Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Liebe Bonsai-Gemeinde
Manchmal veranlassen einen äussere Umstände zu drastischen Schritten. Das vielleicht sonst etwas zaghafte Verhalten ist gelöst durch neuen Tatendrang, der auch vor (Schnitt-)massnahmen nicht zurückschreckt, welche Jahre aufgeschoben oder kümmerlich vernachlässigt wurden.
So will ich meine beiden Hainbuchen und deren Entwicklung hier dokumentieren…
Zwei Hagelschäden letzten Sommer haben Sie arg gebäutelt. Die 5cm grossen Hagelkörner während 10min haben alles auf der Terrasse vernichtet, was man ich vorstellen kann – nachts um 2 Uhr in einer frühen Juli-Nacht. Alle Pflanzen hatten 50% Laub verloren, und was noch an Pflanzen verblieb war nicht mehr ganz. Äste wurden abgeschlagen oder platzen auf. Beim Anblick am Morgen stiegen mir die Tränen in die Augen. Es sah aus wie Schnittsalat. Zentimeterdick war der Holzrost damit bedeckt. Nacktes Entsetzen!
Nun gut, Mutter Natur ist stark und nach dme ungewollten «Blattschnitt» begannen bald neue Knospen zu treiben. Sauberes nachschneiden und Wundpflege waren das einzige was es zu tun gab. Und sich in Geduld üben. So grünte dann auch das meiste wieder innerhalb von 4 Wochen – wenn auch nicht in der Üppigkeit, wie gewohnt. Und dann folgte Anfang August der zweite Hagelschauer. Gleiches Bild wenn auch die Hagelkörner nur 2-3cm gross waren… von den 68 Äpfeln am Apfelbaum im Topf hatte ich beim ersten Hagelschauer 60 velroren. Sie waren einfach zerplatzt. Der zweite Hagelschauer vernichtete noch die 8 übriggebliebenen, parat endlich etwas Farbe anzunehmen.
Bei den Bonsais sah es nicht anders aus.
Ich liess alles wie es ist, schaute dass nichts faulte und liess alles so gut es noch ging durchtreiben. Kein Schnitt, keine Wurzelarbeit, kein Dünger – einfach giessen bei Bedarf und hoffen, dass es doch noch Knospen für den kommenden Frühling gibt.
Das gab es. Und so habe ich mich heute dann aufgemacht die beiden Weissbuchen kurz vor dem Austrieb in Form zu bringen.
Ich bin mir bewusst, etwas harsch geschnitten zu haben. Einige werden sicherlich Kopf schütteln. Soviel Zuwachs der letzten Jahre einfach wieder abschneiden? War also alles für die Tonne? Ja, war es. Ich hatte wohl bei der Erstgestaltung und vor allem bei der folgenden Pflege mich zuwenig gefragt, wohin die Reise gehen soll. Oder was braucht der Baum um wirklich an Ästen um Bonsai zu werden?
Ich bin auf kritisches Feedback vorbereitet. Das kann ich ertragen und vielleicht auch einige Fragen noch beantworten.
Doch seht selbst.
Kenndaten:
Art: Carpinus betulus (Hain-, oder Weissbuche)
Ursprung: Feldware aus Linda
in Gestaltung seit: Frühjahr 2017
Grösse: ca. 30cm ab Schalenoberkante
Preis: je 69.- Euro
(Beitrag in 1 von 3)
Manchmal veranlassen einen äussere Umstände zu drastischen Schritten. Das vielleicht sonst etwas zaghafte Verhalten ist gelöst durch neuen Tatendrang, der auch vor (Schnitt-)massnahmen nicht zurückschreckt, welche Jahre aufgeschoben oder kümmerlich vernachlässigt wurden.
So will ich meine beiden Hainbuchen und deren Entwicklung hier dokumentieren…
Zwei Hagelschäden letzten Sommer haben Sie arg gebäutelt. Die 5cm grossen Hagelkörner während 10min haben alles auf der Terrasse vernichtet, was man ich vorstellen kann – nachts um 2 Uhr in einer frühen Juli-Nacht. Alle Pflanzen hatten 50% Laub verloren, und was noch an Pflanzen verblieb war nicht mehr ganz. Äste wurden abgeschlagen oder platzen auf. Beim Anblick am Morgen stiegen mir die Tränen in die Augen. Es sah aus wie Schnittsalat. Zentimeterdick war der Holzrost damit bedeckt. Nacktes Entsetzen!
Nun gut, Mutter Natur ist stark und nach dme ungewollten «Blattschnitt» begannen bald neue Knospen zu treiben. Sauberes nachschneiden und Wundpflege waren das einzige was es zu tun gab. Und sich in Geduld üben. So grünte dann auch das meiste wieder innerhalb von 4 Wochen – wenn auch nicht in der Üppigkeit, wie gewohnt. Und dann folgte Anfang August der zweite Hagelschauer. Gleiches Bild wenn auch die Hagelkörner nur 2-3cm gross waren… von den 68 Äpfeln am Apfelbaum im Topf hatte ich beim ersten Hagelschauer 60 velroren. Sie waren einfach zerplatzt. Der zweite Hagelschauer vernichtete noch die 8 übriggebliebenen, parat endlich etwas Farbe anzunehmen.
Bei den Bonsais sah es nicht anders aus.
Ich liess alles wie es ist, schaute dass nichts faulte und liess alles so gut es noch ging durchtreiben. Kein Schnitt, keine Wurzelarbeit, kein Dünger – einfach giessen bei Bedarf und hoffen, dass es doch noch Knospen für den kommenden Frühling gibt.
Das gab es. Und so habe ich mich heute dann aufgemacht die beiden Weissbuchen kurz vor dem Austrieb in Form zu bringen.
Ich bin mir bewusst, etwas harsch geschnitten zu haben. Einige werden sicherlich Kopf schütteln. Soviel Zuwachs der letzten Jahre einfach wieder abschneiden? War also alles für die Tonne? Ja, war es. Ich hatte wohl bei der Erstgestaltung und vor allem bei der folgenden Pflege mich zuwenig gefragt, wohin die Reise gehen soll. Oder was braucht der Baum um wirklich an Ästen um Bonsai zu werden?
Ich bin auf kritisches Feedback vorbereitet. Das kann ich ertragen und vielleicht auch einige Fragen noch beantworten.
Doch seht selbst.
Kenndaten:
Art: Carpinus betulus (Hain-, oder Weissbuche)
Ursprung: Feldware aus Linda
in Gestaltung seit: Frühjahr 2017
Grösse: ca. 30cm ab Schalenoberkante
Preis: je 69.- Euro
(Beitrag in 1 von 3)
- Dateianhänge
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- Hainbuche 1: Verkaufszustand 02.2017
- Carpinus-betul_1702.jpg (115.26 KiB) 4584 mal betrachtet
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- Hainbuche 1: Frisch eingetopft 03.2017
- Carpinus-betul_1703.jpg (222.05 KiB) 4584 mal betrachtet
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- Hainbuche 1: nach einem Jahr Wachstum 03.2018
- Carpinus-betul2_A_1803_s.jpg (224.59 KiB) 4584 mal betrachtet
-
- Hainbuche 1: von oben 03.2018
- Carpinus-betul2_B_1803_s.jpg (270.62 KiB) 4584 mal betrachtet
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- Hainbuche 1: Vorderansicht nach Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul2_C_1803_s.jpg (215.31 KiB) 4584 mal betrachtet
-
- Hainbuche 1: Rückseite nach Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul2_D_1803_s.jpg (211.79 KiB) 4584 mal betrachtet
-
- Hainbuche 1: von oben nach Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul2_D1803_s.jpg (265.54 KiB) 4584 mal betrachtet
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- Hainbuche 1: Abgeschnittene Äste 03.2018
- Carpinus-betul2_E1803_s.jpg (258.94 KiB) 4584 mal betrachtet
-
- Hainbuche 1: Vorderansicht ein Jahr später 04.2019
- Carpinus-betul2_C_1904.jpg (214.03 KiB) 4584 mal betrachtet
-
- Hainbuche 1: Rückseite ein jähr später 04.2019
- Carpinus-betul2_D_1904.jpg (208.87 KiB) 4584 mal betrachtet
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
(Beitrag in 2 von 3)
Von 2020 gibts leider kein einziges Bild. Weder vor/ nach dem Rückschnitt noch sonst irgend ein Bild...
2021 war schliesslich umtopfen angesagt und da gabs dann ein Bild nach dem Umtopfen im Mai.
Zwischenzeitlich ist die Rückseite zur Vorderseite geworden..
Von 2020 gibts leider kein einziges Bild. Weder vor/ nach dem Rückschnitt noch sonst irgend ein Bild...
2021 war schliesslich umtopfen angesagt und da gabs dann ein Bild nach dem Umtopfen im Mai.
Zwischenzeitlich ist die Rückseite zur Vorderseite geworden..
- Dateianhänge
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- Nach dem 1. Austrieb erfolgte das Umtopfen 05.2021
- Carpinus-betul2_C_2105.jpg (422.45 KiB) 4574 mal betrachtet
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
(Beitrag in 3 von 3)
Heute ging's dann ans -Herausschneiden der mittlerweile doch - im vergleich zu den unteren Ästen - etwas zu dicken oberen Äste. Auch wurde bei jedem Ast überlegt, ob er für die Gestaltung wirklich notwendig ist. Viele Äste hatten ja Hagelverletzungen. So war das Herausschneiden Mittel zum Zweck. Die Verzweigung muss ich nun aufbauen. ein Blattschnitt wird's vielleicht dieses Jahr geben, wenn der Austrieb früh und stark ist. regelmässiges Punzieren oben und unten etwas Wachsen lassen ist das Ziel.
Nach dem Austrieb folgen dann noch weitere Bilder zu dieser Hainbuche.
Die zweite wird nun ebenfalls in Ihrer Gestaltung vorgestellt...
Doch bleiben wir mal bei der einen:
Heute ging's dann ans -Herausschneiden der mittlerweile doch - im vergleich zu den unteren Ästen - etwas zu dicken oberen Äste. Auch wurde bei jedem Ast überlegt, ob er für die Gestaltung wirklich notwendig ist. Viele Äste hatten ja Hagelverletzungen. So war das Herausschneiden Mittel zum Zweck. Die Verzweigung muss ich nun aufbauen. ein Blattschnitt wird's vielleicht dieses Jahr geben, wenn der Austrieb früh und stark ist. regelmässiges Punzieren oben und unten etwas Wachsen lassen ist das Ziel.
Nach dem Austrieb folgen dann noch weitere Bilder zu dieser Hainbuche.
Die zweite wird nun ebenfalls in Ihrer Gestaltung vorgestellt...
Doch bleiben wir mal bei der einen:
- Dateianhänge
-
- Vorderseite vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_A_2203.jpg (495.04 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- Rückseite vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_B_2203.jpg (501.08 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- Linke Seite vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_L_2203.jpg (492.3 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- Rechte Seite vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_R_2203.jpg (519.63 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- Vorderseite nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_C_2203.jpg (244.72 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- Rückseite nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_D_2203.jpg (239.87 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- von oben nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul2_D2203.jpg (271.06 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- geschnittene Äste 03.2022
- Carpinus-betul2_E_2203.jpg (354.31 KiB) 4571 mal betrachtet
-
- evt. neue leicht gedrehte Vorderansicht 03.2022
- Carpinus-betul2_G_2203.jpg (277.4 KiB) 4571 mal betrachtet
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Feedback zu "Hainbuche 1" willkommen!
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Und hier folgt die Hainbuche 2.
diese hatte vorletztes Jahr einen Rindenschaden (Frost?) erlitten, der plötzlich sichtbar wurde und dem Baum eine neue Richtung wies.
Der schräge Stammverlauf war schon bei der Rohware gegeben. Nach austrieb wird dieser Baum dieses Jahr erneut um- und etwas tiefer eingesetzt.
Der Gestaltungsverlauf:
(Beitrag 1 von 2)
diese hatte vorletztes Jahr einen Rindenschaden (Frost?) erlitten, der plötzlich sichtbar wurde und dem Baum eine neue Richtung wies.
Der schräge Stammverlauf war schon bei der Rohware gegeben. Nach austrieb wird dieser Baum dieses Jahr erneut um- und etwas tiefer eingesetzt.
Der Gestaltungsverlauf:
(Beitrag 1 von 2)
- Dateianhänge
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- Vorderansicht Verkaufsbild 02.2017
- Carpinus-betul2_1702.jpg (96.21 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Frisch eingetopft und zurückgeschnitten 03.2017
- Carpinus-betul2_1703.jpg (228.93 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderansicht vor dem Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul_A_1803_s.jpg (214.5 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- von oben vor dem Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul_B_1803_s.jpg (247.85 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderansicht nach dem Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul_C_1803_s.jpg (202.42 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- von oben nach dem Rückschnitt 03.2018
- Carpinus-betul_D_1803_s.jpg (273.3 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderseite 04.2019
- Carpinus-betul_A_1904.jpg (131.69 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Rückseite 04.2019
- Carpinus-betul_B_1904.jpg (121.45 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderansicht 05.2021
- Carpinus-betul_A_2105.jpg (441.52 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderansicht vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul_A_2203_s.jpg (415.94 KiB) 4556 mal betrachtet
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
(Beitrag 2 von 2)
- Dateianhänge
-
- Linke Seite vor Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul_L_2203_s.jpg (425.25 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Vorderseite nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul_C_2203_s.jpg (286.24 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- von oben nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul_C2203_s.jpg (347.42 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Rückseite nach Rückschnitt 03.2022
- Carpinus-betul_D_2203_s.jpg (286.57 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Mögliche neue Ansicht leicht gedreht? 03.2022
- Carpinus-betul_G_2203_s.jpg (286.72 KiB) 4556 mal betrachtet
-
- Detail des Rindenschadens 03.2022
- Carpinus-betul_X_2203_s.jpg (347.4 KiB) 4556 mal betrachtet
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Feedback zu "Hainbuche 2" ebenfalls willkommen...
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Hallo,
das Bombardement ist wirklich tragisch, aber ersteinmal ohne Panik gießen und abwarten danach war sicher nicht verkehrt. Gerade nach so einem doch auch emotional aufgeladenen Event kann man da bestimmt auch schnell überreagieren. Ich möchte kurz aus Sichtweise eines noch nicht so Erfahrenen zwei Gedanken zur Hainbuche 1 einstreuen: die jetzt in Angriff genommene Gestaltung sieh finde ich Recht gut aus. Auch wenn natürlich noch etwas Arbeit und Geduld gefragt ist. Ich persönlich hätte den untersten Ast nach rechts entfernt und so die schöne dezente untere Stammbewegung, quasi den ersten Knick nach rechts, zum Betrachten freigelegt. Für mich sitzt dieser Ast noch zu tief. Weiterhin würde ich den letzten Abschnitt oben noch etwas mehr aufgerichtet, mir erscheint die Gegenbewegung zu dramatisch, das passt nicht ganz zum Rest der Baumes. Das würde dir auch gestatten, noch etwas mehr bzw. Eine längere Spitze wachsen zu lassen und so den Baum optisch noch etwas aufzurichten. In Kombination mit dem entfernten unteren Ast und dem "nackigen" unteren Stammstück würde das meiner Meinung nach Recht gut aussehen. Wenn du den Baum dann ein nächsten Umtopfen noch etwas mehr nach links drehst, so dass der erste starke Ast mehr zur Seite zeigt sollte das doch schon gut werden, oder? An der Stelle nochmal der Hinweis: ich seh mich selbst noch als Lehrling kurz nach der Unterschrift des Ausbildungsverträge. Also Mal noch die anderen Meinungen abwarten
Trotzdem.weiterhin viel Spaß mit den zwei Bäumen, da kann was draus werden. Und evtl über eine Überdachung nachdenken.
das Bombardement ist wirklich tragisch, aber ersteinmal ohne Panik gießen und abwarten danach war sicher nicht verkehrt. Gerade nach so einem doch auch emotional aufgeladenen Event kann man da bestimmt auch schnell überreagieren. Ich möchte kurz aus Sichtweise eines noch nicht so Erfahrenen zwei Gedanken zur Hainbuche 1 einstreuen: die jetzt in Angriff genommene Gestaltung sieh finde ich Recht gut aus. Auch wenn natürlich noch etwas Arbeit und Geduld gefragt ist. Ich persönlich hätte den untersten Ast nach rechts entfernt und so die schöne dezente untere Stammbewegung, quasi den ersten Knick nach rechts, zum Betrachten freigelegt. Für mich sitzt dieser Ast noch zu tief. Weiterhin würde ich den letzten Abschnitt oben noch etwas mehr aufgerichtet, mir erscheint die Gegenbewegung zu dramatisch, das passt nicht ganz zum Rest der Baumes. Das würde dir auch gestatten, noch etwas mehr bzw. Eine längere Spitze wachsen zu lassen und so den Baum optisch noch etwas aufzurichten. In Kombination mit dem entfernten unteren Ast und dem "nackigen" unteren Stammstück würde das meiner Meinung nach Recht gut aussehen. Wenn du den Baum dann ein nächsten Umtopfen noch etwas mehr nach links drehst, so dass der erste starke Ast mehr zur Seite zeigt sollte das doch schon gut werden, oder? An der Stelle nochmal der Hinweis: ich seh mich selbst noch als Lehrling kurz nach der Unterschrift des Ausbildungsverträge. Also Mal noch die anderen Meinungen abwarten
Trotzdem.weiterhin viel Spaß mit den zwei Bäumen, da kann was draus werden. Und evtl über eine Überdachung nachdenken.
Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Interessante Dokumentation mit Rückschlägen und von Anfang an, das finde ich immer sehr Wertvoll!
Ich würde für jeden Baum ein eigenes Thema einrichten, dass hätten sie schon verdient =). Es wird sonst schnell verwirrend.
Ich würde für jeden Baum ein eigenes Thema einrichten, dass hätten sie schon verdient =). Es wird sonst schnell verwirrend.
Once we rid ourselves of traditional thinking we can get on with creating the future - J. Bertrand
Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Ich finde es ganz gut, wie Du geschnitten hast.
Hainbuche 1: neue Vorderseite ok, jedoch die Spitze etwas mehr aufrichten, wegen des Gleichgewichts. Den unteren Ast unbedingt behalten.
Hainbuche 2:
Grundgestaltung passt, jedoch den drei linken Ästen etwas mehr Bewegung verleihen.
Liebe Grüße,
Barbara
Hainbuche 1: neue Vorderseite ok, jedoch die Spitze etwas mehr aufrichten, wegen des Gleichgewichts. Den unteren Ast unbedingt behalten.
Hainbuche 2:
Grundgestaltung passt, jedoch den drei linken Ästen etwas mehr Bewegung verleihen.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Hallo Thro, Fabian und Barbara
Danke für eure Reaktionen und Input zu den zwei vorgestellten Hainbuchen.
@Barbara und Thro:
Die Spitze wird aufgerichtet, da bin ich ganz bei Euch! Den untersten Ast möchte ich aber behalten, da der Baum ja nicht viel grösser werden soll. Fällt der Ast wird der Baum mir zu hochstämmig. ich mag eher kurze dicke Stämme eh das Laub startet. Auch in der Natur die alten Bäume deren Äste fast den Boden berühren.
Danke auch Barbara für den Hinweis bei der Weissbuche 2 mit der fehlenden Bewegung in den Ästen. Das wede ich korrigieren und nun den Baum auch mal drahten.
@Fabian: der Hinweis mit den zwei Themen finde ich berechtigt. Die Bäumchen waren mir aber noch zu wenig Bonsai um ihnen soviel Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
siehe nur schon die unpassende blaue schale, die einfach damals gerade von nem abgestorbenen Ficus herumstand und zur Hand war...ich denke Schalenwahl wäre für mich der Zeitpunkt, andem ich beiden Bäumen einseparates Thema widmen würde.
aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Wenn seitens Moderation ebenfalls zwei eigenständige Artikel lieber gesehen werden. dann einfach trennen.
viele Grüsse; roro
Danke für eure Reaktionen und Input zu den zwei vorgestellten Hainbuchen.
@Barbara und Thro:
Die Spitze wird aufgerichtet, da bin ich ganz bei Euch! Den untersten Ast möchte ich aber behalten, da der Baum ja nicht viel grösser werden soll. Fällt der Ast wird der Baum mir zu hochstämmig. ich mag eher kurze dicke Stämme eh das Laub startet. Auch in der Natur die alten Bäume deren Äste fast den Boden berühren.
Danke auch Barbara für den Hinweis bei der Weissbuche 2 mit der fehlenden Bewegung in den Ästen. Das wede ich korrigieren und nun den Baum auch mal drahten.
@Fabian: der Hinweis mit den zwei Themen finde ich berechtigt. Die Bäumchen waren mir aber noch zu wenig Bonsai um ihnen soviel Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
siehe nur schon die unpassende blaue schale, die einfach damals gerade von nem abgestorbenen Ficus herumstand und zur Hand war...ich denke Schalenwahl wäre für mich der Zeitpunkt, andem ich beiden Bäumen einseparates Thema widmen würde.
aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Wenn seitens Moderation ebenfalls zwei eigenständige Artikel lieber gesehen werden. dann einfach trennen.
viele Grüsse; roro
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Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
liebe Mitlesende,
ich will ein Update zu den beiden Hainbuchen hier geben. Die Bäume haben sich ziemlich unterschiedlich entwickelt seit Frühjahr 2022. Es waren ausssergewöhliche Sommer und der Umzug an einen neuen Standort mit anderen klimatischen Bedingungen musste ich zuerst in den Griff bekommen: Von ursprünglich voller Besonnung auf Westausrichtung mit Verschattung bis ca. 13 Uhr.
Die beiden Hainbuchen haben das aber gut weggesteckt, auch die etwas kühleren Temperaturen und mehr Feuchtigkeit. Interessanterweise dieses Jahr ohne Mehltaubefall des Laubes. Normalerweise ist der eine Baum immer bereits Anfang August mit Mehltau befallen, der zweite jedoch macht keine Anzeichen dazu.
Also hier mal das Update zur Hainbuche 1: Herbst 2023:
Viel hat sich nicht getan. das Triebwachstum hielt sich in Grenzen, auf einen Blattschnitt hatte ich 2023 verzichtet. Dennoch gab es gelbes Herbstlaub.
Der Baum wuchs den Sommer über verhalten. Ein Umtopfen steht nun kommende Saison an, das gibt Wurzelraum für neues oberirdisches Wachstum. Dabei soll der Baum auch leicht gedreht (Ansicht) werden undkommt evt. einer anderen Schale.
ich will ein Update zu den beiden Hainbuchen hier geben. Die Bäume haben sich ziemlich unterschiedlich entwickelt seit Frühjahr 2022. Es waren ausssergewöhliche Sommer und der Umzug an einen neuen Standort mit anderen klimatischen Bedingungen musste ich zuerst in den Griff bekommen: Von ursprünglich voller Besonnung auf Westausrichtung mit Verschattung bis ca. 13 Uhr.
Die beiden Hainbuchen haben das aber gut weggesteckt, auch die etwas kühleren Temperaturen und mehr Feuchtigkeit. Interessanterweise dieses Jahr ohne Mehltaubefall des Laubes. Normalerweise ist der eine Baum immer bereits Anfang August mit Mehltau befallen, der zweite jedoch macht keine Anzeichen dazu.
Also hier mal das Update zur Hainbuche 1: Herbst 2023:
Viel hat sich nicht getan. das Triebwachstum hielt sich in Grenzen, auf einen Blattschnitt hatte ich 2023 verzichtet. Dennoch gab es gelbes Herbstlaub.
Der Baum wuchs den Sommer über verhalten. Ein Umtopfen steht nun kommende Saison an, das gibt Wurzelraum für neues oberirdisches Wachstum. Dabei soll der Baum auch leicht gedreht (Ansicht) werden undkommt evt. einer anderen Schale.
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Und hier das update zur Hainbuche 2:
Auch hier wird ein Schnitt erst im Februar erfolgen..
Kommentare sind wie immer gern gesehen.
Grüsse, Toro
Auch hier wird ein Schnitt erst im Februar erfolgen..
Kommentare sind wie immer gern gesehen.
Grüsse, Toro
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Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Hi Roro
Ich finde Deine Dokumentation sehr wertvoll. Sie zeigt, und dafür möchte ich Dir danken, dass Bonsai keine Ideallinie ist, sondern ein Eingehen auf Bäume und ein Umgehen mit Rückschlägen. Ich kann Dir die Ernüchterung nach dem Hagelschaden nachempfinden, ebenso ging es mir vor wenigen Tagen, als ich feststellte, dass die Schneelast mache Äste überforderte und sie einfach brachen. In meiner Naivität bislang ein unbekannter Gedanke. Wieder eine neue Aktennotiz im Bonsaibuch, die ich jederzeit nachschlagen kann. Erst frustrierend, dann lehrreich.
Die Hainbuche 1 hat eine ganz schöne Ausstrahlung, die zuletzt gezeigte Ansichtsseite finde ich gut. Natürlich würde ihr eine neue Schale gut stehen. Du weisst ja, wo Du nachfragen musst.
Die Hainbuche 2 macht sich auch, hier wäre es mein Ziel, den dicken Astübergang oben mit der Zeit zu entschärfen.
Bei beiden finde ich die Astbewegung sehr ansprechend und fällt mir besonders positiv auf.
Übrigens eine wunderbare Aussicht über Zürich, die Du da hast.
Ich finde Deine Dokumentation sehr wertvoll. Sie zeigt, und dafür möchte ich Dir danken, dass Bonsai keine Ideallinie ist, sondern ein Eingehen auf Bäume und ein Umgehen mit Rückschlägen. Ich kann Dir die Ernüchterung nach dem Hagelschaden nachempfinden, ebenso ging es mir vor wenigen Tagen, als ich feststellte, dass die Schneelast mache Äste überforderte und sie einfach brachen. In meiner Naivität bislang ein unbekannter Gedanke. Wieder eine neue Aktennotiz im Bonsaibuch, die ich jederzeit nachschlagen kann. Erst frustrierend, dann lehrreich.
Die Hainbuche 1 hat eine ganz schöne Ausstrahlung, die zuletzt gezeigte Ansichtsseite finde ich gut. Natürlich würde ihr eine neue Schale gut stehen. Du weisst ja, wo Du nachfragen musst.
Die Hainbuche 2 macht sich auch, hier wäre es mein Ziel, den dicken Astübergang oben mit der Zeit zu entschärfen.
Bei beiden finde ich die Astbewegung sehr ansprechend und fällt mir besonders positiv auf.
Übrigens eine wunderbare Aussicht über Zürich, die Du da hast.
Re: Hainbuche - zwei Leidensgeschichten... in Arbeit
Hallo Toro,
allen Widrigkeiten zum Trotz finde ich die 2 Hainbuchen sehr gelungen.
Bei der ersten finde ich die Form der Schale gut passend zum maskulin aufrechten Stamm. Viereckig mit mehr oder weniger gerundeten Kanten gefällt mir dazu. Die Astansätze oben sind recht kräftig. Vielleicht kannst du da etwas mit der Zange abtragen. Sieht man auf den Bildern nicht so genau. Links würde ich am oberen Ast reduzieren. Von 3 Astabgängen einen entfernen und die geraden Stücke zurücknehmen dass sie mehr Bewegung enthalten.
Bei der zweiten frage ich mich, ob es auf lange Sicht nicht besser mit Rücknahme auf den 2. linken Ast wäre? Denn die Totholzstelle wächst nicht mehr zu und am Gipfel könnte noch die inverse Verjüngung beseitigt werden. Das kannst du vor dem Baum stehend besser beurteilen.
Grüße
Rainer
allen Widrigkeiten zum Trotz finde ich die 2 Hainbuchen sehr gelungen.
Bei der ersten finde ich die Form der Schale gut passend zum maskulin aufrechten Stamm. Viereckig mit mehr oder weniger gerundeten Kanten gefällt mir dazu. Die Astansätze oben sind recht kräftig. Vielleicht kannst du da etwas mit der Zange abtragen. Sieht man auf den Bildern nicht so genau. Links würde ich am oberen Ast reduzieren. Von 3 Astabgängen einen entfernen und die geraden Stücke zurücknehmen dass sie mehr Bewegung enthalten.
Bei der zweiten frage ich mich, ob es auf lange Sicht nicht besser mit Rücknahme auf den 2. linken Ast wäre? Denn die Totholzstelle wächst nicht mehr zu und am Gipfel könnte noch die inverse Verjüngung beseitigt werden. Das kannst du vor dem Baum stehend besser beurteilen.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
