Larix decidua - Arco 2024

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Thomas H
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Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas H »

Hallo, ich möchte Euch eine meiner Lärchen vorstellen.
Gleich nach Ankunft bei der Arcobonsai 2024 hat mich eine Lärche angelacht. Obwohl ich noch nichtmal annähernd das Angebot des Marktes überblickt hatte, entschied ich mich nach Austausch mit einigen meiner Clubkollegen für einen Kauf. Außerdem hatte ich auch etwas Angst, dass der Baum bei meiner nächsten Marktrunde bereits verkauft sein könnte. Überzeugt hat mich vor allem der massive Stamm mit guter Verjüngung. Der Baum wurde laut dem Verkäufer 2018 ausgegraben und 2021 in diese Schale getopft, zusätzlich wurde er bereits einmal gestaltet - ging wohl eher in Richtung "Laubbaum".
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Die Lärche am Marktstand in Arco 2024.
Die Lärche am Marktstand in Arco 2024.
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Thomas H
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas H »

Im Oktober 2024 hatten wir bei uns in Golling einen Workshop mit Jean Paul Polmans. Für eine komplette Gestaltung war es noch zu früh, aber wir senkten den ersten und den zweiten Ast durch Einsägen und Abspannen etwas ab und richteten die Spitze etwas auf.
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Thomas H
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas H »

Im Februar 2025 ging es dann bei einem anderen Workshop weiter und der komplette Baum wurde gedrahtet und gestellt. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden - jetzt ist es ein Nadelbaum *daumen_new*. Ich berichte weiter...
LG Thomas
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Thomas D.
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas D. »

Hallo Namenskollege,

mit der Lärche wäre ich auch zufrieden. Gefällt mir sehr gut.

Lg aus Tirol

Thomas
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hopplamoebel
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von hopplamoebel »

Moin,

sieht super aus *daumen_new*
Wenn man es mit dem Bild in ungedrahtetem Zustand vergleicht, kann man es kaum glauben, dass es sich um den gleichen Baum handelt!

Aus meiner Sicht eine ganz tolle Lärche!

Grüße,
woodman
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
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Barbara
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Barbara »

Eine sehr schöne Gestaltung, Thomas.
Der Baum hat eine wunderbare Bewegung und Ausstrahlung. Gefällt mir total gut. *daumen_new*

Liebe Grüße,
Barbara
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Thomas H
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas H »

@Thomas D., @hopplamoebel, @Barbara - Freut mich, dass euch die Lärche gefällt. Danke für euer Feedback.
LG Thomas
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Baalistic
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Baalistic »

Ich habe die Lärche bzw. den Post gerade erst entdeckt... ich finde sie auch super! Ich bin gespannt auf mehr.

LG Simon
Speedpreacher
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Speedpreacher »

Hallo @Thomas H - eine klasse Lärche hast Du da. der Zeitpunkt des Austriebs ist eine der schönsten Jahreszeiten für eine Lärche. Nackig bzw. im Winter sieht man dann die tolle Verzweigung! Zudem ist sie sehr genügsam, was das Biegen&Düngen angeht :-D. Ich habe selber zwei Lärchen und bin sehr happy mit Ihnen. Bei einer habe ich an daumendicken Ästen vor ca. 5 Jahren ebenso am Ansatz von oben(!) eingesägt um sie abzuspannen. Den Spalt habe ich mit einem Holzkeil verschlossen + Wundknete. Die Wunden sind bis heute nicht verheilt. Der obere Astbereich ist auf einer Länge von ca. 10cm zurückgetrocknet. Langsam bildet sich von den Seiten her Kallus. Bis der mal oben in der Mitte zusammenwächst wird es sicherlich noch einmal drei bis fünf Jahre brauchen. Daher habe ich für mich(!) beschlossen, dass es das falsche Vorgehen ist. Einsägen von unten ist mMn die Lösung. Da beim Abspannen die Wundränder aufeinander gedrückt werden ist bei korrektem Spannen, Wundversorgen (Knete) und nachhaltiger Pflanzenpflege der Schnitt nach geschätzten zwei Wachstumsperioden nicht mehr sichtbar und der Ast hält die neue Stellung. Das geht auch mit Schnitten die über die Hälfte der Aststärke hinausgehen. Vermutlich werden sich aufgrund des Abspannens an der Oberseite Dehnungsrisse ergeben. Diese heilt die Pflanze von alleine schnell, da sie in der Länge auftreten und der Saftfluss nicht unterbrochen wird. Befürchtet man zu tiefe/deutliche Risse wäre eine Entspannung durch partielle Löcher mit einem 3 oder 4mm-Bohrer vorzubeugen.

Da das meine Erfahrungen sind interessiert mich umso mehr deine Erfahrung oder Erfahrungen deiner Bonsai-FreundeInnen dazu! Wie tief hast Du eingesägt? Wie bist Du mit dem entstandenen Spalt vorgegangen? Danke Dir und noch viel Freude an der Lärche - gerade jetzt im Frühling! VG, Tim
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mydear
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von mydear »

Speedpreacher hat geschrieben: 28.03.2025, 09:31 Einsägen von unten ist mMn die Lösung. Da beim Abspannen die Wundränder aufeinander gedrückt werden ist bei korrektem Spannen, Wundversorgen (Knete) und nachhaltiger Pflanzenpflege der Schnitt nach geschätzten zwei Wachstumsperioden nicht mehr sichtbar und der Ast hält die neue Stellung.
Hallo Tim,
hört sich interessant und schlüssig an. Für mich stellt sich die Frage wie gut die Wasserversorgung von unten funktioniert, wenn die versorgenden Leitungsbahnen durchtrennt werden?


Hat sonst jemand Erfahrung mit dem Einsägen unten gesammelt?

Grüße, Rainer
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Thomas H
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Thomas H »

Speedpreacher hat geschrieben: 28.03.2025, 09:31 Hallo @Thomas H - eine klasse Lärche hast Du da. der Zeitpunkt des Austriebs ist eine der schönsten Jahreszeiten für eine Lärche. Nackig bzw. im Winter sieht man dann die tolle Verzweigung! Zudem ist sie sehr genügsam, was das Biegen&Düngen angeht :-D. Ich habe selber zwei Lärchen und bin sehr happy mit Ihnen. Bei einer habe ich an daumendicken Ästen vor ca. 5 Jahren ebenso am Ansatz von oben(!) eingesägt um sie abzuspannen. Den Spalt habe ich mit einem Holzkeil verschlossen + Wundknete. Die Wunden sind bis heute nicht verheilt. Der obere Astbereich ist auf einer Länge von ca. 10cm zurückgetrocknet. Langsam bildet sich von den Seiten her Kallus. Bis der mal oben in der Mitte zusammenwächst wird es sicherlich noch einmal drei bis fünf Jahre brauchen. Daher habe ich für mich(!) beschlossen, dass es das falsche Vorgehen ist. Einsägen von unten ist mMn die Lösung. Da beim Abspannen die Wundränder aufeinander gedrückt werden ist bei korrektem Spannen, Wundversorgen (Knete) und nachhaltiger Pflanzenpflege der Schnitt nach geschätzten zwei Wachstumsperioden nicht mehr sichtbar und der Ast hält die neue Stellung. Das geht auch mit Schnitten die über die Hälfte der Aststärke hinausgehen. Vermutlich werden sich aufgrund des Abspannens an der Oberseite Dehnungsrisse ergeben. Diese heilt die Pflanze von alleine schnell, da sie in der Länge auftreten und der Saftfluss nicht unterbrochen wird. Befürchtet man zu tiefe/deutliche Risse wäre eine Entspannung durch partielle Löcher mit einem 3 oder 4mm-Bohrer vorzubeugen.

Da das meine Erfahrungen sind interessiert mich umso mehr deine Erfahrung oder Erfahrungen deiner Bonsai-FreundeInnen dazu! Wie tief hast Du eingesägt? Wie bist Du mit dem entstandenen Spalt vorgegangen? Danke Dir und noch viel Freude an der Lärche - gerade jetzt im Frühling! VG, Tim
Hallo Tim,

freut mich, dass dir die Lärche gefällt.

Bezüglich deiner Fragen zum Absenken der Äste: Beobachtet man Lärchen in der Natur, dann sieht man oft, dass Äste durch Schneedruck oder ähnlichem oben eingerissen sind und der Saftfluss nur mehr über den unteren Teil des Astansatzes möglich ist. Dort bildet sich dann meist starker Kallus, der den Riss stabilisiert. Der Ast wächst problemlos weiter, sofern er danach nicht starkem Frost ausgesetzt ist. Wenn ich in der Vergangenheit an anderen Lärchen den Astansatz "korrigiert" habe, dann habe ich eigentlich nie eingesägt, sondern gedrahtet und dann vorsichtig nach unten "gebrochen". Diese Technik hat mir Herbert A gezeigt. Der Ast reißt dann an der richtigen Stelle, wie an einer "Sollbruchstellte" ein und hält durch den bereits angelegten Draht die Stellung. Den Riss fülle ich mit Wundknete aus, der Kallus drückt diese dann mit der Zeit raus. Nach einigen Jahren sieht man den Eingriff kaum noch.
Bei dieser Lärche sind wir etwas anders vorgegangen, da JP Polmans mir zeigen wollte wie er das bei stärkeren Ästen macht. Er hat den Ast eingesägt, nicht viel tiefer als auf dem Foto zu sehen ist und hat ihn im Anschluss mit einem Spanndraht nach unten gezogen. Das Absenken des Astes geschah somit unter etwas kontrollierbareren Bedingungen. Die anschließende Wundversorgung geschah gleich wie oben erwähnt und der Ast wurde ebenfalls vorher gedrahtet.

Bezüglich deines Vorgehens: Ich habe gelernt, dass der wesentliche Saftfluss bei Ästen in der Regel unten verläuft. Wenn man nun den Ast unten einsägt, ist das Risiko den Ast zu verlieren wesentlich größer, da man dabei die wichtigsten Saftbahnen verliert. Da möchte ich mich @mydear anschließen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Holzkeile, die du in den Spalt gegeben hast, für die Heillung bzw. Bildung von Kallus eher kontraproduktiv waren?

Ich hoffe meine Ausführungen sind verständlich und würde mich über eine Rückmeldung freuen.
LG Thomas
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Herbert A
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Herbert A »

Speedpreacher hat geschrieben: 28.03.2025, 09:31 Bei einer habe ich an daumendicken Ästen vor ca. 5 Jahren ebenso am Ansatz von oben(!) eingesägt um sie abzuspannen. Den Spalt habe ich mit einem Holzkeil verschlossen + Wundknete. Die Wunden sind bis heute nicht verheilt. Der obere Astbereich ist auf einer Länge von ca. 10cm zurückgetrocknet.
Hi Tim
Den Ast unten einzuschneiden ist ein Risiko, da der Saftfluss von unten nach oben stattfindet. Kann gutgehen, aber das Risiko ist wesentlich höher.
Ein Fehler der beim Schnitt von oben oft gemacht wird ist dass der Schnitt vom Ansatz oben gerade nach unten gemacht wird. Der Schnitt muss ca. 45 Grad ins Holz gemacht werden. Dabei wird der Saftfluss kaum gestört und es kann eigentlich nicht passieren dass es zu einer Rücktrocknung kommt.

lg
Herbert
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.

Info: www.bonsaisalzburg.net
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nemsi
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von nemsi »

Ich kann da Herbert nur beipflichten. Schräg von oben in den Stamm hinein einschneiden, absenken und in spätestens 2 Wachstumsperioden ist der Schnitt zugewachsen. Einen Keil braucht es nicht. Drahten und oder abspannen reicht aus. Wundknete schadet nicht.
Liebe Grüße
Robert

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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von Speedpreacher »

Hallo zusammen,

ich habe bei mir an zwei Lärchen die Schnitte ebenso oben gemacht. Bei beiden kam es in der Folge zu Rücktrocknung oben. Die Wunden schließen sich - ja - aber nur seeehr langsam. Daher meine Idee mit dem Schnitt unterhalb. Das dadurch die Leitungen ggf. gestört, da durchtrennt, werden, ist mir klar. Ich dachte nur, dass durch das Direkt-Aufeinanderpressen der beiden Schnittstellen die Wunde schneller heilt und der Transport dennoch (eingeschränkt) funktioniert...
Ich muss gestehen, dass ich - wenn man es genau nimmt - keine Sägeschnitte oben auf dem Ast gemacht habe sondern den Ast vorsichtig mit einem Stechbeitel am Ansatz vorsichtig "geöffnet" habe. Ich wollte die Biegung des Astes direkt am Ansatz um nicht ca. ein Zentimeter horizontalen oder steigenden Astansatz und dann erst die Neigung des Astes zu haben... Vielleicht, vermutlich, war das mein Fehler?! Auf alle Fälle sehr aufschlussreich der Austausch. DANKE EUCH! Tim
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achim73
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Re: Larix decidua - Arco 2024

Beitrag von achim73 »

er Schnitt muss ca. 45 Grad ins Holz gemacht werden.
Könntest du das kurz skizzieren ? Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig verstehe...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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