Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

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Goldfussel
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Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Goldfussel »

So,

heute mal eine Birke gerettet, hoffe ich.

Bis jetzt ist das ganze noch ein Meter hoch.

Jetzt hoffe ich das der Baum neue Wurzel bildet und in dem Topf ankommt.
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Gruß Fussel

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roro
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Re: Birke von einer Mauer gerettet

Beitrag von roro »

Hallo Fussel,
Kurze Frage: wieso schreibst du, „ Birke gerettet“? war sie dem Tod geweiht? - Reine Neugier. Die Formulierung „Baum gerettet“ löst bei mir reflexartig ein Fragezeichen aus, wie damals Pius Notters „Retungsaktionen“,dem Helden und Mugoretter. Wieviel da wirklich Rettung oder einfach nur Bergung war, will ich nicht genauer erörtern. Aber vielleicht gab‘s bei dir einen Grund, dass die Birke weg musste.

Gruss, Roro
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Goldfussel
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Re: Birke von einer Mauer gerettet

Beitrag von Goldfussel »

Die Birke wuchs aus einer Denkmal geschützten Mauer. Erstens musste diese da sowieso weg zum zweiten glaube ich das sie einen Trockenen Sommer auf der Mauer nicht überlebt hätte.

Wobei zweitens ich noch beobachten kann, da beim Nachbarn in der gleichen Mauer noch eine wächst.
Gruß Fussel

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DHG
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von DHG »

Hallo,
na gut das kein Maisenknödel an der Birke hing... :lol:
Du glaubst nicht was da für wilde Spekulationen entstehen können....

Tendenziell is es für meine Begriffe schon recht spät für eine Bergung. Hast du die Blattmasse reduziert bzw. diese an die Wurzelmasse angepasst? Weil der Baum schon ziemlich viele Blätter trägt.

Grüße
Marcus
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achim73
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von achim73 »

/mod: bitte die Bilder korrekt hochladen und ins richtige Subforum posten !
Gruss, Achim
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Goldfussel
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Goldfussel »

Das es schon sehr spät imJahr ist um dies zu machen habe ich mir fast schon gedacht.

Der Baum war ein Zweistamm, ich habe den größeren Stamm entfernt und bei dem Rest ca 50cm entfernt.

Stimmt, das eine Bild liegt auf der Seite, ich versuche es noch anzupassen. Danke für das verschieben in den richtigen Bereich, ich verstehe nur nicht warum ich im Falschen war.
Gruß Fussel

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Suikinkutsu
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Suikinkutsu »

Hat der alte Einmachtopf, in den Du die Birke gesetzt hast, zumindest ein Loch im Boden, durch das überschüssiges Wasser abfließen kann?
Schöne Grüße

Tim
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Andreas Ludwig
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Andreas Ludwig »

roro - die Birke wurde wohl wirklich «gerettet». Wenn die Mauer nämlich unter Denkmalschutz steht, will man nicht, dass die Birkenwurzeln das (ohnehin nach oben offene) Mauerwerk sprengen. Das tun Birken, Ahorne, Erlen, Ebereschen etc. problemlos. Vernünftig also durchaus - ob es legal war, ist eine andere Frage. Aber mit Notters «Mittelheiligung durch Zweckimplikation» hat das sicher nichts zu tun.

Goldfussel - wieviel von dem langen, fast geraden «Stamm» willst du denn erhalten? Was ist dein Plan?
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Goldfussel
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Goldfussel »

Hi,

Diese Mauer ist meine Grundstücksgrenze, wenn ich nicht Jährlich das Efeu und sonstige Pflanzen aus der Mauer entfernen würde, wäre sie schon lange zu gewuchert, die eigentlich Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde.

Natürlich habe ich in den Boden Löscher rein gebohrt. *daumen_new*

@ Andreas, am liebsten wäre mir schon ein wenig Bewegung im Stamm, hatte aber gedacht ich müsste dem Baum jetzt erstmal etwas in Ruhe lassen, die Höhe stelle ich mir so 50cm vor. Da es mein erster Baum ist den ich geborgen habe, muss ich jetzt erstmal rausfinden wie man damit vorgeht. Gern nehme ich auch auf dem Weg Tipps entgegen.
Gruß Fussel

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roro
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von roro »

Danke Fussel, für die zusätzliche Info.
Dann kann man tatsächlich von einer Rettung ausgehen.
@Andreas Ludwig Das ist mir schon klar, dass Baumwurzeln, Pilze, etz. eine enorme Sprengkraft haben und Bauten zerstören können resp. die Zerstörung beschleunigen. Mir ging es um den Aspekt des "Rettens" oder allgemeiner, um die Schönfärberei gewisser Taten, die wir dadurch legitimieren oder uns damit in Szene setzen. Die Tätigkeit "Yamadori sammeln" ist weder gut noch schlecht, wenn dabei der Naturschutz beachtet und keine übrigen Gesetze gebrochen werden. Man wird dadurch aber nicht automatisch zum Retter (auch nicht wenn der Baum überlebt).
Die Birke hätte grösstwahrscheinlich auch ohne menschlichen Eingriff überlebt. Sie stand ja da schon einige Sommer auf der Mauer.

Aber alles gut... nun *back*

Ich hoffe, sie schafft den Umzug in den Suppentopf, ich drück die Daumen. Das Substrat scheint mir etwas gar kompakt /organisch. Etwas mehr Luft an die Wurzeln wäre fürs Wachstum günstig. Vielleicht Perlite o.ä. untermischen.

Gruss,
Roro
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Andreas Ludwig
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Andreas Ludwig »

Goldfussel - was die Mauer angeht, denk einfach daran, dass du «unbefugt handelst». Sonst kommt plötzlich jemand auf die Idee, dir das auch noch vorzuwerfen. Ich rede da aus einer gewissen Erfahrung - ich habe mir eine kleine Burgruine zur Pflege angelacht. Dazu gibt es nun einen Vertrag, der erst von einem Justizangestellten auf Rechtsmässigkeit geprüftwurde und dann von drei Parteien (Archäologie, Eigentümer und ich selbst) unterschrieben. In Kopie ging das an den Naturschutz, das Amt für Wald und noch ein paar Stellen. Die Schweizer sind gerne preussischer als ihre Nachbarn, das haben sie von den Franzosen gelernt...

Abgesehen von Einladungen zu Apéros, Gesprächen mit Fachleuten, die immer sehr interessant sind und mir Einsicht in Dinge gebracht haben, die mich sonst nie interessiert hätten (in deinem Fall ist die Frage z.B., wer das Ding wozu gebaut hat, wie man sich die Gesamtanlage vorstellen kann etc.) habe ich damit theoretisch Zugriff auf Dutzende Kleinbäumchen. Bloss ist da bis heute keines, das ich geerntet hätte – musste nicht sein. Es muss nicht alles zum Bonsai werden, bloss, weil es klein ist. Die Bonsaischule Enger und andere kriegen Rohlinge weit besser hin.

Deine Birke hätte ich wohl einfach massakriert. Allenfalls bei etwa einem Drittel Höhe abgehauen und dann ein paar Jahre wachsen lassen. Bezogen auf 50 cm Höhe wird da wahrscheinlich so schnell kein Stamm, auch nicht im Suppentopf. Aber zum Üben, wieso nicht? Denk daran, dass Birken viel Feuchtigkeit brauchen, eigentlich Dauerfeuchte, eher spärlich verzweigen und der Draht schnell einwächst. Weiter geben sie als Pionierpflanze immer wieder mal ganze Triebe auf, ihr Modus ist nicht der, «dauerhaft zu sein» sondern schnell vorwärt zu kommen. Mit um die 150 Jahre haben sie eine überschaubare Lebensdauer (verglichen mit Eichen,Buchen, Linden), dazu passt ihr Verhalten. Die gute Nachricht: Sie wachsen eigentlich überall, von Mooren in der Taiga über Schotterhalden bis zu lehmigen Böden. Kommen die anderen, war die Birke schon da - das ist ihr Prinzip. Die schlechte Nachricht: Zur extremen Keimrate passt auch die «Abgangsrate». Einfacher: Birken versuchen es überall, in Dachrinnen, Belagsritzen, Hinterhöfen – und scheitern sehr oft. Darum gibt es auch nicht wahnsinnig viele Birkenbonsai und nur wenige überzeugen.
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Goldfussel
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Goldfussel »

Ich werde das in Zukunft noch mehr beachten, wobei für mich es nie in frage kam in den Wald zu gehen und da Bäume zu holen, dafür ist mir die Natur zu wichtig, nochmals möchte ich darauf hinweisen das ich nicht illegal gehandelt habe, sondern das die Mauerpflege das entfernen von Efeu und Baumen von der Gemeinde erwünscht ist.

80% meiner Bäume kommen von der Bonsaischule Enger.

Danke Andreas für deine Anregung, ich habe mich gestern noch etwas eingelesen, was auffällig ist das doch meist sehr alte Bäume präsentiert werden. Nach deinem nachfragen wo die Reise den hin gehen soll, habe ich den Baum mal gemessen, er hat immer noch eine Höhe von 70 cm.

Jetzt kommen die Dinge die ich schon gelesen habe aber mir unsicher bin. Wäre es jetzt richtig ihn weit unter die 50cm zu schneiden und einen Zweig als neue Spitze zu wählen, so würde ich ja auch eine gewisse Bewegung in den Stamm bekommen.

Ich hoffe ich planiere mich damit nich völlig. 😳
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Andreas Ludwig
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Andreas Ludwig »

Ich denke, der erste Schritt ist Abwarten. Bis sich die Birke «eingelebt» hat. Die hat jetzt zwingend kleinere oder auch grössere Wurzelschäden, steht noch nicht gut im Substrat und muss wieder Blattmasse schaffen. Für dieses Jahr hast du ihr mehr als genug angetan, lass sie einfach stehen bis im nächsten Frühjahr.
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Goldfussel
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Goldfussel »

Wenn keiner daraus Suppe macht, war dies sowieso mein Plan. Danke dir für den Support. 😁
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Re: Birke von einer Mauer gerettet / geborgen

Beitrag von Andreas Ludwig »

Goldfussel hat geschrieben: 11.05.2024, 16:39 Wenn keiner daraus Suppe macht, war dies sowieso mein Plan.
Das geht auch.
Viel Vitamine.
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