Hallo zusammen,
ich habe mir letztes Jahr kurz vor dem Winter günstig unter anderem einen chinesischen Wacholder bei Obi geholt.
Ich fand, dass er schon eine gute Form hatte.
Meine erste Idee war/ist, ihn zur einer Halbkaskade zu entwickeln.
Allerdings ist das Zukunftsmusik.
Da der Topf leider zerstört ist, möchte ich die Gelegenheit beim Schopf packen und Ihn umtopfen und dabei auch gleich in ein vernünftiges Substrat setzen.
Ich hatte als erstes Gefäß einen Teichplanzkorb oder ähnliches im Sinn.
Jetzt hatte in diesem Forum schon etwas gestöbert und auch einige Youtube-Kanäle konsumiert.
Eine der öfter geäußerten Kommentare war, dass man einem Nadelgewächs immer nur eine Gemeinheit antun soll.
Allerdings eben auch der Kommentar, wenn Wurzelschnitt muss auch einiges Grün fallen, damit die reduzierten Wurzeln ausreichen, um den Baum zu versorgen.
Wie also vorgehen?
Anbei noch ein paar Foto's der besagten Pflanze:
Ich hatte überlegt, den Baum vor den Fotos noch auszuputzen, also die Äste zu entfernen, die offensichtlich wegmüssen weil es eh zu viele am Baum sind, sie teilweise der mickrig und teilweise auch viel zu Bodennah sind.
Aber ich warte erstmal ab, was mir hier geraten wird.
Letztlich sind selbst die Äste, die am Ende keine Rolle bei der Baumgestaltung spielen vielleicht wichtig, um Dickenwachstum des Stamms zu generieren. Bezüglich des Substrats habe ich derzeit eine Mischung aus Bims und Vulkangestein. Ich werde da noch Akadama bzw. Kiryu dazu mischen denke ich.
Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
- Sebastian O
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- Registriert: 14.06.2008, 06:49
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Hallo Kay,
bevor Dir gar niemand antwortet, schreibe ich Dir, obwohl ich mich mit Wacholdern eigentlich gar nicht so gut auskenne. Ich würde Dir raten, den Wacholder jetzt in ein relativ großes Gefäß umzutopfen, gerne einen Teichpflanzkorb oder ähnliches. Akadama, Bims und Lava hört sich gut an. Dann warte ab und wenn der Wacholder weiter gut austreibt und gesund ist, kannst Du düngen. Ansonsten würde ich dieses Jahr dann nichts mehr machen. 2027, nachdem der erste Austrieb gut und kräftig stattgefunden hat, kannst Du die stärksten Triebe einkürzen und die schwächsten Zweige entfernen.
VG
Sebastian
bevor Dir gar niemand antwortet, schreibe ich Dir, obwohl ich mich mit Wacholdern eigentlich gar nicht so gut auskenne. Ich würde Dir raten, den Wacholder jetzt in ein relativ großes Gefäß umzutopfen, gerne einen Teichpflanzkorb oder ähnliches. Akadama, Bims und Lava hört sich gut an. Dann warte ab und wenn der Wacholder weiter gut austreibt und gesund ist, kannst Du düngen. Ansonsten würde ich dieses Jahr dann nichts mehr machen. 2027, nachdem der erste Austrieb gut und kräftig stattgefunden hat, kannst Du die stärksten Triebe einkürzen und die schwächsten Zweige entfernen.
VG
Sebastian
LG
Sebastian
Sebastian
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Vielen Dank.
Also Umtopfen = Wurzelschnitt?
Also Umtopfen = Wurzelschnitt?
- Sebastian O
- Freundeskreis
- Beiträge: 467
- Registriert: 14.06.2008, 06:49
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Ich würde mit einem Stäbchen ca. die Hälfte der alten Erde entfernen und sonst nichts groß an den Wurzeln machen. Dein Ziel ist ja Dickenwachstum (oder?). Der TPK sollte also ein gutes Stück größer sein als der aktuelle Plastiktopf und die Wurzeln sollten auch ohne Schnitt genug Platz im neuen Zuhause haben. Nur wenn die jetzt extrem lang sein sollten uns sich schon mehrmals um den Ballen winden, kannst Du die größten und dicksten zurückschneiden. Aber weniger ist hier mehr, wirklich nur die zwei drei längsten und dicksten so kappen, dass er dann gut Platz im TPK hat. Hier ist ein Video, in dem Du sehen kannst, wie sowas gemacht wird. Ich weiß nicht, wie Dein Englisch ist, aber sollte auch ohne Worte ganz hilfreich sein.
https://youtu.be/I7Tp35g8uZI?t=396
Wenn Du das dann gemacht hast und der Baum Dir zeigt, dass er es gut weggesteckt hat und bereit ist, in neues Wachstum zu investieren, kannst Du mit Dünger beginnen und den Baum die nächsten Jahre mästen.
https://youtu.be/I7Tp35g8uZI?t=396
Wenn Du das dann gemacht hast und der Baum Dir zeigt, dass er es gut weggesteckt hat und bereit ist, in neues Wachstum zu investieren, kannst Du mit Dünger beginnen und den Baum die nächsten Jahre mästen.
LG
Sebastian
Sebastian
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Vielen Dank.
Ja, Dickenwachstum ist das, was ich möchte.
Ich bin mir noch nicht ganz bezüglich des Düngers sicher aber ich habe Hornspäne da, die sollten eigentlich passen.
Ja, Dickenwachstum ist das, was ich möchte.
Ich bin mir noch nicht ganz bezüglich des Düngers sicher aber ich habe Hornspäne da, die sollten eigentlich passen.
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Also beim ersten Umtopfen sind Hornspäne sicher ok. Wenn er denn einmal in der Schale etabliert ist, würde ich auf organischen Flüssigdünger oder einen Dünger wechseln, der sich beim Gießen auflöst.
Hornspäne brauchen Bodenorganismen, die sie zersetzen, und sind im Freiland toll. In einer Bonsaischale ist das eher suboptimal, auch wenn Wacholder nicht so stark gedüngt werden sollen wie Laubbäume etc.
Ich hatte früher einen Garten, da waren je nach Pflanze Hornspäne, Rinderdungpellets oder auch Katzenstreu ("klein", auf Maisstreubasis, super für Tomaten) gut. In der Schale nehme ich flüssigen Biodünger. Niemals mineralischen. Der führt leicht zur Versalzung und ruiniert auch das zarte Bodenleben der Schale. Guter Flüssigdünger ist quasi gebrauchsfertig und wird von den Pflanzen sehr schnell aufgenommen.
Hornspäne brauchen Bodenorganismen, die sie zersetzen, und sind im Freiland toll. In einer Bonsaischale ist das eher suboptimal, auch wenn Wacholder nicht so stark gedüngt werden sollen wie Laubbäume etc.
Ich hatte früher einen Garten, da waren je nach Pflanze Hornspäne, Rinderdungpellets oder auch Katzenstreu ("klein", auf Maisstreubasis, super für Tomaten) gut. In der Schale nehme ich flüssigen Biodünger. Niemals mineralischen. Der führt leicht zur Versalzung und ruiniert auch das zarte Bodenleben der Schale. Guter Flüssigdünger ist quasi gebrauchsfertig und wird von den Pflanzen sehr schnell aufgenommen.
LIebe Grüße, Stefan
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
besten Dank.
Tja, dass die Hornspäne natürlich zersetzt werden müssen und entsprechende Organismen in der Schale eher selten sind bin ich nicht gekommen.
Tja, dass die Hornspäne natürlich zersetzt werden müssen und entsprechende Organismen in der Schale eher selten sind bin ich nicht gekommen.
Re: Chinesischer Wacholder, was zuerst tun?
Na, einmal muss man es ja erfahren. Wenn man sie gut einarbeitet und zwei, drei Eßlöffel Gartenerde druntermischt wg. der Organismen, ist es sicher ziemlich gut. Wacholder haben es im Habitat gerne mager. Da reicht das für das erste halbe Jahr auf jeden Fall. Erst im nächsten Frühling würde ich anderen Dünger nehmen.
(Es gibt Menschen, die ihre Zimmerpflanzen mit Hornspänen düngen, die sie oben auf das Substrat streuen. Das *ähem* "duftet interessant". Es sieht auch aus als ob man den Kindern die Fußnägel über dem Ficus geschnitten hat. Und man hat auch ganz wenig Ärger mit zu lange bleibendem Besuch...
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(Es gibt Menschen, die ihre Zimmerpflanzen mit Hornspänen düngen, die sie oben auf das Substrat streuen. Das *ähem* "duftet interessant". Es sieht auch aus als ob man den Kindern die Fußnägel über dem Ficus geschnitten hat. Und man hat auch ganz wenig Ärger mit zu lange bleibendem Besuch...
LIebe Grüße, Stefan
