Akadama ist Dreck
Re: Akadama ist Dreck
Danke für deine Antwort László,
Sorry, da habe ich einen Riesen Text geschrieben, aber die Info, dass alles was noch roh ist, auch weiterhin in Blähtonbruch oder vergleichbarem Substrat landet habe ich irgendwie nicht rüber gebracht.
Für solche Pflanzen finde ich diese Substrate auch super, weil sie sehr günstig und sogar wieder verwendbar sind.
Sorry, da habe ich einen Riesen Text geschrieben, aber die Info, dass alles was noch roh ist, auch weiterhin in Blähtonbruch oder vergleichbarem Substrat landet habe ich irgendwie nicht rüber gebracht.
Für solche Pflanzen finde ich diese Substrate auch super, weil sie sehr günstig und sogar wieder verwendbar sind.
Viele Grüße Alex

Re: Akadama ist Dreck
Hallo Alex,
ich bin auch wieder zu 30% Japanlehm als Akadama und/oder 10% Kiryu zurückgekehrt. Meist in Kombi mit 30% Bims, 25% Blähschiefer/Lava und bisweilen etwas organischem Material wie Pinienrinde oder gesiebten, gröberen Torfpartikeln. Einige Jahre hatte ich Akadama & Co komplett verbannt. Das war in der Zeit der Pampen-Diskussion.
Warum bei mir Akadama?
- ich mag das Fibrotherm-Weiß oder auch Seramis-Rot nicht
- bei Akadama sehr gutes Verhältnis zwischen Feuchtigkeit und Belüftung der Wurzeln
- ich sehe schnell an der Farbe, ob Wasser gebraucht wird
- es hält meist 2-3 Jahre stabil, richtige Pampe hatte ich bei meinem Substrat fast nie. Wenn dann bei extremem Wurzelwachstum und Umtopfintervallen von 4-5 Jahren oder mehr
- ich recycle alle meine Erden. Nach 1-2 Jahren Umtopfintervall kann sehr viel recycled
werden. Der Rest wird durch frisches Akadama ersetzt.
Grüße
Rainer
ich bin auch wieder zu 30% Japanlehm als Akadama und/oder 10% Kiryu zurückgekehrt. Meist in Kombi mit 30% Bims, 25% Blähschiefer/Lava und bisweilen etwas organischem Material wie Pinienrinde oder gesiebten, gröberen Torfpartikeln. Einige Jahre hatte ich Akadama & Co komplett verbannt. Das war in der Zeit der Pampen-Diskussion.
Warum bei mir Akadama?
- ich mag das Fibrotherm-Weiß oder auch Seramis-Rot nicht
- bei Akadama sehr gutes Verhältnis zwischen Feuchtigkeit und Belüftung der Wurzeln
- ich sehe schnell an der Farbe, ob Wasser gebraucht wird
- es hält meist 2-3 Jahre stabil, richtige Pampe hatte ich bei meinem Substrat fast nie. Wenn dann bei extremem Wurzelwachstum und Umtopfintervallen von 4-5 Jahren oder mehr
- ich recycle alle meine Erden. Nach 1-2 Jahren Umtopfintervall kann sehr viel recycled
werden. Der Rest wird durch frisches Akadama ersetzt.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Akadama ist Dreck
Vom Prinzip agiere ich genauso wie Rainer und mit den selben Erfahrungen.
Gruß
Rüdiger
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Akadama ist Dreck
Hallo,
ich setze alleinig auf Lechuza Pon mit Zugabe von Kokohum je nach Anspruch des Baumes. Aktuell probier ich mich an den Hausmischungen vom Bonsaigarten Linda und kann auch nur gutes berichten.
ich setze alleinig auf Lechuza Pon mit Zugabe von Kokohum je nach Anspruch des Baumes. Aktuell probier ich mich an den Hausmischungen vom Bonsaigarten Linda und kann auch nur gutes berichten.
Re: Akadama ist Dreck
Georg hat geschrieben: 27.11.2023, 12:17 Vom Prinzip agiere ich genauso wie Rainer und mit den selben Erfahrungen.
Gruß
Rüdiger
Dem ist tatsächlich nichts mehr hinzuzufügen Rüdiger, eigentlich hat Rainer auch mir aus der Seele geschrieben.
Danke Rainer, für deine Ausführungen. An meine Testphase mit Pinienrinde dachte ich schon gar nicht mehr.
Diese Aussage hat mich natürlich Mega verunsichert und die Anfangsbegeisterung die die geniale Substratkörnung hervor gerufen hat, war komplett verflogen. Ich könnte aber nicht sagen, dass die Pflanzen, die Pinie erhalten haben schlechter gewachsen sind. Bisher finde ich das Zeugs echt gut, die Feinteile sind ruck zuck ausgesiebt und die kleinen Rindenchips in der Körnung 2/6 mm machen zumindest dem Bonsaigärtner ein gutes Gefühl
@ Thro
Gerne weiter berichten!
Viele Grüße Alex

- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Akadama ist Dreck
Da möchte ich nachhaken: Hat dieser Freund das irgendwie belegt, begründet oder bequellt?AlexDuerr hat geschrieben: 27.11.2023, 18:56Kurz darauf erzählte mir ein Freund, dass Pinienrinde umstritten wäre, weil sie den freigesetzten Stickstoff im Substrat binden soll und es so den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Wenn nicht: Wieso hast du es geglaubt?
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Akadama ist Dreck
Hi Andreas,Andreas Ludwig hat geschrieben: 28.11.2023, 12:41Da möchte ich nachhaken: Hat dieser Freund das irgendwie belegt, begründet oder bequellt?AlexDuerr hat geschrieben: 27.11.2023, 18:56Kurz darauf erzählte mir ein Freund, dass Pinienrinde umstritten wäre, weil sie den freigesetzten Stickstoff im Substrat binden soll und es so den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung stehen würde.
Wenn nicht: Wieso hast du es geglaubt?
Er hat die Scoula durchlaufen und war und ist für mich immer wieder Wissensquelle. Ich vermute, dass er dieses Wissen oder Theorie von dort mitgebracht hat.
Auf deine Frage hin habe ich gerade den Gockel mit den Suchwörtern Pinienmulch und Stickstoffdünger getreten. Tatsächlich habe ich etwas in diese Richtung gefunden, was aber gleichzeitig wieder Entwarnung für die Pinienrinde gibt. Aber eine wirkliche Erklärung habe ich auf die Schnelle nicht finden können.
https://www.amagard.com/de/inspiration- ... indenmulch
Viele Grüße Alex

Re: Akadama ist Dreck
Hier habe ich noch was interessantest zum Thema Stickstoffentzug bei Rindenmulchverwendung gefunden.
Sehe die Verwendung von Pinienrinde aber schon aufgrund dieser zwei links lockerer.
Ich denke beim mulchen arbeitet man ja mit viel größeren Mengen die da auf die Erde gekippt werden. Zudem steht in diesem Link, dass mit der Verwendung von Hornspänen der Effekt des Entzugs von Stickstoff vorgebeugt wird.
https://www.samenhaus.de/gartenblog/mul ... l-moeglich
Sehe die Verwendung von Pinienrinde aber schon aufgrund dieser zwei links lockerer.
Ich denke beim mulchen arbeitet man ja mit viel größeren Mengen die da auf die Erde gekippt werden. Zudem steht in diesem Link, dass mit der Verwendung von Hornspänen der Effekt des Entzugs von Stickstoff vorgebeugt wird.
https://www.samenhaus.de/gartenblog/mul ... l-moeglich
Viele Grüße Alex

- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Akadama ist Dreck
Nu ja - die Gerbsäure kann was ausmachen. Aber gerade restlos binden wird das den Stickstoff (der ja auch nicht elementar vorliegt) eher nicht. Bei der Art der Düngung, die vorherrscht, strebt der Effekt irgendwann auch mal gegen Null. Nichts gegen die Scuola, aber ich stelle immer wieder fest, dass ziemlich «freischwebendes Wissen» herumgeistert, bestenfalls auf empirischer Erkenntnis aufbauend, oft aber auch bloss quasi religiös als «Weisheit der Alten» weitergereicht. Stichwort «Brennglaseffekt beim Giessen über die Blätter». Darum frage ich manchmal nach bei solchen Sachen. Danke für deine Bemühungen!
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Akadama ist Dreck
Andreas, deine Nachfrage war auch für mich gut. Jetzt gefällt mir die Pinienrinde als Substratanteil sogar wieder besser als vorher. 
Viele Grüße Alex

Re: Akadama ist Dreck
Servus!
Ich bin neu in diesem Forum und auf den Beitrag gestoßen, von dem ich glaube etwas interessantes einwerfen zu können.
Sorry an alle, denen das Thema "Erde" schon zum Hals raushängt.
Durch schlechte Erfahrungen mit Akadama (Formstabilität) habe ich begonnen nach Alternativen zu suchen. Heute weiß ich, das Perfekte Substrat gibt es nicht.
Ich habe einige Tests mit verschiedenen Substraten durchgeführt und will hier gerne die Ergebnisse teilen. Die Tests sind nicht hoch-wissenschaftlich und es gibt sicher Unterschiede bei den Anbietern, für eine grobe Bewertung sind sie aber bestimmt hilfreich.
Geprüft wurde:
Wassergehalt nach tauchen und abtropfen lassen, Frostbeständigkeit nach mehrmaligem nass einfrieren und auftauen (Note), Drainage (Note), ph-Wert
Eine (nicht vollständige) Tabelle befindet sich im Anhang.
Es zeigt sich, man kann nicht alles haben. Die Materialien, die eine hohe Wasseraufnahme haben, sind schlecht frostbeständig und umgekehrt.
Meiner Meinung nach ist Seramis die beste Alternative zu Akadama. Wenn es doch nur nicht so eine schreckliche Farbe hätte...
Es ist deutlich formstabiler als Akadama, nimmt etwas weniger Wasser auf, die Drainage ist gut und es ist nur halb so teuer. Außerdem widerstrebt mir der Gedanke "Dreck" zu verwenden, der um die halbe Welt reisen muss.
Gebrochener Blähton (Fibotherm) ist für mich keine Alternative, da er nicht viel Wasser hält. Kann man machen, wenn man oft Zeit zum Gießen findet. Die Drainage ist ausgezeichnet und es ist günstig.
In ungewaschenem Zustand ist der ph-Wert und Salzgehalt recht hoch, weshalb ich es vor der Verwendung in Wasser halte und spüle.
Das und ein bisschen organisches, wie Kiefernrinde bildet die Basis für meine Erde.
Ich variiere noch je nach Baumart. Mehr Seramis und etwas Torf, Moos oder Kokos für die Durstigen. Mehr organisches für die, die gerne im sauren Bereich wachsen. Mehr Fibotherm für Pflanzen, die es untenrum gerne luftig haben. Junge Pflänzchen scheinen auf Perlit zu stehen. Kompost als organischer Zusatz für Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf.
Von Granit-split für Kiefern halte ich persönlich nichts. Mikro-Nährstoffe lösen sich von den kompakten Steinchen viel zu wenig. Dann lieber etwas Urgesteinsmehl, dass im Verhältnis zum Volumen eine viel größere Oberfläche besitzt und den Split durch leichteren, luftigen Blähton-Bruch ersetzten.
Ich bin neu in diesem Forum und auf den Beitrag gestoßen, von dem ich glaube etwas interessantes einwerfen zu können.
Sorry an alle, denen das Thema "Erde" schon zum Hals raushängt.
Durch schlechte Erfahrungen mit Akadama (Formstabilität) habe ich begonnen nach Alternativen zu suchen. Heute weiß ich, das Perfekte Substrat gibt es nicht.
Ich habe einige Tests mit verschiedenen Substraten durchgeführt und will hier gerne die Ergebnisse teilen. Die Tests sind nicht hoch-wissenschaftlich und es gibt sicher Unterschiede bei den Anbietern, für eine grobe Bewertung sind sie aber bestimmt hilfreich.
Geprüft wurde:
Wassergehalt nach tauchen und abtropfen lassen, Frostbeständigkeit nach mehrmaligem nass einfrieren und auftauen (Note), Drainage (Note), ph-Wert
Eine (nicht vollständige) Tabelle befindet sich im Anhang.
Es zeigt sich, man kann nicht alles haben. Die Materialien, die eine hohe Wasseraufnahme haben, sind schlecht frostbeständig und umgekehrt.
Meiner Meinung nach ist Seramis die beste Alternative zu Akadama. Wenn es doch nur nicht so eine schreckliche Farbe hätte...
Es ist deutlich formstabiler als Akadama, nimmt etwas weniger Wasser auf, die Drainage ist gut und es ist nur halb so teuer. Außerdem widerstrebt mir der Gedanke "Dreck" zu verwenden, der um die halbe Welt reisen muss.
Gebrochener Blähton (Fibotherm) ist für mich keine Alternative, da er nicht viel Wasser hält. Kann man machen, wenn man oft Zeit zum Gießen findet. Die Drainage ist ausgezeichnet und es ist günstig.
In ungewaschenem Zustand ist der ph-Wert und Salzgehalt recht hoch, weshalb ich es vor der Verwendung in Wasser halte und spüle.
Das und ein bisschen organisches, wie Kiefernrinde bildet die Basis für meine Erde.
Ich variiere noch je nach Baumart. Mehr Seramis und etwas Torf, Moos oder Kokos für die Durstigen. Mehr organisches für die, die gerne im sauren Bereich wachsen. Mehr Fibotherm für Pflanzen, die es untenrum gerne luftig haben. Junge Pflänzchen scheinen auf Perlit zu stehen. Kompost als organischer Zusatz für Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf.
Von Granit-split für Kiefern halte ich persönlich nichts. Mikro-Nährstoffe lösen sich von den kompakten Steinchen viel zu wenig. Dann lieber etwas Urgesteinsmehl, dass im Verhältnis zum Volumen eine viel größere Oberfläche besitzt und den Split durch leichteren, luftigen Blähton-Bruch ersetzten.
- Dateianhänge
-
- substrate.jpg (92.61 KiB) 1516 mal betrachtet
Re: Akadama ist Dreck
@ Andreas: Ich kann dir uneingeschränkt zustimmen. Jeglicher Stickstoffverlust - sofern er denn überhaupt ins Gewicht fällt - wird ohnehin durch umsichtiges Düngen ausgeglichen! Also vollständige Entwarnung,
Zudem: Pinienmulch fällt (aufgrund einer geringeren Schwermetallbelastung) ohnehin nur dann als eine bessere Alternative zu Rindenmulch ins Gewicht, wenn mit jenem Pflanzen, die für einen ganz schnellen Verzehr durch den Menschen ausgelegt sind, gemulcht werden (etwa Salate) Und wer mulcht Salate mit Rinde? Wasser hält sich im Boden durch Wollmulchen besser (alte Socken und Pullis zerschneiden, wenn sie aus 100% Wolle sind). Ich mulche mit Rinden- nicht mit Pinienmulch die Walderdbeeren, denen es super geht und die perfekt schmecken. Und wenn man sich über Schwermetalle im Körper sorgen macht, sollte man vielleicht auch eher an Amalgamfüllungen denken (oder es ab einem bestimmten Alter (wie bei mir) auch sein lassen), bevor man in Panik verfällt.
Zum allgemeinen Thread: Akadama ist kein "Dreck" und auch kein Teufelswerk. Meiner persönlichen Erfahrung nach bedürfen Pflanzen je älter sie sind immer weniger organischen Materials in ihrem Substrat. Ich bringe das durch organische Dünung (Rinderdung) auch in beinahe 100% mineralisches Substrat ein, den Rest erledigen Staub und Dreck aus der Luft. Aktuell habe ich "moderne Substrate" und beziehe sie aus den gleichen Quellen, die mir vor ca. 10 Jahren Akadama als beste Antwort auf alle meine gärtnerischen Probleme empfohlen haben (und dieses Material nun verdammen). Ich hatte niemals Probleme mit Akadama, da ich ebenso wie Rainer regelmäßig umgetopft habe. Seramis habe ich stets als zu künstlich wirkend abgelehnt, um es als Zuschlagstoff zu verwenden.
Aber: Für mich persönlich entscheide ich die Zusammenstellung des Substrats je nach Pflanze, Standort, dem zu erwartenden Gießverhalten meinerseits, dem Mikroklima (bei mir ist die sehr hohe Luftfeuchte immer mal ein Problem) und nicht zuletzt der Tiefe der Schale (und ich bevorzuge - Oliven vielleicht ausgenommen - tiefe Schalen (Halbkaskaden), da ich nicht immer jeden Tag gießen kann und kein Baum jemals auf eine Ausstellung soll - und mich der daraus vermeintlich resultierende "unästhetische" Anblick auch nicht stört).
ES GIBT EINFACH KEINE PATENTREZEPTE! Meine Gartensituation ist anders als die von Gartenfreunden 200m weiter. Man muss daher immer auf die konkrete Pflanze schauen, die einem schon signalisiert, wie es ihr geht und was man tun soll. Ich gärtnere viele Jahre und qualifiziere mich ständig bei regionalen Expert:innen fort, da der Klimawandel viele Gewißheiten über den richtigen Zeitpunkt für dies und das einfach verändert hat. Darauf stimme ich etwa die Herbstdüngung ab. Ich merke, dass bei mir "normales" Gärtnern und Bonsaigärtnern sich gegenseitig unterstützen.
Zudem: Pinienmulch fällt (aufgrund einer geringeren Schwermetallbelastung) ohnehin nur dann als eine bessere Alternative zu Rindenmulch ins Gewicht, wenn mit jenem Pflanzen, die für einen ganz schnellen Verzehr durch den Menschen ausgelegt sind, gemulcht werden (etwa Salate) Und wer mulcht Salate mit Rinde? Wasser hält sich im Boden durch Wollmulchen besser (alte Socken und Pullis zerschneiden, wenn sie aus 100% Wolle sind). Ich mulche mit Rinden- nicht mit Pinienmulch die Walderdbeeren, denen es super geht und die perfekt schmecken. Und wenn man sich über Schwermetalle im Körper sorgen macht, sollte man vielleicht auch eher an Amalgamfüllungen denken (oder es ab einem bestimmten Alter (wie bei mir) auch sein lassen), bevor man in Panik verfällt.
Zum allgemeinen Thread: Akadama ist kein "Dreck" und auch kein Teufelswerk. Meiner persönlichen Erfahrung nach bedürfen Pflanzen je älter sie sind immer weniger organischen Materials in ihrem Substrat. Ich bringe das durch organische Dünung (Rinderdung) auch in beinahe 100% mineralisches Substrat ein, den Rest erledigen Staub und Dreck aus der Luft. Aktuell habe ich "moderne Substrate" und beziehe sie aus den gleichen Quellen, die mir vor ca. 10 Jahren Akadama als beste Antwort auf alle meine gärtnerischen Probleme empfohlen haben (und dieses Material nun verdammen). Ich hatte niemals Probleme mit Akadama, da ich ebenso wie Rainer regelmäßig umgetopft habe. Seramis habe ich stets als zu künstlich wirkend abgelehnt, um es als Zuschlagstoff zu verwenden.
Aber: Für mich persönlich entscheide ich die Zusammenstellung des Substrats je nach Pflanze, Standort, dem zu erwartenden Gießverhalten meinerseits, dem Mikroklima (bei mir ist die sehr hohe Luftfeuchte immer mal ein Problem) und nicht zuletzt der Tiefe der Schale (und ich bevorzuge - Oliven vielleicht ausgenommen - tiefe Schalen (Halbkaskaden), da ich nicht immer jeden Tag gießen kann und kein Baum jemals auf eine Ausstellung soll - und mich der daraus vermeintlich resultierende "unästhetische" Anblick auch nicht stört).
ES GIBT EINFACH KEINE PATENTREZEPTE! Meine Gartensituation ist anders als die von Gartenfreunden 200m weiter. Man muss daher immer auf die konkrete Pflanze schauen, die einem schon signalisiert, wie es ihr geht und was man tun soll. Ich gärtnere viele Jahre und qualifiziere mich ständig bei regionalen Expert:innen fort, da der Klimawandel viele Gewißheiten über den richtigen Zeitpunkt für dies und das einfach verändert hat. Darauf stimme ich etwa die Herbstdüngung ab. Ich merke, dass bei mir "normales" Gärtnern und Bonsaigärtnern sich gegenseitig unterstützen.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Akadama ist Dreck
Ich probiere auch für meine Laubbäume Lechuza Pon. Eine frage mischt du immer Kokohum hinzu? Ich habe überwiegend kleine Schalen und tat immer etwas Aussaaterde in den Bereich der Wurzeln. Aber einer aus dem Arbeitskreis meinte ich solle Spagnummoos beimischen.Thro hat geschrieben: 27.11.2023, 14:38 Hallo,
ich setze alleinig auf Lechuza Pon mit Zugabe von Kokohum je nach Anspruch des Baumes. Aktuell probier ich mich an den Hausmischungen vom Bonsaigarten Linda und kann auch nur gutes berichten.
Welche Erfahrungen hast du mit Lechuza Pon. Es ist auch ein Langzeitdünger drin, lässt du ihn drin und dann zusätzlich noch düngen?
Freue mich über deine Erfahrung.
Viele Grüße Jane
Re: Akadama ist Dreck
Hallo. Ja. Immer. Mindestens 10%, meistens 20%>
Re: Akadama ist Dreck
Danke, habe heute beim Einkaufen kein Kokohum gefunden, aber Sphagnummoos getrocknet, probiere es damit mal unterzumischen.
Viele Grüße Jane
