dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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mydear
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dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

Diesem kleinen, dicken Shohin-Zierapfel konnte ich im Sommer 2023 nicht widerstehen.
Zunächst wurden überflüssige Triebe entfernt und ein Ast abgesenkt. Der Baum hatte mit hartnäckigen Blattläusen und deren Taxifahrern (Ameisen) zu kämpfen. Im September 2024 wurde in ein Nudelsieb umgetopft um die Wurzelentwicklung zu fördern.

Grüße, Rainer
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25.8.2023
25.8.2023
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25.8.2023: anhand der Blattgröße erkennt man wie klein der Malus ist
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30.1.2024
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30.1.2024
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6.12.2024: noch ein wenig ausgelichtet und geordnet
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6.12.2024: mal abwarten wo der Malus im Frühjahr überall austreibt. Er hatte einige Stockausschläge, die immer gleich entfernt wurden.
6.12.2024: mal abwarten wo der Malus im Frühjahr überall austreibt. Er hatte einige Stockausschläge, die immer gleich entfernt wurden.
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“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Thomas D.
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von Thomas D. »

Hallo Rainer, da hätte ich auch nicht widerstehen können. Schöner Winzling.

Lg Thomas
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Sebastian O
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von Sebastian O »

Wow, der sieht gut aus, Rainer *daumen_new* Beim Betrachten schießen mir sofort tausend Gedanken durch den Kopf. Wenn Du erlaubst: Bei einem Apfel dieser Größe wird es sicher eine Herausforderung werden, eine filigrane Aststruktur mit kurzen Internodien aufzubauen. Vor allem, wenn sich dabei die große Wunde schließen soll. Ein Drahtseilakt, sozusagen. Wie geht man da am besten vor? Einzelner Opferast in der Spitze? Muss ja oberhalb der Schnittstelle sein, direkt darüber wäre ideal, aber da ist kein Kandidat zu sehen. Erst in der Krone, wobei die so wie sie jetzt ist ja schon sehr schön verjüngt und proportioniert ist. Mittelfristig würde ich darauf achten, dass Krone uns Substamm einen deutlicheren Höhenunterschied haben. Wäre die Schnittstelle nicht, würde ich eher den Substamm kürzen und versuchen und den Apfel zu klein wie möglich zu halten. Und wenn es hier schon so aus mir heraussprudelt: Auf der ersten Etage finde ich den Apfel sehr symmetrisch. Wahrscheinlich würde ich(!) den ersten Ast links (aus Sicht der Schnittstellen-Seite) entfernen. Du kennst ja mein Motto: Kill your darlings :-D Das war jetzt viel, vielleicht zu viel, aber bei einem so schönen Rohling wird halt sofort die mentale Schere rausgeholt.

Ich bin mir sicher, dass Du das sehr gut hinbekommen wirst, aber vielleicht kannst Du ein bisschen erzählen, was für Dich die nächsten Schritte und Herausforderungen sind?

VG
Sebastian
LG
Sebastian
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mydear
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

Sebastian O hat geschrieben: 20.12.2024, 10:30 Bei einem Apfel dieser Größe wird es sicher eine Herausforderung werden, eine filigrane Aststruktur mit kurzen Internodien aufzubauen. Vor allem, wenn sich dabei die große Wunde schließen soll. Ein Drahtseilakt, sozusagen. Wie geht man da am besten vor? Einzelner Opferast in der Spitze? Muss ja oberhalb der Schnittstelle sein, direkt darüber wäre ideal, aber da ist kein Kandidat zu sehen. Erst in der Krone, wobei die so wie sie jetzt ist ja schon sehr schön verjüngt und proportioniert ist. Mittelfristig würde ich darauf achten, dass Krone uns Substamm einen deutlicheren Höhenunterschied haben. Wäre die Schnittstelle nicht, würde ich eher den Substamm kürzen und versuchen und den Apfel zu klein wie möglich zu halten. Und wenn es hier schon so aus mir heraussprudelt: Auf der ersten Etage finde ich den Apfel sehr symmetrisch. Wahrscheinlich würde ich(!) den ersten Ast links (aus Sicht der Schnittstellen-Seite) entfernen. Du kennst ja mein Motto: Kill your darlings :-D Das war jetzt viel, vielleicht zu viel, aber bei einem so schönen Rohling wird halt sofort die mentale Schere rausgeholt.
Hallo Sebastian,
danke für deine inspirierenden Gedanken. Ja, der kleine Dicke hat mir ein paar Rätsel aufgegeben, die noch lange nicht gelöst sind. Passende Blattgröße zum Gesamteindruck wird erst in einigen Jahren interessant werden, das schiebe ich nach hinten.

Schnittstellen-Kosmetik ist ja eine meiner Herzensangelegenheiten - da wird mir die nächsten Jahre nicht langweilig werden. Wenn an passender Stelle Austrieb kommt lasse ich es zu. Parallel dazu mit geduldigem Kallus-Anritzen versuchen die Schnittstelle Stück für Stück zu schließen - das kann durchaus 10 Jahre dauern.

Den Substamm möchte ich noch Einkürzen, warum ich die oberste Etage nicht gleich entfernt habe weiß ich nicht mehr. Vielleicht Gestaltung der zögerlichen Hand, oder aggressives Aussitzen?

Auch mit dem 1. Ast bei der Schnittstelle bin ich noch am Überlegen. Durch das Herunterdrücken mit dem Holzstäbchen blieb er vorerst unverändert. Ob später auf halbe Höhe gekürzt oder ganz entfernt wird, weiß ich noch nicht. In der Ansicht vom 30.1. erscheint mir die rechte Seite ohne den 1. Ast zu leer. Beim Umtopfen habe ich keine Fotos gemacht, kann mich nicht mehr an den Wurzelansatz erinnern. Die Vorderseite kann deshalb leicht variieren, ich habe mich auch da noch nicht festgelegt.

Grüße, Rainer
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von xenix »

Hallo Rainer

Mir gefällt was dereinst daraus werden wird und bin gespannt wer gewinnt, die zögerliche Hand oder das aggressive Aussitzen :).
Beste Grüsse aus der Schweiz
Tom
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nemsi
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von nemsi »

Hallo Rainer, da ich einen ähnlichen Apfel mit den gleichen Aufgaben habe, werde ich genau hinsehen, was Du so anstellst.
Liebe Grüße
Robert

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mydear
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

Schade Robert,
ich würde viel lieber von dir abkupfern und alle Methoden übernehmen 8)

Grüße, Rainer
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

xenix hat geschrieben: 21.12.2024, 07:31 Mir gefällt was dereinst daraus werden wird und bin gespannt wer gewinnt, die zögerliche Hand oder das aggressive Aussitzen :).
Danke Tom,
ich vermute das Resultat wird gleich ausfallen :lol:

Grüße, Rainer
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von nemsi »

mydear hat geschrieben: 21.12.2024, 15:49 Schade Robert,
ich würde viel lieber von dir abkupfern und alle Methoden übernehmen 8)
Wir können uns ja austauschen. Du wolltest ja sowieso mal vorbeischauen! :wink:
Liebe Grüße
Robert

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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von xenix »

mydear hat geschrieben: 21.12.2024, 15:51
xenix hat geschrieben: 21.12.2024, 07:31 Mir gefällt was dereinst daraus werden wird und bin gespannt wer gewinnt, die zögerliche Hand oder das aggressive Aussitzen :).
Danke Tom,
ich vermute das Resultat wird gleich ausfallen :lol:
Grüße, Rainer
Ganz gleich wer gewinnen wird, das wird unter Deiner Fürsorge ein toller Shohin.
Beste Grüsse aus der Schweiz
Tom
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

Danke Tom
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von Jan Schwope »

Hallo Rainer,
mir gefällt der Apfel ausgesprochen gut. Ich würde allerdings auch den Ast auf der linken Seite entfernen. Darüber wächst noch ein Ast der sich an der Basis gabelt. Den geraden Teil würde ich auch noch entfernen. Die Schnittstelle schnell zu schließen wird vermutlich nicht funktionieren, du hast dich ja aber schon auf 10 Jahre anritzen eingestellt 😀.
Ich finde es immer schwierig einen Apfel fein zu verzweigen. Daher bin ich genau wie Robert gespannt auf die weitere Entwicklung.

Viele Grüße
Jan
Bonsai ist niemals eine Frage der Größe, sondern immer eine Frage des Geschmacks.
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Norbert_S
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von Norbert_S »

Jans Vorschläge kann ich nur unterstützen.
Die Malussorten sind schon sehr unterschiedlich in ihrer Wuchskraft.
Die starken eignen sich nicht so für einen filigranen Aufbau, die schwachen sind nicht unempfindlich.
Selbst wenn der Baum anfangs gut mitarbeitet, bitte immer die Tendenz zur Vergreisung im Hinterkopf behalten und immer den einen oder anderen Langtrieb kultivieren.
Norbert

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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von mydear »

Danke Jan und Norbert für eure Tipps.

Im ersten Jahr wollte ich dem Zierapfel genügend Zeit zum Eingewöhnen geben und, deshalb fast nur beobachten. Viel getrieben hat er 2024 nicht gerade. Deshalb gab es im Herbst wieder nur zaghaften Formschnitt. Mal abwarten wie er auf mein Spätsommer-Umtopfen reagiert.

Das mit dem Vergreisen könnte durchaus problematisch werden. Der Apfel darf bis Juni durchtreiben und bekommt deutlich mehr Dünger. 2024 habe ich definitiv zu wenig gedüngt.

Grüße, Rainer
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Norbert_S
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Re: dicker Shohin Zierapfel (Malus spec)

Beitrag von Norbert_S »

Der Rückschnitt muss auch nicht sofort erfolgen, Rainer.
Du kannst den unteren bis auf die kleinen Zweige absetzen und dann im Wachstum durch Rückschnitt bremsen. Beim 2. Ast den geraden Stecken sofort kappen, dann hat die große Schnittstelle bei angenommenen verstärktem diesjährigen Wachtum die Möglichkeit noch ordentlich Kallus zu bilden, bevor direkt unterhalb die neue Schnittstelle entsteht.
Der Kleine hat ordentlich Potential, viel Spaß beim heben.
Norbert

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