Hallo Bonsai freunde,
ich hatte schon lange den Wunsch nach einem Bonsai und habe mir heute bei OBI meinen ersten Bonsai gekauft. Zu Hause ist mir dann aufgefallen, dass am Stamm eine weiße Stelle ist, ist das Schimmel? Ich kenne mich leider null damit aus. Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob das wirklich Schimmel ist? Und falls ja, was ich dagegen tun kann?
Ich habe mal ein paar Bilder gemacht und diese bei Microsoft OneDrive hochgeladen:
https://1drv.ms/f/s!Au5x8mPIqyZ8kP4MKFz ... w?e=Z3GEdD
Ich freue mich über jede Antwort, vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Paslu
Bonsai Schimmelbefall
Re: Bonsai Schimmelbefall
Hallo Paslu,
externe Links mag hier keiner klicken. Da besteht immer das Risiko sich was einzufangen...
Du machst dir und uns das Leben leichter, wenn du deine Bilder hier hochladen würdest. Es gibt keine Beschränkung bei den Bildern. Lediglich Hochkantbilder werden im Format nicht erkannt und gekippt. Wenn dem so ist: vorher bearbeiten, absichern und nochmals hochladen, fertig.
Grüße
Rainer
externe Links mag hier keiner klicken. Da besteht immer das Risiko sich was einzufangen...
Du machst dir und uns das Leben leichter, wenn du deine Bilder hier hochladen würdest. Es gibt keine Beschränkung bei den Bildern. Lediglich Hochkantbilder werden im Format nicht erkannt und gekippt. Wenn dem so ist: vorher bearbeiten, absichern und nochmals hochladen, fertig.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Bonsai Schimmelbefall
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Re: Bonsai Schimmelbefall
Schwer zu sagen. Sollte es Schimmel sein, kannst du ihn mit einer alten Zahnbürste wegschrubben.
Schimmel wäre ein Zeichen, dass er im Baumarkt recht feucht gehalten wurde. Die haben oft Zusatzbeleuchtung und Treibhausbedingungen. Da funktioniert es. Tendenziell bei dir Zuhause die Erde immer leicht antrocknen lassen, bevor wieder gegossen wird.
Wir Bonsaianer vermeiden Übertöpfe. Dadurch bleibt der Wurzelballen länger nass und kalt. Das Wachstum wäre besser wenn der Ballen schneller abtrocknet. Wichtig ist, dass du mal erst die Pflege hinbekommst. Dazu gibt es den "Bonsai Einstieg" oben im gelben Balken mit vielen Tipps zum Einlesen.
Oft sind es auch Kalkflecken durch verdunstendes Wasser. Sieht hier allerdings nicht danach aus.
Grüße
Rainer
Schimmel wäre ein Zeichen, dass er im Baumarkt recht feucht gehalten wurde. Die haben oft Zusatzbeleuchtung und Treibhausbedingungen. Da funktioniert es. Tendenziell bei dir Zuhause die Erde immer leicht antrocknen lassen, bevor wieder gegossen wird.
Wir Bonsaianer vermeiden Übertöpfe. Dadurch bleibt der Wurzelballen länger nass und kalt. Das Wachstum wäre besser wenn der Ballen schneller abtrocknet. Wichtig ist, dass du mal erst die Pflege hinbekommst. Dazu gibt es den "Bonsai Einstieg" oben im gelben Balken mit vielen Tipps zum Einlesen.
Oft sind es auch Kalkflecken durch verdunstendes Wasser. Sieht hier allerdings nicht danach aus.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Bonsai Schimmelbefall
Ich habe solche Flecken manchmal bei meinen frostempfindlichen Pflanzen, die in der Gartenlaube überwintern. Man kann das einfach abbürsten. Die hat im Baumarkt zu dicht an anderen gestanden und es war ihr zu feucht.
Ein paar Tage an der frischen Luft helfen vor erneutem Befall.
Die Tipps von Rainer sind sehr hilfreich, damit müsstest du es ohnehin hinbekommen!
Die Sagerite ist nicht ganz unproblematisch hinsichtlich Licht und Wasser, auch stellt die Überwinterung mehr Anforderungen an den Besitzer als ein Ficus. Dafür ist diese Pflanze natürlich sehr hübsch! Wenn es dir möglich ist, würde ich alle Pflanzen ab dem Frühjahr (und einer Akklimatisierung im Halbschatten) immer nach draußen stellen. Es gibt aber sicher eine Menge Pflegehinweise (hier, im Internet, in Fachbüchern) zur Sageretie, die dir auf jeden Fall weiterhelfen werden.
Ein paar Tage an der frischen Luft helfen vor erneutem Befall.
Die Tipps von Rainer sind sehr hilfreich, damit müsstest du es ohnehin hinbekommen!
Die Sagerite ist nicht ganz unproblematisch hinsichtlich Licht und Wasser, auch stellt die Überwinterung mehr Anforderungen an den Besitzer als ein Ficus. Dafür ist diese Pflanze natürlich sehr hübsch! Wenn es dir möglich ist, würde ich alle Pflanzen ab dem Frühjahr (und einer Akklimatisierung im Halbschatten) immer nach draußen stellen. Es gibt aber sicher eine Menge Pflegehinweise (hier, im Internet, in Fachbüchern) zur Sageretie, die dir auf jeden Fall weiterhelfen werden.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Bonsai Schimmelbefall
Danke für die nützlichen Tipps, hat relativ gut geklappt mit einer Zahnbürste, ist jetzt kaum noch zu sehen. Ich verstehe nur noch nicht so ganz wann ich die Pflanze gießen muss. Lohnt es sich so etwas zu kaufen?:
https://amzn.eu/d/c1vm9nc
Im Internet steht zum Gießen folgendes:
"Eine zuverlässige Regel empfiehlt zu gießen, wenn die Bodenoberfläche zu 70–80% trocken ist."
Aber ohne solch einen Tester weiß ich ja garnicht wie feucht die Erde ist. Oder woran erkenne ich das die Erde wirklich trocken ist?
https://amzn.eu/d/c1vm9nc
Im Internet steht zum Gießen folgendes:
"Eine zuverlässige Regel empfiehlt zu gießen, wenn die Bodenoberfläche zu 70–80% trocken ist."
Aber ohne solch einen Tester weiß ich ja garnicht wie feucht die Erde ist. Oder woran erkenne ich das die Erde wirklich trocken ist?
Re: Bonsai Schimmelbefall
Rainer hat hier mal den Tipp mit einem Zahnstocher gegeben. Wenn ich mich richtig erinnere: Einen Zahnstocher aus Holz 5min in die Erde stecken und dann rausziehen. Wenn das Holz feucht ist, ist alles ok. Man entwickelt dann auch ein Gefühl für die passende Feuchte des Holzes. Ab und zu sollte man den Zahnstocher natürlich auch wechseln. Dann kann man ihn ja immer noch für den eigenen Mund verwenden... (*Scherz*). Nein, dann kann man ihn dauerhaft stecken lassen und zum Testen nimmt man dann einen neuen. Empfehlenswert: Immer in die gleiche Stelle stechen, am besten am Rand. Das schont die Wurzeln.
Bei tieferen Schalen habe ich das mal mit einem Schaschlik-Spieß aus Holz gemacht (schreibt man das so?). Hat super funktioniert. Solch schweres Gerät wie bei dem von dir verlinkten Instrument ist nicht so gut für die Wurzeln auf Dauer. Ich habe so was Ähnliches im Garten, passt da ganz gut, denn da sind die Kübel riesengroß.
Ich habe auch schon Mal Bilder von Schalen mit älteren Bonsai gesehen, wo ein kleiner Holzspieß ganz selbstverständlich drin steckte. Ist also kein Hexenwerk, sondern ganz normal.
Wenn man das ein paar Wochen gemacht hat und seine Pflanze gut beobachtet, hat man aber oft auch ein Gefühl für das richtige Gießen - oder zumindest ein Gießverhalten, das dem Toleranzbereich der Pflanze entspricht. Aber ab und zu zu testen, schadet nie.
Bei tieferen Schalen habe ich das mal mit einem Schaschlik-Spieß aus Holz gemacht (schreibt man das so?). Hat super funktioniert. Solch schweres Gerät wie bei dem von dir verlinkten Instrument ist nicht so gut für die Wurzeln auf Dauer. Ich habe so was Ähnliches im Garten, passt da ganz gut, denn da sind die Kübel riesengroß.
Ich habe auch schon Mal Bilder von Schalen mit älteren Bonsai gesehen, wo ein kleiner Holzspieß ganz selbstverständlich drin steckte. Ist also kein Hexenwerk, sondern ganz normal.
Wenn man das ein paar Wochen gemacht hat und seine Pflanze gut beobachtet, hat man aber oft auch ein Gefühl für das richtige Gießen - oder zumindest ein Gießverhalten, das dem Toleranzbereich der Pflanze entspricht. Aber ab und zu zu testen, schadet nie.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Bonsai Schimmelbefall
Aber Achtung: Nicht überwässern! Es sterben mehr Bonsais an zu viel Wasser als an zu wenig.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Bonsai Schimmelbefall
Hallo Paslu,
ich kann aus Erfahrung sagen, das diese einfachen Feuchtigkeitsmesser nicht mehr wert sind als den Wurf in die Tonne. So richtig gut gemessen haben die nie. Die Methode mit Zahnstocher ist da häufig genauer. Sogar mit den Fingern zu messen (einfach mal den Finger auf die Erde legen und kurz abwarten. Wenn zu feucht, wird der Finger kühler und Erde bleibt am Finger "kleben") ist da genauer.
Ansonsten kann ich den Tipps von Rainer und Stefan nur zustimmen.
Als kleiner Tipp am Rande und als "Sicherungsmaßnahme" sozusagen: Schneide dir 1-3 kräftige, ca. 10-15 cm lange und gesunde, aber dünne Äste aus dem Bäumchen an denen sowieso Zweier- oder Dreierastgabelungen vom Baum abgehen (dort, wo es weniger auffällt) und stecke diese in kleine Töpfchen gefüllt mit Blumenerde (falls du hast, könntest du noch Bewurzelungshormon oder Weidenwasser (googlen) aufbringen). Wenn die Stecklinge bewurzeln sind die in der Regel (leider natürlich nicht immer
) robuster wie die Mutterpflanze. Gerade Sageretia, Carmona und Serissa sind häufig Kandidaten, die eher zu den schwieriger zu pflegenden Sorten gehören und deshalb auch schneller eingehen könnten.
Ich wünsche dir viel Glück damit.
ich kann aus Erfahrung sagen, das diese einfachen Feuchtigkeitsmesser nicht mehr wert sind als den Wurf in die Tonne. So richtig gut gemessen haben die nie. Die Methode mit Zahnstocher ist da häufig genauer. Sogar mit den Fingern zu messen (einfach mal den Finger auf die Erde legen und kurz abwarten. Wenn zu feucht, wird der Finger kühler und Erde bleibt am Finger "kleben") ist da genauer.
Ansonsten kann ich den Tipps von Rainer und Stefan nur zustimmen.
Als kleiner Tipp am Rande und als "Sicherungsmaßnahme" sozusagen: Schneide dir 1-3 kräftige, ca. 10-15 cm lange und gesunde, aber dünne Äste aus dem Bäumchen an denen sowieso Zweier- oder Dreierastgabelungen vom Baum abgehen (dort, wo es weniger auffällt) und stecke diese in kleine Töpfchen gefüllt mit Blumenerde (falls du hast, könntest du noch Bewurzelungshormon oder Weidenwasser (googlen) aufbringen). Wenn die Stecklinge bewurzeln sind die in der Regel (leider natürlich nicht immer
Ich wünsche dir viel Glück damit.
Liebe Grüße
Heiner
Heiner
