Sibirische Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

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nemsi
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von nemsi »

mydear hat geschrieben: 06.01.2024, 01:41 Frage an euch: habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hallöchen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Ulmen sehr zaghaft gewachsen sind, außer jenen in größeren Töpfen. Ich werde ab Anfang Juni bis Ende August nicht nur die Lärchen, sondern auch Ulmen, Kastanien, Eichen, Weissdorne und Fächerahorne, die in Schalen stehen, in Alufolie einpacken. Diesbezüglich habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Über die verschiedenen Strahlen (UV etc.) habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht, meine Bäume stehen alle vollsonnig, weil es nicht anders möglich ist. Definitiv werden die Schalen / das Substrat wesentlich wärmer als in der Vergangenheit. Es gibt im Sommer wochenlang oft keine Regenpausen sondern pausenlos Hitze. Der Alufolienverbrauch wird rasant steigen. Von 150 Bäumen muss ich dann 90 einpacken. Mir ist es das wert.
Ich habe dreistufige Regale. Die habe ich schon letztes Jahr von sonnezugewandt auf sonneabgewandt gedreht. Jetzt schattieren die am höchsten stehenden Bäume die, die auf der zweiten und dritten Stufe stehen. Hilft auch ein wenig.
Liebe Grüße
Robert

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KHarry
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von KHarry »

Eine Gefahr dürfte noch speziell von Hitzeperioden im September ausgehen, die dann in Kombination mit der schon tiefer stehenden Sonne Bereiche trifft, die im Sommer einigermaßen durchs Laub beschattet werden. Ich habe dadurch zwar bisher noch keine Schäden an den Bonsai erlebt (oder dem zuordnen können) - tatsächlich aber Verbrennungen an Säulenkakteen in 2020 und 2023, die den Sommer jeweils unbeschadet überstanden hatten. Die Verbrennungen am grünen Gewebe der Kakteen bemerkt man natürlich sofort und kann sie zeitlich besser zuordnen als etwa am Stammfuß eines Bonsai.

Danke euch aber, dass ihr eure Erfahrungen teilt und die auch mir eine Warnung sind.
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mydear
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von mydear »

AlexDuerr hat geschrieben: 06.01.2024, 14:35 Ich bin auch ständig am überlegen und erforschen, wie ich meine Pflanzen über den Sommer bringe.

Meine Bäume stehen inzwischen teilweise auf Kies, unter Schattierungsnetz und werden vermehrt organisch und weniger mineralisch gedüngt. Mein Substrat ist wieder darauf ausgelegt mehr Wasser zu halten.
Allen Beteiligten danke für die Rückmeldungen. Jeder von uns muss und wird hoffentlich sein individuelles Vorgehen finden.

Alex, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe je nach Lebensphase die letzten 35 Jahre immer wieder Mikroklima und Pflege versucht aufeinander abzustimmen. Anfangs habe ich in großen Gefäßen kultiviert oder die Töpfe noch im Garten eingegraben. Auch der Torf-/Kokosfaseranteil war hoch, das Substrat feiner. Ich konnte weder täglich noch regelmäßig gießen. Seit gut 10 Jahren kann ich mit der erforderlichen Sorgfalt pflegen. Es kamen gröberes Substrat, intensivere Düngung und kleinere Schalen zur Verwendung. Ich wechselte die Regale von der Nord- auf die Südseite und sorgte für eine grüne Schattierung mit Glycinie. Alles entwickelt sich viel besser. Nur für die auf der obersten Regal-Ebene aufgestellten Bonsai war die Hitze zu heftig. Es waren nicht die vermuteten Pflegefehler, sondern die extrem heißen Hochsommertage im Juni.

Was werde ich künftig berücksichtigen:
- noch mehr lavagefüllte Untersetzer als Verdunstungsquelle, auch für große Schalen
- moosbedeckte Oberfläche mit feinerem Granulat oben in der Schale
- dazu wo nötig grüne Schattierungsnetze anbringen
- um die Schalen (vor allem bei den dunkleren Schalen) Holzlatten aufstellen, alternativ mit feuchten Tüchern oder Alufolie umwickeln
- organischen Anteil aus Kokosfaser oder Pinienrinde zumischen wo ich bisher nur mineralische Komponenten hatte
- bei flachen Schalen feineres Substrat (bisher bei Shohin gesiebt 3-4 mm, alles andere gesiebt 4-7 mm)
- keine Düngung an heißen Tagen oder Perioden

Was habt ihr noch an Ideen?

Grüße
Rainer
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BenBonsai
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von BenBonsai »

Volle Zustimmung, Alex.

Rainer, Deine Aufzählung finde ich gut. Vieles davon bin ich auch am ausprobieren, und bin nach dem nächsten Sommer vielleicht etwas schlauer was hilft...

Einige Dinge könnten für den Hochsommer evtl. noch interessant sein:

- Schattierungsnetze mit höherem Reflexionsgrad als die gängigen Grünen (z.B. https://www.plaspack.at/produkte/stoffe_folien/ - ich hoffe der link ist okay...)
- Sonnenschirme
- Größere Wasserbehälter, die auf dem Boden stehen, z.B. in Steinschalen
- Benebelung, wie man sie in italienischen Cafes findet (das muss man mögen und es bedeutet technischen Aufwand, man erzielt damit ca. 10 Grad Temperaturdifferenz)

So eine Benebelung werde ich mal im Frühling testen.

Liebe Grüsse Ben
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raga
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von raga »

Hallo zusammen,
BenBonsai hat geschrieben: 06.01.2024, 20:58 - Benebelung, wie man sie in italienischen Cafes findet (das muss man mögen und es bedeutet technischen Aufwand, man erzielt damit ca. 10 Grad Temperaturdifferenz)
Ich verwende Vernebler seit mehreren Jahren vier mal am Tag für fünf Minuten mit einer automatischen Bewässerung und habe die oben beschriebenen Probleme nicht. Und auch meine Bäume stehen vollsonnig und ohne Schattierung.
Hauptnachteil ist eine recht hohe Substratfeuchtigkeit, die für einige Arten sichtbar grenzwertig ist. Ich müsste feiner vernebeln. Aber das gibt der Leitungsdruck nicht her.

Gruß Ralf
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AlexDuerr
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von AlexDuerr »

raga hat geschrieben: 07.01.2024, 07:02 Hallo zusammen,

Ich verwende Vernebler seit mehreren Jahren vier mal am Tag für fünf Minuten mit einer automatischen Bewässerung und habe die oben beschriebenen Probleme nicht. Und auch meine Bäume stehen vollsonnig und ohne Schattierung.
Hauptnachteil ist eine recht hohe Substratfeuchtigkeit, die für einige Arten sichtbar grenzwertig ist. Ich müsste feiner vernebeln. Aber das gibt der Leitungsdruck nicht her.

Gruß Ralf
Hallo Ralf, mit sowas habe ich im Sommer 2022 experimentiert. Die ganzen automatischen Sachen sind aber auch wieder ein sehr großer Spagat im Sinne Zuviel des Guten oder reicht es, alles dem System zu überlassen . Die zu hohe Substratfeuchte war es dann was über den Sommer bei Kiefern Probleme bereitet hat.
Bei unserem brutal harten Wasser hatte ich auf allen Blättern Kalkflecken jedoch zu meinem Erstaunen keine verstopften Düsen der Bewässerung. Das Moos hat die Rinde meiner Korkulmen gefühlt aufgefressen und der Kampf gegen Mehltau ging mir auch gewaltig auf den Keks.
Soll aber keine Kritik sein, ich möchte nur meine Erfahrung weitergeben, falls jemand in diese Richtung sich ausrüsten möchte, dass er nicht so blauäugig ran geht wie ich.


Letztendlich war das beste was ich für die Gesundheit meiner Bäume in der kritischen Zeit getan habe, eine Massive Reduzierung meiner Sammlung an Bäumen sowie Rohlingen bis runter zu den Stecklingen. 30 Pflanzen sind halt viel schneller mal in den Schatten gestellt, als 150 Pflanzen oder mit dem ganzen Kleinkram an Stecklingen und Beistellern sogar noch viel mehr.
Viele Grüße Alex
:-D
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mydear
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von mydear »

@raga
welches Produkt verwendest du? Wie sieht es mit Platzbedarf und Kosten aus?

Grüße
Rainer
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BenBonsai
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von BenBonsai »

Es ist für mich total hilfreich, dass Ihr schon Erfahrungen damit sammeln konntet.

Raga und Alex, mich würde interessieren, ob Ihr Niederdrucksysteme verwendet (habt)?

Ich habe mich erst ein bisschen damit beschäftigt. Für meinen Garten wäre wahrscheinlich eher ein Hochdruckvernebelungssystem interessant. Gibt es z.B. für dem professionellen Gewächshausbetrieb, ist dementsprechend teurer. Man liest, dass eine solche Anlage befeuchtet und kühlt, ohne dass die Pflanzen nass werden. Der Nebel ist feiner, die Blätter werden weniger benetzt, die Blatttemperatur kann dennoch gesenkt werden. Aber man braucht dazu eine teure Druckerhöhungspumpe. Ich werde mich erst für ein System entscheiden, wenn ich praktische Erfahrung miteinbeziehen kann, daher bin ich froh, dass ich nicht der Einzige bin, der in diese Richtung denkt.
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raga
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von raga »

@AlexDuerr es ist immer ein Kompromiss. Mit Mehltau hatte ich bisher keine Probleme. Da gibt es mehr Standortfaktoren als die Luftfeuchtigkeit die das beeinflussen. Das mit den Kalkflecken ist ein Problem das ich seit letztem Jahr auch habe. Für mich bleibt es die beste Lösung. Auch wenn ich wohl noch lange daran herumtüfteln werde.

@mydear Den Bewässerungsautomaten habe ich mal beim Aldi für nen Zwanni mitgenommen nach dem ich mich Jahrelang mit Gardena rumgeärgert habe. Mit Vernebler (Suchbegriff: 1 Loch Messing Nebeldüse Garten) habe ich mich, auch vor Jahren, direkt in China eingedeckt - Als da der Stückpreis noch unter einem Euro lag und der Versand frei war. Auch da habe vorher viel Geld bei Gardena gelassen für Zeug, das nichts taugt. Das Leitungssystem aus Kupferrohren ist fest am Regal montiert. Ich mache Bilder wenn ich wieder mal im Garten bin.

@BenBonsai Ich nutze den Leitungsdruck. Bei einer Hochdruckanlage im Freien wirst du dir sehr viele Gedanken darüber machen müssen wo du die Düsen platzierst. Denn schon mein nicht wirklich feiner Sprühnebel wird auch bei leichtem Wind zum Teil davongetragen.
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AlexDuerr
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von AlexDuerr »

Jetzt verwässern wir diesen Thread im wahrsten Sinn des Wortes :lol:
Ich habe alles mögliche des Gard..a micro drip systems das System arbeitet mit Niederdruck.
Ich bin über die Experimentierphase mit den verschiedensten Tropfern, Neblern, Viereckregnern immer noch nicht raus.
Angeschafft habe ich mir das ganze eigentlich nur, weil ich im Herbst 2022 den Arbeitgeber wechselte womit ich die Komfortzone meiner bisherigen Work-Life-Bonsai-Ballance verlies. Experimentiert habe ich im Sommer 2022. Überzeugt hat mich letztlich keines der unterschiedlichen Systeme, was aber auch zum großen Teil an unserem sehr harten Wasser lag, die Kalkflecken, die Angst vor verstopften Düsen und teilweise ein Zuviel an Feuchtigkeit haben mich einfach nicht zufrieden gestellt. Desweiteren merkt man beim Arbeiten mit Garde.a, dass schon noch gewaltig Luft nach oben bei der Qualität sein könnte.
Viele Grüße Alex
:-D
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achim73
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von achim73 »

als alternative zu alufolie habe ich mit hellen hand- bzw. spültüchern um die schale und über substrat/baumfuß gute erfahrungen gemacht. beim gießen läuft das wasser einfach durch, durch die verdunstungskälte danach wird die temperatur abgesenkt und der feuchtigkeitspuffer bis zum nächsten gießen (was ich arbeitsbedingt maximal morgens und abends machen kann) wird verlängert. und man kann die über den ganzen sommer verwenden.
theoretisch sorgt es eine zeitlang auch für höhere luftfeuchte, aber das kann man, glaube ich, vernachlässigen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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BenBonsai
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von BenBonsai »

Danke für Eure Rückmeldungen! Die Idee zur Kühlung ist bei mir zufällig entstanden: als ich bei fast 40 Grad in Italien ein Cafe gar nicht mehr verlassen wollte, weil es dort so schön kühl war. Und als ich nach oben sah, waren da diese Bestäuber.

Ich gestehe, ich vertrage keine Hitze, das verbindet mich mit meinen Ahornen. Das ist nur teilweise Altruismus für meine Bäume. Hier in Konstanz waren in den letzen Jahren längere Perioden dabei, die über meiner Betriebstemperatur lagen. Und ich glaube, das haben meine Bäume ähnlich empfunden - sie "jammern" halt anders.

So etwas ist in meiner näheren Auswahl:

https://www.luftkuehlung.at/produkte/ne ... ysteme.htm

Gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, auch von anderen Herstellern. Das arbeitet mit sehr kleinen Wasserpartikeln, wodurch ein kühlendes Wasser-Aeorosol entsteht. Etwas Luftumwälzung scheint sogar positiv zu sein. In meinem Garten könnte ich die Düsen an einem Edelstahlseil auf ca. 2,2m Höhe installieren. Muss sicher ausgiebig getestet und erst dann entschieden werden, ob es für den Einsatzzweck geeignet ist.
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von Sanne »

Ich habe mir im letzten Jahr einen größeren Sonnenschirm (Durchmesser 220 cm) angeschafft. Der Schirm hat eine UV-Schutzwirkung von 50+. Bin damit sehr zufrieden, da die sommerliche Hitze für mich und auch für meine Pflanzen auf meinem Balkon wesentlich erträglicher war.
Bei Schattierungsnetzen für den Garten sollte auch auf die UV-Schutzwirkung geachtet werden.
https://www.gartenzeile.de/beschattungs ... ttiernetz/

Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von nemsi »

Ich wässere mit Gard... Flächenregnern bis zu drei Mal pro Tag. Jedoch wird nur gegossen, wenn es Bedarf gibt. Heisst gesteuert per Bewässerungscomputer und Feuchtigkeitssensor. Die Flächenregner sind so eingestellt, dass auch bei starken Wind die Bonsai gegossen werden. Wobei wir beim Thema wären. Der Wind. Gerade bei schönem Wetter ist in den letzten Jahren auffällig, dass gleichzeitig so gut wie immer ein kräftiger Wind bläst. Deshalb habe ich die Experimente mit Verneblern aufgegeben.
Am ausgiebigsten giesse ich um 5:00 Uhr früh (der Tau ermöglicht da eine bessere Durchfeuchtung mit dem Giesswasser), da haben die Bäume dann genügend Zeit Wasser aufzunehmen, bevor es zu heiss wird. Das zweite Mal giesse ich um 12:00 Uhr mittags, nur halb so lange, das dient eher dazu für Abkühlung zu sorgen. Das Dritte mal um 15:30 Uhr, da wieder etwas länger, um zu giessen und wieder während der eigentlich heissesten Phase des Tages zusätzlich für Abkühlung zu sorgen.
Mit dem Feuchtigkeitssensor funktioniert das eigentlich recht gut. War im Juli während der zwei heissesten Wochen des Jahres im Urlaub. Als ich heimkam waren alle Bäume in sehr gutem Zustand.
Liebe Grüße
Robert

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AlexDuerr
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Re: Ulme - Mehrfachstamm durch Wurzeltriebe

Beitrag von AlexDuerr »

Hallo Robert, danke für deinen Hinweis auf den Feuchtigkeitssensor.
Ich vermutete auch schon, dass es ohne dieses Teil auf Dauer nicht funktioniert.
Der Von dir erwähnte Flächenregner war auch bei mir der Favorit, zumindest an meinen großen Tischen auf denen mehrere Bäume verschiedener Größe stehen. Das verwehen des Wassers durch Wind konnte ich bei diesem System super umgehen, indem ich diese Regner zwischen meine Bäume platzierte und gegen das Schattierungsnetz spritzen lies. Der Abstand zum Schattierungsnetz ist etwas über einen Meter. So tropft das Wasser nahezu senkrecht wieder von oben runter auf meine Bäume und ich hatte keine Probleme durch verwehen des Gießwassers.
@achim73 das mit den Tüchern über die Schale mache ich auch, aber gerade bei Kiefern kann auch das wieder Probleme bereiten. Bei Nemsis Methode mit Alufolie wird nur die Schale umwickelt, das Substrat bleibt offen. In Enkering beim BCD-Workshop hat Nemsi (Robert) davon berichtet und wohl einige von dieser Methode überzeugt.
Die Ästhetische Komponente bleibt mit der Alufolie leider ein wenig auf der Strecke :lol: aber was soll’s Hauptsache gesunde Bäume über die größten Hitzewellen.
Viele Grüße Alex
:-D
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