Eiche Blattwelke
Eiche Blattwelke
Meine Eiche wächst im Frühjahr und -Sommer ganz normal. Ab July beginnt in den letzten beiden Jahren eine eigenartige Blattwelke. Diese geht von Blattinneren nach aussen, nicht umgekehrt, wie ich es im Internet für Virusbefall gefunden habe. Nach einer verfrühtem Herbstwelke wächst die Eiche im Frühjahr aber wieder normal. Bis zum Hochsommer, dann siehe oben.
Behandlung mit Aliette-Pilzfrei nützt wohl nicht viel, schadet aber auch nicht weiter. Guter Rat hier deshalb willkommen.
Behandlung mit Aliette-Pilzfrei nützt wohl nicht viel, schadet aber auch nicht weiter. Guter Rat hier deshalb willkommen.
Re: Eiche Blattwelke
Kann es sein, dass die Eiche mal kurzfristig trocken stand? Sieht für mich aus wie leichter Trockenschaden im Hochsommer.
Die anderen Blätter sehen gesund aus. Keinerlei Hinweise auf Mehltau, der geschwächte Pflanzen gerne befällt.
Grüße
Rainer
Die anderen Blätter sehen gesund aus. Keinerlei Hinweise auf Mehltau, der geschwächte Pflanzen gerne befällt.
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Rainer
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Re: Eiche Blattwelke
Natürlich giesse ich die Eiche sehr sorgfältig. Der Schaden kommt von innen, wenn es hier keine Vorschläge auf eine Pilz- oder Viruserkrankung gibt, bleibt mir nur noch ein Wurzelschaden als Erklärung. Werde die Eiche nächsten Frühjahr dann umtopfen, schwierig weil die Wurzel sehr kompakt ist und nur in Teilen abgeschnitten werden kann.
Danke für die Antwort!
Gruss auch
Rainer
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Re: Eiche Blattwelke
Zu schnell gedacht. Pilz-, Virus- und Bakterienbefall kann in sehr vielen Formen daherkommen. Da kennt niemand alle. Manche sind wählerisch - zum Beispiel gilt Eiche als resistent gegen Verticillium, aber vorkommen kann es. Gegen den Wurzelschaden spricht das wiederholte Auftreten zum selben Zeitpunkt. Gegen einen «systemischen Pilz», also eine Art Schlauchpilz, spricht der Befall nur äusserer Blätter, gegen Bakterien das Absterben der Blätter von innen. Am Giessen liegt es nicht, meinst du. Darum können wir weder eine saubere Diagnose stellen noch eine zielführende Therapie empfehlen. Bleibt der klassische Rat des Hausarztes: Schonen, beobachten.raiwitz hat geschrieben: 02.08.2024, 10:20Der Schaden kommt von innen, wenn es hier keine Vorschläge auf eine Pilz- oder Viruserkrankung gibt, bleibt mir nur noch ein Wurzelschaden als Erklärung.
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(Thoreau)
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Re: Eiche Blattwelke
Man kann halt Flöhe und Läuse haben.
Auf einigen Blättern meine ich Mehltau zu erkennen.
Die größeren braunen Bereiche können sowohl auf einen schon älteren Mehltaubefall als auch auf laufende und/ oder fressende Insekten(larven) hindeuten.
Auf den folgenden Bildern von meinem Eichenrohling zwei verschiedene Blätter.
Der eine nur Insekten. Auf den Fotos der Blattunterseite deutlich die Fraßspuren zu erkennen. Nur das Zellinnere ist gefressen, das Skelett ist unversehrt.
Am 2. Blatt ist zusätzlich Mehltaubefall, der in den nächsten Tagen bei starker Sonneneinstrahlung das Blatt braun färben wird.
So ist das bei mir seit Jahren.
Der steht gesund auf dem Regal bis Mitte Juli, dann fängt es langsam an.
Es sind ausreichend gesunde Blätter vorhanden und im August haben sie sowieso ihre Arbeit weitgehend erledigt. Die Vitalität des Baumes ist nicht gefährdet.
Ich mache nichts. Hätte ich einen besseren Standplatz weniger Sonnenexponiert und gut mit Wind durchgeht, würde er so stehen.
Eine Notwendigkeit zu giften sehe ich nicht, der Baum steht bei mir, nicht auf einer Ausstellung oder in einem Verkaufsraum.
Dein Befall ist etwas stärker, deutet auf weniger gute Bedingungen.
Schau, was du an Standort und Pflege optimieren kannst.
Mehltau kann man auch ohne Chemie vorbeugend zumindest minimieren.
Auf einigen Blättern meine ich Mehltau zu erkennen.
Die größeren braunen Bereiche können sowohl auf einen schon älteren Mehltaubefall als auch auf laufende und/ oder fressende Insekten(larven) hindeuten.
Auf den folgenden Bildern von meinem Eichenrohling zwei verschiedene Blätter.
Der eine nur Insekten. Auf den Fotos der Blattunterseite deutlich die Fraßspuren zu erkennen. Nur das Zellinnere ist gefressen, das Skelett ist unversehrt.
Am 2. Blatt ist zusätzlich Mehltaubefall, der in den nächsten Tagen bei starker Sonneneinstrahlung das Blatt braun färben wird.
So ist das bei mir seit Jahren.
Der steht gesund auf dem Regal bis Mitte Juli, dann fängt es langsam an.
Es sind ausreichend gesunde Blätter vorhanden und im August haben sie sowieso ihre Arbeit weitgehend erledigt. Die Vitalität des Baumes ist nicht gefährdet.
Ich mache nichts. Hätte ich einen besseren Standplatz weniger Sonnenexponiert und gut mit Wind durchgeht, würde er so stehen.
Eine Notwendigkeit zu giften sehe ich nicht, der Baum steht bei mir, nicht auf einer Ausstellung oder in einem Verkaufsraum.
Dein Befall ist etwas stärker, deutet auf weniger gute Bedingungen.
Schau, was du an Standort und Pflege optimieren kannst.
Mehltau kann man auch ohne Chemie vorbeugend zumindest minimieren.
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Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Eiche Blattwelke
Danke für die ausführlichen Beiträge! Schädlingsbefall ist es aber nicht, alle Arten von Läusen und selbst roten Spinnen kenne ich mittlerweile und kann sie in Schach halten. Auch Standort und Pflege kann es nicht sein, denn ich habe noch eine 2.Eiche unter denselben Bedingungen, die aber völlig normal ist. Leider fehlen dieser ca. 10 Jahre Bonsaientwicklung zur Eiche hier.
Naja, ausstellungsreif ist sie aber zur Zeit nicht. Ich hoffe dass sie sich einigermassen in den Herbst hineinrettet und dann sehen wir nächstes Jahr mal. Den Rat des Hausarztes werde ich befolgen.
Gruss Rainer
Naja, ausstellungsreif ist sie aber zur Zeit nicht. Ich hoffe dass sie sich einigermassen in den Herbst hineinrettet und dann sehen wir nächstes Jahr mal. Den Rat des Hausarztes werde ich befolgen.
Gruss Rainer
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Re: Eiche Blattwelke
Hallo Rainer,
nun hast Du schon einige Hinweise bekommen, dennoch erscheint mir das Schadbild sehr typisch. In den letzten 10 Jahren treten solche Schäden verstärkt an alten Eichen im Forst auf.
Die gute Nachricht, es ist nicht der unheilbare bakterielle Blattbrand, verursacht durch ein Bakterium der Gattung Xanthomonas. Denn dort entwickeln sich die Nekrosen vom Blattrand zum Inneren des Blattes hin.
Dein Fall zeigt alle Symptome des häufig auftretenden Tubakia dryina (Nebenfruchtform von Dicarpella dryina), ein Schlauchpilz, der erhebliche Blattschäden hervorrufen kann. D. dryina kann schon endophytisch in Eichen leben, als Schwächeparasit oder Saprobiont anderen Schaderregern folgen und Blattflecken bei verschiedenen Eichen und anderen Laubbäume, z.B. der Buche, hervorrufen.
Meist wird nur die Nebenfruchtform an Blättern, seltener an Trieben beobachtet. T. dryina überwintert auf herabgefallenen Blättern und Zweigen im Streu und seine Ausbreitung wird durch feuchte, kühle (nicht zu warme) Witterung mit häufigem Regen gefördert und verstärkt sich in warmen Frühsommern. Dabei kommt es zu wiederholten Infektionen der Blätter und einem verstärkten Pilzwachstum. Die Tubakia-Sporen werden durch Wind und Regenwasser verbreitet.
T. dryina zählt zu den am häufigsten isolierten Endophyten in grünen Eichenblättern. Das Vorkommen dieses Schlauchpilzes führt nicht grundsätzlich zu Schadsymptomen. Wenn sich jedoch das Wirt-Pilzverhältnis im Lauf der Vegetationsperiode infolge schwächender Einflüsse auf die Wirtspflanze ändert, kann es zu Schadsymptomen wie Blattflecken und Blattdeformationen führen oder sekundäre Schadpilze begünstigen und vorzeitigen Blattfall auslösen. Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse haben großen Einfluss auf diese Wirt-Pilzinteraktion, wobei der Pilzpartner von einer symbiontischen oder endophytischen in eine parasitisch/pathogene oder saprobiontische Lebensphase übergehen kann.
Aber vielleicht ist Dir das alles auch zu wissenschaftlich - nun ja, Du hattest gefragt. Die Bekämpfung ist zwar möglich aber ebenso komplex, je nach vorliegender Lebensphase des Schlauchpilz.
nun hast Du schon einige Hinweise bekommen, dennoch erscheint mir das Schadbild sehr typisch. In den letzten 10 Jahren treten solche Schäden verstärkt an alten Eichen im Forst auf.
Die gute Nachricht, es ist nicht der unheilbare bakterielle Blattbrand, verursacht durch ein Bakterium der Gattung Xanthomonas. Denn dort entwickeln sich die Nekrosen vom Blattrand zum Inneren des Blattes hin.
Dein Fall zeigt alle Symptome des häufig auftretenden Tubakia dryina (Nebenfruchtform von Dicarpella dryina), ein Schlauchpilz, der erhebliche Blattschäden hervorrufen kann. D. dryina kann schon endophytisch in Eichen leben, als Schwächeparasit oder Saprobiont anderen Schaderregern folgen und Blattflecken bei verschiedenen Eichen und anderen Laubbäume, z.B. der Buche, hervorrufen.
Meist wird nur die Nebenfruchtform an Blättern, seltener an Trieben beobachtet. T. dryina überwintert auf herabgefallenen Blättern und Zweigen im Streu und seine Ausbreitung wird durch feuchte, kühle (nicht zu warme) Witterung mit häufigem Regen gefördert und verstärkt sich in warmen Frühsommern. Dabei kommt es zu wiederholten Infektionen der Blätter und einem verstärkten Pilzwachstum. Die Tubakia-Sporen werden durch Wind und Regenwasser verbreitet.
T. dryina zählt zu den am häufigsten isolierten Endophyten in grünen Eichenblättern. Das Vorkommen dieses Schlauchpilzes führt nicht grundsätzlich zu Schadsymptomen. Wenn sich jedoch das Wirt-Pilzverhältnis im Lauf der Vegetationsperiode infolge schwächender Einflüsse auf die Wirtspflanze ändert, kann es zu Schadsymptomen wie Blattflecken und Blattdeformationen führen oder sekundäre Schadpilze begünstigen und vorzeitigen Blattfall auslösen. Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse haben großen Einfluss auf diese Wirt-Pilzinteraktion, wobei der Pilzpartner von einer symbiontischen oder endophytischen in eine parasitisch/pathogene oder saprobiontische Lebensphase übergehen kann.
Aber vielleicht ist Dir das alles auch zu wissenschaftlich - nun ja, Du hattest gefragt. Die Bekämpfung ist zwar möglich aber ebenso komplex, je nach vorliegender Lebensphase des Schlauchpilz.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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Re: Eiche Blattwelke
Danke, Gary, wieder etwas gelernt.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Eiche Blattwelke
Danke Gary, das klingt gut und nicht so gut zugleich. Etwa so: Die Eiche wird nicht sterben, aber auch (erstmal) nicht neu erstrahlen.
Da fällt mir ein. dass es vor 3 oder 4 Jahren nach dem Umtopfen der Eiche einem Ameisenstamm gefallen hat, im Wurzeltopf ein Nest zu eröffnen. Ein "pflanzenverträgliches" Ameisenpulvermittel half zwar nicht, aber zum Winter beschloss der Stamm umzuziehen und war seitdem nicht mehr gesehen. Könnte das irgendwelche "Spätschäden" gehabt haben. Deshalb meine Idee zu erneutem Umtopfen, obwohl ich die Wurzel zum Nachschauen nicht öffnen kann, ist ein einziger dichter Knoten. Alexander der Grosse lässt gruessen!
Gibt es von dir einen Rat zur fürsorglichen Behandlung auch mit uns allen zugänglichen Mitteln?
Gruss Rainer
Da fällt mir ein. dass es vor 3 oder 4 Jahren nach dem Umtopfen der Eiche einem Ameisenstamm gefallen hat, im Wurzeltopf ein Nest zu eröffnen. Ein "pflanzenverträgliches" Ameisenpulvermittel half zwar nicht, aber zum Winter beschloss der Stamm umzuziehen und war seitdem nicht mehr gesehen. Könnte das irgendwelche "Spätschäden" gehabt haben. Deshalb meine Idee zu erneutem Umtopfen, obwohl ich die Wurzel zum Nachschauen nicht öffnen kann, ist ein einziger dichter Knoten. Alexander der Grosse lässt gruessen!
Gibt es von dir einen Rat zur fürsorglichen Behandlung auch mit uns allen zugänglichen Mitteln?
Gruss Rainer
Re: Eiche Blattwelke
Rainer ich bin kein Pharmakologe, kein Biologe, nicht mal gelernter Gärtner. Ein Spätschaden durch die Ameisen schließe ich jedoch aus.
Ja, die gute Nachricht ist, die Eiche wird daran nicht sterben. Dennoch willst Du, verständlicher Weise, dieses Schadbild los werden. Ich kann Dir jedoch nicht einfach ein Spritzmittel benennen, denn in der Natur. wo diese Erkenntnisse/Forschungen herkommen, wird auch nicht gespritzt. Im Waldbau wird zumindest versucht dem Problem entgegenzutreten.
Bei diesem Schlauchpilz haben wir es mit einem Pflanzenpathogen zu tun. Diese können auf verschiedene Weise bekämpft werden:
Da Du ja in unmittelbarer Nähe eine zweite Eiche pflegst (eventuell befallen aber kein Ausbruch), solltest Du über "Unterschiede" nachdenken.
Okay, im Herbst das ganze Laub entfernen und die Substratoberfläche reinigen - alles im Hausmüll entsorgen. Dennoch würde ich bereits jetzt die befallenen Blätter, samt Stiel, entfernen. Viel Photosynthese ist da eh nicht mehr. Eventuell vor dem Einwintern und im zeitigen Frühjahr, sowie nochmals nach dem Blattaustrieb, würde ich ein Fungizid sprühen. Begleitend dann die oben aufgezählten Maßnahmen anwenden.
Ich drücke Dir die Daumen und hoffe auf eine symptomfreie Eiche in 2025.
Ja, die gute Nachricht ist, die Eiche wird daran nicht sterben. Dennoch willst Du, verständlicher Weise, dieses Schadbild los werden. Ich kann Dir jedoch nicht einfach ein Spritzmittel benennen, denn in der Natur. wo diese Erkenntnisse/Forschungen herkommen, wird auch nicht gespritzt. Im Waldbau wird zumindest versucht dem Problem entgegenzutreten.
Bei diesem Schlauchpilz haben wir es mit einem Pflanzenpathogen zu tun. Diese können auf verschiedene Weise bekämpft werden:
- Kulturelle Maßnahmen: optimale Kulturführung durch Standortwahl, Substrat, Feuchtigkeit, etc.
- Chemische Kontrolle: Der Einsatz von Fungiziden.
- Biologische Kontrolle: nützliche Mikroorganismen
- Pflanzenstärkungsmittel: Kaliumbetonte Volldünger oder spezielle Pflanzenstärkungsmittel können die Widerstandskraft erhöhen.
Da Du ja in unmittelbarer Nähe eine zweite Eiche pflegst (eventuell befallen aber kein Ausbruch), solltest Du über "Unterschiede" nachdenken.
Okay, im Herbst das ganze Laub entfernen und die Substratoberfläche reinigen - alles im Hausmüll entsorgen. Dennoch würde ich bereits jetzt die befallenen Blätter, samt Stiel, entfernen. Viel Photosynthese ist da eh nicht mehr. Eventuell vor dem Einwintern und im zeitigen Frühjahr, sowie nochmals nach dem Blattaustrieb, würde ich ein Fungizid sprühen. Begleitend dann die oben aufgezählten Maßnahmen anwenden.
Ich drücke Dir die Daumen und hoffe auf eine symptomfreie Eiche in 2025.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
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Re: Eiche Blattwelke
Gary - du hast bemerkenswerten Input geliefert. Für mich stimmt das Bild nicht so ganz, mir fehlen da die schwarzen, nässenden Flecken - aber offenbar kennt man in den USA schon sechs Varianten von Tubakia, da mag es durchaus auch weitere Varianten geben. Als Nutzer von Bestimmungsbüchern kenne ich das Problem der «Holotypen» sehr gut. Da steht man dann und es könnte anhand der Bilder beides sein...
Rainer - vergiss nicht, dass ein «Breitbandfungizid» blöderweise auch alle «guten Pilze» zwingend mitnimmt, also die im Boden, die man eigentlich haben möchte. Zu Tubakia habe ich ein, zwei Hinweise gefunden, die eigentlich gute Nachrichten sind: «Tubakia species can also colonize twigs but is not known as a cankering pathogen. The pathogen may overwinter within the canopy of infected oaks on leaves and petioles that did not properly abscise or within dead twigs. This allows the fungus to readily sporulate and infect newly developing tissues during the spring, when they are most susceptible to infection.» Kurz zusammengefasst: Kein Schlauchpilz, ein Befall der Blattoberflächen, überwintert irgendwo am Baum, aber nicht drinnen, in Schach zu halten durch Entfernen der Blätter und Ausschneiden aller toten Zweige.
Rainer - vergiss nicht, dass ein «Breitbandfungizid» blöderweise auch alle «guten Pilze» zwingend mitnimmt, also die im Boden, die man eigentlich haben möchte. Zu Tubakia habe ich ein, zwei Hinweise gefunden, die eigentlich gute Nachrichten sind: «Tubakia species can also colonize twigs but is not known as a cankering pathogen. The pathogen may overwinter within the canopy of infected oaks on leaves and petioles that did not properly abscise or within dead twigs. This allows the fungus to readily sporulate and infect newly developing tissues during the spring, when they are most susceptible to infection.» Kurz zusammengefasst: Kein Schlauchpilz, ein Befall der Blattoberflächen, überwintert irgendwo am Baum, aber nicht drinnen, in Schach zu halten durch Entfernen der Blätter und Ausschneiden aller toten Zweige.
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Re: Eiche Blattwelke
Ok, Danke an alle, das ist schon mehr als ich gehofft habe. Meine Bonsais sind gross und und schon über 30 Jahre in meiner Pflege (oder Marter wie man es so sehen will). Die besprochene Eiche habe ich seit über 10 Jahren aus einem missratenen Bonsaiversuch übernommen (per ebay) und sie machte sich prächtig ...
Keiner meiner über 20-30 jährigen Bonsai hat das gemacht, was meine Pläne damals waren. (Übrigens auch meine Kinder nicht)
Deshalb bin ich auch nicht verzweifelt sondern schaue den Pflanzen einfach zu und versuche zu helfen wenn ich es kann.
Keiner meiner über 20-30 jährigen Bonsai hat das gemacht, was meine Pläne damals waren. (Übrigens auch meine Kinder nicht)
Deshalb bin ich auch nicht verzweifelt sondern schaue den Pflanzen einfach zu und versuche zu helfen wenn ich es kann.
- Andreas Ludwig
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Re: Eiche Blattwelke
Kinder sind immer überraschend, vor allem, wenn sie brav nachmachen, was man selbst an schlechten Eigenschaften hat...
Also schön Blätter und tote Triebe wegmachen und in die Zukunft schauen. Es kommt meist besser, als man befürchtet.
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Re: Eiche Blattwelke
Gary, genau das werde ich tun.Gary hat geschrieben: 04.08.2024, 16:09 Okay, im Herbst das ganze Laub entfernen und die Substratoberfläche reinigen - alles im Hausmüll entsorgen. Dennoch würde ich bereits jetzt die befallenen Blätter, samt Stiel, entfernen. Viel Photosynthese ist da eh nicht mehr. Eventuell vor dem Einwintern und im zeitigen Frühjahr, sowie nochmals nach dem Blattaustrieb, würde ich ein Fungizid sprühen. Begleitend dann die oben aufgezählten Maßnahmen anwenden.
Ich drücke Dir die Daumen und hoffe auf eine symptomfreie Eiche in 2025.
Die stark befallenen Blätter bin ich dabei zu entfernen, alle halb Befallenen wären mE zu viele, etwas Photosynthese könnte da noch drin sein, und völlig unbefallene Blätter habe ich zuwenige bis zum Herbst.
Im Herbst werde ich alles Laub entfernen (und entsorgen), das habe ich früher schon gemacht, aber in den letzten Jahren das (nicht abfallende) Herbstlaub als Windschutz bei Frost bis zum Frühjahr belassen.
Welches Fungizid würdest du mir denn empfehlen? Mit Aliette kann man wohl nichts falsch machen, und es ist das einzige Giessmittel, das ich kenne. Aber es ist wohl auch sowas wie Aspirin gegen Lungenentzündung ...
Danke Rainer
Re: Eiche Blattwelke
Hallo Rainer,
die Recherchen von Res: Kurz zusammengefasst: Kein Schlauchpilz, ein Befall der Blattoberflächen, überwintert irgendwo am Baum, aber nicht drinnen, in Schach zu halten durch Entfernen der Blätter und Ausschneiden aller toten Zweige. geben ja berechtigte Hoffnung, dass der Pilz nicht im Gewebe überwintert, sondern äußerlich.
Seine vermissten "schwarze, nässende Flecken" kenne ich nur von Dicarpella dryina, nicht von der hier vermuteten Nebenfruchtform Tubakia dryina. Aber nochmal, ich bin auch nur Laie.
Dein geplantes Vorgehen finde ich so okay. Mit Aliette gießen kann nicht schaden. Der für mich entscheidende Schritt wäre aber:
Nehmen kannst Du da nur was Dir der Handel anbietet. Persönlich würde ich wohl eher ein Schwefel- oder Kupferpräparat nehmen. (Letzteres hätte ich noch genug.)
die Recherchen von Res: Kurz zusammengefasst: Kein Schlauchpilz, ein Befall der Blattoberflächen, überwintert irgendwo am Baum, aber nicht drinnen, in Schach zu halten durch Entfernen der Blätter und Ausschneiden aller toten Zweige. geben ja berechtigte Hoffnung, dass der Pilz nicht im Gewebe überwintert, sondern äußerlich.
Seine vermissten "schwarze, nässende Flecken" kenne ich nur von Dicarpella dryina, nicht von der hier vermuteten Nebenfruchtform Tubakia dryina. Aber nochmal, ich bin auch nur Laie.
Dein geplantes Vorgehen finde ich so okay. Mit Aliette gießen kann nicht schaden. Der für mich entscheidende Schritt wäre aber:
Da der Pilz ja äußerlich überwintert.Gary hat geschrieben: 04.08.2024, 16:09 Vor dem Einwintern und im zeitigen Frühjahr, sowie nochmals nach dem Blattaustrieb, ein Fungizid sprühen.
Nehmen kannst Du da nur was Dir der Handel anbietet. Persönlich würde ich wohl eher ein Schwefel- oder Kupferpräparat nehmen. (Letzteres hätte ich noch genug.)
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
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