Acer Monspessulanum

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Gast

Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Gast »

Norbert_S hat geschrieben: 08.11.2024, 14:00 Für seine Verhältnisse eine tolle Herbstfärbung.
Auch, wenn die Herbstfarben nicht die buntesten sind, so heben die unterschiedlich gefärbten Blätter dennoch die gute Verzweigung dieses Baumes hervor, die bei der Art ja nicht ganz einfach ist.

VG
Werner
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MartinRedlich
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von MartinRedlich »

Hallo Freunde!

Insgesamt sehr anprechender Baum!

Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
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Norbert_S
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Norbert_S »

Danke für das Lob.
Norbert

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Norbert_S
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Norbert_S »

Ist wieder soweit, die Schere muss ran.
Es wird immer schwieriger mit zunehmender Verzeigung.
Gerne würde ich nur die großen Blätter, wie auf dem Foto schneiden. Dann ist das Blattkleid aber immer noch zu dicht. 2 kleine Blätter sollten schon noch stehen bleiben. Bei den wenigen kräftigen Trieben schneide ich auf das erste Augenpaar zurück und lasse nur 1 Blatt stehen.
Der anstehende Blattschnitt wird zum auslichten gemacht, zur Erhalt der inneren Triebe und nicht zur Vorbereitung einer Ausstellung. Deshalb werden nicht nach optischen Gründen die Schnitte gesetzt, sondern nach Zweckmäßigkeit. Wenn danach ein abstehendes Blatt die Linie des Umrisses stört, ist das belanglos.
Eine Blüten sind befruchtet und haben zu Fruchtansätzen geführt, die meisten Blüten fallen trocken ab, der Rest wird entfernt.
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BenBonsai
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von BenBonsai »

Die Blattgesundheit hast Du gut im Griff. Einfach ein toller Baum.
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Barbara
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Barbara »

Ein unglaublich schöner, eindrucksvoller Baum, Norbert. *daumen_new*

Liebe Grüße,
Barbara
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Thomas D.
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Thomas D. »

Hallo Norbert,

Unglaublich wie schön und gesund der Baum, vor allem die Blätter sind.
Verrätst du und welchen Dünger du verwendest und wie oft du düngst?

Lg Thomas
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von R.D. »

Hallo Norbert,
traumhaft Dein Baum,
Grüße
Rolf
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Norbert_S
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Norbert_S »

Für den Naum benötige ich für den Blattschnitt so lange, wie für den Rest meiner Sammlung zusammen.
Ganze 5 Std habe ich gebraucht und in den nächsten Tagen werde ich ganz sicher noch viele Einzelschnitte beim gießen nachholen.
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Norbert

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BenBonsai
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von BenBonsai »

Ich würde sagen, das ist Geben und Nehmen. Diese Feinverweigung bleibt das Vorbild meines Franzosen.
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hopplamoebel
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von hopplamoebel »

Moin Norbert,

das waren doch bestimmt 5 tolle Stunden :wink:

Der Baum ist es jedenfalls wert! Tolle Borke *daumen_new*

Grüße
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
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Norbert_S
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Norbert_S »

Im Herbst muss ich da sorgfältig durchgehen, Ben.
Die Masse der Knopen, über 90% schieben Kurztriebe. Die haben 6 Blätter aber nur eine Länge von max 1cm meist weniger. Im ersten Jahr und bei den Kurztrieben auch noch länger sind die Triebe nicht wirklich fest mit dem Zweig verbunden, sind unheimlich schnell abgerissen. Damit ausreichend Licht ins Innere kommt, muss auf zwei Blätter geschnitten werden, um noch ausreichend Kraft zum Erhalt des Triebes zu gewährleisten.
Die 10-15 Triebe, die noch wirklich Schieben, habe ich auf 1 Blatt geschnitten. Bei vollem Blattschnitt lässt der alte Recke auch mal einen starken Trieb im nächsten Jahr ohne Knospe.
Es ist schon eine Menge Blattwerk, das der Baum so entwickelt und es muss sehr zeitig geschnitten werden, um verkahlen im Inneren zu vermeiden.
Fühlt sich etwas nach Drahtseilakt ohne Netzt an.
Auf den Fotos wirkt es durch die Tiefe des Baumes dichter belaubt, als es in natura sich darstellt.
Norbert

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BenBonsai
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von BenBonsai »

Diese Art bringt offensichtlich in jedem Entwicklungsstadium Herausforderungen mit sich. Deine Eingriffe waren über einen langen Zeitraum richtig, sonst wären die Verzweigung und Blattgrösse nicht derart beeindruckend und ausgereift. Im Wissen, dass es sicherlich genetische Variationen zwischen unseren Bäumen geben kann, möchte ich für meinen Franzosen einen ähnlichen Weg bahnen.

Er schiebt recht gleichmäßig die dritte Blattreihe, die Internodien sind lang (4-8cm), und das bei moderater Düngung und nicht gerade zurückhaltender Wurzelarbeit. Im Entwicklungsstadium also sehr viel grober als Deiner.

Wenn Du bei Deinem Baum Jahre zurückdenkst, wie bist Du damals mit dem Schnitt verfahren?
Mich würde besonders der Zeitpunkt und die Schnitttechnik interessieren.
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Norbert_S
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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von Norbert_S »

@BenBonsai

Nov 2018 habe ich Bilder eingestellt ohne Laub, von unten gegen den Himmel fotografiert. Dort kannst du noch durchaus zu lange Internodien erkennen, die aber weiter innen im Astwerk liegen. Das war auch das Jahr und das folgende, an dem ich den Neutrieb selektiv gedrahtet habe. Das Ergebnis hat mir nicht wirklich gefallen, mache ich nicht mehr.
Die Hauptarbeit in der Astgestaltung liegt in der Knospenselektion im Frühjahr. Wenn die gut angeschwollen sind, lassen sie sich sehr leicht entfernen.
Und die Schnittechnik ist so einfach wie schwierig.
Wer mit Schnitt gestaltet, muss mit dem leben, was der Baum anbietet. Manchmal muss man mehr als ein Jahr warten, bis weiter innen eine Knospe angeboten wird, die in etwa der geplanten Wuchsrichtig entspricht.
Die Alternative ist, im Herbst den Rückschnitt nach eigenem Ermessen zu machen, in der Hoffnung, der Baum möge doch bitte wie gewünscht austreiben.
Es tut mir leid, dir nicht konkreter beschreiben zu können, wie ich mit dem Baum und Zange umgegangen bin.
Das ist in den Anfangsjahren viel einfacher, da kann man ja nicht viel verlieren, weil noch nichts da ist. Da gab es auch Jahre, da musste ich fast den gesamten Zuwachs wieder hergeben, weil nichts brauchbares an Zweigen getrieben hatte. Das hat dann dazu geführt, dass ich weniger Knospenselektion gemacht habe und dadurch danneben auch gegeständige Triebe ein Jahr beiben durften. Da habe ich dann den Mitteltrieb entfernt, im Frühjahr eine gute Startdüngung gegeben und dann hat der Baum an diesen fast 180° waagerecht oder senkrecht gewachsenen einjährigen Trieben an deren Ansätzen zwei neue Triebe direkt nach vorne wachsend ausgebildet. Leider nicht sehr zuverlässig, aber für ein paar Jahre ging es ganz gut.
Jetzt bei der aktuellen Verzweigungsdichte macht der Baum das nicht mehr, ganz offensichtlich fehlt da Kraft oder Notwendigkeit.
Für deinen Baum wäre das irgendwann, wenn die Neutriebe im Außenbereich nur noch wenige Zentimeter lang sind, vielleicht auch eine Möglichkeit.
Du musst einfach probieren immer wieder und genau scauen, wie dein Baum reagiert.
Ich habe während der Entwicklung meines Baumes immer neidisch auf den Baum von oli.w. geschaut, der Anlagen ähnliche wie deiner hatte, aber es ist nun mal unsere Aufgabe als Pfleger die richtigen Maßnahmen für unsere Bäume zu finden. Über den Zaun schauen ist nicht nur erlaubt, auch erwünscht - dann probieren, studieren, abwägen und so findet man dann seinen Weg für seinen Baum.

Jetzt stellt sich das für mich ungleich schwieriger dar.
Irgendwann muss ich ja wieder das Astwerk weiter nach innen führen. Ich möchte zwar ein ausladendes Astwerk, aber auch das hat sein Grenzen.
Vermutlich werde ich es so machen, wie beim Perückenstrauch, und gleichmäßig den gesamten Baum einkürzen. Einfach weil ich bwfürchte, dass der alte Recke sonst wesentliche Partien einfach abstößt, weil ja über das verbleibende Astwerk ausreichend Knospen vorhanden sind.

Bis das bei deinem der Fall sein wird, geht vermutlich noch eine Menge Zeit ins Land.
Die Bäume sind einfach zu verschieden.
Es wird dir also wohl nichts anderes übrig bleiben, als immer wieder den Rückschnitt zu setzen. Das sollte bei deinem auch gut im Austrieb möglich sein. Die Umtopfintervalle möglichst lang halten. Der monspessulanum ist ein genügsamer Kerl. Schau dir seine natürlichen Habitate an, Überfluss ist da außer bei der Sonneneinstrahlung nicht zu erkennen.

Sorry, dass ich kein passendes Rezept schreiben konnte.
Norbert

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Re: Acer Monspessulanum

Beitrag von BenBonsai »

Danke für Deine ausführliche Antwort, Norbert.

Ein Rezept hatte ich gar nicht erwartet. Die Komplexität jedes Baumindividuums verbietet jegliche Pauschalität, und am Ende ist man wieder zurückgeworfen auf den eigenen Lernprozess. Der ist allerdings bei meinem Franzosen noch sehr kurz und die Routinen meiner anderen Pfleglinge müssen angepasst werden.

Mir ging es um Deine Abwägungen und Erfahrungen - und die habe ich mit Interesse gelesen. Da sind einige Anhaltspunkte dabei, die ich probieren werde.
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