Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

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fliegenwippi
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Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

Liebe Forumsmitglieder,

ich möchte Euch heute meinen Neuzugang vorstellen, eine orientalische Hainbuche aus Kroatien mit viel Potential, wie ich denke. Sie wurde 2022 ausgegraben und heuer in eine kleinere Trainingsschale umgetopft. Wie ich den Baum dann in Zukunft mit endgültiger Schale hochheben soll, weiß ich noch nicht, er ist jetzt schon schwer genug.

Es gibt mehrere Optionen in Bezug auf die Vorderseite, wahrscheinlich werde ich beim nächsten Umtopfen den Baum in Richtung Betrachter neigen, da kommt das Nebari besser zur Geltung. Die Rückkürzungen der langen Stämme wurden gefräst und mit dem Bunsenbrenner nachbearbeitet, jetzt darf Sie mal voll durchtreiben und wird im Herbst nach dem Blattfall erstmalig gedrahtet. Über die weitere Entwicklung werde ich hier berichten

Was denkt Ihr in Bezug auf Vorderseite und weitere Gestaltungsideen ? Soll ich einen der hinteren Substämme noch weiter einkürzen ?

Lg Markus
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hopplamoebel
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von hopplamoebel »

Moin,

interessantes, aber auch schwieriges Material!!!

Meine 2D-Gedanken zu dem Baum sind folgende (ausgehend vom letzten Bild):
Den rechten, zur Zeit höchsten Substamm, auf den dicken ersten Ast absetzen. Das ist sicherlich eine radikale Maßnahme, aber sie löst 2 Probleme. Erstens entspringt dann der höchste Substamm nicht mehr der Seitenlinie, sondern befindet sich im Hauptbereich des Baums.
Zweitens wirst Du mit der knubbeligen Spitze, die dieser Ast aufweist nie richtig glücklich werden - dann lieber gleich am Anfang reduzieren und aus dem verbliebenen Ast eine schöne neue rechte Seite aufbauen.
Zweite Maßnahme wäre, den kreuzenden Substamm, der vor dem schönen Hauptstamm liegt, zu entfernen.
Dann noch die 3 verbliebenen Substämme, die nach oben wachsen, so in der Höhe reduzieren, dass der dickste der längste ist und die anderen eine bzw. 2 Etagen kürzer werden.
Die ganze Maßnahme ist radikal und funktioniert auch nur, wenn der Baum fit genug ist. Evtl. muss danach auch die Pflanzposition noch verändert werden.

Danach hättest Du aus meiner Sicht die Ausgangsbasis für die zukünftige Gestaltung.

Wie schon erwähnt, kann sich in 3D die Gesamtsituation von Substämmen und Ästen auch ganz anders darstellen, als ich sie hier vermute ...

Viel Erfolg mit dem tollen Baum und gerne noch andere Meinungen einholen,
woodman
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Immergrün
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von Immergrün »

Mir gefällt die Hainbuche sehr. Allerdings würde ich sie noch jahrelang durchtreiben lassen, da mir die Zweige an den Ästen derzeit zu dünn sind. Da ja nach WP immer auch mal irgendwann irgendwelche Äste einfach so absterben und deshalb erst einmal alles wachsen soll, würde ich mir Fragen der Gestaltung erst in einigen Jahren stellen.

(Aber du hast sie ja schon in eine Schale gesetzt und willst loslegen. Da bekommst du hier sicher eine Menge Hinweise mit konkreten Vorschlägen. Und für viele ist es ja auch ein Ziel, die Verzweigung vor der Verdickung zu sichern. Vor allem, wenn sonst die Internodien zu groß werden.)

Wenn eine Hainbuche so schwer ist, dass man sie nicht mehr alleine einfach so bewegen kann, ist das m.E. ein guter Schutz vor einem Diebstahl durch Nicht-Experten. Bei uns in der Gartenanlage klauen die zum Glück immer nur Metallzeugs, aber schwere Bonsai in Kübeln finde ich da immer sehr beruhigend. Gerät man an einen Experten, ist das natürlich kein Schutz.
LIebe Grüße, Stefan
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fliegenwippi
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

Lieber Woodman, lieber Stefan

vielen Dank für Eure Antworten.

Das Kürzen des rechten Substammes ist aus 3D Sicht für mich derzeit keine wirkliche Option, das würde dem Baum die Seele nehmen, den Knubbel oben werde ich auf jedenfall noch rückkürzen und ausdünnen um eine Verjüngung zu erreichen, die anderen Substämme müssen ebenfalls noch überarbeitet werden.

Ein Hauptansatz ist die unterschiedlichen Stammhöhen durch Änderung der Pflanzposition zu erreichen, andererseits drängt sich die Frage auf, ob ich den vordersten entfernen muss um die Grundstruktur festzusetzen. Der Plan ist dies nächstes Jahr in Angriff zu nehmen, wenn der Baum voller Vitalität ist und dtl. Zuwachs bekommen hat. Die linken untersten Äste passen auch noch nicht stimmig in das Gesamtbild, wahrscheinlich werd ich den vordersten noch einkürzen.

Lg
Markus
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fliegenwippi
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

*updated*

Liebe Forumsgemeinde, hier nun ein Update nach der ersten Gestaltungsrunde, der Zuwachs heuer war enorm durch tgl. Bewässerungsdüngung sodass ich die ersten Gestaltungsmassnahmen im Herbst durchführen konnte. Mal sehen wie es in der Entwicklung weitergeht, für Gedanken und Kritik bin ich wie immer offen.

Lg

Markus
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YungKonrad
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von YungKonrad »

Gefällt mir sehr gut, der Baum hat durch das Drahten visuell einen riesen Sprung gemacht!
Lutz Marx
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von Lutz Marx »

Hallo Markus,

Du schreibst, dass Du großes Potenzial in dem Baum siehst.
Worin besteht dieses aus Deiner Sicht? Ich persönlich sehe einen ganz schwierigen Baum, aus dem man über einige Jahre sicher mal einen einigermaßen vernünftigen Bonsai machen kann, aber ein großes Potenzial erschließt sich mir erstmal so gar nicht. Ich finde sowohl den Ansatz als auch die Verteilung und Richtungen der Substämme gelinde gesagt problematisch.

LG, Lutz
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fliegenwippi
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

Lieber Lutz,

vielen Dan für deine Nachricht. Es macht doch nichts wenn du in diesem Material kein Potential siehst, es ist sicher kein einfaches Material und aus 2D-Sicht sicherlich noch weniger einfach. Ich hab den Baum einfach mal gezeigt und jeder der etwas konstruktives Schreiben und beitragen möchte ist dazu herzlich eingeladen. Wenn es immer einfach wäre könnte es ja jeder und noch dazu leicht machen.

Lg
Markus
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BenBonsai
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von BenBonsai »

Ein sehr anspruchsvoller Baum, im Bild kaum zu lesen. Wenn Du den Baum ein Jahrzehnt weiterdenkst, müssten die Schnitte tiefer ansetzen, finde ich. Eine Vision habe ich nach langem Ansehen nicht wirklich entwickeln können, mich beschäftigte dennoch die Frage, ob möglicherweise die Problemstellen etwas entschärft werden könnten.
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Lennart Rausch
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von Lennart Rausch »

hallo markus,
dein ungetüm gefällt mir richtig gut, besonders die gekippte seite :)

lg lennart
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fliegenwippi
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von Immergrün »

Der Baum gefällt mir.
Bei den Orientalischen Hainbuchen-Yamadori ist das Material sehr oft sehr schwierig und m.E. zeigen die Bonsai auch eine charakteristische Erscheinungsweise. Ich denke, dass ist das, was du auch als "Potential" bezeichnest. Mir gefällt so ein Baum, da ich nicht auf gefällige, typische Bäume stehe. Sperrige Formen, schwieriges Material, das mich zum Nach- und Umdenken zwingt, schätze ich viel mehr. Diesen Baum kann ich mir problemlos unter mediterraner Sonne vorstellen.
(Ich habe selbst eine monströse C. orientalis, an die ich mich noch gar nicht ranwage, da ich noch keinen Plan habe. Außer "durchtreiben lassen" für ein, zwei Jahre...Aber jedes gelungene Beispiel, so wie deines, macht mir Mut.)
LIebe Grüße, Stefan
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fliegenwippi
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von fliegenwippi »

Lieber Stefan,

vielen Dank für deinen Zuspruch, sowas macht mir immer Mu. Aktuell steht der BAum in einer Schale von Horst Heinzlreiter, die ca. 70cm Breite misst. Ich finde sie sehr gelungen für diesen Baum, der Noppenfries am Schalenfuß ist ein extra Gimmick, das mir besonders gefällt, ganz zu Schweigen von der Glasur, was ja Horst seine Sepzialität ist.
Im Herbst hab ich noch 2 Stämme eingekürzt, da diese kerzengerade waren und wenig Bewegung zeigten. Beid en Stümpfen werd ich noch einige Totholzarbeiten durchführen müssen, das mache ich aber wenn ein Kallus zu sehen ist. Ich möchte in diesem Bereich eher ein natürliches Totholz im Sinne eines Lochs bzw. ausgehölten Stamms nachempfinden.

Die Krone darf natürlich weiterhin wachsen und soll sich mehr auf die linke Seite ausbilden, dort wo ich die Äste an Länge etwas belassen habe, aktuell ist die Krone zu rund und symmetrisch wenn man die Seiten betrachtet. Generell ist die Hauptbewegung der Substämme nach links gerichtet. Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell das Wachstum der orientalischen Hainbuchen voranschreitet und wie die Entwicklung in so kurzer Zeit vorangeht.

Liebe Grüße

Markus
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Re: Dicke Orientalische Hainbuche - Elefantenfuß

Beitrag von Immergrün »

Ja, mit dem Wachstum hast du recht - und es zeigt, dass es dem Baum bei dir gutgeht. Denn nur ein gesunder Baum zeigt diese Dynamik!
Ich freue mich schon auf die weitere Entwicklung!
LIebe Grüße, Stefan
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