Hallo Rainer,mydear hat geschrieben: 02.09.2020, 09:52 Alarmsignal !!!
Eine Woche später meldet sich der Rotpustelpilz zurück.
Ich war ziemlich überrascht, weil noch vor einer Woche überhaupt nichts erkennbar war und jetzt nach dem langen Regen massiver Befall aufgetreten ist.
das mit dem Rotpustelpilz solltest Du aber besser wissen.
Es ist wie bei den Schwammerl im Wald. Der Pilz (Mycel) ist schon lange da und hat sich ausgebreitet aber erst nach genügend Feuchtigkeit kann er seine Fruchtkörper ausbilden, also das was wir meistens nur von den Pilzen sehen. "Der Pilz" ist das aber bei weitem nicht.
Rotpustelpilz ist eigentlich ein nützlicher Parasit zur Zersetzung von totem Holz. Er kann sich jedoch auch auf lebende Gewächse ausweiten und wird dadurch zu einem Schwächeparasit. Besonders gefährdet sind frisch geschnittene oder auf anderem Wege verletzte Pflanzen. Über die Wunden gelangt der Pilz ins Innere und breitet sich über die Saftbahnen auf den Holzteilen aus. Dabei sondert er einen Giftstoff ab, der die Bahnen verstopft. Befallenes Holz ist bräunlich oder grünlich verfärbt, die Rinde kann sich ablösen.
Ich hoffe Du erkennst anhand des Wirkprinzip des Pilzes warum man ihm mit Aliette, etc. nicht beikommt und Jinmittel auch nur kosmetische Wirkung hat. Von der Rotpustelkrankheit betroffenes Gewebe muss man bis ins gesunde Holz entfernen. Die Schnittstellen sollte man versiegeln um einem erneuten Eindringen vorzubeugen. Das Schnittholz in den Hausmüll geben oder verbrennen und das Werkzeug desinfizieren.
Mögliche Vorbeugemaßnahmen ?
Rückschnitt nur bei Trockenheit, dabei kleine und glatte Wundflächen produzieren und versiegeln. Frostschäden oder Austrocknung durch Wassermangel sowie Staunässe vermeiden. Eine ausreichende Kaliversorgung gewährleisten und nur wenig Stickstoffdünger verwenden.
