Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo,
ich habe gestern eine Wildbirne sowie einen Apfel erworben. Nun stellt sich mir die Frage wie ich die Bäumchen optimal überwinter? Es gäbe nun soweit ich weiss zwei mögliche Varianten:
1. Topfen und frostfrei bei am besten unter 5 Grad überwintern (dann vermutlich aber nichts am Ballen machen, sondern einfach nur Topfen?)
2. den Ballen draußen in der Erde eingraben und ggf. mit Laub o.ä. abdecken
Ich könnte die Rohlinge bei meinen Eltern überwintern. Entweder bei ca. 0 bis ca. 8 Grad (im Winter eher Richtung 0) oder im Garten, wobei es da durchaus auch mal -20 Grad werden können und ich ein wenig Sorge habe das dann dennoch der Ballen durchfriert. Ein Gewächshaus gäbe es auch noch aber da gehen die Temperaturen schnell mal unter 0 Grad.
Eingetopft habe ich hingegen Bedenken das die Erde ewig nicht abtrocknet. Ich denke das wäre beim Eingraben sicherer.
Vielleicht kann mir jemand einen Ratschlag geben was am sinnvollsten ist? Gern auch weiter Ausführungen wie der grobe Fahrplan für so einen Rohling aussehen könnte (ist meine erste Ballenware).
Hier noch die Bilder der Bäumchen:
Grüße
Marcus
ich habe gestern eine Wildbirne sowie einen Apfel erworben. Nun stellt sich mir die Frage wie ich die Bäumchen optimal überwinter? Es gäbe nun soweit ich weiss zwei mögliche Varianten:
1. Topfen und frostfrei bei am besten unter 5 Grad überwintern (dann vermutlich aber nichts am Ballen machen, sondern einfach nur Topfen?)
2. den Ballen draußen in der Erde eingraben und ggf. mit Laub o.ä. abdecken
Ich könnte die Rohlinge bei meinen Eltern überwintern. Entweder bei ca. 0 bis ca. 8 Grad (im Winter eher Richtung 0) oder im Garten, wobei es da durchaus auch mal -20 Grad werden können und ich ein wenig Sorge habe das dann dennoch der Ballen durchfriert. Ein Gewächshaus gäbe es auch noch aber da gehen die Temperaturen schnell mal unter 0 Grad.
Eingetopft habe ich hingegen Bedenken das die Erde ewig nicht abtrocknet. Ich denke das wäre beim Eingraben sicherer.
Vielleicht kann mir jemand einen Ratschlag geben was am sinnvollsten ist? Gern auch weiter Ausführungen wie der grobe Fahrplan für so einen Rohling aussehen könnte (ist meine erste Ballenware).
Hier noch die Bilder der Bäumchen:
Grüße
Marcus
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo,
Ich würde beide im Garten an einer vor Sonne geschützten Stelle bis zu den ersten Ästen eingraben und gut einwässern. Evtl im Loch vor dem verfüllen das Ballennetz öffnen damit die Wurzeln komplett mit Erdreich verfüllt sind. Wenn sich im Frühjahr erstes Leben zeigt geht’s weiter Richtung Bonsai, mit Bearbeitung der Wurzeln und Schnitt der verblieben Äste.
Ich würde beide im Garten an einer vor Sonne geschützten Stelle bis zu den ersten Ästen eingraben und gut einwässern. Evtl im Loch vor dem verfüllen das Ballennetz öffnen damit die Wurzeln komplett mit Erdreich verfüllt sind. Wenn sich im Frühjahr erstes Leben zeigt geht’s weiter Richtung Bonsai, mit Bearbeitung der Wurzeln und Schnitt der verblieben Äste.
Viele Grüße Alex

Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo Alex,
vielen Dank für deine Antwort. Das Eingraben reicht also völlig aus (auch bei sehr niedrigen Temperaturen)?
Im Frühjahr kann dann direkt schon das alte Substrat entfernt, leichter Wurzelschnitt und in neues durchlässiges Substrat getopft werden? Ich will auf keinen Fall zu schnell vorgehen...
Grüße
Marcus
vielen Dank für deine Antwort. Das Eingraben reicht also völlig aus (auch bei sehr niedrigen Temperaturen)?
Im Frühjahr kann dann direkt schon das alte Substrat entfernt, leichter Wurzelschnitt und in neues durchlässiges Substrat getopft werden? Ich will auf keinen Fall zu schnell vorgehen...
Grüße
Marcus
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo Marcus,
da es sich optisch um Ballenware aus Linda handelt hat dir Dieser bestimmt einen guten Tipp mitgegeben, genauso wie Alex beschrieben hat, dann kann nichts passieren, auch bei 20 Grad Minus.
Grüße, Udo .....
da es sich optisch um Ballenware aus Linda handelt hat dir Dieser bestimmt einen guten Tipp mitgegeben, genauso wie Alex beschrieben hat, dann kann nichts passieren, auch bei 20 Grad Minus.
Grüße, Udo .....
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Alex hat vollkommen Recht. Ich habe auch schon zwei Ballenrohlinge von Uwe mit genau dem gleichen Vorgehen problemlos durch den Winter bekommen. Wenn du ganz sicher gehen möchtest: kleinen Laubhaufen ringsum. Das isoliert nochmal zusätzlich und hält Feuchtigkeit im Boden.
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Die Gärtner pflanzen den ganzen Winter durch wurzelnackte Bäume.
Dieser hat sogar einen guten Ballen, da gibt es keinen Grund zur Ängstlichkeit.
Wie oben schon beschrieben einsetzten und gut ist.
Dieser hat sogar einen guten Ballen, da gibt es keinen Grund zur Ängstlichkeit.
Wie oben schon beschrieben einsetzten und gut ist.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Ich bin ganz überrascht von den zahlreichen Antworten! Ich danke euch und werde es genau so machen.
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
falsch gepostet, sorry
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo,
ich habe noch eine kurze Rückfrage zu den Bäumchen. Leider kam im letzten Jahr direkt nach dem Kauf der Kälteeinbruch, sodass meine Mutter das Eingraben der Bäumchen kurzfristig übernommen hatte (sie überwintern bei meinen Eltern). Nun habe ich gesehen das sie die untersten Äste auch mit eingegraben hat. Ist das unbedenklich oder kann es sein das die Knospen unter der Erde Schaden nehmen? Sollte ich die Erde vor dem Austrieb an den unteren Ästen entfernen oder kann ich einfach alles so lassen wie es ist?
Grüße
Marcus
ich habe noch eine kurze Rückfrage zu den Bäumchen. Leider kam im letzten Jahr direkt nach dem Kauf der Kälteeinbruch, sodass meine Mutter das Eingraben der Bäumchen kurzfristig übernommen hatte (sie überwintern bei meinen Eltern). Nun habe ich gesehen das sie die untersten Äste auch mit eingegraben hat. Ist das unbedenklich oder kann es sein das die Knospen unter der Erde Schaden nehmen? Sollte ich die Erde vor dem Austrieb an den unteren Ästen entfernen oder kann ich einfach alles so lassen wie es ist?
Grüße
Marcus
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Du solltest vor dem Austrieb ein/umtopfen, wenn noch nicht geschehen. Aufgrund der aktuellen Temperaturen ist es kein Problem, die Bäume draußen stehen zu lassen. Kommt nochmal Frost, kurz in den Keller stellen. Austrieb mit eingebuddelten unteren Ästen würde ich persönlich nicht machen. Zu Wenig Sonne unter der Erde 
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Ja, war auch nicht so geplant.
Ich hoffe das wird zukünftig kein Problem darstellen...
Ich hoffe das wird zukünftig kein Problem darstellen...
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Guten Abend,
da nun die Knospen am schwellen sind, habe ich heute die zwei Bäumchen ausgegraben und umgetopft. Beide haben den Winter unbeschadet überstanden. Danke nochmal für eure Ratschläge!
Der Apfel sieht übererdig richtig gut aus aber die Wurzeln sind nicht so schön. Da ist noch einige Arbeit nötig, ich hoffe das bekomme ich hin. Die Wurzelarbeiten fallen mir noch besonders schwer. Darüber hinaus war die Wurzelmasse wirklich gering obwohl ich die Wurzeln ganz schonend ausgewaschen habe. Mit der Position bin ich diesmal zufrieden. Ich denke die Vorderseite steht erstmal fest und die Gestaltung gibt der Baum schon recht deutlich vor.
Fortsetzung folgt...
da nun die Knospen am schwellen sind, habe ich heute die zwei Bäumchen ausgegraben und umgetopft. Beide haben den Winter unbeschadet überstanden. Danke nochmal für eure Ratschläge!
Der Apfel sieht übererdig richtig gut aus aber die Wurzeln sind nicht so schön. Da ist noch einige Arbeit nötig, ich hoffe das bekomme ich hin. Die Wurzelarbeiten fallen mir noch besonders schwer. Darüber hinaus war die Wurzelmasse wirklich gering obwohl ich die Wurzeln ganz schonend ausgewaschen habe. Mit der Position bin ich diesmal zufrieden. Ich denke die Vorderseite steht erstmal fest und die Gestaltung gibt der Baum schon recht deutlich vor.
Fortsetzung folgt...
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Die Birne sieht hingegen "obenrum" noch nicht so vielversprechend aus, dafür sind die Wurzeln schon jetzt nahezu perfekt. Ich denke ich werde den Opferast am Stammansatz noch einen Sommer stehen lassen, um noch ein wenig mehr Stammverdickung am Ansatz zu erzielen und dann werde ich ihn im Frühjahr 25 kappen oder ggf. vorher schonmal abmoosen. Ansonsten wird es dann vermutlich auch auf eine frei aufrechte Form hinauslaufen.
Ich würde dann bei beiden Bäumchen in den nächsten Tagen noch einige wenige Äste selektieren bzw. ganz leicht zurück schneiden und bei der Birne würde ich auch gleich noch gern die große Schnittwunde überarbeiten, sodass sie besser überwallt. Da spricht doch nichts dagegen oder?
Meinungen, Anregung, Kritik darf gern geäußert werden!
Grüße
Marcus
Grüße
Marcus
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo Marcus,
bei der Birne würde ich mich von dem langen Stück gleich komplett trennen.
Der kleinere Teil hat viel mehr Potenzial. Je länger du damit wartest, desto größer wird die Schnittwunde.
Abmoosen lohnt sich da nicht wirklich.
Liebe Grüße,
Barbara
bei der Birne würde ich mich von dem langen Stück gleich komplett trennen.
Der kleinere Teil hat viel mehr Potenzial. Je länger du damit wartest, desto größer wird die Schnittwunde.
Abmoosen lohnt sich da nicht wirklich.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Wildbirne und Zierapfel Ballenware - Überwinterung
Hallo Barbara,Barbara hat geschrieben: 13.03.2024, 16:35 Hallo Marcus,
bei der Birne würde ich mich von dem langen Stück gleich komplett trennen.
Der kleinere Teil hat viel mehr Potenzial. Je länger du damit wartest, desto größer wird die Schnittwunde.
Abmoosen lohnt sich da nicht wirklich.
Liebe Grüße,
Barbara
vielen Dank für deine Meinung. Nachdem ich mir die Birne gestern und heute nochmal angesehen habe, erschien mir eine Abmoosung auch eher weniger sinnvoll. Dafür bietet der Ast nichts wirklich Brauchbares an. Mit der größeren Schnittwunde hast du sicher recht. Wobei die Birne Wunden ganz gut zu verschließen scheint und für mich der Stammansatz noch ein bisschen dicker werden könnte. Ich überleg mir das auf jeden Fall nochmal genauer. Danke für deinen Input!
Ansonsten sind weiter Meinung natürlich sehr willkommen!
Grüße
Marcus
