Hallo
Ich habe eine Reihe von Niwaki, welche aber eher natürlich wie Bonsais als geometrisch gestaltet werden.
Meine Frage ist, ob ich die Bildung eines Nebaris fördern kann, wenn ich bei der Pflanzung eine undurchdringbare Platte unter der Wurzel einbringe, um so das Wurzelwachstum an die Oberfläche zu lenken.
Oder erreiche ich lediglich ein schlechteres Anwachsen?
VG WS
Nebari fördern
Nebari fördern
miegakure - die Vermeidung des vollen Ausdruckes
Re: Nebari fördern
Hallo,
man kann es unter bestimmten Voraussetzungen machen; durchaus mit einer solchen Platte.
Jedoch würde ich bei jungen Pflanzen die Finger von solchen Kunststücken lassen, sondern dafür sorgen, dass sie sich erst einmal voll entfalten kann.
Später kann dann bei jedem Umtopfen erst mal durch die vollständige Entfernung der Wurzeln unterhalb des Stammes schon viel erreicht werden, so dass die Wurzeln, die seitlich wachsen, sich voll entfalten können.
Weiter kann eine ungestörtes Wachstum der Wurzeln im oberen Bereich wesentlich gefördert werden, in dem als Abschluss auf dem (mineralischem) Substrat eine Wasser- speicherfähige Schicht z.B. mit Laubmoos oder Sphagnum oder einer speziellen (meine) Mischung aufgetragen wird.
Ich praktiziere so einen Schichtaufbau schon seit etlichen Jahren und habe beobachtet, dass Wurzeln nicht nur nach unten wachsen, wie mache zu glauben wissen, sondern sogar vorzugsweise nach oben in die feuchte Deckschicht.
Denn so eine Deckschicht hält im Sommer bei heißem Wetter die Feuchtigkeit um ein Vielfaches länger als dieses zum Austrocknen verdammte grobe Substrat. Und das ist auch eine Voraussetzung für ein gutes Nebari.
Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, Gruß Heiner
man kann es unter bestimmten Voraussetzungen machen; durchaus mit einer solchen Platte.
Jedoch würde ich bei jungen Pflanzen die Finger von solchen Kunststücken lassen, sondern dafür sorgen, dass sie sich erst einmal voll entfalten kann.
Später kann dann bei jedem Umtopfen erst mal durch die vollständige Entfernung der Wurzeln unterhalb des Stammes schon viel erreicht werden, so dass die Wurzeln, die seitlich wachsen, sich voll entfalten können.
Weiter kann eine ungestörtes Wachstum der Wurzeln im oberen Bereich wesentlich gefördert werden, in dem als Abschluss auf dem (mineralischem) Substrat eine Wasser- speicherfähige Schicht z.B. mit Laubmoos oder Sphagnum oder einer speziellen (meine) Mischung aufgetragen wird.
Ich praktiziere so einen Schichtaufbau schon seit etlichen Jahren und habe beobachtet, dass Wurzeln nicht nur nach unten wachsen, wie mache zu glauben wissen, sondern sogar vorzugsweise nach oben in die feuchte Deckschicht.
Denn so eine Deckschicht hält im Sommer bei heißem Wetter die Feuchtigkeit um ein Vielfaches länger als dieses zum Austrocknen verdammte grobe Substrat. Und das ist auch eine Voraussetzung für ein gutes Nebari.
Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, Gruß Heiner
Re: Nebari fördern
Noch eine Möglichkeit.
Mir kam der Gedanke, die Wurzeln mit Hilfe eines stabilen Rings gegen eine feste Säule in der Schale nach unten zu ziehen.
Gedacht-getan:
Ein Ast mit einem Durchmesser von 23 mm wurde auf die für die Schale passende Länge geschnitten, beide Stirnseiten wegen der Schimmelbildung mit Holzkohlestaub beschichtet, Fixierdraht angebracht, Ast in die Schale gestellt und mit einer Steindrainage umhüllt. Das Aststück muss natürlich so ausgerichtet sein, dass seine obere Fläche parallel zum Schalenboden steht.
Wurzeln entwirren, von der alten Erde befreien und unterhalb des Stammes stehenden Wurzeln entfernen.
Auf die Schnittstellen Holzkohlestaub streuen. Was in keinem Foto festgehalten ist, ist, dass bis auf Astoberkante die erste Substratschicht (4,2 - 6,0) geschüttet ist, bevor der Baum auf den Stubben aufgesetzt wird.
Dann wird der Baum (hier eine Kastanie), in dem die Fixierdrähte durch die Wurzeln buchsiert werden, auf den Holzstubben aufgesetzt.
Der vorbereitete formstabile Ring aus 2 mm Kupferdraht mit einem Durchmesser von 53 mm muss noch einmal aufgebogen, um den Stamm gelegt und wieder zum einem Ring zusammengebogen werden.
Die Fixierdrahtenden müssen sich innerhalb des Ringes befinden. Mit zweckmäßig eingekürzten Drahtenden wird nun der Ring kräftig nach unten fest gezurrt.
Im Bild ist dann bereits das obere Substrat (2,2 - 4,2) aufgeschüttet. Das, was ich eigentlich vor hatte, nämlich die Wurzeln nach unten zu ziehen, hat wegen der Stabilität der Wurzeln bei diesem Baum nicht mehr realisieren lassen.
Was ich aber fest gestellt habe, war, dass durch diese Art der Fixierung (Auflage über eine größere Wirkfläche) der Baum einen deutlich sichereren Halt hat, als nur den Fixierdraht um dem Stamm zu wickeln.
Der wackelt so gut wie gar nicht mehr. Diese Art der Fixierung habe ich bereits an einem weiteren älteren Baum mit dem selben Ergebnis (absolut fest) durchgeführt.
Gruß Heiner
Mir kam der Gedanke, die Wurzeln mit Hilfe eines stabilen Rings gegen eine feste Säule in der Schale nach unten zu ziehen.
Gedacht-getan:
Ein Ast mit einem Durchmesser von 23 mm wurde auf die für die Schale passende Länge geschnitten, beide Stirnseiten wegen der Schimmelbildung mit Holzkohlestaub beschichtet, Fixierdraht angebracht, Ast in die Schale gestellt und mit einer Steindrainage umhüllt. Das Aststück muss natürlich so ausgerichtet sein, dass seine obere Fläche parallel zum Schalenboden steht.
Wurzeln entwirren, von der alten Erde befreien und unterhalb des Stammes stehenden Wurzeln entfernen.
Auf die Schnittstellen Holzkohlestaub streuen. Was in keinem Foto festgehalten ist, ist, dass bis auf Astoberkante die erste Substratschicht (4,2 - 6,0) geschüttet ist, bevor der Baum auf den Stubben aufgesetzt wird.
Dann wird der Baum (hier eine Kastanie), in dem die Fixierdrähte durch die Wurzeln buchsiert werden, auf den Holzstubben aufgesetzt.
Der vorbereitete formstabile Ring aus 2 mm Kupferdraht mit einem Durchmesser von 53 mm muss noch einmal aufgebogen, um den Stamm gelegt und wieder zum einem Ring zusammengebogen werden.
Die Fixierdrahtenden müssen sich innerhalb des Ringes befinden. Mit zweckmäßig eingekürzten Drahtenden wird nun der Ring kräftig nach unten fest gezurrt.
Im Bild ist dann bereits das obere Substrat (2,2 - 4,2) aufgeschüttet. Das, was ich eigentlich vor hatte, nämlich die Wurzeln nach unten zu ziehen, hat wegen der Stabilität der Wurzeln bei diesem Baum nicht mehr realisieren lassen.
Was ich aber fest gestellt habe, war, dass durch diese Art der Fixierung (Auflage über eine größere Wirkfläche) der Baum einen deutlich sichereren Halt hat, als nur den Fixierdraht um dem Stamm zu wickeln.
Der wackelt so gut wie gar nicht mehr. Diese Art der Fixierung habe ich bereits an einem weiteren älteren Baum mit dem selben Ergebnis (absolut fest) durchgeführt.
Gruß Heiner
Re: Nebari fördern
Das war übrigens ein Baum, der mit meiner speziellen Deckschicht versehen war, wie oben im ersten Beitrag bereits erwähnt wurde. Da ist auf dem Foto vom 2. Beitrag zu sehen, wie viele, besonders feine Wurzen in der Nebari- Ebene existieren.
Das bedeutet, das für sämtliche Wurzel die besten Wachstumsbedingungen geschaffen wurden.
Diese Kastanie wurde Anfang 2024 umgetopft.
Gruß Heiner
Das bedeutet, das für sämtliche Wurzel die besten Wachstumsbedingungen geschaffen wurden.
Diese Kastanie wurde Anfang 2024 umgetopft.
Gruß Heiner
- Suikinkutsu
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Re: Nebari fördern
Hallo Tim, habe ich..., was hat das mit meinem Beitrag zu tun.
Drück Dich doch bitte mal deutlicher aus.
Gruß Heiner
Drück Dich doch bitte mal deutlicher aus.
Gruß Heiner
- Lennart Rausch
- Beiträge: 474
- Registriert: 14.08.2023, 01:44
Re: Nebari fördern
@HeinrichI
...es bedeutet, dass er sie samt platte in die erde zurücksetzen möchte. was auch getan wird und funktioniert. ich kenne es mit einer holzplatte, auf die der baum zusätzlich verschraubt wird und anschließend wieder eingebuddelt wird.
lg lennart
...es bedeutet, dass er sie samt platte in die erde zurücksetzen möchte. was auch getan wird und funktioniert. ich kenne es mit einer holzplatte, auf die der baum zusätzlich verschraubt wird und anschließend wieder eingebuddelt wird.
lg lennart
Re: Nebari fördern
Hallo Lennard,
vielen dank für die Information.
Hatte ich früher auch schon mal drüber nachgedacht, fördert aber, so wie oben die Frage von "WS" gestellt wurde, allerdings nicht das Wurzelwachstum nach oben. Die vorhandenen und sich neu bildenden Wurzeln werden dann flach auf der Platte liegen und zur Seite wachsen.
Gruß Heiner
vielen dank für die Information.
Hatte ich früher auch schon mal drüber nachgedacht, fördert aber, so wie oben die Frage von "WS" gestellt wurde, allerdings nicht das Wurzelwachstum nach oben. Die vorhandenen und sich neu bildenden Wurzeln werden dann flach auf der Platte liegen und zur Seite wachsen.
Gruß Heiner
- Suikinkutsu
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Re: Nebari fördern
Wenn Du es nachgeschlagen hast: was bedeutet denn "Niwaki" (庭木)?HeinrichI hat geschrieben: 14.04.2026, 20:28 Hallo Tim, habe ich..., was hat das mit meinem Beitrag zu tun.
Drück Dich doch bitte mal deutlicher aus.
Gruß Heiner
Und was bedeutet "Bonsai" (盆栽)?
Schöne Grüße
Tim
Tim
