Pre-Bonsai Acer buergerianum
Pre-Bonsai Acer buergerianum
Hallo zusammen,
nachdem der Online-Markt offenbar gerade sehr häufig "massiv gebaute" Dreispitzahorne anbietet, konnte ich nicht "Nein" sagen und habe zugeschlagen (vor über 10 Jahren gab es mal eine kleine Schwemme dicker Japanischer Scheinquitten ähnlichen Formats; wenn sie abverkauft sind, muss man Jahre auf vergleichbar günstige Bäume warten).
Dieser Ahorn ist natürlich noch kein Bonsai; er ist ein zurückgestutzter Feldkulturyamadori, der nun im zweiten Jahr austreibt. Aber die Stammbasis und die unteren 30cm des Stamms sind nun schon einmal da - und gefallen mir sehr - und ein Kronenaufbau mit zumindest halbwegs passenden Ästen und Zweigen ist nun ein Projekt der nächsten Jahre.
Für mich ist er ein Kandidat für einen "Märchenbaum" im Sinne Walter Palls. Er ist keine klassische japanische Schönheit, er hat Höhlen im Stamm, zahllose Macken und Dellen - und sieht ein bißchen so aus wie eine Platane in einem Park meiner Kindheit. In die Höhle an der Stammbasis kann ich einen kleinen Finger ganz hineinstecken, ohne dass ich auf der anderen Seite auf Holz treffe. Ich hoffe, in den nächsten Jahren mehr Höhlungen herstellen zu können. Vielleicht kann ich sogar dauerhaft eine Hohlstammform herstellen. Ein paar Spuren abgesägter alter Äste kann man im Kronenbereich spüren, der Baum ist nicht einfach oben horizontal abgesägt worden. Diese alten Äste würde ich gerne als "Eulenhöhlen" ausboren. Aber über diese Dinge denke ich erst in den nächsten Jahren nach. Im Winter, wenn das Laub abgefallen ist, schaue ich mal, welche Triebe künftig vielleicht zu Ästen werden können.
Mein Nick ist nicht umsonst "Immergrün", ich liebe auch im Winter einen grünen Baum. Erleichtert wurde diese Haltung jahrelang durch die spezifischen Kulturansprüche vor allem von Ahornen. Es ist leider so, dass ich 1978 meinen ersten Dreispitz erworben hatte. Damals gab es noch kein Internet, so gut wie keine Literatur und ich konnte mich nur auf die Angaben des Händlers und gärtnerisch begabter Menschen aus meinem Umfeld verlassen. Für japanische Ahorne galt damals pralle Sonne als Standard, so etwas wie Klimawandel gab es noch nicht. Selbst das Waldsterben der 80er Jahre war noch Zukunft. Mein Ahorn hat es nicht in der Schale geschafft, er wurde im Garten ausgepflanzt. Für mich war das Thema der Ahorne als Bonsai damit aber abgehakt. Dank des Klimawandels ist nun ein Halbschatten-Balkon in Wien zumindest im Sommer beinahe zwar zu heiß, aber immerhin hell genug.
Heute habe ich den Nudelsieb-Ahorn (sehr schön durchwurzelt) in eine Schale des Sponsors umgesetzt. An jeder Seite gab es 0,5cm Luft, unten 3cm. Ich mag die Farbe sehr und denke, dass sie gut zur Herbstfärbung passen wird. Ehrlich gesagt, finde ich die Schale ganz toll. Sie war die einzige cremefarbene, die ich online fand, in die ich den Ballen ohne "Umtopfen/Rückschnitt" einfach umsetzen konnte. Ich denke, dass der Baum nun ein paar Jahre in der Schale in Richtung Bonsai gestaltet werden kann. Mir gefällt er aus jeder Position, er hat für mich lauter "Vorderseiten", daher freue ich mich, dass die Schale rund ist und immer passend gedreht werden kann.
Für die Statistik: Der Baum hat eine Höhe - ohne Laub - von 58cm ab Schalenoberkante und einen mächtigen Stammansatz. Ich mag viele der Nebaris von Ahornen nicht, wenn sie aussehen wie eine Holzplatte, die breiter ist als der Baum hoch. Das ist bei den derzeitigen Proportionen nicht möglich (und in der tieferen Schale auch nicht zu erwarten). Er wirkt aber auf den Bildern leider kleiner in der Schale als er "in Wirklichkeit" ist. Diese Handyfotos verzerren offenbar etwas, aber ich habe extra nachgemessen. Die Schale hat einen Durchmesser von 44cm und ist 17cm hoch.
nachdem der Online-Markt offenbar gerade sehr häufig "massiv gebaute" Dreispitzahorne anbietet, konnte ich nicht "Nein" sagen und habe zugeschlagen (vor über 10 Jahren gab es mal eine kleine Schwemme dicker Japanischer Scheinquitten ähnlichen Formats; wenn sie abverkauft sind, muss man Jahre auf vergleichbar günstige Bäume warten).
Dieser Ahorn ist natürlich noch kein Bonsai; er ist ein zurückgestutzter Feldkulturyamadori, der nun im zweiten Jahr austreibt. Aber die Stammbasis und die unteren 30cm des Stamms sind nun schon einmal da - und gefallen mir sehr - und ein Kronenaufbau mit zumindest halbwegs passenden Ästen und Zweigen ist nun ein Projekt der nächsten Jahre.
Für mich ist er ein Kandidat für einen "Märchenbaum" im Sinne Walter Palls. Er ist keine klassische japanische Schönheit, er hat Höhlen im Stamm, zahllose Macken und Dellen - und sieht ein bißchen so aus wie eine Platane in einem Park meiner Kindheit. In die Höhle an der Stammbasis kann ich einen kleinen Finger ganz hineinstecken, ohne dass ich auf der anderen Seite auf Holz treffe. Ich hoffe, in den nächsten Jahren mehr Höhlungen herstellen zu können. Vielleicht kann ich sogar dauerhaft eine Hohlstammform herstellen. Ein paar Spuren abgesägter alter Äste kann man im Kronenbereich spüren, der Baum ist nicht einfach oben horizontal abgesägt worden. Diese alten Äste würde ich gerne als "Eulenhöhlen" ausboren. Aber über diese Dinge denke ich erst in den nächsten Jahren nach. Im Winter, wenn das Laub abgefallen ist, schaue ich mal, welche Triebe künftig vielleicht zu Ästen werden können.
Mein Nick ist nicht umsonst "Immergrün", ich liebe auch im Winter einen grünen Baum. Erleichtert wurde diese Haltung jahrelang durch die spezifischen Kulturansprüche vor allem von Ahornen. Es ist leider so, dass ich 1978 meinen ersten Dreispitz erworben hatte. Damals gab es noch kein Internet, so gut wie keine Literatur und ich konnte mich nur auf die Angaben des Händlers und gärtnerisch begabter Menschen aus meinem Umfeld verlassen. Für japanische Ahorne galt damals pralle Sonne als Standard, so etwas wie Klimawandel gab es noch nicht. Selbst das Waldsterben der 80er Jahre war noch Zukunft. Mein Ahorn hat es nicht in der Schale geschafft, er wurde im Garten ausgepflanzt. Für mich war das Thema der Ahorne als Bonsai damit aber abgehakt. Dank des Klimawandels ist nun ein Halbschatten-Balkon in Wien zumindest im Sommer beinahe zwar zu heiß, aber immerhin hell genug.
Heute habe ich den Nudelsieb-Ahorn (sehr schön durchwurzelt) in eine Schale des Sponsors umgesetzt. An jeder Seite gab es 0,5cm Luft, unten 3cm. Ich mag die Farbe sehr und denke, dass sie gut zur Herbstfärbung passen wird. Ehrlich gesagt, finde ich die Schale ganz toll. Sie war die einzige cremefarbene, die ich online fand, in die ich den Ballen ohne "Umtopfen/Rückschnitt" einfach umsetzen konnte. Ich denke, dass der Baum nun ein paar Jahre in der Schale in Richtung Bonsai gestaltet werden kann. Mir gefällt er aus jeder Position, er hat für mich lauter "Vorderseiten", daher freue ich mich, dass die Schale rund ist und immer passend gedreht werden kann.
Für die Statistik: Der Baum hat eine Höhe - ohne Laub - von 58cm ab Schalenoberkante und einen mächtigen Stammansatz. Ich mag viele der Nebaris von Ahornen nicht, wenn sie aussehen wie eine Holzplatte, die breiter ist als der Baum hoch. Das ist bei den derzeitigen Proportionen nicht möglich (und in der tieferen Schale auch nicht zu erwarten). Er wirkt aber auf den Bildern leider kleiner in der Schale als er "in Wirklichkeit" ist. Diese Handyfotos verzerren offenbar etwas, aber ich habe extra nachgemessen. Die Schale hat einen Durchmesser von 44cm und ist 17cm hoch.
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LIebe Grüße, Stefan
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Klasse, Stefan,
ich liebe solche urigen Bäume und deshalb natürlich auch den "Märchenbaumstil".
Bin gespannt, was du daraus machst.
Halte uns bitte auf dem Laufenden.
Liebe Grüße,
Barbara
ich liebe solche urigen Bäume und deshalb natürlich auch den "Märchenbaumstil".
Bin gespannt, was du daraus machst.
Halte uns bitte auf dem Laufenden.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
- MichaKirsch
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- Registriert: 07.03.2009, 21:32
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Hi, über die Schale würde ich nochmals nachdenken. Ich finde die gar nicht passend. Dieser massive Stamm braucht ein stabiles Fundament, ich hätte Angst, wenn ein Windstoß kommt, dass das Schälchen umkippt. Den Baum finde ich ganz gut, das ist sehr gutes Ausgangsmaterial. Ich werde gespannt mitlesen und schauen.
Grüße Michael
Grüße Michael
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
@Barbara: VIELEN DANK
@Michael: VIELEN DANK! Das Schälchen und der Baum können von mir gerade einmal so getragen werden. Er ist mein drittschwerster Baum. Das sieht leider auf den Bildern viel filigraner aus als mit bloßem Auge. Der Sturm, der diesen Baum umwirft, dürfte weit größere Schäden an den anderen Bäumen anrichten. Gerade die Shohins stelle ich aber immer weg, wenn es windet. Einmal hat auch eine Katze eine Kaskade umgeworfen. Ich bin vorsichtig geworden... Windbruch ist ebenso wie Spätfrost ein Albtraum für mich. Und ein dicker Katzenpo, der einen dringend benötigen Neuaustrieb mal eben so abrasiert, hat mir schon mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben. Der Katze kann man nicht böse sein. Und ich habe gelernt: Wenn man nicht schimpft, sind sie viel gelassener und bewegen sich viel langsamer. Das ist für die Bäume viel schonender, wenn sie vorsichtig um sie herumschleichen...
@Michael: VIELEN DANK! Das Schälchen und der Baum können von mir gerade einmal so getragen werden. Er ist mein drittschwerster Baum. Das sieht leider auf den Bildern viel filigraner aus als mit bloßem Auge. Der Sturm, der diesen Baum umwirft, dürfte weit größere Schäden an den anderen Bäumen anrichten. Gerade die Shohins stelle ich aber immer weg, wenn es windet. Einmal hat auch eine Katze eine Kaskade umgeworfen. Ich bin vorsichtig geworden... Windbruch ist ebenso wie Spätfrost ein Albtraum für mich. Und ein dicker Katzenpo, der einen dringend benötigen Neuaustrieb mal eben so abrasiert, hat mir schon mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben. Der Katze kann man nicht böse sein. Und ich habe gelernt: Wenn man nicht schimpft, sind sie viel gelassener und bewegen sich viel langsamer. Das ist für die Bäume viel schonender, wenn sie vorsichtig um sie herumschleichen...
LIebe Grüße, Stefan
- hopplamoebel
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Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Moin Stefan,
dieser Ahorn könnte auch in meinem Garten stehen. In den letzten Jahren habe ich immer wieder ähnliche Brocken ausgegraben und kultiviert. Einige habe ich verkauft und manche sind bei mir geblieben.
Dieser Baum wird Dir viel Spaß machen, denn wenn es ihm gut geht, treibt er ohne Ende und Du kannst viele Deiner Ideen umsetzen!
Zwei Dinge, die ich Dir mit auf den Weg geben möchte:
1. Totholz und Höhlen sind große Klasse und sehen an so einem Baum auch richtig authentisch aus - aber die andere Seite der Medaille ist, dass Pilze und Kellerasseln Totholz lieben und man sehr aufpassen muss, dass der Baum gesund bleibt
2. Die Äste im unteren Bereich würde ich mehrere Jahre durchtreiben lassen, um schneller Dickenwachstum hinzubekommen. Das sieht zwar lange nicht gut aus, aber sonst hat man überall am Baum die gleiche Aststärke
Viel Spaß und Erfolg mit dem Brummer,
woodman
dieser Ahorn könnte auch in meinem Garten stehen. In den letzten Jahren habe ich immer wieder ähnliche Brocken ausgegraben und kultiviert. Einige habe ich verkauft und manche sind bei mir geblieben.
Dieser Baum wird Dir viel Spaß machen, denn wenn es ihm gut geht, treibt er ohne Ende und Du kannst viele Deiner Ideen umsetzen!
Zwei Dinge, die ich Dir mit auf den Weg geben möchte:
1. Totholz und Höhlen sind große Klasse und sehen an so einem Baum auch richtig authentisch aus - aber die andere Seite der Medaille ist, dass Pilze und Kellerasseln Totholz lieben und man sehr aufpassen muss, dass der Baum gesund bleibt
2. Die Äste im unteren Bereich würde ich mehrere Jahre durchtreiben lassen, um schneller Dickenwachstum hinzubekommen. Das sieht zwar lange nicht gut aus, aber sonst hat man überall am Baum die gleiche Aststärke
Viel Spaß und Erfolg mit dem Brummer,
woodman
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
- hopplamoebel
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Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Ach ja:
und im Herbst dann bitte ein Bild ohne Blätter, damit man mehr von der Grundstruktur des Baums erkennen kann
und im Herbst dann bitte ein Bild ohne Blätter, damit man mehr von der Grundstruktur des Baums erkennen kann
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Danke, woodman! Ja, "untenrum" Durchtreiben lassen OHNE ENDE ist leider bei diesen Kloppern Pflicht.
Den Stamm finde ich einfach toll, weil er so verwüstet ist und so alt erscheint (er ist es nicht, aber er sieht eben so aus).
Doch nichts ist schlimmer aus als so belaubte Zahnstocher, die aus der Rinde schauen. Das passt gar nicht! Die Äste müssen einfach in Proportion passen.
Ja, auch ich bin schon gespannt auf den Herbst und mache gerne Bilder vom kahlen Stamm.
Und ja: Totholz bei Laubbäumen verpflichtet zur Umsicht! Da der Baum zum Glück vertikal aufgebaut ist, hoffe ich auf eine strukturelle Stabilität des Stamms auch bei größeren Hohlräumen.
Den Stamm finde ich einfach toll, weil er so verwüstet ist und so alt erscheint (er ist es nicht, aber er sieht eben so aus).
Doch nichts ist schlimmer aus als so belaubte Zahnstocher, die aus der Rinde schauen. Das passt gar nicht! Die Äste müssen einfach in Proportion passen.
Ja, auch ich bin schon gespannt auf den Herbst und mache gerne Bilder vom kahlen Stamm.
Und ja: Totholz bei Laubbäumen verpflichtet zur Umsicht! Da der Baum zum Glück vertikal aufgebaut ist, hoffe ich auf eine strukturelle Stabilität des Stamms auch bei größeren Hohlräumen.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Hallo Stefan,
ich finde den Stamm wirklich extrem kraftvoll . ganz grosse Klasse gratuliere zum Kauf. Als ebenfalls Wiener kann ich dir beim Thema Klimawandel nur zustimmen. Ich "bewirtschafte" einen Innenhof in Wien mit meinen Bonsaiversuchen, da würde ich aber gerne noch mehr Sonne haben. Ganz liebe Grüße Jens
ich finde den Stamm wirklich extrem kraftvoll . ganz grosse Klasse gratuliere zum Kauf. Als ebenfalls Wiener kann ich dir beim Thema Klimawandel nur zustimmen. Ich "bewirtschafte" einen Innenhof in Wien mit meinen Bonsaiversuchen, da würde ich aber gerne noch mehr Sonne haben. Ganz liebe Grüße Jens
Re: Pre-Bonsai Acer buergerianum
Hallo Jens,
Dankeschön! Ja, diese Wiener Innenhöfe! Wenn sich die Wände aufheizen, ist es glutheiß. Sonne kommt nur dann und wann. Ich wohne jetzt 15 Jahre in meiner Wohnung. Auf meinem Balkon gedeihen sehr gut: Eiben, Azaleen, Efeu, Lorbeer, Hainbuchen, Cotoneaster, Liguster, Crataegus, Feuerdorn. Also klassischer Halbschatten. Er ist romantisch verwildert mit wildem Wein. Da die Fassade gegenüber hell ist und die Sonne reflektiert, reichen den Ahornen und Prunus (und auch einem Erlen-Shohin) die knappen Sonnenstunden dem einen "supersonnigen" Platz offenbar aus. Zumindest zeigen sie massiven und gesunden Neuaustrieb. Und einen A. palmatum muss ich sogar etwas schattieren im Hochsommer. Vor über 10 Jahren hatte ich sogar mal Zitronen (C. medica) und Äpfel, ich denke, ich profitiere von "lichtem Schatten", hoher Luftfeuchte, leichter Belüftung und früher Wärme. Was gar nicht geht, sind Oliven. Da habe ich alles verschenkt. Eichen habe ich nicht mal mehr probiert. Und außer Eiben keine Nadelbäume, leider.
JEDER Standort zwingt einen dazu, auf die Pflanzen zu achten. Und ich liebe eben alle Pflanzen, denen es gut geht und die in diesem Mikroklima gedeihen.
Wien hat eigentlich ein tolles Klima! Es ist atlantisch, kontinental, immer mehr mediterran und natürlich lokal. Da kann man viel mit Bonsai machen, aber nicht alles leider. Ich wohne im 6. und du?
Dankeschön! Ja, diese Wiener Innenhöfe! Wenn sich die Wände aufheizen, ist es glutheiß. Sonne kommt nur dann und wann. Ich wohne jetzt 15 Jahre in meiner Wohnung. Auf meinem Balkon gedeihen sehr gut: Eiben, Azaleen, Efeu, Lorbeer, Hainbuchen, Cotoneaster, Liguster, Crataegus, Feuerdorn. Also klassischer Halbschatten. Er ist romantisch verwildert mit wildem Wein. Da die Fassade gegenüber hell ist und die Sonne reflektiert, reichen den Ahornen und Prunus (und auch einem Erlen-Shohin) die knappen Sonnenstunden dem einen "supersonnigen" Platz offenbar aus. Zumindest zeigen sie massiven und gesunden Neuaustrieb. Und einen A. palmatum muss ich sogar etwas schattieren im Hochsommer. Vor über 10 Jahren hatte ich sogar mal Zitronen (C. medica) und Äpfel, ich denke, ich profitiere von "lichtem Schatten", hoher Luftfeuchte, leichter Belüftung und früher Wärme. Was gar nicht geht, sind Oliven. Da habe ich alles verschenkt. Eichen habe ich nicht mal mehr probiert. Und außer Eiben keine Nadelbäume, leider.
JEDER Standort zwingt einen dazu, auf die Pflanzen zu achten. Und ich liebe eben alle Pflanzen, denen es gut geht und die in diesem Mikroklima gedeihen.
Wien hat eigentlich ein tolles Klima! Es ist atlantisch, kontinental, immer mehr mediterran und natürlich lokal. Da kann man viel mit Bonsai machen, aber nicht alles leider. Ich wohne im 6. und du?
LIebe Grüße, Stefan
