Hallo,
ich bin gerade dabei, meinen Ahorn zu pinzieren. Dabei erhoffe ich mir, dass die Internodien kurz bleiben. Ist dem so, wenn ich die Triebspitzen entferne, dass dadurch die Abstände der einzelnen Nodien geringer bleiben, oder wächst der Zweig trotz entfernter Triebspitze einfach weiter? Es geht mir lediglich um die Abstände, bei meiner Frage. Nicht um eine Feinverzweigung, und so weiter. Leider hatte ich in einer Facebookgruppe keine Antwort, auf die genau diese Frage bekommen. Vielleicht ist sie von mir auch zu umständlich formuliert.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es an manchen Zweigen solch flachstielige "Deckblätter" gibt und erst danach die mit den runden Blattstielen kommen. Entferne ich den Trieb am 1. oder 2. eingezeichneten Schnitt?
Pinzieren meines Ahorns
Pinzieren meines Ahorns
Zuletzt geändert von janosh am 25.03.2026, 22:00, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Pinzieren meines Ahorns
Zum Pinzieren bei Ahornen gibt es leider keine kurze Standardantwort, da hierzu sehr unterschiedliche Haltungen und Philosophien existieren.
Meiner Erfahrung nach bedeutet das Pinzieren vor allem eine Schwächung für den Baum. Ich steuere die Internodienlänge daher lieber über den Rückschnitt und verzichte auf Düngung während des Austriebs. Auch kältere Temperaturen beim Austrieb können hier – sofern steuerbar – unterstützend wirken.
Da es dazu aber viele verschiedene Ansätze gibt, empfehle ich dir, die Suchfunktion im Forum und weitere Quellen zu nutzen, um die verschiedenen Meinungen für deinen eigenen Weg abzuwägen.
Meiner Erfahrung nach bedeutet das Pinzieren vor allem eine Schwächung für den Baum. Ich steuere die Internodienlänge daher lieber über den Rückschnitt und verzichte auf Düngung während des Austriebs. Auch kältere Temperaturen beim Austrieb können hier – sofern steuerbar – unterstützend wirken.
Da es dazu aber viele verschiedene Ansätze gibt, empfehle ich dir, die Suchfunktion im Forum und weitere Quellen zu nutzen, um die verschiedenen Meinungen für deinen eigenen Weg abzuwägen.
Re: Pinzieren meines Ahorns
...da stimme ich dem Ben voll zu, wollte fast das selbe schreiben. Ich würde noch hinzufügen wollen, dass Pinzieren erst bei reiferen Bäumen diskussionswürdig wird...
LG, Lutz
LG, Lutz
Re: Pinzieren meines Ahorns
Ich schließe mich Ben und Lutz an. Aus anderen Threads habe ich Bilder deiner Bäume gesehen, denen ich einfach mal ein, zwei Jahre vollständige Ruhe gönnen würde. Je mehr sie wachsen, umso besser kann man auch mal zurückschneiden. Aber der Pflegedruck bei deinen Bäumen schwächt sie m.E. viel zu sehr. Damit kann man sich einen Baum auch kaputtmachen.
Zuletzt geändert von Immergrün am 25.03.2026, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Pinzieren meines Ahorns
Auch bei Shohin oder Mame Bäumen? Wenn solch eine Internodie erst einmal ausgewachsen ist und es keine weiteren Kontenpunkte gibt, auf die ich sie zurückschneiden könnte?Lutz Marx hat geschrieben: 25.03.2026, 17:53 ...da stimme ich dem Ben voll zu, wollte fast das selbe schreiben. Ich würde noch hinzufügen wollen, dass Pinzieren erst bei reiferen Bäumen diskussionswürdig wird...
LG, Lutz
Re: Pinzieren meines Ahorns
Gibt es denn einen Unterschied zwischen den beiden vermutlich unterschiedlichen Blattarten, die ich irgendwie versucht habe zu erklären und bei welchem würde man Pinzieren?BenBonsai hat geschrieben: 25.03.2026, 17:39 Zum Pinzieren bei Ahornen gibt es leider keine kurze Standardantwort, da hierzu sehr unterschiedliche Haltungen und Philosophien existieren.
Meiner Erfahrung nach bedeutet das Pinzieren vor allem eine Schwächung für den Baum. Ich steuere die Internodienlänge daher lieber über den Rückschnitt und verzichte auf Düngung während des Austriebs. Auch kältere Temperaturen beim Austrieb können hier – sofern steuerbar – unterstützend wirken.
Da es dazu aber viele verschiedene Ansätze gibt, empfehle ich dir, die Suchfunktion im Forum und weitere Quellen zu nutzen, um die verschiedenen Meinungen für deinen eigenen Weg abzuwägen.
Re: Pinzieren meines Ahorns
Aber wie soll ich sonst einen Shohin oder Mame gestalten, wenn ich ihn erstmal ungebremst wachsen lasse und die Zweige dann mitunter so lang geworden sind und keine Knotenpunkte haben, auf die ich zurück kürzen könnte?Immergrün hat geschrieben: 25.03.2026, 19:07 Ich schließe mich Ben und Lutz an. Aus anderen Threads habe ich Bilder deiner Bäume gesehen, denen ich einfach mal ein, zwei Jahre vollständige Ruhe gönnen würde. Je mehr sie wachsen, umso besser kann man auch mal zurückschneiden. Aber der Pflegedruck bei deinen Bäumen schwächt sie m.E. viel zu sehr. Damit kann man sich einen Baum auch kaputtmachen.
Re: Pinzieren meines Ahorns
Bin zudem auch gerade dazu übergegangen, einige meine Minibäumchen wieder in etwas größere Aufzuchtsschalen zu pflanzen, damit sie darin erstmal in Ruhe durchtreiben können und so eventuell auch dickere Stämme bekommen.Immergrün hat geschrieben: 25.03.2026, 19:07 Ich schließe mich Ben und Lutz an. Aus anderen Threads habe ich Bilder deiner Bäume gesehen, denen ich einfach mal ein, zwei Jahre vollständige Ruhe gönnen würde. Je mehr sie wachsen, umso besser kann man auch mal zurückschneiden. Aber der Pflegedruck bei deinen Bäumen schwächt sie m.E. viel zu sehr. Damit kann man sich einen Baum auch kaputtmachen.
- Dirk K. aus L.
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Re: Pinzieren meines Ahorns
Ein sehr kluger Einwand!janosh hat geschrieben: 25.03.2026, 19:20Aber wie soll ich sonst einen Shohin oder Mame gestalten, wenn ich ihn erstmal ungebremst wachsen lasse und die Zweige dann mitunter so lang geworden sind und keine Knotenpunkte haben, auf die ich zurück kürzen könnte?Immergrün hat geschrieben: 25.03.2026, 19:07 Ich schließe mich Ben und Lutz an. Aus anderen Threads habe ich Bilder deiner Bäume gesehen, denen ich einfach mal ein, zwei Jahre vollständige Ruhe gönnen würde. Je mehr sie wachsen, umso besser kann man auch mal zurückschneiden. Aber der Pflegedruck bei deinen Bäumen schwächt sie m.E. viel zu sehr. Damit kann man sich einen Baum auch kaputtmachen.
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
