Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
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Gast
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Hi Rainer,
Dein Wäldchen entwickelt sich sehr schön und mit den leuchtenden Herbstfarben ist die Schale ein Highlight!
Eine Sache, die mir immer wieder in den Sinn kommt, ist aber: Vielleicht würde es die (ohnehin hohe) Qualität Deiner Bäumchen verbessern, wenn Du darauf Acht geben würdest, dass keine Drahtnarben entstehen?
Bei Laubbäumen verwende ich z.B. grundsätzlich keinen Draht mehr. Gerade bei Ahornen entsteht der Schaden oft schon beim Anlegen selber und dann hat man den Ärger "für immer"...
Viele Grüße
Werner
Dein Wäldchen entwickelt sich sehr schön und mit den leuchtenden Herbstfarben ist die Schale ein Highlight!
Eine Sache, die mir immer wieder in den Sinn kommt, ist aber: Vielleicht würde es die (ohnehin hohe) Qualität Deiner Bäumchen verbessern, wenn Du darauf Acht geben würdest, dass keine Drahtnarben entstehen?
Bei Laubbäumen verwende ich z.B. grundsätzlich keinen Draht mehr. Gerade bei Ahornen entsteht der Schaden oft schon beim Anlegen selber und dann hat man den Ärger "für immer"...
Viele Grüße
Werner
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Danke Werner,
du sprichst den wunden Punkt an. Gerade bei Shohingröße sind Drahtnarben besonders heikel. Ich sehe bisher keine andere Möglichkeit bei Umgestaltung und Positionierung in der Schale. Zumindest keine mit vergleichbar geringem Aufwand. Kennst du eine Alternative?
Frühzeitige und regelmäßige Kontrolle würden vorbeugen, doch passiert es mir trotzdem immer wieder. Bei so jungen Sämlingen verwächst es sich schnell. Die Narben bleiben zwar immer noch sichtbar, doch speziell hier sind sie für mich akzeptabel.
Ist die Gestaltung angewachsen versuche ich nach Jürgs Methode mit Bast (oder Kunstfasern) die Stämme/Äste so zusammenzubinden, dass sie in gewünschter Position halten. Das funktioniert erstaunlich gut und ist schnell erledigt. Der größte Vorteil ist das schnelle Entfernen. Es muss nicht mühsam -wie bei Draht- abgewickelt oder in Einzelstücken mit Zange herausgezwickt werden.
Grüße
Rainer
du sprichst den wunden Punkt an. Gerade bei Shohingröße sind Drahtnarben besonders heikel. Ich sehe bisher keine andere Möglichkeit bei Umgestaltung und Positionierung in der Schale. Zumindest keine mit vergleichbar geringem Aufwand. Kennst du eine Alternative?
Frühzeitige und regelmäßige Kontrolle würden vorbeugen, doch passiert es mir trotzdem immer wieder. Bei so jungen Sämlingen verwächst es sich schnell. Die Narben bleiben zwar immer noch sichtbar, doch speziell hier sind sie für mich akzeptabel.
Ist die Gestaltung angewachsen versuche ich nach Jürgs Methode mit Bast (oder Kunstfasern) die Stämme/Äste so zusammenzubinden, dass sie in gewünschter Position halten. Das funktioniert erstaunlich gut und ist schnell erledigt. Der größte Vorteil ist das schnelle Entfernen. Es muss nicht mühsam -wie bei Draht- abgewickelt oder in Einzelstücken mit Zange herausgezwickt werden.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Hallo Rainer,Ist die Gestaltung angewachsen versuche ich nach Jürgs Methode mit Bast (oder Kunstfasern) die Stämme/Äste so zusammenzubinden, dass sie in gewünschter Position halten. Das funktioniert erstaunlich gut und ist schnell erledigt. Der größte Vorteil ist das schnelle Entfernen. Es muss nicht mühsam -wie bei Draht- abgewickelt oder in Einzelstücken mit Zange herausgezwickt werden.
Wenn du den Bast in feinere Fäden teilst, entfällt das Entfernen ganz, denn der Bast löst sich unter der UV Strahlung und Feuchtigkeit auf, oder wird bröselig und fällt ab. So ist es auch bei Jürg. Ich meine mich erinnern zu können, dass er die Bindung nicht "aktiv" entfernt.
Grüsse,
Ro
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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Gast
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Hallo Rainer,
bei meiner Herangehensweise ist der wesentliche Aspekt der, dass ich i.d.R. dünne Triebe lenke. Dadurch benötige ich oft keinen Draht.
Zum Einsatz kommen bei mir oft Holzstäbchen und/oder in Streifen geschnittene Nylon-Strumpfhosen (das speziell habe ich von einer Orchideengärtnerei): Das Material ist ja darauf optimiert, anschmiegsam zu sein - das macht es auch an der Rinde (oder Orchideenwurzeln), was in physikalischen Begriffen lediglich bedeutet, dass es den Druck sehr gleichmäßig verteilt.
Man kann entweder Stämme mit anderen Stämmen, einer Verankerung im Boden oder einer Schraube in einem Aststumpf etc. verbinden, oder Stäbchen als "Pfahl" verwenden, um eine Richtung zu erhalten. Außerdem habe ich es mir angewöhnt, an der Stelle, an der ich die Biegung haben möchte, zuerst mit dem Finger "vorzubiegen". Dadurch bleibt die Biegung vor allem in jenem Abschnitt, auch wenn sie später mit Zug gehalten wird.
Dadurch, dass das Nylon sehr elastisch ist, lässt es sich auch leicht um einige Millimeter entlang des Stämmchens/Astes versetzen. Das mache ich alle paar Wochen einmal, v.a., wenn ich mehr Zug benötige und deshalb fester gebunden habe. Der Nachteil ist, wie Du schon erahnen kannst, dass das etwas arbeitsintensiver ist, als einmal im Jahr zu drahten. Alternativ kann man die Schlaufe auch an ein Internodium setzen, das man später ohnehin entfernen wird.
Das ist aus meiner Sicht noch schonender als unelastische Kunststofffasern. Andererseits muss ich auch sagen, dass ich an Jürgs Bäumen keinerlei Abdrücke gesehen habe und vielleicht einfach übervorsichtig bin.
Bei Waldgestaltungen und ähnlichem können Stäbchen außerdem quer eingefügt und dann nach oben gezogen werden. Meistens ist das Ziel bei einem Wald ja, dass sich die Stämme nicht sehr stark kreuzen, und durch das "Hochziehen" von Stäbchen erzwingt man, dass die Stämmchen entlang einer Richtung nicht "aus der Reihe tanzen" können. Dadurch erreicht man schnell eine gewisse Ordnung
Gleichzeitig ist der Kontakt zu den Stäbchen jedoch minimal, sodass auch im Falle einer Narbe diese punktförmig bleibt. Natürlich kann man auch hier die Stäbchen auch alle paar Wochen um einige Millimeter versetzen.
Anbei zeige ich auch einige Bilder. Wie gesagt, eignen sich diese Methoden jedoch fast ausschließlich nur für die Wuchslenkung bei noch dünnen Stämmen/Ästen.
Viele Grüße
Werner
bei meiner Herangehensweise ist der wesentliche Aspekt der, dass ich i.d.R. dünne Triebe lenke. Dadurch benötige ich oft keinen Draht.
Zum Einsatz kommen bei mir oft Holzstäbchen und/oder in Streifen geschnittene Nylon-Strumpfhosen (das speziell habe ich von einer Orchideengärtnerei): Das Material ist ja darauf optimiert, anschmiegsam zu sein - das macht es auch an der Rinde (oder Orchideenwurzeln), was in physikalischen Begriffen lediglich bedeutet, dass es den Druck sehr gleichmäßig verteilt.
Man kann entweder Stämme mit anderen Stämmen, einer Verankerung im Boden oder einer Schraube in einem Aststumpf etc. verbinden, oder Stäbchen als "Pfahl" verwenden, um eine Richtung zu erhalten. Außerdem habe ich es mir angewöhnt, an der Stelle, an der ich die Biegung haben möchte, zuerst mit dem Finger "vorzubiegen". Dadurch bleibt die Biegung vor allem in jenem Abschnitt, auch wenn sie später mit Zug gehalten wird.
Dadurch, dass das Nylon sehr elastisch ist, lässt es sich auch leicht um einige Millimeter entlang des Stämmchens/Astes versetzen. Das mache ich alle paar Wochen einmal, v.a., wenn ich mehr Zug benötige und deshalb fester gebunden habe. Der Nachteil ist, wie Du schon erahnen kannst, dass das etwas arbeitsintensiver ist, als einmal im Jahr zu drahten. Alternativ kann man die Schlaufe auch an ein Internodium setzen, das man später ohnehin entfernen wird.
Das ist aus meiner Sicht noch schonender als unelastische Kunststofffasern. Andererseits muss ich auch sagen, dass ich an Jürgs Bäumen keinerlei Abdrücke gesehen habe und vielleicht einfach übervorsichtig bin.
Bei Waldgestaltungen und ähnlichem können Stäbchen außerdem quer eingefügt und dann nach oben gezogen werden. Meistens ist das Ziel bei einem Wald ja, dass sich die Stämme nicht sehr stark kreuzen, und durch das "Hochziehen" von Stäbchen erzwingt man, dass die Stämmchen entlang einer Richtung nicht "aus der Reihe tanzen" können. Dadurch erreicht man schnell eine gewisse Ordnung
Gleichzeitig ist der Kontakt zu den Stäbchen jedoch minimal, sodass auch im Falle einer Narbe diese punktförmig bleibt. Natürlich kann man auch hier die Stäbchen auch alle paar Wochen um einige Millimeter versetzen.
Anbei zeige ich auch einige Bilder. Wie gesagt, eignen sich diese Methoden jedoch fast ausschließlich nur für die Wuchslenkung bei noch dünnen Stämmen/Ästen.
Viele Grüße
Werner
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Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Hallo Rainer,
bezüglich der gedrahteten Bäume wollte ich mal fragen, wie Du das bei kalten Temperaturen so handhabst. Ich bin mir da immer unsicher, ob die Gefahr von Frostschäden durch den Draht verstärkt wird oder nicht. Für heute Nacht ist schon Frost angesagt.
Grüße, Sanne
P.S.: Woher bekommt man den Bast, den Jürg oft verwendet? Würde ich auch gerne mal testen.
bezüglich der gedrahteten Bäume wollte ich mal fragen, wie Du das bei kalten Temperaturen so handhabst. Ich bin mir da immer unsicher, ob die Gefahr von Frostschäden durch den Draht verstärkt wird oder nicht. Für heute Nacht ist schon Frost angesagt.
Grüße, Sanne
P.S.: Woher bekommt man den Bast, den Jürg oft verwendet? Würde ich auch gerne mal testen.
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Hallo Sanne,
ich konnte keine Beeinträchtigung von gedrahteten Ästen im Winter erkennen. Allerdings hatte ich im Kalthaus nur Temperaturen bis -5 Grad und ohne Wind. Ich könnte mir vorstellen, dass starkes Drahten mit Biegungen im Winter zu Micro-Rissen im Ast führen. An diesen Stellen könnte Frost Schaden anrichten.
Den grünen Kunstbast gibt es im Blumenhandel. Er wird oft unten um Blumensträuße gewickelt.
Grüße
Rainer
ich konnte keine Beeinträchtigung von gedrahteten Ästen im Winter erkennen. Allerdings hatte ich im Kalthaus nur Temperaturen bis -5 Grad und ohne Wind. Ich könnte mir vorstellen, dass starkes Drahten mit Biegungen im Winter zu Micro-Rissen im Ast führen. An diesen Stellen könnte Frost Schaden anrichten.
Den grünen Kunstbast gibt es im Blumenhandel. Er wird oft unten um Blumensträuße gewickelt.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Sehr anschaulich, Werner.Data_Scientist hat geschrieben: 31.10.2024, 00:29 Bei Waldgestaltungen und ähnlichem können Stäbchen außerdem quer eingefügt und dann nach oben gezogen werden. Meistens ist das Ziel bei einem Wald ja, dass sich die Stämme nicht sehr stark kreuzen, und durch das "Hochziehen" von Stäbchen erzwingt man, dass die Stämmchen entlang einer Richtung nicht "aus der Reihe tanzen" können. Dadurch erreicht man schnell eine gewisse Ordnung
Gleichzeitig ist der Kontakt zu den Stäbchen jedoch minimal, sodass auch im Falle einer Narbe diese punktförmig bleibt. Natürlich kann man auch hier die Stäbchen auch alle paar Wochen um einige Millimeter versetzen.
Anbei zeige ich auch einige Bilder. Wie gesagt, eignen sich diese Methoden jedoch fast ausschließlich nur für die Wuchslenkung bei noch dünnen Stämmen/Ästen.
Besonders deine Ahornwälder gefallen mir. Das Formen mit den Stäbchen werde ich auch versuchen.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort, Rainer.
Da bin ich beruhigt und kann demnächst in Ruhe mein Winterquartier für die Bäumchen aufbauen.
Grüße, Sanne
Da bin ich beruhigt und kann demnächst in Ruhe mein Winterquartier für die Bäumchen aufbauen.
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Auch ohne Laub fallen die Drahtspuren nur am 3. und 4. Stamm von rechts auf.
Das ebenso vorsichtige, wie konsequente Beseitigen von Vielfach-Austrieben und U-Verzweigungen dürfte fortlaufende ABM-Maßnahme werden.
Grüße, Rainer
Das ebenso vorsichtige, wie konsequente Beseitigen von Vielfach-Austrieben und U-Verzweigungen dürfte fortlaufende ABM-Maßnahme werden.
Grüße, Rainer
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- 16.11.2024
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Im Austrieb mag ich den Wald sehr. Zwischen den Fotos liegen 9 Tage.
Grüße, Rainer
Grüße, Rainer
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- 10.3.2025
- IMG_3550.jpeg (346.11 KiB) 6539 mal betrachtet
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- 19.3.2025: Blende maximal (>16)
- IMG_3434.png (1.48 MiB) 6539 mal betrachtet
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- Es ist das gleiche Bild wie vorher. Nur die Blende konnte nachher noch verändert werden.
Funktioniert beim iPhone so:
Bild im Porttraitmodus aufnehmen, anschließend bearbeiten. Im Portraitmodus ist seitlich links ein f-Symbol für die Blende. Nach Anklicken kann seitlich rechts die Tiefenschärfe durch Auf- und Abschieben verstellt werden. Hier ist die Blende 14 - IMG_3433.png (1.23 MiB) 6539 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Halo Rainer, das kleine Wäldchen verfolge ich immer mit Spannung. meine Sämlinge keimen und vielleicht habe ich in ein paar Jahren ja das kleine (junge) Geschwisterchen? Wer weiss!mydear hat geschrieben: 19.03.2025, 22:58 Im Austrieb mag ich den Wald sehr. Zwischen den Fotos liegen 9 Tage.
Grüße, Rainer
ich bin gespannt, wie es dir gelingt, den Austrieb zu bändigen und fein zu halten. Davon kann ich dann profitieren. Ich vermute meine klimatischen Bedingungen - mit späterem Austrieb bei höherer UV-Strahlung könnten sich positiv auf die Längen der Internodien auswirken. Ich studiere deine Pflegeschritte und versuche zu lernen.
Nun aber nichts zu Bonsai aber zu deiner Anleitung mit der „Blende“ zu arbeiten. Da stellen sich bei mir alle Nackenhaare, weil das so gerade gar nichts mit Blende zu tun hat.
Entschuldige meinen Exkurs, den ich ja in deinem Anderen Thread bereits angekündigt habe.
Die Blende regelt bei einer Kamera den Schärfebereich der Abbildung, Also die Distanzen von unserem Augpunkt in denen wir etwas scharf oder zunehmend verschwommen sehen. Die Schärfeebene, also der Abstand von unserem Auge, der scharf erscheint, ist immer eine plane Fläche, rechtwinklig zu unserer Sehachse. Alles was vor oder hinter dieser Ebene liegt, wird unscharf. Gleich scharfe Objekte haben also die gleiche Entfernung von uns. Und das ist der entscheidende Punkt.
ich, als Betrachter kann aufgrund der Teilschärfe einordnen ob etwas in der gleichen Entfernung steht oder in anderen räumlichen Tiefen angeordnet ist.
Das ist für unsere räumliche Interpretation eines Fotos sehr wichtig. wir haben das „Sehen“ so im Laufe unseres Lebens gelernt.
Handykameras besitzen keine Blenden und können dies nicht physisch erzeugen. Lidartechniken u.ä. am Handy haben nicht die Reife (und Grösse) um eine nachträgliche Tiefenschärfe korrekt wiederzugeben. die Auflösung ist zu grob.
Es entstehen Fehler beim Umrechnen der scharfen zu unscharfen Bereiche. Algorithmen dienen dieser Übersetzungen.
ich habe mal 3 Punkte auf die Schnelle in deinem Ahornwäldchen gefunden, die falsch interpretiert wurden.
z.B. beim Hauptbaum abgehende Seitenäste, die eigentlich dieselbe Schärfe haben müssten, werden zwischendurch unscharf.
Oder die Blätter weiter entfernter Äste sind Scharf, währen die davor liegenden Äste und Blätter unscharf abgebildet wurden.
So „nett“ diese Spielerei auch ist. Sie hilft nicht ein Foto korrekt zu interpretieren, sondern verwirrt und gaukelt einen falschen Eindruck vor. Ich appelliere deshalb lieber die Bäume ohne Specialeffects (Software) zu fotografieren und einfach etwas weiter von der Wand und nicht mit dem Weitwinkel zu fotografieren. Auch das lässt den Hintergrund schon etwas verwischen...
Sorry für diesen Exkurs! Ich möchte, dass sich die Leute bewusst sind, was sie sehen und wie stark dass im Hintergrund (unwissentlich) manipuliert wurde..
Habe geschlossen, euer Ehren!
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Danke für die Aufklärung, Roger.
Wieder was zu meinem iPhone und seinem Lidarsensor gelernt. Entschuldige bitte, ich wollte dir nicht die letzten Nackenhaare aufstellen oder dich gar zum Haareraufen bringen. Wir sind beide in einem Alter wo das schüttere Haupthaar nicht zusätzlich gefährdet werden sollte.
Nein Scherz beiseite, mir ging es hier weniger um die anspruchsvolle Blendenfotografie, als um den (Fake-)Effekt den Wald stärker dreidimensional wahrzunehmen. Dass ein Foto nachträglich dank dem Lidar-Laserssensor verändert werden kann, fasziniert mich. Ich hätte natürlich selbst darauf kommen können, dass es nur eine Abstands-Extrapolation der ausgeklügelten Software ist. Mir gefällt es dennoch. Für alle Fälle habe ich das unmanipullierte Foto zusätzlich im Beitrag gezeigt.
Grüße, Rainer
Wieder was zu meinem iPhone und seinem Lidarsensor gelernt. Entschuldige bitte, ich wollte dir nicht die letzten Nackenhaare aufstellen oder dich gar zum Haareraufen bringen. Wir sind beide in einem Alter wo das schüttere Haupthaar nicht zusätzlich gefährdet werden sollte.
Nein Scherz beiseite, mir ging es hier weniger um die anspruchsvolle Blendenfotografie, als um den (Fake-)Effekt den Wald stärker dreidimensional wahrzunehmen. Dass ein Foto nachträglich dank dem Lidar-Laserssensor verändert werden kann, fasziniert mich. Ich hätte natürlich selbst darauf kommen können, dass es nur eine Abstands-Extrapolation der ausgeklügelten Software ist. Mir gefällt es dennoch. Für alle Fälle habe ich das unmanipullierte Foto zusätzlich im Beitrag gezeigt.
Grüße, Rainer
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- hier für alle Interessierten die Bildbearbeitung am iPhone: eine „Fake-Tiefeneinstellung“ wird im Portraitmodus des iPhone nachträglich möglich
- IMG_3862.jpeg (91.86 KiB) 6417 mal betrachtet
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- der Hintergrund wird schärfer, lenkt leider vom Bildmotiv ab
- IMG_3863.jpeg (97.28 KiB) 6414 mal betrachtet
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- ohne die Fake-Sofware wird das gesamte Bild vorne und hinten scharfgezeichnet. Der unruhige Hintergrund stört mich, deshalb siehe nächstes Foto…
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- …deshalb nehme ich die meisten Bonsaifotos mit Teleobjektiv und 1,6-2-fachem Zoom auf. Bei Shohin klappt das recht gut. Größere Bäume bekommt man kaum noch komplett auf das Bild
- IMG_3867.jpeg (113 KiB) 6407 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
mydear hat geschrieben: 21.03.2025, 22:37 […]Wir sind beide in einem Alter wo das schüttere Haupthaar nicht zusätzlich gefährdet werden sollte.
[…]
Ja, das verstehe ich und es wirkt auch faszinierend, nur eben nicht für Aussenstehende korrekt lesbar.mydear hat geschrieben: 21.03.2025, 22:37 Nein Scherz beiseite, mir ging es hier weniger um die anspruchsvolle Blendenfotografie, als um den (Fake-)Effekt den Wald stärker dreidimensional wahrzunehmen.
und wir wissen alle: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Kombiniert mit dem Original sollte das Nachvollziehen der Baumgeometrie möglich sein; deshalb meine generelle Bitte an alle, wenn mit gerenderter Tiefenunschärfe gearbeitet wird, bitte auch ein Bild „ohne“ einstellen.
Vielleicht muss ich mir auch einen knackigen Spruch abspeichern à la „Hochkantbilder müssen vor dem Hochladen...“ *
Aber ich freue mich auf weitere Bilder der Entwicklung deines Wäldchens - mit und ohne Tiefen(un)schärfe
Grüsse , Ro
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
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Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Nach dem 1. Rückschnitt trieb der kleine Wald recht feine Triebe und Blätter nach. Das aktuell warme Wetter mit mehr Sonne hat dies sicher begünstigt. Im letzten Jahr hatten meine Bonsai mit Kälte und viel Regen so ihre Schwierigkeiten. Zum Glück läuft es heuer bislang so gut.
Grüße, Rainer
Grüße, Rainer
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- 10. März 2025: im Austrieb
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- 18. April 2025: nach dem Rückschnitt
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- 17. Mai 2026: sehr feiner Nachtrieb passt gut zum Miniwald
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- freut mich, dass die kleinen Stämmchen schon teilweise graue Rinde bekommen
- IMG_5076.jpeg (324.36 KiB) 5874 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Fächerahorn (AP20) Shohin-Wald Wäldchen Waldform
Und noch den herbstlichen Farbtopf, weil heute am späten Nachmittag die Sonne kurz reinblinzelte.
Grüße, Rainer
Grüße, Rainer
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- 24.10.2025
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