Hallo Ihr Lieben,
Gerade hat Rainer im Ulmen-Thread (viewtopic.php?t=45824) seine Bäume aktualisiert und dies möchte ich auch tun. Meine 2. Ulme soll nun, in ihrem 8. Jahr bei mir, einen eigenen Thread bekommen.
Die Vorgeschichte 2017-2021 ist andernorts dokumentiert (viewtopic.php?p=519519#p519519), hier soll es nun ab 2022 weiter gehen:
Die Ulme topfe ich jedes Jahr um, sie hat ein enormes Wurzelwachstum. So sah der Wurzelansatz im Frühjahr 2022 aus:
Und so startete die Pflanze in die neue Saison. Die rechten unteren Zweige dienten der Heilung der großen seitlichen Schnittstelle.
Im Sommer 2022 sah die Ulme so aus:
Im Frühjahr 2023 erfolgte nochmals eine gründliche Selektion der Wurzeln um den Wurzelansatz weiter zu entwickeln:
Ich topfte in eine weitere, rechteckige Schale. Dabei ist mir der Baum noch etwas zu weit nach rechts gerutscht. Außerdem fielen die unteren rechten Zweige.
Im Sommer 23 mit Laub:
Beim umtopfen im Frühjahr 2024 zeigte sich der Wurzelballen so:
…und seitlich so:
Die rechteckige Wallsall-Schale habe ich auch noch in blau, gefällt mir auch ganz gut. Was sagt ihr zur jetzigen Pflanzposition? Irgendetwas ist daran noch suboptimal finde ich, kann es aber nicht ganz dingfest machen. Die Befestigunsdrähte können im Frühsommer entfernt werden.
Der frische Austrieb ist immer ein Highlight im Ulmenjahr, aktuell sieht sie so aus:
Künftig möchte ich die Krone noch etwas runder gestalten und die Feinverzweigung verbessern. Ohne Laub und mit Schale ist die Ulme jetzt 22 cm hoch.
Ich freue mich über Kommentare, Gedanken zum Baum und konstruktive Verbesserungsideen!
Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Sehr schön entwickelt, Ulli
Genau so wie du schreibst würde ich weiterentwickeln
Am besten gefällt mir, dass du die Verzweigung sehr stammnah aufgebaut hast. Das klappt mit Rückschnitt besser als mit Drahten (ich finde meine hat da etwas zu lange Triebe).
Nach dem Entfernen der unteren Äste hast du da vermutlich eine größere Schnittstelle, sieht man nur angedeutet auf den Fotos. Meine Erfahrung mit Kallusbildung bei Sibirischer Ulme ist nicht gut. Im unteren Bereich dauert es gefühlt ewig bis das verwächst. Da drücke ich dir die Daumen. Die heimische Feldulme (Ulmus minor) bildet leichter Kallus. Ich kann beide Formen nicht auseinanderhalten. Merke es nur an der Kallusbildung.
Grüße
Rainer
Genau so wie du schreibst würde ich weiterentwickeln
Am besten gefällt mir, dass du die Verzweigung sehr stammnah aufgebaut hast. Das klappt mit Rückschnitt besser als mit Drahten (ich finde meine hat da etwas zu lange Triebe).
Nach dem Entfernen der unteren Äste hast du da vermutlich eine größere Schnittstelle, sieht man nur angedeutet auf den Fotos. Meine Erfahrung mit Kallusbildung bei Sibirischer Ulme ist nicht gut. Im unteren Bereich dauert es gefühlt ewig bis das verwächst. Da drücke ich dir die Daumen. Die heimische Feldulme (Ulmus minor) bildet leichter Kallus. Ich kann beide Formen nicht auseinanderhalten. Merke es nur an der Kallusbildung.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Ich denke, die Schale ist einfach optisch noch zu tief für den Stammdurchmesser. Aber das gibt sich in 2, 3 Jahren von selbst 
LG
Heinrich
LG
Heinrich
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Die Entwicklung gefällt mir sehr gut. Habe eine geerbt und sie sich kräftigen lassen.
Dieses Jahr erstmals starken Wurzelschnitt gemacht. Treibt zwar gut aus, aber meine Erfahrungen sind noch zu wenig, um Dir Ratschläge geben zu dürfen.
Die blattlose Ansicht ist für mich immer die Grundlage für meine Aktivitäten in der Wuchsphase.
Ich konzentriere mich auf die Äste, die noch zu weit außen ihren Austrieb haben.
D.h. der austriebslose Teil sollte sonnenexponiert sein und die entspechende Düngung auch nicht fehlen.
Das werde ich zumindest mit meiner Ulme machen.
Gruß
Rüdiger
Dieses Jahr erstmals starken Wurzelschnitt gemacht. Treibt zwar gut aus, aber meine Erfahrungen sind noch zu wenig, um Dir Ratschläge geben zu dürfen.
Die blattlose Ansicht ist für mich immer die Grundlage für meine Aktivitäten in der Wuchsphase.
Ich konzentriere mich auf die Äste, die noch zu weit außen ihren Austrieb haben.
D.h. der austriebslose Teil sollte sonnenexponiert sein und die entspechende Düngung auch nicht fehlen.
Das werde ich zumindest mit meiner Ulme machen.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Hallo Ulli,
die Ulme hast du wirklich sehr schön entwickelt.
Bei der Baum/ Schalenkombi ging es mir wie dir. Irgendeine Disharmonie....
Im Grunde ist die Schale ja etwas groß für die Ulme. Bei manchen Gestaltungen sieht das gut aus, da sich die Weite der Schale wie eine Landschaft darstellt. Das ist aber hier nicht der Fall, da der ausladende linke Ast die Schale fast ganz überspannt.
Um einen Landschaftsausschnitt zu suggerieren, müsste der Baum vielleicht mehr nach links gesetzt werden, damit rechts die "Landschaft" entsteht. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich gut ausschaut (kann leider kein Virtual). War nur mal so ein Gedankenspiel von mir.
Liebe Grüße,
Barbara
die Ulme hast du wirklich sehr schön entwickelt.
Bei der Baum/ Schalenkombi ging es mir wie dir. Irgendeine Disharmonie....
Im Grunde ist die Schale ja etwas groß für die Ulme. Bei manchen Gestaltungen sieht das gut aus, da sich die Weite der Schale wie eine Landschaft darstellt. Das ist aber hier nicht der Fall, da der ausladende linke Ast die Schale fast ganz überspannt.
Um einen Landschaftsausschnitt zu suggerieren, müsste der Baum vielleicht mehr nach links gesetzt werden, damit rechts die "Landschaft" entsteht. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich gut ausschaut (kann leider kein Virtual). War nur mal so ein Gedankenspiel von mir.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Nach nochmaligem Betrachten, weiß ich jetzt, was die optische Disharmonie auslöst......beide Seiten des Baumes enden genau mit den Schalenrändern, also, Baumkrone und Schalenrand bilden genau eine Linie.
Das erzeugt irgendwie zuviel Symmetrie und nimmt die Spannung.
Das erzeugt irgendwie zuviel Symmetrie und nimmt die Spannung.
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Hallo ulli,
bei der rechteckigen Schale mit den nur leicht gerundeten Ecken mußte ich grübeln. Obwohl mir die blaue Glasur und die Größe sofort gefallen hat.
Da ist dieses Dogma im Hinterkopf, dass Landschaftseindruck in flachem Oval am besten funktioniert. Dann fiel mir die Besenzelkove von @Bonsai-Fips ein. Auch da brauchte ich lange, bis das in meinem Kopf zusammenpaßte: viewtopic.php?p=617819#p617819
Je länger ich deine Ulme betrachte, desto schöner finde ich die Kombi. Nur die Substratanhäufung irritiert mich. Der Wurzelballen ist doch extrem flach. Ich würde das Substrat leicht abflachen um den Eindruck von weiter Landschaft besser wiederzugeben.
Grüße
Rainer
bei der rechteckigen Schale mit den nur leicht gerundeten Ecken mußte ich grübeln. Obwohl mir die blaue Glasur und die Größe sofort gefallen hat.
Da ist dieses Dogma im Hinterkopf, dass Landschaftseindruck in flachem Oval am besten funktioniert. Dann fiel mir die Besenzelkove von @Bonsai-Fips ein. Auch da brauchte ich lange, bis das in meinem Kopf zusammenpaßte: viewtopic.php?p=617819#p617819
Je länger ich deine Ulme betrachte, desto schöner finde ich die Kombi. Nur die Substratanhäufung irritiert mich. Der Wurzelballen ist doch extrem flach. Ich würde das Substrat leicht abflachen um den Eindruck von weiter Landschaft besser wiederzugeben.
Grüße
Rainer
- Dateianhänge
-
- wenn es meine wäre…
- IMG_2317.jpeg (117.98 KiB) 1135 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Sibirische Ulme (ulmus pumila) ehemalige „Wettbewerbsulme Nr. 17“
Habt vielen Dank für Eure hilfreichen Anmerkungen, @mydear, @hwolf, @Georg und @Barbara! Und auch dafür, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, Euch mit meinem Bäumchen zu befassen
Rainer, auf der rechten Seite des Stammes hatte ich gleich zu Beginn einen starken Opferast wachsen lassen um den unteren Stammbereich zu verdicken. Das hat binnen einer Saison geklappt, aber eben auch eine große Schnittstelle hinterlassen. Am oberen Rand der Wunde erschienen dann die beiden Knospen, aus denen die kleinen Ästchen wuchsen. Die wollte ich nutzen um die Wunde zu schließen, erlebte aber genau das, was Du beschreibst: Es bildete sich kaum Kallus und die Gefahr neuer unschöner Schnittstellen beim Entfernen dieser Äste wuchs. Also habe ich die Äste entfernt um die Situation nicht noch zu verschlechtern, die Wunde ist direkt von vorne nicht zu sehen. Vielleicht schließt sie sich mit den Jahren, vielleicht auch nicht.
Rüdiger, auch Dir danke für deine schöne Rückmeldung. Und ja, die Ulme steckt auch sehr intensive Wurzelschnitte gut weg, sie lässt sich davon kaum beirren. Stark schattierte innen oder unten liegende Zweige lässt sie tatsächlich gern mal absterben. Ansonsten ist sie absolut unkompliziert, verträgt Hitze, Frost, Abstürze und ist immer gesund.
Zur Schalenfrage/Pflanzposition: Ihr seid mega, mit den von Euch benannten Punkten wird sich da noch einiges verbessern lassen. Rainers tolles Virtual fasst zusammen, in welche Richtung es gehen wird. Durch kürzen der unteren Äste wird die Krone schmaler und wirkt auch gleich ein wenig runder. Abflachen des Substrathügels wird auch die optische Tiefe der Schale reduzieren. Ich werde die Punkte im (Früh-)Sommer umsetzen.
Die tolle Zelkove von @Bonsai-Fips war in der Tat Ideengeber für die Auswahl der rechteckigen Schale, die ist faszinierend.
Rainer, auf der rechten Seite des Stammes hatte ich gleich zu Beginn einen starken Opferast wachsen lassen um den unteren Stammbereich zu verdicken. Das hat binnen einer Saison geklappt, aber eben auch eine große Schnittstelle hinterlassen. Am oberen Rand der Wunde erschienen dann die beiden Knospen, aus denen die kleinen Ästchen wuchsen. Die wollte ich nutzen um die Wunde zu schließen, erlebte aber genau das, was Du beschreibst: Es bildete sich kaum Kallus und die Gefahr neuer unschöner Schnittstellen beim Entfernen dieser Äste wuchs. Also habe ich die Äste entfernt um die Situation nicht noch zu verschlechtern, die Wunde ist direkt von vorne nicht zu sehen. Vielleicht schließt sie sich mit den Jahren, vielleicht auch nicht.
Rüdiger, auch Dir danke für deine schöne Rückmeldung. Und ja, die Ulme steckt auch sehr intensive Wurzelschnitte gut weg, sie lässt sich davon kaum beirren. Stark schattierte innen oder unten liegende Zweige lässt sie tatsächlich gern mal absterben. Ansonsten ist sie absolut unkompliziert, verträgt Hitze, Frost, Abstürze und ist immer gesund.
Zur Schalenfrage/Pflanzposition: Ihr seid mega, mit den von Euch benannten Punkten wird sich da noch einiges verbessern lassen. Rainers tolles Virtual fasst zusammen, in welche Richtung es gehen wird. Durch kürzen der unteren Äste wird die Krone schmaler und wirkt auch gleich ein wenig runder. Abflachen des Substrathügels wird auch die optische Tiefe der Schale reduzieren. Ich werde die Punkte im (Früh-)Sommer umsetzen.
Die tolle Zelkove von @Bonsai-Fips war in der Tat Ideengeber für die Auswahl der rechteckigen Schale, die ist faszinierend.
Gruß,
Ulrike
Ulrike
