Zelkova Nire - 11 Jahre in Pflege
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
André, ich stimme dir da völlig zu, allerdings ist dieses Problem (wenn man den thread verfolgt) Andreas mindestens seit 2019 bekannt..
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
achim - ich denke schon, dass man das Zelkova nire nennen kann und die gibt es durchaus. Sie hat im Gegensatz zur «japanischen Ulme», die blöderweise auch eine korkige Rinde hat, etwas länglichere Blätter und eine schärfere Zähnung derselben. Aber das ist ziemlich egal, es sind botanisch alles Ulmen-Arten und in der Pflege unterscheiden sie sich nicht. (Einschub: Ich bin schon manchen sehr begabten Gärtnern begegnet, die keine Ahnung haben, WAS sie pflegen, aber viel genauer wissen, WIE man das macht als mancher Botaniker.)
Den Vergleich dieser gerade mal sechs Jahre gepflegten Ulme mit einem sicher gut vier- bis fünfmal so hohen, wesentlich älteren Baum sehe ich entspannt. «Rechnet» man den Ausstellungsbaum zurück, hat er wohl ähnlich angefangen wie der kleine Pflegling. Der Hinweis mit Stamm, Ästen Zweigen und Feinverzweigung stimmt schon, aber das muss sich ja irgendwie entwickeln. Hätte aduecker die ganze Zeit durchtreiben lassen, wäre da ein dünner Stamm mit zwei Meter langen Zweigen, was keine Ausgangslage ist.
Ich sehe bloss einen Haken, und zwar buchstäblich, das ist die Spitze. Die würde ich etwas zurückholen in die Vertikale, denn tatsächlich steht ja jetzt das Grüst eines Bonsai von morgen oder übermorgen. Weshalb ich aduecker frage, welchen Plan er hat für die angestrebte Höhe der Gestaltung. Alles andere finde ich ganz gut gemacht bisher.
Den Vergleich dieser gerade mal sechs Jahre gepflegten Ulme mit einem sicher gut vier- bis fünfmal so hohen, wesentlich älteren Baum sehe ich entspannt. «Rechnet» man den Ausstellungsbaum zurück, hat er wohl ähnlich angefangen wie der kleine Pflegling. Der Hinweis mit Stamm, Ästen Zweigen und Feinverzweigung stimmt schon, aber das muss sich ja irgendwie entwickeln. Hätte aduecker die ganze Zeit durchtreiben lassen, wäre da ein dünner Stamm mit zwei Meter langen Zweigen, was keine Ausgangslage ist.
Ich sehe bloss einen Haken, und zwar buchstäblich, das ist die Spitze. Die würde ich etwas zurückholen in die Vertikale, denn tatsächlich steht ja jetzt das Grüst eines Bonsai von morgen oder übermorgen. Weshalb ich aduecker frage, welchen Plan er hat für die angestrebte Höhe der Gestaltung. Alles andere finde ich ganz gut gemacht bisher.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
Je größer ein Bonsai ist, umso leichter scheint es mir, ihn "im Format" zu halten. Ab einer bestimmten Größe ist das Längenwachstum m.E. ästhetisch problemloser zu kontrollieren. Bei sehr kleinen Bäumen habe ich persönlich erheblich mehr Schwierigkeiten, das normale Wachstum und eine halbwegs zum Format passende Gestaltung zusammenzubringen. "Shohins" sind bei mir daher eigentlich nicht (mehr) zu finden, außer es handelt sich um sehr schwachwüchsige Bäume... Ein ästhetisch gelungener, ausdruckstarker und alter Shohin ist ein Kunstwerk und wird von mir sehr bewundert. Denn so etwas gelingt mir einfach nicht, fürchte ich.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
Danke für die rege Diskussion und die Meinungen.
Da ich meine Bonsai ohne all zu viel Draht entwickle, muss ich natürlich auch mehr ungeeignete Äste wegschneiden, als wenn ich diese in Form drahten würde.
Ausserdem bin ich selbstverständlich kein Bonsai-Meister, die gibt es wohl auch nur in Japan und ein paar wenige im Rest der Welt.
Ich schneide die Äste meiner Bäume meist auf zwei Blätter zurück. Deshalb geht es meist zwei Schritte nach vorne und einen nach hinten --> langsamer Aufbau.
Die Bezeichnung habe ich von Enger übernommen, das war die damalige Verkaufsbezeichnung - Damit gebe ich mich - wohlwissend, das die sehr wahrscheinlich falsch ist - zufrieden.
die Spitze stöhrt mich selbst ein wenig, da werde ich demnächst handeln - also wieder einmal zurückschneiden.
Für mich ist die "Endhöhe" des Baums erreicht, ab jetzt soll er mehr oder weniger so bleiben - heisst wohl, er nimmt ab jetzt nur noch in Milimeter-Schritten mehr an Höhe zu.
Da ich meine Bonsai ohne all zu viel Draht entwickle, muss ich natürlich auch mehr ungeeignete Äste wegschneiden, als wenn ich diese in Form drahten würde.
Ausserdem bin ich selbstverständlich kein Bonsai-Meister, die gibt es wohl auch nur in Japan und ein paar wenige im Rest der Welt.
Ich schneide die Äste meiner Bäume meist auf zwei Blätter zurück. Deshalb geht es meist zwei Schritte nach vorne und einen nach hinten --> langsamer Aufbau.
Die Bezeichnung habe ich von Enger übernommen, das war die damalige Verkaufsbezeichnung - Damit gebe ich mich - wohlwissend, das die sehr wahrscheinlich falsch ist - zufrieden.
die Spitze stöhrt mich selbst ein wenig, da werde ich demnächst handeln - also wieder einmal zurückschneiden.
Für mich ist die "Endhöhe" des Baums erreicht, ab jetzt soll er mehr oder weniger so bleiben - heisst wohl, er nimmt ab jetzt nur noch in Milimeter-Schritten mehr an Höhe zu.
… einen schönen Gruß ausm Remstal.
Andreas
Andreas
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
aduecker - vielleicht ist der Entscheid, die Höhe sei erreicht, ein momentaner. Ich kann mir sehr gut rund um das Gerüst, das vorliegt, eine Krone denken, die den Durchmesser verdoppelt. Aber es ist dein Baum.
Zum Schneiden: Du hast selbst so nebenbei eine wichtige Eigenschaft von Ulmen dieser Art erwähnt, die üppige Rückknospung. Da kannst du problemlos auch mal die eine oder andere Knospe austreiben lassen. Dann siehst du, was das werden könnte. Wegknipsen kann man das auch nach einem Jahr. Manchmal bringt einem der Baum auf gute Ideen.
Die Spitze würde ich ausnahmsweise drahten. Ich mache das auch bloss selten, sonst spanne ich lieber ab oder schneide «formorientiert». Letzteres hiesse, ganz gezielt die Knospen austreiben zu lassen, die in die gewünschte Richtung wachsen. Alles andere kommt weg. Ersteres bringt - sorgfältig ausgeführt - schnellere Resultate. Deine Wahl.
Zum Schneiden: Du hast selbst so nebenbei eine wichtige Eigenschaft von Ulmen dieser Art erwähnt, die üppige Rückknospung. Da kannst du problemlos auch mal die eine oder andere Knospe austreiben lassen. Dann siehst du, was das werden könnte. Wegknipsen kann man das auch nach einem Jahr. Manchmal bringt einem der Baum auf gute Ideen.
Die Spitze würde ich ausnahmsweise drahten. Ich mache das auch bloss selten, sonst spanne ich lieber ab oder schneide «formorientiert». Letzteres hiesse, ganz gezielt die Knospen austreiben zu lassen, die in die gewünschte Richtung wachsen. Alles andere kommt weg. Ersteres bringt - sorgfältig ausgeführt - schnellere Resultate. Deine Wahl.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Zelkova Nire - 6 Jahre in Pflege
Herbstupdate
Außer schneiden und giessen nix passiert.
Außer schneiden und giessen nix passiert.
- Dateianhänge
-
- IMG_20251009_104216.jpg (100.37 KiB) 1618 mal betrachtet
-
- IMG_20251009_104220.jpg (121.3 KiB) 1618 mal betrachtet
-
- IMG_20251009_104224.jpg (122.67 KiB) 1618 mal betrachtet
-
- IMG_20251009_104228.jpg (119.83 KiB) 1618 mal betrachtet
… einen schönen Gruß ausm Remstal.
Andreas
Andreas
Re: Zelkova Nire - 11 Jahre in Pflege
Habe den Titel geändert, weil er jetzt 11 Jahre in meinem Besitz ist.
… einen schönen Gruß ausm Remstal.
Andreas
Andreas
