Birke von den Bonsaitagen
Birke von den Bonsaitagen
Hallo,
auf den bayerischen Bonsaitagen, konnte ich dieser Birke nicht widerstehen!
Ich war schon länger auf der Suche nach einer Birke. Sie sollte aber eine gewisse Ausdrucksstärke mit sich bringen.
Bei diesem Exemplar sehe ich das durch den breiten, zerklüfteten Stammansatz gegeben.
Eine für mich passende Schale, habe ich auf der Ausstellung von Christian Zagler ebenfalls mitgenommen.
Am Wochenende war das perfekte Wetter für die Umtopfaktion - Sonnenschein und darauffolgend Regen mit gemäßigten Temperaturen.
Die Äste wurden noch selektiert und etwas gedrahtet, um die Struktur für das kommende Jahr festzulegen.
Jetzt freue ich mich auf die weitere Entwicklung !!
auf den bayerischen Bonsaitagen, konnte ich dieser Birke nicht widerstehen!
Ich war schon länger auf der Suche nach einer Birke. Sie sollte aber eine gewisse Ausdrucksstärke mit sich bringen.
Bei diesem Exemplar sehe ich das durch den breiten, zerklüfteten Stammansatz gegeben.
Eine für mich passende Schale, habe ich auf der Ausstellung von Christian Zagler ebenfalls mitgenommen.
Am Wochenende war das perfekte Wetter für die Umtopfaktion - Sonnenschein und darauffolgend Regen mit gemäßigten Temperaturen.
Die Äste wurden noch selektiert und etwas gedrahtet, um die Struktur für das kommende Jahr festzulegen.
Jetzt freue ich mich auf die weitere Entwicklung !!
Gruß
Bernhard
Bernhard
-
Schorsch aus de Palz
- Beiträge: 9
- Registriert: 01.04.2019, 12:51
- Wohnort: Pfalz
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hallo,
eine sehr schöne Birke.
Mit (soweit ich das einschätzen kann) viel Potential.
Ich freue mich schon auf weitere Fotos zur Entwicklung.
Grüße
eine sehr schöne Birke.
Mit (soweit ich das einschätzen kann) viel Potential.
Ich freue mich schon auf weitere Fotos zur Entwicklung.
Grüße
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hallo Bernhard,
ich wünsche Dir erstmal viel Glück mit dem Baum.
Allerdings habe ich einige Bedenken, nachdem ich mich inzwischen von meinen Birken getrennt habe.
Die haben leider die sehr unangenehme Eigenschaft, völlig unmotiviert ganze Äste ab zu werfen. Das gilt insbesondere für jüngere Exemplare wie Deine, die ich so auf 12-15 Jahre schätze. Man sieht es ja auch schon an der abgestorbenen Spitze und einigen Ästen. Ich fürchte, der Verkäufer hatte seine Gründe. Den neuen Baum sofort um zu topfen und teilweise zu Drähten, ist zwar aus Gründen der Ungeduld nachvollziehbar, war aber aus pflegerischer Sicht nicht unbedingt klug.
Wie gesagt, trotzdem alles Gute,
LG, Lutz
ich wünsche Dir erstmal viel Glück mit dem Baum.
Allerdings habe ich einige Bedenken, nachdem ich mich inzwischen von meinen Birken getrennt habe.
Die haben leider die sehr unangenehme Eigenschaft, völlig unmotiviert ganze Äste ab zu werfen. Das gilt insbesondere für jüngere Exemplare wie Deine, die ich so auf 12-15 Jahre schätze. Man sieht es ja auch schon an der abgestorbenen Spitze und einigen Ästen. Ich fürchte, der Verkäufer hatte seine Gründe. Den neuen Baum sofort um zu topfen und teilweise zu Drähten, ist zwar aus Gründen der Ungeduld nachvollziehbar, war aber aus pflegerischer Sicht nicht unbedingt klug.
Wie gesagt, trotzdem alles Gute,
LG, Lutz
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hallo Lutz, danke für deinen Kommentar.
Ich bleib erst mal optimistisch und versuche mein Glück! Bin schon gespannt auf die Erfahrungen, die ich mit dem Baum machen werde!
Habe den Ballen nur soweit reduziert wie es für die Schale notwendig war, nicht komplett ausgewaschen inkl. Wurzelschnitt.
Ich bleib erst mal optimistisch und versuche mein Glück! Bin schon gespannt auf die Erfahrungen, die ich mit dem Baum machen werde!
Habe den Ballen nur soweit reduziert wie es für die Schale notwendig war, nicht komplett ausgewaschen inkl. Wurzelschnitt.
Gruß
Bernhard
Bernhard
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hallo Bernhard
Gratuliere zur Birke.
Birken finde ich toll, habe auch eine grössere und 4 kleinere.
Meine Erfahrung mit Birken deckt sich in etwa mit denen von Lutz, dass die jüngeren Birken gerne häufiger Äste abwerfen im Vergleich zu älteren Birken.
Birken brauchen immer genügend Wasser, Licht und Dünger, damit kann man dem Astabwurf etwas entgegenwirken.
Wenn ein Ast zuwenig Licht hat, denkt die Birke, brauch ich nicht mehr, also wirft sie den Ast ab.
Gleiches bei Wassermangel, da wirft sie die für sie unwichtigeren Äste ab..
Also immer genug Wasser geben, evtl. Unterteller im Hochsommer und Blätter auslichten.
Drahten immer mit Vorsicht, leicht angeknackter Ast gilt für Birken als beschädigt, wird also meisten auch abgeworfen.
Viel Spass mit der Birke
Gruss Manuela
Gratuliere zur Birke.
Birken finde ich toll, habe auch eine grössere und 4 kleinere.
Meine Erfahrung mit Birken deckt sich in etwa mit denen von Lutz, dass die jüngeren Birken gerne häufiger Äste abwerfen im Vergleich zu älteren Birken.
Birken brauchen immer genügend Wasser, Licht und Dünger, damit kann man dem Astabwurf etwas entgegenwirken.
Wenn ein Ast zuwenig Licht hat, denkt die Birke, brauch ich nicht mehr, also wirft sie den Ast ab.
Gleiches bei Wassermangel, da wirft sie die für sie unwichtigeren Äste ab..
Also immer genug Wasser geben, evtl. Unterteller im Hochsommer und Blätter auslichten.
Drahten immer mit Vorsicht, leicht angeknackter Ast gilt für Birken als beschädigt, wird also meisten auch abgeworfen.
Viel Spass mit der Birke
Gruss Manuela
- Lennart Rausch
- Beiträge: 474
- Registriert: 14.08.2023, 01:44
Re: Birke von den Bonsaitagen
klasse baum mit einer großen zukunft 
lg lennart
lg lennart
Zuletzt geändert von Lennart Rausch am 22.09.2025, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Birke von den Bonsaitagen
... super Prognose, Lennart. Sorry...
- Lennart Rausch
- Beiträge: 474
- Registriert: 14.08.2023, 01:44
Re: Birke von den Bonsaitagen
@Lutz Marx
sorry für deine frustration, oder wie jetzt?
sorry für deine frustration, oder wie jetzt?
Re: Birke von den Bonsaitagen
Klasse Baum sehe ich keinen. Ich sehe eine Rohling, mit dem man arbeiten kann. Der viel Arbeit und wahrscheinlich auch, hin und wieder, Frustration erzeugen wird.
Das ist für mich ein Baum, um diese Baumart mit ihren Eigenheiten kennenzulernen und die gewonnenen Erkenntnisse später an einem "klasse Baum" anzuwenden.
Das ist für mich ein Baum, um diese Baumart mit ihren Eigenheiten kennenzulernen und die gewonnenen Erkenntnisse später an einem "klasse Baum" anzuwenden.
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Re: Birke von den Bonsaitagen
Positiv bleiben bei einer Birke ist schon vorteilhaft.
Dünger und vor allem Licht auf ALLEN Ästen ist neben generell guter Pflege die wichtigste Vorraussetzung, um Astabwürfe zu vermeiden.
Wobei das 100%ig seltenst gelingt.
Schau doch mal da hinein bei Hermann Haas:
https://www.youtube.com/watch?v=mdjAMFbcs8A
https://www.youtube.com/watch?v=1iqAMKVRYd0
Sein Buch "Bonsai-Geschichten" von Hermann Haas wird Dir auch weiterhelfen.
Gruß
Rüdiger
Dünger und vor allem Licht auf ALLEN Ästen ist neben generell guter Pflege die wichtigste Vorraussetzung, um Astabwürfe zu vermeiden.
Wobei das 100%ig seltenst gelingt.
Schau doch mal da hinein bei Hermann Haas:
https://www.youtube.com/watch?v=mdjAMFbcs8A
https://www.youtube.com/watch?v=1iqAMKVRYd0
Sein Buch "Bonsai-Geschichten" von Hermann Haas wird Dir auch weiterhelfen.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: Birke von den Bonsaitagen
Positiv bleibe ich, keine Sorge!! :-)
Vielen Dank für die Links! Die habe ich bereits angeschaut.
Viele sind auch der Meinung, dass das vorsichtige Drahten im Frühjahr wegen des Saftflusses das Abwerfen der Äste minimiert.
Bin gespannt, was aus dem Baum noch so werden kann.
Vielen Dank für die Links! Die habe ich bereits angeschaut.
Viele sind auch der Meinung, dass das vorsichtige Drahten im Frühjahr wegen des Saftflusses das Abwerfen der Äste minimiert.
Bin gespannt, was aus dem Baum noch so werden kann.
Gruß
Bernhard
Bernhard
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hm,
viele sind oft so einiger Meinungen - meist ist es ratsam, sich an die zu halten, die aus Erfahrungen gelernt haben, und daher nicht mehr meinen müssen.
Hermann Haas ist da ein guter Berater im Bereich Birke. Und gerade er hat das Drahten von Birken, wenn man es denn will, im Herbst propagiert. in ein paar wenigen Wochen, wenn die Äste ihren Saftdruck verlieren, direkt nach dem Blattfall, sind die Birken am unempfindlichsten gegen Verbiegungen und erstaunlich flexibel; sogar Risse in der Rinde werden problemlos toleriert, solange es nicht "knack" macht, was schon einiges an Mühe brauchte.
Auch ich drahte meine Birken erfolgreich im November-Dezember und habe daran noch nie einen Ast verloren. Wichtiger ist, wie bereits hier erwähnt, die Lichtführung und, das fehlt noch, zu große Astschäden in inaktiven Phasen. Enge Schnitte bis nah an Saftbahnen bzw. weit in einen Ast hinein, wie man sie vielleicht gern bei Ahornen, Ulmen oder Buchen macht, um flache Wunden zu erhalten, sind tödlich für die Äste einer Birke - sie gibt diese Äste gern auf. Ich schneide deshalb und aufgrund von Pilzgefahr bei der Birke immer mit einem großzügigen Überstand und lasse Stümpfe, warte eine Wachstumsperiode ab und versäubere die alten Schnitte dann in der aktivsten Zeit, wenn sonst keine großen Arbeiten anliegen: Juni bis erste Hälfte Juli.
Zum Rohling: Natürlich ein lohnenswertes Stück, wenn alles gut geht. Ich würde viel auf Rückknospung und Vitalisierung arbeiten, nicht zu viel schneiden. Der kräftige obere Ast links wäre meine Stammfortführung/Auflösung. Jetzt im späten Herbst bekommt man den Astwinkel zum Stamm auch mit etwas Gummi zum Polstern und zwei, drei kräftigen Kabelbindern noch etwas steiler/natürlicher. Dann oben an diesem Ast keine Knopsen wegnehmen (nicht schneiden), den Ast oben rechts ganz wegnehmen und im restlichen Bereich des Baums mindestens die Terminalknospen abnehmen. Im kommende Jahr wird der Baum dann nach dem Abtrennen der für meine Begriffe verunglückten jetzigen Spitze (im Juni ! ) schon ganz anders wirken.
Das ist natürlich nur meine Meinung und keine allgemeine Weisheit. Es ist Dein Baum - ganz viel Spaß damit!
LG
Heinrich
viele sind oft so einiger Meinungen - meist ist es ratsam, sich an die zu halten, die aus Erfahrungen gelernt haben, und daher nicht mehr meinen müssen.
Hermann Haas ist da ein guter Berater im Bereich Birke. Und gerade er hat das Drahten von Birken, wenn man es denn will, im Herbst propagiert. in ein paar wenigen Wochen, wenn die Äste ihren Saftdruck verlieren, direkt nach dem Blattfall, sind die Birken am unempfindlichsten gegen Verbiegungen und erstaunlich flexibel; sogar Risse in der Rinde werden problemlos toleriert, solange es nicht "knack" macht, was schon einiges an Mühe brauchte.
Auch ich drahte meine Birken erfolgreich im November-Dezember und habe daran noch nie einen Ast verloren. Wichtiger ist, wie bereits hier erwähnt, die Lichtführung und, das fehlt noch, zu große Astschäden in inaktiven Phasen. Enge Schnitte bis nah an Saftbahnen bzw. weit in einen Ast hinein, wie man sie vielleicht gern bei Ahornen, Ulmen oder Buchen macht, um flache Wunden zu erhalten, sind tödlich für die Äste einer Birke - sie gibt diese Äste gern auf. Ich schneide deshalb und aufgrund von Pilzgefahr bei der Birke immer mit einem großzügigen Überstand und lasse Stümpfe, warte eine Wachstumsperiode ab und versäubere die alten Schnitte dann in der aktivsten Zeit, wenn sonst keine großen Arbeiten anliegen: Juni bis erste Hälfte Juli.
Zum Rohling: Natürlich ein lohnenswertes Stück, wenn alles gut geht. Ich würde viel auf Rückknospung und Vitalisierung arbeiten, nicht zu viel schneiden. Der kräftige obere Ast links wäre meine Stammfortführung/Auflösung. Jetzt im späten Herbst bekommt man den Astwinkel zum Stamm auch mit etwas Gummi zum Polstern und zwei, drei kräftigen Kabelbindern noch etwas steiler/natürlicher. Dann oben an diesem Ast keine Knopsen wegnehmen (nicht schneiden), den Ast oben rechts ganz wegnehmen und im restlichen Bereich des Baums mindestens die Terminalknospen abnehmen. Im kommende Jahr wird der Baum dann nach dem Abtrennen der für meine Begriffe verunglückten jetzigen Spitze (im Juni ! ) schon ganz anders wirken.
Das ist natürlich nur meine Meinung und keine allgemeine Weisheit. Es ist Dein Baum - ganz viel Spaß damit!
LG
Heinrich
Re: Birke von den Bonsaitagen
Hallo Heinrich,
vielen Dank für deine wertvollen Erfahrungen und Einschätzungen!
Ich werde die Schnitt- und Gestaltungszeiträume entsprechend berücksichtigen und weiter berichten.
Mit der Hakenzwinge werde ich vorsichtig versuchen, den oberen linken Ast noch etwas steiler zu stellen.
Das wäre auch meine favorisierte Stammfortführung. Nur hätte ich diese Arbeit eben im späten Frühjahr gemacht und nicht jetzt.
Na dann gibt´s doch noch was zu tun...
Bzgl. der Gesamtgestaltung werde ich erst mal abwarten was mir der Baum anbietet, wie er austreibt und ob er vital ist.
vielen Dank für deine wertvollen Erfahrungen und Einschätzungen!
Ich werde die Schnitt- und Gestaltungszeiträume entsprechend berücksichtigen und weiter berichten.
Mit der Hakenzwinge werde ich vorsichtig versuchen, den oberen linken Ast noch etwas steiler zu stellen.
Das wäre auch meine favorisierte Stammfortführung. Nur hätte ich diese Arbeit eben im späten Frühjahr gemacht und nicht jetzt.
Na dann gibt´s doch noch was zu tun...
Bzgl. der Gesamtgestaltung werde ich erst mal abwarten was mir der Baum anbietet, wie er austreibt und ob er vital ist.
Gruß
Bernhard
Bernhard
Re: Birke von den Bonsaitagen
Beherzige eben nur, dort jetzt nichts am Stamm zu schneiden/kappen/sägen. Das kommt dann nächstes Jahr.
