Serrissa

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Vor 3 Wochen hat Serissa2 begonnen zu blühen. Seit gut einer Woche sind täglich zwischen 20 bis 30 dieser niedlichen Blüten zu sehen. Zu ihrem Vorteil kommen beide Serissa nachts wegen der schon niedrigen Temperaturen (z.T. bis 8 °C) immer ins Gewächshaus. Tags über stehen sie an einem halbschattigen bis sonnigen Platz. Ab Morgen soll das herrliche spätsommerliche Wetter der Vergangenheit angehören.
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Wie zu erkennen ist, stehen die Blüten meistens an den Enden ziemlich langer Triebe. Das ist der Kompromiss, den man bei der Serissa leider eingehen muss, entweder Blüten an langen Trieben oder zweckmäßig gestalteter Habitus ohne Blüten. Ich habe aber trotzdem ährend der Blüte lange Triebe (meist ohne Knospen) herausgeschnitten (bis auf 2 Blätter).
Ich werde die Serissa aber bis zum Neuaustrieb im Frühjahr wieder hart zurück schneiden, damit aus dem alten Holz neue Triebe entstehen, um somit zu langen Trieben entgegen zu wirken. Erst mal abwarten, wie sie den Winter überstehen.
Serissa1 dagegen hat bisher nur einmal nur eine Blüte gezeigt.
Ich bin gespannt, wie lange der Blütensegen noch anhält.
Wie es aussieht, hat sich das Umsetzen in eine vorteilhaftere Schale gelohnt, denn ich weiß nicht, ob sich dieser Blütenreichtum auch in der vorhergehenden Schalensituation genauso gezeigt hätte.
Gruß Heiner
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Trotz der letzten Nachttemperaturen von ca. 10 °C und Tagestemperaturen von knapp 15 °C habe ich heute 57 Blüten gezählt und es werden täglich mehr, obwohl sich eine Blüte nur max. 3 Tage zeigen kann. Übrigens in der Nacht stehen die Serissa geschützt in einem offenen Schuppen. Ich belasse die langen wirren Triebe, um die großartige Blütenpracht zu genießen. Die Wuchskraft ist so immens, dass sich an manchen neuen Trieben bis zu 4 weitere Abzweigungen gebildet habe und alle mit Blüten und Knospen besetzt sind.
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Bemerkenswert die 3 Blüten an einem Triebende:
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Übrigens, die niedrigste Nachttemperatur in den letzten Tagen lag schon mal bei 2 °C und die Serissa standen da bereits in dem offenen Schuppen und zwar ziemlich weit vorne, an der offenen Seite. Ich möchte damit sagen, dass die Serissa (jedenfalls meine) auch kühle Temperaturen vertragen, ohne darunter zu leiden, weder gelbe Blätter bekommen noch Blätter verlieren und zudem großartig blühen. Außerdem vertragen sie auch das tägliche Hin- und Hertragen zwischen Schuppen und Außenstandort. Sie bleiben nur dann im Schuppen, wenn es mal zu stark regnet. Ansonsten sollen sie vorwiegend draußen stehen, um genug Licht für die Blütenentwicklung zu bekommen.
Ich habe so meine Hypothese, dass die entstandene Rustikalität meiner Serissa durch die seit Jahren gemachte "Konditionierung" entstanden ist, zumal sie seit Jahren für die Überwinterung in einem temperierten Folientunnel bis 1°C stehen. Dadurch verlieren sie zwar einen Großteil ihrer Blätter, treiben aber im nächsten Frühjahr um so besser wieder aus.

Gruß Heiner
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Einige Triebe, die bei einem Rückschnitt im Juli angefallenen sind, habe ich gleich als Stecklinge verwendet.
Sie sind alle angewachsen und habe sie ab Oktober genauso behandelt, wie die beiden Großen. Auch die Stecklinge haben genauso wie die Großen, den Aufenthalt im Winterquartier bestens überstanden. Hier stehen alle frostempfindlichen Bonsai (Serissa, Coprosma, Murraya Chines. Ulme) und Kamelien bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90 %.
Die mit einem Thermostat geregelte Heizung war auf eine untere Temperatur von +2,0 °C eingestellt. Zusätzlich hat noch eine Pflanzenlampe für 8 Stunden pro Tag ihr Übriges getan.
Hiermit möchte ich an dem unten stehende Foto von heute zeigen, unter welchen Bedingungen eine Serissa den Winter ohne die sonst üblichen Problem übersteht. Es sind nicht mal Blätter abgefallen.
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mydear
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Re: Serrissa

Beitrag von mydear »

Hallo Heiner,
du scheinst ein gutes Händchen für Serissa zu haben. Es beruhigt mich wenn du auch keinen Steckling wegwerfen kannst…

Grüße, Rainer
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Hallo Rainer,
es ist schade, dass, bis auf Deine, keine Reaktionen (bis auf die stillen Betrachter) zustande kommen. Ich werde aber einfach weiter über die vermeintlich problematische Pflanze berichten.

Das erwähnte "gute Händchen" hat seit über 20 Jahre Serissa auch viele problematische Zeiten durchgemacht. Dabei erscheint durch die gemachten Erfahrungen jetzt alles völlig unproblematisch.

Ganz wichtig ist ein gut durchlässiges "luftiges" Substrat mit einer extra Drainage aus Steinen; stehendes Wasser würde über kurz oder lang die Wurzeln belasten, so dass schwarze Blätter oder Triebenden entstehen. Bei solch einem Effekt habe ich damals in meiner Verzweiflung nach der Befreiung von faulen Wurzeln die Serissa in reinen Splitt eingetopft. Und siehe da, sie hat sich wieder erholt; Schlussfolgerung: das Substrat darf nie zu nass sein.

Ansonsten nehme ich ein ganz normales Substrat (Akadama, Lava, Tonbruch und Kölle-Substrat) in einer gestaffelten Schichtfolge: Unten Drainage > 6 mm, dann Substrat 4,2 - 6,0 und darüber Substrat 2,2 - 4,2 und eine Deckschicht Korngrößen (bedingt durch meine Siebe).
Umtopfen alle 4 bis 5 Jahre; Vorsicht beim Wurzelrückschnitt; ein zu viel kann tödlich sein (eigene Erfahrung).
Im letzten Sommer wurden beide Serissa allerdings zur Erholung/zum Mästen in größere Töpfe gesetzt; es hat denen äußerst gut getan.
Standort: keine direkte Mittagssonne, Schalen vor direkter Hochsommersonne vor Überhitzung schützen. Ständiges Hin- und Herstellen oder Drehen hat bei den Serissa keine negativen Auswirkungen gehabt.
Die Pflanzen bleiben so lange wie möglich Draußen an der Sonne und stelle sie im Übergang zur kalten Jahreszeit nachts immer ins Gewächshaus und am nächsten Tag wieder raus.
Gewissenhafte Feuchtigkeitsversorgung, bei Hochsommertemperaturen darf es vormittags auch nass sein, mit gelegentlichem Nachwässern am Nachmittag.
Gedüngt wird mäßig mit Allem was da ist; seit dem letzten Jahr auch mit getemperten Taubendung (Biogold habe ich nicht).
Jetzt bei der Überwinterung im Winterquartier, habe ich den Eindruck, dass sie bei bis zu 2,0°C sogar noch gewachsen sind.

Also, außer der besonderen Beachtung des Feuchtigkeitshaushaltes des Substrates, habe ich keine speziellen Pflegemaßnahmen für die Serissa benutzt. Vielleicht haben die Pflanzen (im Gegensatz zu Andreas Ludwigs Aussage) doch eine gewisse Konditionierung für diese Bedingungen erfahren.
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roro
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Re: Serrissa

Beitrag von roro »

Hallo Heiner,

was für den einen keine spezielle Behandlung ist, scheint für den anderen eine zu sein.
Winterquartier in frostfrei temperierten Gewächshaus, mit 8 Stunden Zusatzbeleuchtung;
Sommers 2 mal giessen und von einem zum nächsten halbschattigen Plätzchen translozieren.
In der Übergangszeit Morgens raus aus dem Gewächshaus und abends dann wieder rein.

Ich finde das sehr schön, dass du diesen Aufwand als normal betrachtest und für diese (und andere) Pflanzenarten auf dich nimmst.
Für mich wäre das in der aktuellen beruflichen und Wohnsituation nicht möglich.
Ich betreibe Bonsai auf einer sehr "low Maintence" Ebene. Da gibt es kein Gewächshaus und nur eine Draussen-Überwinterung. Künstliche Beleuchtung? Ebenfalls Fehlanzeige. Ich wähle deshalb Pflanzen, die sich in die vorhandenen Bedingungen einfügen können, und verzichte ( nebst einigen Experimenten -wider besseren Wissens) auf Pflanzen, die zusätzliche Pflegeansprüche haben.

Ich schätze aber die Vielfalt hier im Forum und finde es toll, dass du auch den vermeintlich schwierigen Bäumen eine "Stimme" gibst und ihre Pflegeansprüche inkl. Gestaltungsweise hier erläuterst.
Ich bin sicher, dass geht auch einigen anderen stummen Mitlesern so.
Also nur weiter berichten!
Gruss
Roro
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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mydear
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Re: Serrissa

Beitrag von mydear »

Meine Erfahrungen stammen noch aus der Zeit, als ich mineralisches Substrat nicht kannte. Das gekaufte „Bonsaisubstrat“ aus dem Handel enthielt viel Feinanteil und Torf. Kann gut sein, dass das in Kombination mit meinem Gieß-Übereifer die Serissas hinweggerafft hat. Als Stecklinge sind sie immer problemlos gewachsen. Doch das meist verdichtete Pflanzensubstrat der importierten Bonsai war für mich nicht so leicht auf eigene Erden umzustellen. Vermutlich war ich vor 35 Jahren noch zu fehlerhaft bei Wurzelarbeit und anschließender Fixierung.

Grüße, Rainer
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Hallo Roro, Hallo Rainer,

die Bedingungen, die ich seit 2022 hier vorgefunden habe und zusätzlich noch geschaffen habe, werden ich wohl nirgendwo anders wieder finden. Ich habe mit unserem neuen Zu Hause einfach Glück gehabt.
Meine Outdoors verbringen ihren Winter allerdings auch draußen.
Ich möchte in diesem Serissa-Thread nur zeigen, unter welchen Bedingungen ich meine Serissa halte, um anderen eine mögliche Anregung zu geben.
Die Art der Überwinterung ist mit der, der Kamelien zu vergleichen, denn bei denen weiß man, dass eine Überwinterung über 10 °C tödlich ist.
Schade ist nur, dass die Leute, die am Anfang dieses Thraed`s ihre wunderschönen Bäume vorgestellt haben, nicht mehr von sich hören lassen. Ich denke, nicht nur ich, sondern auch Andere würden sich nach so langer Zeit für den Zustand interessieren; man lernt a nie aus.

Gruß Heiner
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Hallo Freunde der Serissa,

zuerst möchte ich den schmerzlichen Verlust meiner am 23.09.24 gezeigten Serissa verkünden. Sie ist im Winter im GH einfach vertrocknet. Als im Februar über mehrere Tage der starke Frost bis -16 °C herrschte, habe ich mich nicht getraut, das Gewächshaus zum Gießen zu öffnen. Vorher sah alles bestens aus und danach habe ich die Bescherung gesehen. Das hat nichts mit der vermeintliche Problematik "Serissa" zu tun, denn meine andere Mutterpflanze und alle Serissa-Stecklinge haben den Winter im Gewächshaus bei mindestens +2 °C bestens überstanden.
So möchte ich einen der 8 Stecklinge von 2024 hier zeigen:
Steckling von 2024
Steckling von 2024
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Dieser Steckling ist aus einer 3er Gruppe, die im März 2025 vereinzelt wurde. Im September haben die der 3er Gruppe alle prächtig bis zum ersten Frost geblüht. Alle meine Bonsai wurden unter anderem mit Taubendung versorgt.
Im Gegensatz dazu habe ich eine 5er Gruppe von Stecklingen erst im Juli vereinzelt. Fazit: Sie haben sich nicht so prächtig entwickeln können und haben dementsprechend so gut wie keine Blüten gehabt.
Hier ist aber einer davon, den ich auf einen Felsen gepflanzt habe.
Im Juli auf  einen Felsen gepflanzt.
Im Juli auf einen Felsen gepflanzt.
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Also, keine Angst vor Serissa; sie brauchen nur durchlässiges Granulat (bei mir: Lechusa, Tonbruch, Akadama und Lava): die Stecklinge in 2,2 - 4,2 Korngröße mit einer organisch betonten Deckschicht.

Bis dann, Gruß Heiner
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Das sind die 3 Prachtstecklinge, die im Sommer 2024 gesteckt wurden.
Serissa-Stecklinge, knapp 1,5 Jahre alt
Serissa-Stecklinge, knapp 1,5 Jahre alt
P1120186_k.jpg (132.76 KiB) 3869 mal betrachtet
Von denen hatte ich bereits oben berichtet. Einen davon habe ich ins Haus in den Hauswirtschaftsraum mit ca. 20 °C gestellt. Ich möchte damit einen Vergleich zwischen diesem und den anderen, die im temperierten Gewächshaus bei mindestens 2,5 °C stehen.

Gruß Heiner
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HeinrichI
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Einen weiteren kleinen Serissa- Nachzögling hatte ich auch noch in den Hauswirtschaftsraum gestellt. Nach etwa 2 Wochen hatte ich schon ein "Ergebnis".
Ehe ich mich versehen hatte, war Nr. "S1/3" sehr stark von der weißen Fliege befallen, weniger jedoch bei der kleinere Pflanze. Als die Pflanzen mit dem sogenannten Sommeröl besprüht wurden, habe ich außerdem noch ziemlich viele Blattläuse an "S1/3" festgestellt.
Bei der Begutachtung der Serissa, die im Gegensatz dazu im temperierten Gewächshaus stehen, hatte ich allerdings keinen deutlichen Befall feststellen können.
Sicherlich ist dieser Unterschied des Befalls unter anderem auf die äußeren Umstände zurück zu führen; nämlich:
1. im Haus herrscht trockene Luft bei ca. 20 °C; ideales Wachstum für Schädlinge.
2. im Gewächshaus manchmal sogar bis 90 % Luftfeuchtigkeit und geringe Temperaturen; das mögen solche Schädlinge überhaupt nicht.
Ein weiterer Umstand für das vorhanden sein von Schädlingen war, dass bei den Pflanzen der 3er Serie noch Blütenreste vorhanden waren. Darum auch dieser starke Befall im Hauswirtschaftsraum bei der "S1/3" gegenüber der kleineren Serissa, die bisher noch keine Blüten hatte.
Nach der erforderlichen 2. Spritzung, sah die "S1/3" ziemlich räudig aus; etliche Blätter sind grau geworden und später dann auch abgefallen. Etliche feinen Triebe sind auch völlig schwarz geworden. Nachdem diese entfernt wurden, sieht die "S1/3" wieder sehr manierlich aus.
Fazit: Bei Überwinterung von immergrünen Pflanzen unter Wohnraumbedingungen ist immer mit Schwierigkeiten zu rechnen.
Jedenfalls sind die Pflanzen im Hauswirtschaftsraum immer noch schädlingsfrei.

Gruß Heiner
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mydear
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Re: Serrissa

Beitrag von mydear »

Hallo Heiner,
was du beschreibst kenne ich nur zu gut.

Jedes Jahr die gleiche Problematik mit Schädlingsbefall an Pflanzen in der Wohnung. Über Sommer dürfen sie immer draußen Kraft tanken. Doch insbesondere der Hibiscus zieht im Winter Blattläuse magisch an. 10 größere Töpfe, alle 30 - 50 Jahre alt. Ich denke jeder kann sich vorstellen, wie nervig die anschließende Spritzung in der Dusche war. Wurden nur die akut befallenen Pflanzen gespritzt tauchten eine Woche später auch an den anderen Pflanzen Läuse auf. Und an den Bonsai im Kalthaus-Wintergarten tauchten mit wärmeren Temperaturen ab März ebenfalls diese schwarzen Blattläuse auf, zapften gierig die frisch geöffneten Blätter an.

Als Rentner gönne ich mir jetzt genügend Zeit für Bonsaipflege im Herbst. Vor dem Einräumen werden sie zurückgeschnitten, gedrahtet und begutachtet. Durch den warmen September/Oktober ist noch eine Generation der lästigen Sauger geschlüpft. Beim genauerem Hinschauen entdeckte ich sie an mehreren Fächerahornen. Eine systemische Spritzung mit Careo, dann noch ein bis zwei Wochen warten bis eingeräumt wird. So ist endlich Ruhe in Haus und Wintergarten. Bei mir klappt das hervorragend. Weißölpräparate (Promanal etc) im Herbst haben bei mir nur kurzfristig den Befall aufhalten können. Jeder hat so seine eigene Vorgehensweise. Jeder wie er will und was er bereit ist an Mitteln und Aufwand zu investieren.

Ich wünsche euch ein schädlingsfreies 2026.
Rainer
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Danke für den Kommentar, ich verwende Weißöl, da ich noch genug davon habe. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Careo eine bessere Wirkung hat. Mal sehen, wie sich die be3iden Pflanze bis zum Frühjahr verhalten. Ich lasse sie jedenfalls zum Vergleich zu den Gewächshauspflanzen unter den oben benannten Bedingungen stehen.

Gruß Heiner
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

An den Serissa ist weiter kein Befall feststellbar.
Ich werde auch die langen Triebe nicht einkürzen.
Weil ich einerseits durch das "Abhängen" der Triebe die Scheitelpunktförderung beobachten will und zum Anderen die vom Herbst verbliebenen Blütenknospen (... und da sind einige vorhanden) ein Chance geben will. Vielleicht blühen die dann zu dem Zeitpunkt, der ihnen den Namen (Junischnee) gegeben haben.
Zum Schluss noch eine Aufnahme von den Serissa aus meinem Gewächshaus; im Hintergrund sind unter anderem die Kamelien zu sehen. Rechts wird auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit angezeigt; Außentemperatur ca. - 4 °C.
Serissa bei 2 °C im Gewächshaus
Serissa bei 2 °C im Gewächshaus
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Gruß Heiner
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Re: Serrissa

Beitrag von HeinrichI »

Hallo,

vor Kurzem wurde die Mutterpflanze umgetopft.
Diese Mal habe ich endlich seit sage und schreibe 2016 in den Wurzelballen etwas Licht rein gebracht. Vorher hatte ich immer nur außen rum etwas reduziert und mich nie richtig an die Wurzeln heran gewagt.
Auch dieses Mal musste ich beim Wurzelrückschnitt vorsichtig heran gehen, habe aber endlich die alte Erde vollständig entfernt. Ich hoffe, dass sie mir diesen Eingriff nicht übel nimmt.
Serissa-Mutter in neuer Schale
Serissa-Mutter in neuer Schale
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Gruß Heiner
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