneinstrahlung, wo die Schalen mit reflektierender Folie eingehüllt waren.
Der Schutz mit der Folie sieht zwar bescheuert aus, ist aber äußerst hilfreich. Es ist einfach fahrlässig, die Schalen der Sonne auszusetzen, auch in den Morgen- und Nachmittagsstunden, denn die adsorbierte Hitze ist enorm. Von nassen Tüchern würde ich abraten, die trocknen zu schnell aus oder werden von Wind weg geweht.
Auf dem folgenden Bild vom Juni sind erst wenige Schalen mit Folie (sogenannte Rettungsfolie) eigehüllt, das habe ich jedoch danach bei allen Schalen ausgeführt, die exponentiell direkte Sonne bekommen haben.

- P1110256_kd.jpg (102.08 KiB) 2346 mal betrachtet

- P1110221_1.jpg (266.2 KiB) 2346 mal betrachtet
Für den Extremfall kann ich dort auch noch eine elektrische Markise ausfahren, die auch bei starkem Regen ihren Dienst tut. Jetzt z.B. bei heftigem Schnee-Regen (die Pflanzen stehen immer noch dort) ist die Markise wieder raus gefahren.
An anderen Stellen standen die Bonsai auf dicken Wasser- durchtränkten Filzmatten, die immer wieder nachgewässert wurden. Damit stehen sie immer in einem günstigen Feuchtigkeitsniveau.
Das Jahr 2024 ist jedoch nicht ganz ohne Probleme abgegangen, so hat der Junitrieb bei meinen Ahörnern die Sonne nicht verkraftet und die Spitzentriebe sind einfach eingeschrumpelt. Aber sonst haben meine Bäumchen das Jahr 24 ziemlich gut überstanden. Die Blätter meiner Hainbuche, die sonst, egal wo sie stand, immer verbrannte Blätter hatte, haben dieses Jahr ohne Schaden (außer etwas Blattfraß an manchen Blättern) überstanden.
Übrigens, als Pflanzenschutz verwende ich seit dem letzten Sommer Schachtelhalmbrühe und Brennnesseljauche, natürlich auch Sommeröl.
Im Ausgang des letzten Sommers habe ich schon Brennnesseln und Schachtelhalme zum Trocknen gesammelt, so dass ich in diesem Jahr zeitig mit der Behandlung beginnen kann.
Mit Grüßen für einen zuversichtlichen Neustart, Heiner