Lutz Marx hat geschrieben: 08.12.2023, 13:16
Dass der Ast polarisiert, ist mir völlig klar. Er polarisiert auch zu Recht. Er macht den Baum sicher nicht harmonischer, der Ansatz ist weniger stark als der vom nächsten Ast und ja, ich habe ihn wegen der Länge ganz schön zusammengefaltet Aber ich kann verstehen, dass man sagt, der Baum braucht diesen Ast nicht.
Andererseits ist es genau dieser Ast, der diesen eigentlich sehr einfachen Baum unter vielen anderen ähnlichen zu einem Unikat macht. Wenn ich ihn abnehme, wird der Baum harmonischer und vielleicht insgesamt tatsächlich stimmiger - aber nach meinem aktuellen Blick auch langweiliger.
Du gewöhnst Dich an ihn :)!
Vielleicht gibt es ja noch weitere Meinungen dazu?
LG, Lutz
Hallo Lutz
Das schöne ist, dass ich nicht entscheiden muß. Es ist Dein Baum und Du siehst ihn jeden Tag. Ich teile Dir meine Gedanken mit und bin gleichzeitig sicher, dass Du Dein Metier so gut beherrschst, dass Du die FÜR DICH richtige Entscheidung triffst. Ich werde, wenn Du den Baum weiter zeigst, den Baum weiter beobachten und dann werde ich sehen ob Du Dich entschließt den Ast zu entfernen oder ich den irgenwann gut finde. und wenn ich ihn weiter nicht gut finde ist es für mich auch okay. Ich finde es immer gut wenn sich jemand Gedanken zu etwas macht und sich dann entscheidet. Entscheiden ohne Reflektion finde ich schlimm. Daher ist für mich alles bestens. Weiter viel Spaß und so viel Erfolg mit Deinen Bäumen wie Du bis jetzt schon hast.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
den ersten Ast halte ich für unverzichtbar. In 2-3 Jahren, wenn die Grünmassen ausgeglichener und balancierter werden wird er sich hervorragend ins Gesamtbild einfügen. Der Baum hat das Zeug zu einem wirklich guten Literaten, finde ich.
Viele Grüße,
Marco
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wow, vielen Dank für das Virtual - das entspricht verblüffend perfekt dem, wie ich den Baum schon länger in der Zukunft sehe! Du verstehst mich halt, wie schön ! Ich hatte nach nochmals langer Betrachtung vorher schon für mich entschieden, bei meinem Weg zu bleiben. Danke für Deine Zeit und Mühen!
@Bernd: Ja, so macht das Diskutieren Freude, Danke für Deine Meinung!
...die Fichte habe ich dieses Jahr zurück geschnitten und vor einigen Wochen neu gedrahtet.
Ziel bleibt ein schlanker hoher Baum mit einer gewissen Eleganz. Dafür brauche ich weitere Rückknospung und Zeit. Gegenüber des ersten Astes ist eine Verdickung im Stamm, die werde ich versuchen durch ein kleineres Shari zu entschärfen. Ansonsten bin ich mit der Entwicklung aktuell ganz zufrieden.
LG, Lutz
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Lutz Marx hat geschrieben: 21.10.2024, 20:40Dafür brauche ich weitere Rückknospung und Zeit.
Daran wird sie dich messen. Ich schlage vor: sehr viel Tee besorgen, dem Baum zuschauen und ein, zwei Jahre vergehen lassen. Der Baum wird dagegen protestieren, dass du ihn extrem nach unten gedrahtet hast. Dann wird sich zeigen, ob du den Baum überzeugst oder der dich. Ihr werdet euch schon finden.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
Um die Gesundheit des Baumes im Kontext der herabgezogenen Äste mache ich mir aktuell wirklich keine Sorgen. Du hast ja in der bisherigen Doku mitbekommen, dass das über mehrere Jahre passiert ist. Stand heute ist der Baum gesundheitlich absolut fit und hat jede Menge starke Knospen für das nächste Jahr gemacht. Wenn Du doch Recht haben solltest, krieche ich zu Kreuze .
... Der Baum wird laaansam reifer. Die Schale ist noch nicht die endgültige. Der linke zentrale Ast wurde "übertrieben" nach unten gebogen. Dabei geht es mir ausschließlich um den Abgangswinkel vom Stamm, das unbefriedigende Zwischenergebnis muss ich jetzt ein bis zwei Jahre aushalten. Es wird den Baum langfristig deutlich voran bringen. Der untere rechts bleibt ohne jede weitere Diskussion dran .
LG, Lutz
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Also dass Du eine ausreichende Länge meines Schlauchs infrage stellst, ist ja schon ein starkes Stück . Nein, im Ernst, erstens ist das "schlauchlose" Stück Draht ja nicht in dem Bereich, wo viel Druck drauf ist und zweitens verwächst eingewachsener Draht bei Fichten und Kiefern sehr schnell wieder. Aber danke für Deine genaue Beobachtung.
... Die Fichte ist in ihre endgültige Schale gezogen. Im Prinzip ist der Baum fertig, er braucht weder dickere Äste, noch deutlich mehr Verzweigung etc. Aaaber: Der Baum soll in dieser Form erhalten werden und am besten ohne dickeren Draht. Das dauert wieder und ist mindestens genauso herausfordernd wie der Aufbau. Trotzdem, ich bin aktuell sehr zufrieden.
LG, Lutz
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HIhi, was mir gerade als erstes in den Sinn kam......"die Breakdancerin".
Die Bewegung finde ich gut. Das Top könnte etwas kürzer sein , in meinen "Bildschirmaugen"....
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
auch dieser Einwand leuchtet mir ein. Muss mal schauen, es ist nicht einfach, den oberen Teil kürzer zu machen. Evtl. Liegt der Eindruck auch daran, dass die Krone urprünglich mehr nach rechts angelegt war und ich sie nicht mehr in die Richtung nachgedrahtet habe. Ich denke nach .
ich vermute, dass der Eindruck dadurch entsteht, dass Du im Kronenbereich sehr viel Grünmasse hast, während die Äste sehr licht gestaltet sind.
Würdest Du die Krone auch ausdünnen, wäre die Wirkung eine andere.
Grüße,
woodman
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.