Entwicklung einer Besen-Ulme (Feldulme, Ulmus minor)

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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

Hier mal Bilder dieser Schädlinge an der Blattunterseite. Wer weiß wie sie heißen?

Die erwachsene Laus fliegt bei Gefahr auf und setzt sich rasch und oft nah auf Blättern, Ästen oder Topf wieder ab. Es ist ein gelbgrüner Rumpf mit schwarzem Kopf. Sie sorgt in kurzer Zeit für viel Nachwuchs, siehe diese weißen Jungtiere. Die erwachsenen Tiere sind etwa 2-3 mm lang. Wird nicht bekämpft rollen sich die Blätter langsam ein. Jedoch nicht so stark wie bei der Ulmenblattrollenlaus. Vielleicht ist es auch die Blattrollenlaus, nur dass der Befall frühzeitig gestoppt wurde.

Spritzen mit Weißöl hilft, einmalige Gabe reicht meist nicht. Die Blätter wurden durch das Paraffinöl vermutlich nicht beeinträchtigt.


Grüße
Rainer
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11.09.2023
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IMG_2703.jpeg
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Muttertier und Nachwuchs: wie heißte der Schädling?
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leicht eingerollte Blätter
leicht eingerollte Blätter
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Bilder vom Frühjahr was die Blattrollenlaus verursacht. Bislang kam der Schädling nur im Frühjahr. Nach dem Abknipsen der befallenen Spitzenblätter war Ruhe.
Bilder vom Frühjahr was die Blattrollenlaus verursacht. Bislang kam der Schädling nur im Frühjahr. Nach dem Abknipsen der befallenen Spitzenblätter war Ruhe.
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
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Andreas Ludwig
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von Andreas Ludwig »

Ich tippe auf die Gattung Macrosiphum (denkbar wäre aber auch Myzus). Anhand der Bilder ist das etwas schwierig. Kriegst du Makroaufnahmen hin?
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

leider nein, die hatte kurz nachher Totalschaden *floet*
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

Zurück zur ursprünglichen Besen-Feldulme:

nach 2 Jahren war Umpflanzen fällig. Und siehe da, der Wurzelansatz hat 2 Stellen ohne Wurzeln. Da werden insgesamt noch 3 Wurzelablikationen folgen, je nach Laune 2024 oder 2025. Passende Stecklinge habe ich 2022 und 2023 bewurzelt.

Der untere Stammfuß wurde bündig nachgearbeitet: das tote Holz mit einer Knospenzange vorsichtig herausgezwickt bis aktives Gewebe vorhanden war. Lange und dicke Wurzeln wurden mindestens auf die Hälfte eingekürzt.

Diesmal fand ich keine wirklich passende Schale. Ich bin neugierig welche du genommen hättest?

Das Umtopfen war im Arbeitskreis. Die weiße Wand war noch die beste Fotowand. Alle Fotos sind stark aufgehellt. Kein berauschendes Ergebnis, doch wenigstens die Glasurfarben sind gut wiedergegeben.

Grüße
Rainer
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9. Sept 2023: geschnitten um an die Unterseite zu kommen
9. Sept 2023: geschnitten um an die Unterseite zu kommen
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Wurzeln unter dem Stamm komplett entfernt
Wurzeln unter dem Stamm komplett entfernt
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die abstehenden Abmooskanten mit Skalpell geglättet, vorne eine Stelle ohne Wurzeln
die abstehenden Abmooskanten mit Skalpell geglättet, vorne eine Stelle ohne Wurzeln
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noch eine Lücke im Nebari
noch eine Lücke im Nebari
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der tote Stammstumpf wurde bis in lebendes Holz entfernt
der tote Stammstumpf wurde bis in lebendes Holz entfernt
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von oben
von oben
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1: Yamafusa (Tokoname)
1: Yamafusa (Tokoname)
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2: Kai Sperling
2: Kai Sperling
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3: Roman Husmann
3: Roman Husmann
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4: Tosui (Tokoname)
4: Tosui (Tokoname)
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

nochmals die Schalen:
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xenix
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von xenix »

Hallo Rainer

Meine Meinung :

Die Feldulme entweder in die Schale

von Kai Sperling; obschon die wohl ein bisschen gar gross ist.
oder
von Roman Husmann topfen; die hat aus meiner Sicht zwar die richtige Grösse aber für mich eine unpassende Farbe.
Beste Grüsse aus der Schweiz
Tom
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Barbara
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von Barbara »

Ich bin für die Husmann Schale..... :wink:
Bei dieser streng aufrechten Form gefällt mir rund am besten (die ist doch rund, oder?) Eckig ging auch, aber die ist zu groß. Oval passt gar nicht, finde ich.

Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

Barbara hat geschrieben: 13.09.2023, 17:21 Ich bin für die Husmann Schale..... :wink:
Bei dieser streng aufrechten Form gefällt mir rund am besten (die ist doch rund, oder?) Eckig ging auch, aber die ist zu groß. Oval passt gar nicht, finde ich.
Ok Barbara, dann sind wir uns wieder einig. Die Schale ist allerdings oval, auch wenn es fast nicht auffällt. Mich stört die ovale Form nicht.

Grüße
Rainer
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

xenix hat geschrieben: 13.09.2023, 16:49 Kai Sperling; obschon die wohl ein bisschen gar gross ist.
oder
Roman Husmann; die hat aus meiner Sicht zwar die richtige Grösse aber für mich eine unpassende Farbe.
Ja Tom,
die Glasur von Kai Sperling paßt wunderbar zur Stammrinde der Ulme. Leider ist sie sehr groß und tief. Da würden die Wurzeln stark in die Länge wachsen. Ich dagegen will in Stammnähe kurze und verzweigte Wurzeln. Deshalb die kleine Husmann-Schale, in der der Ballen kompakter bleiben wird. Die Feldulme hat ja starkes Wurzelwachstum. Durch den eingezogenen Schalenrand muss beim nächsten Umtopfen zwar mit einem Sichelmesser der Ballen seitlich eingeschnitten werden. Das ist ok, diese äußeren Wurzeln kommen ohnehin weg.
Zur Farbe: natürlich wäre mir Grün lieber gewesen. An der Yamafusa-Schale sieht man, dass nicht jeder grüne Farbton passt. Grün ist nicht gleich Grün. Das jetzige Beigebraune finde ich trotzdem ok.

Grüße
Rainer
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09.09.2023
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Hans-Joachim La.
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von Hans-Joachim La. »

Hallo Rainer, mir gefällt das Bäumchen mit der Schale sehr gut. :)
Gruß Joachim
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nemsi
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von nemsi »

Hallo Rainer,

mir ist der Faden jetzt erst aufgefallen. Die Schale passt gut, mit der Sperling-Glasur würde es mir noch besser gefallen.
Die zwei Löcher im Nebari kenne ich auch von abgemoosten Ulmen. Liegt das vielleicht daran, dass bei Ulmen die Knospen immer in versetzt gegenüber stehenden Reihen wachsen und in der Knospenreihe die Saftbahn nach unten läuft?

Ich habe jetzt auch eine Besenulme am Start. Die Abmoosung folgt dann 2024. Mal schauen, wie es wird.
Gibt es eine Möglichkeit, die Knolle am Übergang Stamm / Äste zu vermeiden?

Genieße Deine Rente!! :-D
Liebe Grüße
Robert

Bonsaifreunde Franken e. V.
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

nemsi hat geschrieben: 17.10.2023, 11:08 Die zwei Löcher im Nebari kenne ich auch von abgemoosten Ulmen. Liegt das vielleicht daran, dass bei Ulmen die Knospen immer in versetzt gegenüber stehenden Reihen wachsen und in der Knospenreihe die Saftbahn nach unten läuft?

Gibt es eine Möglichkeit, die Knolle am Übergang Stamm / Äste zu vermeiden?
Hallo Robert,
willkommen in meiner Bastelecke und viel Erfolg mit deiner Besenulme *daumen_new*

Mein Eindruck ist, dass fehlende Nebari-Segmente oberhalb größere Schnittstellen haben. Durch größere Schnittstellen könnten die Saftbahnen unterbrochen bzw. umgeleitet wurden. An diesen Stellen ist wohl zu wenig Saftfluss und die Wurzelbildung entsprechend spärlich oder ausbleibend.

Die obere Verdickung resultiert aus übermäßigem Anfangswachstum von zu vielen Trieben auf gleicher Höhe. Um die obere Kappstelle schnell zu schließen ließ ich das Wachstum zu. Die verursachten Schnittstellen werden leider immer sichtbar bleiben. Der Anfangsfehler rächt sich fortan. Du hast es selbst in der Hand: langsame, feine Triebe geduldig entwickeln, dafür dauert es deutlich länger bis die Kappstelle vollständig überwallt. Zusätzlich wie im Verlauf mehrfach hingewiesen, solltest du die Triebe fast senkrecht nach oben wachsen (Rasierpinsel).

In diesem Thread (Link) versuche ich es ganz von vorne mit etwas mehr Geduld (habe ja jetzt mehr Zeit).

Grüße
Rainer
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

Die kleine Ulme möchte ich konsequenter in Besenform gestalten. Warum nicht auf altbewährte Japan-Tradition zurückgreifen?
Nach dem Betrachten eines japanischen Videos habe ich mich für die Zusammenschnürung über Winter entschieden. Die Technik wurde ja bereits von John Naka in seinen Büchern beschrieben.

Grüße
Rainer
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Sept 2023
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7. Jan 2024
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mit Bast zum Rasierpinsel zusammengebunden
mit Bast zum Rasierpinsel zusammengebunden
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DHG
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von DHG »

mydear hat geschrieben: 07.01.2024, 20:47 Die kleine Ulme möchte ich konsequenter in Besenform gestalten. Warum nicht auf altbewährte Japan-Tradition zurückgreifen?
Nach dem Betrachten eines japanischen Videos habe ich mich für die Zusammenschnürung über Winter entschieden. Die Technik wurde ja bereits von John Naka in seinen Büchern beschrieben.

Grüße
Rainer
Hallo Rainer,
was hat es mit der Technik auf sich? Ich kann mir da gerade gar keinen Reim drauf machen was das bringen soll, daher die Frage.

Grüße
Marcus
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mydear
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Re: Entwicklung einer Besen-Ulme

Beitrag von mydear »

Hallo Marcus,
Formung der Primäräste in aufrechter Form. Von dort fächern die Triebe auf wie ein Rasierpinsel, so wachsen Bäume in der Natur, siehe Maulbeerbaum.

Grüße
Rainer
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natürlicher Wuchs eines Maulbeerbaumes
natürlicher Wuchs eines Maulbeerbaumes
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