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Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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MartinRedlich
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Beitrag von MartinRedlich »

Hallo Freunde,

etwas fundamentales in Bonsai - sehr lohnenswert dies hier tiefer gemeinsam zu beleuchten:
Wie wird die Illusion eines uralten Baumes oder Bonsai geschaffen? -------- Fortgeschrittene Techniken der Rindenalterung im Fokus. --------

Ein wesentliches Merkmal eines beeindruckenden Bonsais ist seine Rinde – sie erzählt die Geschichte von Alter, Widerstandskraft, Umwelt und natürlicher Schönheit.
Doch wie erreicht man die markante, verwitterte/spannende Rinde, die einem Bonsai sein authentisches, jahrhundertealtes, ehrwürdiges und focusierendes Aussehen verleiht?
(... Abwarten ist hier als Idee nicht gefragt!)

Welche Techniken helfen dabei, diese visuelle Tiefe und Reife möglichst effizient zu erzeugen, ohne dabei den Baum zu schädigen?
Können Werkzeuge, Technicken, chemische Lösungen oder gezielte Umweltfaktoren die natürliche Alterung unterstützen und wie sind die Erfahrungen - was lohnt sich?
Und wie lassen sich dabei traditionelle Methoden mit modernen Ansätzen kombinieren?

Dieser Artikel ruft zum Engagement auf die raffinierten, oft geheim gehaltenen Techniken, die Ihr nutzt, um Eure Bäume zu veredeln hier zu sammeln und verdichtet zugänglich zu machen.
Von der Anwendung spezieller Werkzeuge über den Einsatz von Kalkschwefel bis hin zur Nachahmung natürlicher Witterungseinflüsse usw. usw.

Wir werfen einen Blick auf die Kunst und den Erfahrungsschatz der Gemeinschaft beim Thema der evozierten Rindenalterung.

MfG

Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von bonsaiheiner »

Hochintereassantes Thema!
Ein Video-Beitrag hierzu ist mir bei Nigel Saunders aus Toronto, Kanada, aufgefallen. Dieser Bonsai-Künstler ist vielleicht Einigen von Euch schon bekannt. Man mag über ihn denken, was auch immer, seine Techniken, beim Wurzelschnitt sind beachtenswert.
Er ist wegen seines Domizil gezwungen, sich mit einem beschränkten Segment zu beschäftigen, tut das aber mit Hingabe.
Im Ausland wird oft bei Jade-plants nicht zwischen Portulacaria und Crassula unterschieden.
Seine Idee, die Sukkulenten-Rinde bei seiner Crassula-Waldgestaltung durch Anritzen zu verändern, ist bemerkenswert. An anderer Stelle hat er das Gleiche auch mit Portulacaria afra gemacht, wie ich finde, ebenfalls bemerkenswert. Ob sich diese Technik auch bei "klassischen" Bonsai eignet, muss zunächst mal offen bleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=FTyZlW9K0q0
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von bonsaiheiner »

MartinRedlich hat geschrieben: 07.01.2025, 14:35 Hallo Freunde,

(... Abwarten ist hier als Idee nicht gefragt!)

Welche Techniken helfen dabei, diese visuelle Tiefe und Reife möglichst effizient zu erzeugen, ohne dabei den Baum zu schädigen?
Können Werkzeuge, Technicken, chemische Lösungen oder gezielte Umweltfaktoren die natürliche Alterung unterstützen und wie sind die Erfahrungen - was lohnt sich?

MfG
[/quote
Der Faktor Zeit und Abwarten soll zwar aussen vor bleiben aber ganz ohne ihn geht es wohl nicht-
Ich hänge mal 2 Fotos von meiner Zelkove an, Das erste, da war der Baum ca 30 J. alt, das zweite mit 50 J. ein aktuelles folgt noch
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Zelkove Besen gross Stammborke 1995.jpg
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Zelkove Besen gross Stammborke 2014.jpg
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von bonsaiheiner »

Und das aktuelle Foto vom Zelkovenstamm
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Zelkovenstamm Borke 2025.jpg
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Andreas Ludwig »

MartinRedlich hat geschrieben: 07.01.2025, 14:35-------- Fortgeschrittene Techniken der Rindenalterung im Fokus. --------
(... Abwarten ist hier als Idee nicht gefragt!)
Welche Techniken helfen dabei, diese visuelle Tiefe und Reife möglichst effizient zu erzeugen, ohne dabei den Baum zu schädigen?
Und wie lassen sich dabei traditionelle Methoden mit modernen Ansätzen kombinieren?

Dieser Artikel ruft zum Engagement auf die raffinierten, oft geheim gehaltenen Techniken, die Ihr nutzt, um Eure Bäume zu veredeln hier zu sammeln und verdichtet zugänglich zu machen.

Wir werfen einen Blick auf die Kunst und den Erfahrungsschatz der Gemeinschaft beim Thema der evozierten Rindenalterung.
Martin - Mich erinnert diese Schreibe an «Medical Detectives - wir klären die grössten Verbrechen des 20. Jhdts auf!». Bloss ist bei der Rindenalterung weder ein Verbrechen noch ein Geheimnis aufzuklären und niemand benutzt irgendwelche komischen Spezialtechniken. Es gibt sie nicht. Es ist bloss Alterung. So what? Was genau willst du mit diesem Thema auslösen, erreichen oder bewirken?

Oder anders: Wenn du es so angehst, musst du dich nicht wundern, wenn erfahrene Gäste hier schlicht nichts beitragen mögen. Zuviele «Medical Detectives» verderben den Brei. Und gutes neues Jahr übrigens. Ein, zwei Vegetationsperioden sind das bei unseren Bäumen - ausser natürlich, man verwendet geheime Techniken oder Chemikalien und so.

20250108_170533.jpg
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Andreas Ludwig
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Andreas Ludwig »

bonsaiheiner hat geschrieben: 08.01.2025, 10:48Ob sich diese Technik auch bei "klassischen" Bonsai eignet, muss zunächst mal offen bleiben.
Tut sie nicht, behaupte ich mal. Sukkulenten und einheimische Laub- oder Nadelbäume sind nicht dasselbe. Erstere tun, was sie können, wenn sie es können, wann immer halt. Sie überleben in extremen Situationen, das ist ihre Begabung. Sie wuchern wie irr, wenn es ihnen grad mal gut geht und verharren, wenn Pause angesagt ist. Wer sie je in Pflege hatte, kennt das und den Preis dafür - keine echte Verholzung, jederzeit Bruchgefahr.

Letztere dagegen haben ihre Zyklen, die sie sehr stur durchziehen. Da geht dann mal gar nichts, weil Winter ist, aber das ist planmässig so. Ja und? Die Borke des gezeigten Baums riss genau dann ein, als ich eine komplette Etage habe zuwachsen lassen. Das ist kaum überraschend: Borke kann nicht soviel zulegen wie Kernholz, also entstehen Risse, weil der Anzug zu eng wird. Mehr war da nicht und kann nicht sein.

Das ist genau, was man auch «Alterung» nennen kann. Ich kenne die merkwürdigen Ansätze, Kiefernborke etwa mit kleinen Löchern zu mehr Wucherung anzuregen oder bei Laubbäumen mit dem Skalpell kleine Schnitte anzusetzen. Ich kenne aber auch die Resultate. Man sieht es. Immer.

Womit ich bei meinem vorläufigen Fazit bin und bleibe: Wer denkt, man könne den Sachverhalt «Bonsai» beschleunigen, um schneller zu einer Medaille zu kommen, sollte sich auf die Zucht von Rassehunden verlegen...
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Andre K. »

traditionelle Methoden mit modernen Ansätze
oft geheim gehaltenen Techniken
Fortgeschrittene Techniken der Rindenalterung
Kenne nichts davon, klär uns bitte auf *kopfkratz*!
(Bei dir klingt das ja alles, als wenn du in einem ganzen Kosmos an Techniken wandelst.)
Gast

Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Gast »

Andreas Ludwig hat geschrieben: 08.01.2025, 17:47 Das ist kaum überraschend: Borke kann nicht soviel zulegen wie Kernholz, also entstehen Risse, weil der Anzug zu eng wird. Mehr war da nicht und kann nicht sein.
Das ist aus der Wahrnehmung heraus sehr richtig. Die Biologie, die dahinter abläuft, ist etwas verschachtelter (was mir aber hilft, eine Beobachtung einzuordnen, siehe nächster Absatz): Die Rinde hat ihr eigenes Kambium, also eine Schicht, die sich vermehrt, und eigentlich mit dem Dickenwachstum mithalten kann. Nach außen wird dabei mehr oder weniger viel Korkgewebe gebildet, das wiederum aber nicht lebt und aufreißt, wenn es dick genug ist und nicht durch Nachschub "auf gleicher Höhe" ersetzt werden kann.

Aus meiner Erfahrung heraus gibt es, einen weiteren Faktor, der (bei Laubbäumen) ein Aufreißen der Borke begünstigt, und zwar: Der drastische Rückschnitt eines dicken Astes und der darauf folgende Austrieb. Was genau hier passiert, weiß ich nicht, aber ich vermute, dass das Rindenkambium dadurch schlecht oder ungleichmäßig versorgt wird und mehr Kork bildet, dass Teile des Kambiums oder des lebenden Teils der Rinde absterben und die Pflanze dann vielleicht ein neues Kambium, oder aus dem überlebenden Kambium etwas bildet, etc.

Lange Rede - kurzer Sinn: Schneidet man einen stark wachsenden Ast auf einen Stumpf zurück, dann wird die Rinde am Stumpf und an dem den Stumpf versorgenden Stammabschnitt oft innerhalb der nächsten 1-2 Jahre rissig, wie mir scheint (bei Heiners Zelkove meine ich, diesen Vorgang nach den drastischeren Rückschnitten auch zu sehen). Allerdings ist dieses Aufreißen alleine noch lange keine reife Borke, und die Risse sieht man auch v.a. dann, wenn sich der entsprechende Abschnitt weiter verdickt und das tote Gewebe aufreißt.


Andreas Ludwig hat geschrieben: 08.01.2025, 17:47 Das ist genau, was man auch «Alterung» nennen kann. Ich kenne die merkwürdigen Ansätze, Kiefernborke etwa mit kleinen Löchern zu mehr Wucherung anzuregen oder bei Laubbäumen mit dem Skalpell kleine Schnitte anzusetzen. Ich kenne aber auch die Resultate. Man sieht es. Immer.

Womit ich bei meinem vorläufigen Fazit bin und bleibe: Wer denkt, man könne den Sachverhalt «Bonsai» beschleunigen, um schneller zu einer Medaille zu kommen, sollte sich auf die Zucht von Rassehunden verlegen...
Da bin ich mit Dir einer Meinung! Verletzt man die Rinde, bildet sich natürlich Abschlussgewebe und das passiert in der Natur ebenso. Wenn man aber deshalb einen Baum mit kleinen Skalpellwunden übersäht, wird sich dort vielleicht auch Borke bilden, aber das hat, abgesehen vom gleichen Gewebetyp, wenig mit den Vorgängen in der Natur zu tun und das sieht man auch. Eine alte/reife Rinde ist nicht immer rissig, und eine rissige Borke wirkt nicht immer alt.

VG
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Lennart Rausch
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Beitrag von Lennart Rausch »

@Andreas Ludwig

ist das etwa schon wieder deine linde? *gähn*


lg lennart
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Lennart Rausch
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Lennart Rausch »

bonsaiheiner hat geschrieben: 08.01.2025, 10:48 Hochintereassantes Thema!
Ein Video-Beitrag hierzu ist mir bei Nigel Saunders aus Toronto, Kanada, aufgefallen. Dieser Bonsai-Künstler ist vielleicht Einigen von Euch schon bekannt. Man mag über ihn denken, was auch immer, seine Techniken, beim Wurzelschnitt sind beachtenswert.
Er ist wegen seines Domizil gezwungen, sich mit einem beschränkten Segment zu beschäftigen, tut das aber mit Hingabe.
Im Ausland wird oft bei Jade-plants nicht zwischen Portulacaria und Crassula unterschieden.
Seine Idee, die Sukkulenten-Rinde bei seiner Crassula-Waldgestaltung durch Anritzen zu verändern, ist bemerkenswert. An anderer Stelle hat er das Gleiche auch mit Portulacaria afra gemacht, wie ich finde, ebenfalls bemerkenswert. Ob sich diese Technik auch bei "klassischen" Bonsai eignet, muss zunächst mal offen bleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=FTyZlW9K0q0

sehr gut aufgepasst! ich finde die technik an der portulacaria afra von nigel saunders auch genial, und dieses thema im allgemeinen auch sehr interessant :)
denn meißtens sehen wir ja wie schnittstellen kaschiert werden, aber was passiert wenn man sie mit absicht hervorruft?! auch könnte ich mir vorstellen dass walter pall dieses thema in seinen kursen bespricht (ich wüsste sonst keinen, der sich mit laub und immergrünen bäumen in unseren breitengraden so gut auskennt).


lg lennart
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Portulacaria ist jetzt nicht grad ganz oben auf WPs Liste. Vielleicht ist da beim Zusammengoogeln was durcheinander geraten.
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Phil.B.
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Phil.B. »

Hallo Zusammen, hallo Martin

Den Ansatz, hier im Forum, konkrete Techniken vorzustellen, zu dokumentieren und zu diskutieren, finde ich erstmal sehr gut. Die hilfreichsten Threads sind für mich immer die gewesen, in denen nicht nur Bäume in verschiedenen Stadien oder Bearbeitungszuständen gezeigt werden, sondern in denen auch Techniken detailierter beschrieben oder sogar mit Fotos dokumentiert werden.

Mir ist dein Aufruf hier aber ehrlich gesagt etwas zu hochgestochen (advanced?!).
Hinter der Arbeit an den Pflanzen steckt halt kein "Geheimniss" und keine "Magie". Letztendlich reagieren sie auf jeden Eingriff und auf ihren Standort wie es halt in ihrer Natur angelegt ist. Der Rest ist m.A.n. Handwerk, dass man halt besser oder schlechter beherrscht.
Ich musste beim lesen an diese clickbait-videos denken. Nach dem Motto: Bonsai-Profis hassen diesen Trick...Tun sie dies damit ihr Bonsai in einem Jahr 100 Jahre älter aussieht

Zum Thema kann ich nur beitragen, dass ich die Technik den Stamm anzuritzen auch irgendwo mal aufgeschnappt habe. Habe ich an einem Feldahorn vor ca. 5 Jahren ausprobiert und gerade mal nachgeschaut. Ich hab die die Stelle nicht wieder gefunden, alles zugewachsen und ohne Effekt.
Wenn hier jemand eine Technik mit erfolgreichen Ergebnissen Zeigen kann, freu ich mich. Ich bin Aber auch eher bei Andreas. Die besten Techniken sind wohl Geduld und ein gesund wachsender Baum.
Lennart Rausch hat geschrieben: 09.01.2025, 15:08
denn meißtens sehen wir ja wie schnittstellen kaschiert werden, aber was passiert wenn man sie mit absicht hervorruft?!
Ist das so? Es gibt doch massig Bäume bei denen Schnittwunden bewusst in die Gestaltung mit einbezogen werden. Was soll eigentlich mit Absicht heißen? schneidest du deine Bäume ohne Absicht? Die ist dem Baum aber eh auch wurscht. Er reagiert wie er halt reagiert mit Abschottung und ggf. Austrieb.

Milton Chang (Bonsai Heirloom) bereitet hier einen Rohnling vor: https://www.youtube.com/watch?v=L70F8UuiD6s
Er schneidet dabei ganz bewusst nicht sauber konkav sondern sehr grob. Ich finde das ist ein interessanter Ansatz auch wenn es eher auf die Wundheilung abziehlt als auf die Alterung der Rinde.

Viele Grüße Philipp

PS: Ein paar Spiegelstriche weniger im Titel würden es auch tun!
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von Phil.B. »

Phil.B. hat geschrieben: 09.01.2025, 18:58
Milton Chang (Bonsai Heirloom) bereitet hier einen Rohnling vor: https://www.youtube.com/watch?v=L70F8UuiD6s
Er schneidet dabei ganz bewusst nicht sauber konkav sondern sehr grob. Ich finde das ist ein interessanter Ansatz auch wenn es eher auf die Wundheilung abziehlt als auf die Alterung der Rinde.
Er sagt es auch im Video: "there is no short cut". Auch wenn der Titel etwas anderes suggeriert
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roro
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von roro »

Nun ich habe lange gezögert, nach dem Verlauf zum „Multiview Syle“ mich bei diesem neuen Thema zu äussern. Mich beschleicht dass Gefühl, dass es am Schluss wieder in einer englischsprachigen Kochanleitung endet, die dann als Bild daher kommt und sich nicht ohne Aufwand übersetzen lässt.

Nun gut, in einer alten Bonsaizeitschrift - sicherlich 20 Jahre her - hatte Kimura eine Halbkaskade (Pinus pentaphylla) mit Ansätzen eines Wurzelstamms gestaltet. Dabei war ihm das einfache Ausgangsmaterial zu jung. er wolltedem Stamm mehr Würde und Alter geben. Sein Tipp: die Seite, welche mehr oder schneller Altern sollte, an eine Wand zu stellen, dass sie stärker schattiert wird. Das Ergebnis nach 2-3 Jahren war sichtbar. Allerdings auch ein stärkerer Flechten- und Algenansatz auf der Rinde, der zusätzlich das Alter betonte. ich vermute es war die länger verbleibende Feuchtigkeit, die hier mitgewirkt hat. Ein Bild mit Baumstämmen in einem Wald, die alle auf der selben Seite Altersspuren zeigten, diente als Beleg seiner These. Ausprobiert habe ich es nicht. ich denke es ist auch sehr „rindenspezifisch“. Glatte Rinden altern ja auch ganz anders als borkige...

ansonsten sehe ich es ähnlich wie meine Vorredner: Alterung lässt sich kaum beschleunigen (und auch nicht wirklich verlangsamen😅), aber man kann idealere Voraussetzungen schaffen.
Und ein Narbenbild mag vielleicht eine Geschichte von einem langen Kampf der Naturgewalten erzählen uns so indirekt Alter suggerieren. Alte Borke ist das vernarbte Gewebe aber deshalb noch lange nicht...
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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MartinRedlich
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Re: ------------------------------ ADVANCED BARK-AGING-TECHNIQUES 2025 -----------------------------------------

Beitrag von MartinRedlich »

Hallo Freunde,

hier mal zwei links zu youtbe wo Sam Doecke Schleifpapier verwendet und ausführlich auf das Thema mit seiner Technik eingeht:

Bonsai, How to make old bark on your Bonsai, Aussie Bonsai Bloke
https://www.youtube.com/watch?v=IJ4v6nor9ZM

Hier ist noch ein zweites Tutorial von ihm:

How to Bonsai, get old bark on a young tree, Aussie Bonsai Bloke
https://www.youtube.com/watch?v=c4CsN7yq6ro

MfG

Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
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